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29.04.2009, 10:53Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
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29.04.2009, 11:36Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
@Perlensucht
Du missverstehst.
Ich finde es völlig richtig, wenn Menschen sich ungeachtet ihrer persönlichen Risiken gegenseitig solidarisch krankenversichern. Deswegen bin ich in der GKV, was ich nicht müsste (und bislang war ich dort ein sehr billiger Patient).
Ich bin sogar der Meinung, das alle Menschen dort drin sein sollten - eben wirklich solidarisch.
Was Deine Rente angeht:
Natürlich bist Du ggf. Hartz-IV-berechtigt. Das ist jeder, wenn er nichts hat.
Und auch das finde ich richtig, weil ich es als eine Errungenschaft empfinde, dass in diese Lande niemand ins Bodenlose fallen kann. Natürlich gibt es Menschen, die dies als Freibrief fürs Nichtstun benutzen.
Aber das sind sehr wenige im Vergleich zu den vielen, die diese Hilfe wirklich brauchen und sich bemühen, wenigstens das selbst zu verdienen, was sie selbst verdienen können.
Ich allerdings würde für Dich im Altersfalle sowieso nicht zahlen, dagegen spricht unser Altesunterschied.
Ich war vielleicht ein bisschen an Deinem Bafög beteiligt, aber auch Bafög empfinde ich als Errungenschaft.
Selbst habe ich übrigens kein Bafög bekommen, weil meine Eltern "zuviel verdient" haben.
Unsere Nachbarskinder hatten alle drei Bafög. Die Eltern hatten als selbständige Kaufleute nämlich die Möglichkeit, ihr Einkommen unter die entsprechende Grenze zu frisieren - vermutlich sogar ganz legal.
Was mich stört, ist, dass die, die sowieso schon genug oder auch mehr als genug haben, sich permanent beschweren und benachteiligt fühlen.
Was mault der Spitzenverdiener über 43 % Spitzensteuersatz?
Den zahlt kaum einer.
Beispiel: Deine Bekanntenfreundin mit den 150.000 im Jahr zahlt ohne irgendwelche Freibeträge, bei StKl 1 ohne Kinder, keinerlei legale Steuergestaltung 55.830 Euro Steuern und Soli. Das sind keine 39 Prozent.
Netto (also mit bezahlter KV, RV und SozV) blieben ihr 82.644 Euro, monatlich 6.887 Euro.
Natürlich sei ihr das Geld gegönnt, sie wird's wohl nicht für Kalenderblattabreissen kriegen.
Aber muss man da noch nörgeln und meckern?
Und die, die am Lautesten meckern, das sind die, die von dem unter anderem mit Steuergelder hergestellten sozialen Frieden am meisten profitieren.
Ich jedenfalls brauche beispielsweise keinen Polizeischutz, weil mir aufgebrachte Aktionäre oder geprellte Kapitalanleger ans Leder wollen.
Nehmen wir da mal die selbsternannten "Masters of the Universe", also Investmentbanker, die -immer ihre Boni im Blick- gerade Milliardenschäden am Vermögen des Landes verursacht haben, die haben sicherlich viel Einkommenssteuer gezahlt.
Deren Einkommenssteueren der letzten 10 Jahre würden aber nicht im Ansatz reichen, den Schaden zu begleichen. Den müssen jetzt alle Steuerzahler finanzieren.
Saldiert für diese Leute ein sehr lukratives Geschäft.
Was Deinen "Professionellen" angeht, geschenkt.
Wenn ich er wäre, wäre ich lieber ich.
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29.04.2009, 11:47
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Der Meinung bin ich auch

Wir verstehen uns
Perlensucht,
in deinem anderen Strang wurdest du ziemlich in die Enge getrieben.
Das ist so ein typischer BriCom Effekt.
Dagegen hilft am besten in "fremden Strängen" mitschreiben
Ich habe jedenfalls schon laaaaaange keinen eigenen mehr aufgemacht - zumindest keinen über mich
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29.04.2009, 11:52Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
NochmalerMann, es gehört nun zwar wirklich nicht hierher, aber ich bin ganz entschieden anderer Meinung. In Zeiten, in denen ich für alles zusätzliche private Vorsorge treffen muss, will ich auch das Recht haben, mich komplett privat krankenversichern zu können. Es kann nicht angehen, dass man in der GKV als freiwillig Versicherter fast doppelt so viel Beitrag bezahlt wie in der PKV!
Ich persönlich spare durch die PKV sehr viel Geld - das wiederum der Wirtschaft zugute kommt - das ist mein Solidar-Beitrag
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29.04.2009, 11:57Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
@ NM
Schönes Posting, dem ich so weit zustimme!
Ich bin doch auch noch in der GKV, obwohl ich nicht müsste, zahle dort recht viel ein und nehme kaum was raus. Okay, dafür bekam meine Oma (die wenig einzahlt), ein neues Hüftgelenkt und ein neues Knie. Es gleicht sich aus. Insgesamt.
Hartz-IV. Bin ich dann, wenn ich kein Hauseigentum mehr habe, ja. Also im schlimmsten Fall wäre ich anspruchsberechtigt. Aber "nur" Arbeitslosigkeit würden mich nicht zum Anspruchsberechtigten machen. Und da ich über mein Hauseigentum aktuell nicht verfügen darf, stünde ich erst mal dumm da.
BaföG finde ich auch eine Errungenschaft. Übel ist aber Folgendes: Die "ganz oben" kriegen oft Höchstsätze, weil sie ihren Gewinn irgendwie auf Null setzen (alle 4 Kinder der renomiertesten Anwaltskanzlei der Stadt bekamen Höchstsatz - zufälllig eine Steuerkanzlei). Und die "ganz unten", die auch was bekämen, studieren meist nicht! Verloren haben die Leute in der Mitte, die gerade so viel haben, dass sie rund kommen, aber eben nicht so viel, dass sie noch ein studierendes Kind in der Stadt finanzieren könnten. Studiert ein Kind in der Stadt braucht es im Monat ca. so viel, wie eine Frau auf dem Land im Schnitt im ganzen Monat verdient (wenn die Familie nicht sogar nur einen Verdienst hat). Das passt doch hinten und vorne nicht.
Was den Steuersatz angeht, so hast Du auch Recht. Es wird auf hohem Nivau gelitten. Denn nur, wer sehr viel verdient, muss auch viel zahlen.
@ KB
Ich wurde auseinandergenommen
? Was uns nicht tötet, härtet uns ab, gell?
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29.04.2009, 12:00Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Da ich mich erst mit über 30 um die PKV bemühte, war bei mir die Ersparnis kaum zu merken, v.a., da mir wegen des Heuschnupfens 100 Euro draufgebrummt wurden. Ohne diese wäre ich gewechselt, da ich dann eine spürbare Ersparnis gehabt hätte.
Als Selbständiger ist es eben besonders hart, weil man die KK-Beiträge komplett allein trägt.
Wenn dann der Mindestsatz bei 330 Euro (!) liegt ist das schon die Härte. Man überlege sich das mal: 660 MARK nur für die KK! (Wir leben zwar im Euroland, aber der Vergleich macht mir das erst mal bewusst! Im Studium lebte ich von ca. 1.200 Mark den ganzen Monat!) Dazu Praxisgebühr, die private Zahlung zahlreicher Vorsorgeuntersuchungen, Medikamentenzuzahlung.
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29.04.2009, 12:09Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Das liegt daran, dass die GKVen eben (vereinfacht gesagt) jeden versichern müssen, und nicht nur die Minimalrisiken (jung, gesund, gut verdienend) abfischen können.
Entsprechend entstehen der PKV durch die "vorgefilterte" Klientel geringere Kosten, selbst wenn sie ihren einzelnen Versicherten mehr und teurere Leistungen anbieten.
Die PKV bleibt ja auch nicht immer so billig, schau Dir einfach beispielsweise mal die Sätze für jemanden von Mitte 50 oder Mitte 60 an.
Das ist ganz einfach Versicherungslogik.
Ich würde eine steuerfinanzierte medizinische Grundversorgung bevorzugen, weil ich sie als wichtiges Solidaritätsinstrument verstehe. Und nebenbei würden die GKV-Sätze signifikant sinken, wenn die ganzen "Minimalrisiken" ebenfalls dort versichert wären. Einfach, weil die Pro-Kopf-Ausgaben sinken würden.
Es ist dasselbe mit den Steuern - würden alle das zahlen, was sie zu zahlen hätten, wäre die Belastung für die, die das jetzt bereits tun, weit geringer.
Deine Meinung bleibt Dir natürlich dennoch unbenommen.
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29.04.2009, 12:56Inaktiver User
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Das weiß ich, NochmalerMann, dass die PKV im Laufe der Jahre auch teurer wird. Aber da ich nahezu seit Beginn meiner Berufstätigkeit privat versichert bin, habe ich einen günstigen Tarif. Je später man einsteigt, umso teurer wird es natürlich.
Jemand, der sich mit 40 privat versichert, bezahlt nicht den gleichen Beitrag für einen Tarif wie ein 40-jähriger (für den selben Tarif), der schon 20 Jahre in der PKV ist.
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29.04.2009, 13:00
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Kann man es nicht auch so sehen: Solange wir alle von den gleichen Ärzten, Kliniken usw, behandelt werden, die Gemeinschaft die Ausbildung bezahlt usw. solange sollten doch auch alle in einen Topf einzahlen.
Die Diskussion über die Höhe der Beiträge und den Umfang der Leistungen ist ja nochmal eine ganz andere ...
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29.04.2009, 13:40
AW: Was hilft gegen das Gefühl "ohne Partner nicht glücklich zu sein" ?
Da Du um Korrektur gebeten hast, bitte.
In der Generation der heute 35 bis 45jährigen Akademikerinnen sind etwa 35% kinderlos. Betrachtet man die Tendenz der letzten Jahrzehnte, Kinder immer später zu bekommen, wird der Anteil der Kinderlosen unter diesen Frauen in 10 Jahren etwa bei 25-28%liegen, eventuell sogar darunter. Der Unterschied zum Durchschnitt aller Frauen
(es werden etwa 19% der heute 35-45jährigen kinderlos bleiben) ist gar nicht so groß.
Zum Vergleich: in den 70er Jahren waren etwa 45% aller Akademikerinnen über 40 kinderlos. Zu dieser Zeit lag die Rate der allgemeinen Kinderlosigkeit bei 15%.
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.



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