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    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Sunday,

    ich habe einen Vater, der mehrfach in der Geschlossenen war, in dem Laden geklaut hat, in dem ich als 19-Jährige gejobbt habe und noch einiges mehr an Theater veranstaltet hat.
    Ich habe seine Existenz NIE vor anderen verborgen. Das fiele mir nicht im Traum ein.
    Denn er ist ja nicht ich und wer das nicht auseinander halten kann, der ist selbst schuld.

    Dass dir das beruflich Schaden kann, ist natürlich ein anderer Punkt.
    Aber ich frage mich bei solchen Schilderungen ohnehin, wie man es über Jahre in einem solchen Umfeld aushält.
    Da man ja am Arbeitsplatz auch noch die meiste Zeit verbringt.
    Das kann ich nicht nachvollziehen.

  2. Inaktiver User

    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Zitat Zitat von Kuehlesblondes Beitrag anzeigen
    Meinst du nun Berlin oder eine Bundeslandhauptstadt?
    Mit "Land" meine ich immer ein Bundesland. Hängt damit zusammen, dass ich Juristin bin und man mir immer eingebläut hat, dass es im Grundgesetz heißt "der Bund und die Länder". Aber natürlich spricht man im allgemeinen Sprachgebrauch von "Bundesländern", da hätte ich mich eindeutiger ausdrücken müssen, ist schon richtig.

    Zitat Zitat von Kuehlesblondes Beitrag anzeigen
    Sorry falls ich das nur überlesen habe, aber gab es schon Versuche, diese Dinge professionell mit einem Therapeuten aufzulösen?
    Ja, gab es, unzählige Versuche habe ich angeleiert, nützt aber nichts, weil meine Schwester sich auf nichts einlässt, völlig uneinsichtig ist, dass sie Hilfe braucht (typisch bei solchen Krankheiten!), und noch nicht auffällig/gefährlich genug für sich und andere ist, dass man sie dazu zwingen könnte.

    Irgendwann ist man auch selbst einfach nur noch zermürbt und erschöpft und lässt die Dinge laufen.

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    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Das klingt sehr schwierig mit deiner Schwester...
    Hast du schonmal daran gedacht dich nach einem Gesprächskreis für Angehörige psychisch kranker Menschen um zu sehen? Da könntest du doch evtl. Menschen treffen die ähnliche Sorgen und Verständnis haben?

  4. Inaktiver User

    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Das klingt sehr schwierig mit deiner Schwester...
    Hast du schonmal daran gedacht dich nach einem Gesprächskreis für Angehörige psychisch kranker Menschen um zu sehen? Da könntest du doch evtl. Menschen treffen die ähnliche Sorgen und Verständnis haben?
    Ja, Brombeerkatze, ich denke, das ist ein guter Rat , mit diesem Gedanken trage ich mich auch seit einigen Wochen. Eine Bekannte, mit der zusammen ich musiziere, ist zufällig pensionierte Psychiaterin und ehrenamtlich auch heute noch in dem Bereich tätig. Sie hat mir auch schon mal angeboten, mich in so eine Gruppe vermitteln zu können. Das wäre wohl wirklich eine Überlegung wert. Dann würde ich auch mal hören, wie andere im Privat- und Berufsleben mit so einer persönlichen Belastung umgehen.

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    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Das würde ich ausprobieren!
    Der Freund meiner Schwester erkrankte psychisch schwer, ich weiß wie hilflos man sich da fühlt und auch wie merkwürdig viele Menschen darauf reagieren, fast als hätten sie Angst vor "Ansteckung"
    Ich könnte mir vorstellen dass es gut tut sich darüber mit Menschen auszutauschen die ähnliches erleben.
    Nimm das Angebot an, kannst es dir ja einfach mal anschauen.

  6. Inaktiver User

    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Zitat Zitat von Brombeerkatze1 Beitrag anzeigen
    Das würde ich ausprobieren!
    Der Freund meiner Schwester erkrankte psychisch schwer, ich weiß wie hilflos man sich da fühlt und auch wie merkwürdig viele Menschen darauf reagieren, fast als hätten sie Angst vor "Ansteckung"
    Ich könnte mir vorstellen dass es gut tut sich darüber mit Menschen auszutauschen die ähnliches erleben.
    Nimm das Angebot an, kannst es dir ja einfach mal anschauen.
    Ja, das werde ich wohl auch tun.

    Man sieht ja schon hier im Forum, wie viele Menschen zumindest jemanden kennen, der auch psychisch krank ist oder war.

    Mit den Verwandten ist das bei mir auch so eine Sache. Die sprechen - wie gesagt - mit meiner Mutter nur über harmlose Themen (meist nette Geschichten von früher). Wenn sie aber mit mir telefonieren, geht es los: Wie "Leid" ihnen meine Mutter tun würde, dass sie wegen meiner Schwester keinen schönen Lebensabend hätte, dass sie sich Sorgen machten, meine Schwester könne sich eines Tages doch noch "vergessen" und körperlich gewalttätig gegenüber meiner Mutter werden etc. Als ob ich mir diese Gedanken nicht schon von selbst machen würde und sie mich erst noch darauf bringen müssten! Wenn ich dann aber sage, die einzige Möglichkeit bestünde darin, schon jetzt beim Amtsgericht für meine Schwester einen Betreuer zu beantragen (mit der Folge, dass ihr dann ein Brief mit der Anordnung einer fachpsychiatrischen Untersuchung ins Haus flattern würde), heißt es gleich: "Nein, das kannst du doch nicht machen, dann tobt sie erst recht mit Tante XY [meiner Mutter] herum!" Tja, das weiß ich auch, deshalb mache ich es ja auch nicht. Aber was soll ich denn sonst noch "machen" - nach zig Gesprächen mit Ärzten, Familienberatungsstellen und Mitarbeitern des Sozialpsychiatrischen Dienstes?

    Ich habe mich vor einiger Zeit entschlossen - auch nach einem Gespräch mit der wirklich netten, oben schon erwähnten Nachbarin meiner Mutter -, den Verwandten gar nicht mehr in dieser Weise Rede und Antwort zu stehen. Muss ich mich denen gegenüber rechtfertigen, dass ich auch ja genug für meine Mutter tue? Was tun sie denn, um meine Mutter und mich zu unterstützen? Sie halten sich schön aus allem heraus, machen nur harmlosen Smalltalk mit ihr und gehen meiner Schwester völlig aus dem Weg, meiden jedes Gespräch mit ihr, egal, ob telefonisch oder persönlich. Selbst als sie noch nicht so auffällig war, waren sie zu feige, das Thema, weshalb sie denn mit dem Studium nicht weitermachte und über Jahre auch keine andere Ausbildung anfing, mal ihr gegenüber anzuschneiden (was ja in einem Vier-Augen-Gespräch behutsam hätte geschehen können).

    Denen sage ich auf Nachfrage seit kurzem nur noch: "Ihr kennt ja die Situation mit meiner Schwester, davon, dass ich euch die 1000. Variation erzähle, wird sie auch nicht anders." Demnächst möchte ich mit meiner Mutter zu einigen dieser Verwandten fahren, weil sie halt sehr an ihnen hängt. Meine Mutter sagte mir neulich, sie hätte den Eindruck, dass meine Schwester gern mitkommen wolle. Das wird den Verwandten bestimmt nicht passen, aber um meine Schwester "auszuladen", sind sie auch wieder zu feige...
    Geändert von Inaktiver User (26.04.2009 um 11:29 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Zitat Zitat von Kuehlesblondes Beitrag anzeigen
    Sehr gerne würde ich einfach so eben über den Bekanntenkreis oder an der Supermarkttheke einen Mann kennenlernen ... aber die Realität sieht doch einfach anders aus. Egal wie entspannt man ist.
    Und wenn man allzu gut alleinsein kann, kann das auch bedeuten, dass man (unbewusst) Signale sendet, die sagen, dass das auch ruhig so bleiben kann.
    Dem stimme ich zu.

    Ich würde gerne einen Mann im Umfeld kennen lernen.

    Und das mit den Signalen wird wohl so sein....Vor allem, wenn da niemand ist, der mir gefällt.

  8. Inaktiver User

    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Hallo,

    ich sehe, ihr habt rege diskutiert in den letzten beiden Tagen!

    Ich habe doch eine Freundin besucht und da möchte ich euch gerne ein Erlebnis berichten. Sie hat eine Schwester, 29, die in Kürze heiratet. Wir waren mit ihr zusammen in der Stadt in einem Cafe. Aus ehrlichem Interesse heraus fragte ich sie, was ihr Beweggrund ist, ihren Freund zu heiraten. Ist schließlich interessant, was die Leute dann so antworten . Sie sagte sinngemäß, dass sie nun 30 wird, und man sich bis dahin "festgelegt haben müsse". Die "Dinge" müssten "geregelt" sein. Als ich fragte, was sie damit genau meint, sagte sie, dass sich weder in ihrem Berufsleben noch in ihrem Beziehungsleben voraussichtlich noch einmal etwas in ihrem Leben ändern wird und dass sie dies durch den Bund der Ehe noch einmal untermauern möchte. Ihr zukünftiger Mann ist nun zum Berufsbeamten berufen worden und sie sagte, dass sie sich wünscht, dass sich nichts mehr in ihrem Leben ändert und dass sie daran glaubt, dass es so sein wird.. Ehe, er Beamter, sie in ihrer Angestelltentätigkeit.

    Ich finde es einerseits bewundernswert, so zu denken: Vertrauen in die Zukunft und Zufriedenheit mit dem Erreichten. Der Wille, sich in vielerlei Hinsicht fest zu legen.

    Andererseits finde ich es naiv: Ehen können scheitern, Jobs kann man verlieren (zumindest sie ihren), oder wegen Krankheit berufsunfähig werden....

    Leichter ist das Leben für Menschen, die so denken wie diese junge Frau.

    Ich dachte daran zurück, wie es mir ging, als ich 30 wurde. Ich hatte keinerlei Sicherheit, weder beruflich noch privat. Ich hing völlig in der Luft. Mein Partner war an meinem Geburtstag in Urlaub im Ausland (ohne mich, versteht sich) und ich war so gut wie bereits wieder Single. Ich war zutiefst niedergeschlagen und verbrachte den Tag allein.

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    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Als ich fragte, was sie damit genau meint, sagte sie, dass sich weder in ihrem Berufsleben noch in ihrem Beziehungsleben voraussichtlich noch einmal etwas in ihrem Leben ändern wird und dass sie dies durch den Bund der Ehe noch einmal untermauern möchte. Ihr zukünftiger Mann ist nun zum Berufsbeamten berufen worden und sie sagte, dass sie sich wünscht, dass sich nichts mehr in ihrem Leben ändert und dass sie daran glaubt, dass es so sein wird.. Ehe, er Beamter, sie in ihrer Angestelltentätigkeit.
    Puh, das wäre für mich überhaupt nix. Das wirkt auf mich wie eine schnurgerade Landstraße mit Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich möchte mal schnell, mal langsam fahren und jederzeit anhalten können. Außerdem mag ich Umwege und Abzweigungen.
    Leichter ist das Leben für Menschen, die so denken wie diese junge Frau.
    Ist es wirklich einfacher? Ich kenne einige Menschen, die das Leben für planbar hielten und vollkommen aus der Bahn geworfen wurden, als sie merkten, dass dem nicht (oder nur bedingt) so ist.
    "Ich habe eine ganz einfache Philosophie: Fülle, was leer ist. Leere, was voll ist. Kratz dich, wo es juckt."
    Alice Roosevelt Longworth (1884-1980), amerikanische Gastwirtin

  10. Inaktiver User

    AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich dachte daran zurück, wie es mir ging, als ich 30 wurde. Ich hatte keinerlei Sicherheit, weder beruflich noch privat. Ich hing völlig in der Luft. Mein Partner war an meinem Geburtstag in Urlaub im Ausland (ohne mich, versteht sich) und ich war so gut wie bereits wieder Single. Ich war zutiefst niedergeschlagen und verbrachte den Tag allein.
    Ähnlich ging es mir in dem Alter auch. Damals war ich mitten im 2. Staatsexamen, mein Vater an Lungenkrebs erkrankt. An meinem 30. Geburtstag ging es ihm noch einigermaßen, wir wussten aber schon, dass man ihm nicht mehr würde helfen können. Richtig gefeiert habe ich meinen 30. Geburtstag daher auch nicht, mir war wirklich nicht danach; meine Schwester war schon damals irgendwie komisch, noch nicht mal bereit, mit mir abends wenigstens in eine Pizzeria zu gehen. Ich war an dem Tag auch sehr traurig und habe mehr geheult als alles andere. Ein halbes Jahr später starb mein Vater, ich hatte die mündliche Prüfung noch vor mir. Damals war ich in jemanden verliebt, der meine Gefühle gar nicht erwidern konnte, weil er nämlich homosexuell war (was er mir leider erst viel später gestand). Also, in Liebesdingen habe ich wirklich immer nur Pech gehabt.

    Andererseits finde ich es auch naiv, zu denken, in einem gewissen Alter "müsse" man bestimmte Schritte getan haben. Dadurch hat sich schon mancher ins Unglück gestürzt. Ich hatte mal eine Bekannte, die sich bereits ein Jahr nach der Eheschließung von ihrem Mann trennte und sich schließlich von ihm scheiden ließ, weil er sie auf's Übelste demütigte. Sie bekannte mir gegenüber ganz freimütig, sie hätte ihn mit Mitte 20 geheiratet, nicht unbedingt, weil er für sie die große Liebe gewesen sei, aber weil sie Angst gehabt hätte, sonst keinen Mann mehr zu finden. Aus ähnlichen Motiven - allerdings, ohne sich und anderen dies einzugestehen - hat meines Erachtens auch meine Cousine mit Mitte 20 jemanden geheiratet, der schon vor der Ehe von seinem Chef die fristlose Kündigung erhalten hatte, weil er Geld aus der Firmenkasse gestohlen hatte. So jemanden hätte ich niemals genommen, der fiel schon Jahre vorher, als wir so 18/19 waren, bei mir in die Kategorie "völlig indiskutabel". In der Ehe entpuppte er sich dann auch noch als Alkoholiker, und zwei Jahre nach der Geburt des gemeinsamen Kindes kam es zur Trennung und anschließenden Scheidung. Also, diese Erfahrung hätte sich meine Cousine mit ein bisschen gesundem Menschenverstand und Selbstwertgefühl wirklich ersparen können.

    Ich beneide niemanden mehr um diese Naivität, zu meinen, man müsse mit spätestens 30 verheiratet sein. Wenn ich so etwas höre, denke ich nur:"Wenn das man gut geht." In manchen Fällen geht es ja auch gut, was schön ist. Aber längst nicht in allen, und solche Frauen kann ich dann hinterher auch nicht großartig bedauern.

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Wenn man jemanden wirklich über alles liebt, dann spürt man das. Dann denkt man auch nicht: "Ich bin jetzt soundso alt, jetzt muss ich zusehen, dass ich heirate." Dann liebt man diesen Menschen um seiner selbst willen, ist einfach von ihm fasziniert, fühlt sich in seiner Gegenwart lebendig und beschwingt und will deshalb mit ihm zusammen sein. Egal, wie alt man ist. Man erkennt auch seine Schwächen; diese sind aber so, dass man liebevoll darüber hinwegsehen kann. Mir sind Männer, die so tiefe Gefühle in mir ausgelöst haben, bisher nur sehr selten begegnet. Und es ist nie etwas daraus geworden, weil sie entweder verheiratet oder liiert waren oder aus anderen Gründen (Desinteresse, in dem einen Fall auch Homosexualität) für eine Liebesbeziehung mit mir nicht in Betracht kommen konnten.

    Ach ja, bevor ich's vergesse: Planen kann man im Leben überhaupt nichts. Das wird die Schwester deiner Freundin auch schon noch erfahren. Und Sicherheit gibt es auch nicht.
    meikeline hat vollkommen Recht!
    Geändert von Inaktiver User (26.04.2009 um 22:33 Uhr)

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