Wir nähern uns...
Ich meine eben, die wenigsten Singles würden das so formulieren: ich kann nicht glücklich sein ohne Mann.
Ich kenn aus dem RL niemand, der das sagen würde.
Sondern nur: ich wäre (noch) glücklicher mit. Und genau das wird ja bestritten, siehe Zitat von seawasp, die (von sich oder allgemein?) formuliert, das Glücksempfinden hinge nicht vom Beziehungsstatus ab.
Für mich ist das qualitativ und quantitativ so, dass ich in einer Beziehung potentiell mehr Glück empfinden kann als ohne, da mir nichts einfällt, was mich glücklich macht und das ich in einer Beziehung nicht tun kann.
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16.04.2009, 14:47Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
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16.04.2009, 14:51Inaktiver User
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16.04.2009, 14:56Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Jetzt hab ich nochmal sehr nachgedacht und will doch widersprechen:
einen Partner hat man oder nicht. Insofern ist die Frage doch eher: wärst du auch glücklich, wenn du auf der Straße leben müsstest anstatt in einer eigenen Wohnung? Oder kein Einkommen hättest?
Aber das ist jetzt zu spitzfindig, geb ich zu. Trotzdem seh ich es so.
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16.04.2009, 15:07
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Nein, das wäre ich vermutlich nicht - da hast du Recht. Oder nur, wenn ich dann einen Partner mit entsprechend hohem Einkommen hätte...

Ich fand die "Leitern-Metapher" von NM sehr gut, findest du dich da eher wieder? Aber wie er auch schon sagte: ich möchte dir dein Gefühl von "etwas fehlt" nicht absprechen oder kleinreden.
LG von Ava (die jetzt auch mal wieder was für ihre Wohung und ihr Einkommen tun muss... ;-))Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
Nietzsche
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16.04.2009, 15:11Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
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16.04.2009, 15:39Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
@ewk
Klar gehts auch um Dich, aber dann eben anders, als wenn's um die TE geht
"völlig unabhängig von sämtlichen äußeren Gegebenheiten vollständig glücklich " sein zu können hat hier mit Sicherheit niemand behauptet. Nicht einmal meine Bricom-Lieblings-Buddhine Seawasp.However, ich bewundere es sehr, wenn jemand völlig unabhängig von sämtlichen äußeren Gegebenheiten vollständig glücklich ist und sich selbst genügt. Das ist für mich direkt "heiligmäßig", wie es meine Ex-Schwiegermutter formulieren würde.
Oder, Schneggla?
Wie gesagt, Hund -> Sprossen, Mann -> Sprossen, Arbeit -> Sprossen, Körpergefühl -> Sprossen, Freundeskreis -> Sprossen ...Ich weiß jedenfalls von mir, dass ich nicht mal ohne Hund so glücklich wär wie mit. Von Mann ganz zu schweigen.
Cheers!
NM
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16.04.2009, 15:47Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Zack, belehrt dich die Bricomm eines Besseren.
Die Ausgangsfrage (von der ich annehme, dass du sie noch nie so richtig auf dich wirken ließest) heißt: Mich plagt das Gefühl, ohne Partner nicht glücklich sein zu können. Was hilft dagegen?
Zum Mitschreiben: Da sagt jemand, ohne Partner nicht glücklich sein zu können.
Und deshalb gibt es hier viele Antworten zum Thema, dass man auch ohne Beziehung glücklich sein kann.
Und deshalb ist es meiner Ansicht nach völlig irrelevant und kontraproduktiv, wenn du mit hundert Haken darauf beharrst, dass es aber nur ein halbes Leben ohne Beziehung wäre, nur wie Fahrrad fahren statt Rolls Royce, auf der Straße leben statt im Haus, etc etc etc...
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16.04.2009, 15:48Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Gibt´s für Dich nur entweder oder?
Natürlich ist mein Herzensmann EINE MÖGLICHE Glücksquelle für mich. Aber wenn er nicht da ist, kann ich auch genauso Glück dabei empfinden, mit einem guten Schmöker im Bett zu liegen und zu lesen. Das eine Glück ist nicht weniger wertvoll als das andere, es ist nur ANDERS.
Viele Glücksquellen sind nicht abhängig vom Vorhandensein eines anderen Menschen.
Sie werden auch nicht "besser" dadurch, dass es einen Partner gibt.
Wenn ich sie aber in meiner Fixierung auf den Partner, den ich vielleicht gerade nicht habe, nicht sehen kann, beraube ich mich dieser Quellen.
Niemand der hier Schreibenden behauptet, dass es NICHT angehm sei, von anderen Menschen, einem Partner begleitet zu werden. Es geht darum, dass man dennoch, trotz dieser Begleitung, in vieler Hinsicht bei der Bewältigung vieler Themen allein ist, daran ändert das Vorhandensein einer Beziehung nichts.Es geht nicht darum, dass mir ein Partner das abnehmen könnte. Mir geht es darum anzuerkennen, dass es vielleicht angenehmer sein könnte, da begleitet und nicht allein zu sein, in welchem Mass auch immer. Und wenn ich einen Partner hätte, der mir wirklich auf Dauer und grundsätzlich so gar keine Unterstützung wäre, dann wäre für mich die Beziehung an sich in Frage gestellt.
Unterstützung zu bekommen verhindert nicht, dass man auf sich zurück geworfen wird, und der Partner bestimmte Grenzen nicht überschreiten kann. Zudem übersiehst Du, dass ein Partner immer auch seine eigene Dynamik mitbringt. Auch an ihm geht Belastendes beispielsweise nicht spurlos vorbei. Er kann selbst sehr mitgenommen reagieren, oder übergriffig, er kann sich traurig, wütend, hilflos fühlen. Das kann je nach Ausgangssituation trotz allen guten Willens, den er mitbringt, für den Partner, der von einer schwierigen Situation betroffen ist, zusätzlich belastend sein.
Für Dich scheint das zu bedeuten: Der Mensch taugt nicht als Partner. Für mich ist die Sache wesentlich komplexer, und ich sehe die Chance, dass beide reifen - individuell wie als Paar, beispielsweise indem Grenzen klarer werden, und man sich buchstäblich ein Stück weit nackter erkennt, auch in seiner jeweiligen Begrenztheit. Mache ich meinen Partner dagegen für mein Glück verantwortlich, ist es natürlich ein grosses Unglück, wenn der mich nicht so "unterstützen" kann, wie ich das erwarte, denn ich fühle mich von seiner Fürsorge abhängig, und verweigere den Part, der mich auf mich zurück wirft, und mir deutlich macht, dass es Grenzen hinsichtlich der Fürsorge und Unterstützung, die mir ein anderer Mensch bieten kann, gibt, und dass ich jenseits dieser Grenze selbst ran muss.
Grüssle
Seawasp
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16.04.2009, 16:13Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
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16.04.2009, 16:22Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Seawasp, wo hast du denn bei mir gelesen, dass ich andere Glücksquellen nicht wahrnehmen kann??
Und vielleicht hast du einfach nicht wahrgenommen, dass ich einen Partner als zusätzliche Quelle sehe, nicht als alleinige, wieso auch immer, ich weiß nicht, was du mir da erklären willst, ich weiß das und versteh das und seh das genauso...
Aber wenn du liest wenn dein Partner nicht da ist hast du eben die Quelle lesen und auch Partner, ob anwesend oder nicht, vielleicht ist es auch schön, an ihn zu denken. Und für mich sicher nicht genaugleich schön wie lesen ohne an jemand denken zu können, mit dem mich Liebe verbindet. Das ist in Summe einfach weniger.
Niemand der hier Schreibenden behauptet, dass es NICHT angehm sei, von anderen Menschen, einem Partner begleitet zu werden. Es geht darum, dass man dennoch, trotz dieser Begleitung, in vieler Hinsicht bei der Bewältigung vieler Themen allein ist, daran ändert das Vorhandensein einer Beziehung nichts.
Unterstützung zu bekommen verhindert nicht, dass man auf sich zurück geworfen wird, und der Partner bestimmte Grenzen nicht überschreiten kann. Zudem übersiehst Du, dass ein Partner immer auch seine eigene Dynamik mitbringt. Auch an ihm geht Belastendes beispielsweise nicht spurlos vorbei. Er kann selbst sehr mitgenommen reagieren, oder übergriffig, er kann sich traurig, wütend, hilflos fühlen. Das kann je nach Ausgangssituation trotz allen guten Willens, den er mitbringt, für den Partner, der von einer schwierigen Situation betroffen ist, zusätzlich belastend sein.
Für Dich scheint das zu bedeuten: Der Mensch taugt nicht als Partner. Für mich ist die Sache wesentlich komplexer, und ich sehe die Chance, dass beide reifen - individuell wie als Paar, beispielsweise indem Grenzen klarer werden, und man sich buchstäblich ein Stück weit nackter erkennt, auch in seiner jeweiligen Begrenztheit. Mache ich meinen Partner dagegen für mein Glück verantwortlich, ist es natürlich ein grosses Unglück, wenn der mich nicht so "unterstützen" kann, wie ich das erwarte, denn ich fühle mich von seiner Fürsorge abhängig, und verweigere den Part, der mich auf mich zurück wirft, und mir deutlich macht, dass es Grenzen hinsichtlich der Fürsorge und Unterstützung, die mir ein anderer Mensch bieten kann, gibt, und dass ich jenseits dieser Grenze selbst ran muss.
Sorry, ich versteh nicht, wieso du mir das alles immer wieder erklären willst, ich hab weder je behauptet, dass ein Partner alle Probleme löst noch dass er für mein Glück verantwortlich ist noch alles andere, was du unterstellst.
Wobei ich aber bleibe, ist, dass ich eine Beziehung, in der ich dauerhaft nicht unterstützt und angenommen würde für sinnlos halte. Vielleicht kennst du solche Beziehung nicht, ich schon, und ich halte das für weit schlimmer als allein zu sein. Das kann sehr destruktiv sein und dem muss man sich nicht aussetzen. Egal wie reif man ist. Das ist für mich ein Klischee, dass im Grunde jeder dem anderen guttut, man muss es nur sehen wollen.




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