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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Ich möchte hier eigentlich nur kurz meinen Senf dazu geben und bin dann gleich wieder weg.. Ich habe auch Borderline und mein Vater sehr wahrscheinlich auch. Es ist auch bei uns sehr viel falsch gelaufen. Es fanden viele Verletzungen statt unter denen ich heute noch leide, ABER es muss noch lange nicht heissen, dass eine Mutter oder einfach ein Elternteil automatisch schlecht ist oder alles falsch macht, nur weil er/sie Borderline hat.

    Zitat Zitat von Kaminfeuer Beitrag anzeigen
    @ schlaflos:
    Ist es nicht irgendwie faszinierend, wenn ein erwachsener Mensch mit aller Überzeugung die Meinung vertritt, dass alle um ihn herum falsch, dumm oder böse sind, nur er selbst sei grundsätzlich 100 % richtig? Noch unglaublicher finde ich, wie lange ich das meinen Eltern geglaubt und sie immer für alles in Schutz genommen habe. .
    Das könnte meine Mutter sein ;) Und sie ist keine Borderlinerin...

    Als ich meinem Therapeuten erzählt habe, dass es momentan ein Thema ist, ob ich schwanger werden soll, meinte er direkt: JA, tun sies! Er stellte mir dann noch eine Frage bevor ich ging; Leandra, denkst du Borderline Mütter sind in der Regel gute Mütter? Ich erinnerte mich an diesen Strang. Habe hier nur schlechtes gelesen, von Kindern mit einer Borderline Mutter und antwortete deshalb sehr betrübt, dass ich leider denke, dass es wahrscheinlich eher schlechte Mütter sind. Er antwortete mir dann: Eine Studie hat bewiesen, dass sich genau Mütter mit dieser Persönlichkeitsstörung, wahnsinnig gut um ihre Kinder kümmern! Er wollte mir Mut machen, mich stärken, das ist mir klar, aber mein Therapeut ist spezialisiert auf Borderline und würde so etwas nicht sagen, wenn so eine Statistik nicht wirklich erstellt worden wäre.

    Einfach mal so als Anmerkung. Gute Nacht
    Geändert von Leandra_82 (15.01.2014 um 01:47 Uhr)
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

  2. Moderation

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Diese Studie würde ich gerne lesen. Ich arbeite in dem Fachgebiet und kenne leider viele Untersuchungen, die zeigen, dass Kinder von Müttern mit Borderline ein sehr hohes Risiko haben, selbst psychische Probleme zu entwickeln.

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Hallo Hasi,

    wenn deine Mutter dich wertschätzt, glaubst du ihr das?
    Fühlt es sich ehrlich an?
    Oder fühlst du dich manipuliert?
    Beobachtest du bei ihr, dass sie vielen anderen Komplimente macht und hinter deren Rücken dann verächtlich über sie spricht?
    Vielleicht hat sich einfach ihre guten Phasen, vielleicht versucht sie dich aber auch nur bei der Stange zu halten?
    Höre auf dein Bauchgefühl.

    Und frage dich vielleicht, ob es gut ist, dass du emotional so abhängig von ihr bist. Ich kann verstehen, dass dir ihr Lob viel bedeutet, nachdem du es früher nie bekommen hast. Noch schöner wäre es aber, wenn du selbst erkennst, dass du ein wertvoller Mensch bist. Und das unabhängig von Beziehungen zu anderen.
    Wenn du dich selbst liebst und schätzt, wenn du eigenständiger und unabhängiger wirst.
    Ist das nicht vielleicht eine gesündere Basis für Beziehungen zu anderen Menschen?

    Liebe Grüße

    Kaminfeuer

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Hallo Evelyn,

    es ist wirklich schwer sich aus der gesamten Verwandtschaft zu lösen.
    Die Frage ist: Möchtest du in einem Machtsystem bleiben, um Kontakt zu Menschen zu halten, die dir ansonsten den Rücken kehren?
    Was erwartest du von einem Bruder, der dir nicht von der eigenen Hochzeit, nichtmal vom Tod des Vaters erzählt? Ist es das Wert? Ist das eine "Familie" oder reine Blutsverwandtschaft?

    Vor der Frage stand ich auch.
    Und ich habe inzwischen wieder eine Familie. Sie besteht schlichtweg aus den Menschen, bei denen ich mich wohl fühle.

    Ich wünsche dir viel Kraft für DICH.

    Liebe Grüße

    Kaminfeuer

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Diese Studie würde ich gerne lesen. Ich arbeite in dem Fachgebiet und kenne leider viele Untersuchungen, die zeigen, dass Kinder von Müttern mit Borderline ein sehr hohes Risiko haben, selbst psychische Probleme zu entwickeln.
    Er hat mir erst gerade heute wieder davon erzählt, wusste den Titel des Buches aber nicht auswendig. Er wird es mir bei der nächsten Sitzung mitteilen.
    Glück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Zitat Zitat von Kaminfeuer Beitrag anzeigen
    Hallo Hasi,

    wenn deine Mutter dich wertschätzt, glaubst du ihr das?
    Fühlt es sich ehrlich an?
    Oder fühlst du dich manipuliert?
    Beobachtest du bei ihr, dass sie vielen anderen Komplimente macht und hinter deren Rücken dann verächtlich über sie spricht?
    Vielleicht hat sich einfach ihre guten Phasen, vielleicht versucht sie dich aber auch nur bei der Stange zu halten?
    Höre auf dein Bauchgefühl.

    Und frage dich vielleicht, ob es gut ist, dass du emotional so abhängig von ihr bist. Ich kann verstehen, dass dir ihr Lob viel bedeutet, nachdem du es früher nie bekommen hast. Noch schöner wäre es aber, wenn du selbst erkennst, dass du ein wertvoller Mensch bist. Und das unabhängig von Beziehungen zu anderen.
    Wenn du dich selbst liebst und schätzt, wenn du eigenständiger und unabhängiger wirst.
    Ist das nicht vielleicht eine gesündere Basis für Beziehungen zu anderen Menschen?
    Sich selbst lieben zu können wäre was schönes, leider gelingt mir das nicht so. Ich sehe bei mir meistens überwiegend das Negative. Zwischendurch gibt es mal Phasen/Momente, da mag ich mich oder Teile von mir. Dann kommt wieder irgendwas und ich sehe wieder alles kritisch.

    Ich denke nicht, dass meine Mutter mich versucht, bei der Stange zu halten. Das ist schon alles in sich stimmig. Meine Eltern sind sehr leistungsorientiert und Lob/Anerkennung bekomme ich in der Regel für das, was ich im Job mache. Aber auch nur für das, um ganz ehrlich zu sein.

    Hintenrum schlecht über andere reden machen meine Eltern beide nicht. Wenn meine Mutter schlecht über jemanden redet, dann sagt sie das dem Menschen meistens auch ins Gesicht. Wäre schön, wenn es manchmal andersherum wäre und sie sich zurückhalten könnte. Es wäre für sie einfacher und für ihre Umgebung und mir hätte es in der Kindheit auch einiges erspart.
    Avatar made by Betsi!

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Hallo Kerstin Jung,

    schön, dass dich dieses Thema hier genau wie mich letztes Jahr etwas aus der Verlassenheit holen konnte!!
    Ich denke, du bist ca. mein Alter und hast auch Kinder.
    Meine Frage an dich: wie geht es dir im Umgang mit ihnen; z.B. wegen dem Kontaktabbruch?

    Du hast nichts verbrochen und verdient hat das auch niemand!
    Meiner Meinung nach, kann erst ein Abbruch zum durchatmen führen.
    Es braucht lange, sehr lange und diese Narbe tut sicher ein Leben lang weh.
    Aber bei meiner Geschichte kann ich nur sagen, ich muss/musste das tun, was mir weniger schmerzt und leider(das weiß ich heute erst) gibt es keine Lösung, die KEIN Opfer bringt.

    Das Schönste ist, dass ich mich gefunden habe!!

    Vielleicht kannst du das auch bald sagen.
    Mir haben zwei Buchempfehlungen sehr dabei geholfen, ich geb´sie gerne weiter:

    - Borderline-Mütter und ihre Kinder

    - Übersehene Kinder

    Und die Tage habe ich eine Internetseite gefunden, weil meine Geschichte an Abgründen einfach kein Ende nehmen will ( Hausfriedensbruch, Stalking, Rufmord...) und alles nach wie vor, weil ich selber eine gesunde Mama bin, die Grenzüberschreitungen nicht akzeptiert!
    Ich möchte gerne noch diesen Link hier rein setzten:

    Töchter narzisstischer Mütter - Kontakt oder kein Kontakt

    Aber die GANZE Seite ist ein mega- Augenöffner, besonders auch die Eigenschaften dieser Mütter/Väter.

    Hier wurde noch geschrieben, dass Borderline-Erkrankte doch nicht nur schlechte Menschen sind.
    Nein, sind sie nicht. Aber wo sie sich wie verhalten (eigenen Kinder
    ; besonders der erstgeborenen Tochter gegenüber, oder den Kollegen,...), kann man ja dank Internet überall nachlesen.
    Hier schreiben nur Töchter (Sündenböcke); nicht die guten Kinder, nicht die nichtsahnende Verwandtschaft, keine geherzten Kollegen...

    Man muss sehr differenzieren, ob man sich seiner Krankheit stellt und daran arbeitet oder sagt, "Alle krank, außer ich"!!! Und das Problem liegt in der zweiten Gruppe. Ich ziehe den Hut, vor erkrankten Frauen, ... mit Kinder oder Kinderwunsch..., die sich damit auseinander setzten. Das hätte ich mir in meiner Familie auch gewünscht!

    Herzliche Grüße,

    regenbogengeniesser :-)

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Ich bin einmal auf einen Borderliner gestoßen, der in seinem Borderlinerwahn auf einmal gegen mich agiert hat. Ein vernünftiges Gespräch war mit diesem Typ nicht mehr möglich, ich weiß bis heute nicht, weshalb ich bei ihm auf die schwarze Schiene gekommen bin. Jedenfalls hat er alles versucht, mich aus dem gemeinsamen Bekanntenkreis rauszubekommen, hintenrum, manipulativ, jede Schwachstelle ausnutzend.

    Wenn ich wieder nem Borderliner begegne, werd ich den gnadenlos aus meinem Bekanntenkreis verbannen, das Leben ist zu kurz, um es mit einem *zensiert* zu vertun. Ich hab Hochachtung vor jedem Menschen, der bei sich ein Problem erkennt und daran arbeitet, aber ein Borderliner, der das nicht tut, ist ein gefährlicher Mensch.

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    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Ups, Fehler!
    Ich meinte natürlich nicht " Das hätte ich mir in meiner Familie auch gewünscht", sondern "...in meiner HERKUNFTS-Familie..."!!
    Ich sag´ja, es dauert.

  10. Inaktiver User

    AW: Aufgewachsen mit Borderline-Mutter

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    Meine Mutter schafft es auch immer noch, durch kleine Sticheleien bei mir Schuldgefühle hervorzurufen. Und ich neige immer noch allzu oft dazu, sie dabei ernst zu nehmen, vor allem, wenn ich gerade Zeit habe (das klingt blöd, aber wenn ich viel um die Ohren habe, lasse ich so etwas nicht an mich heran).

    Was dagegen hilft? Stetiges Sich-ermahnen, dass Mutter nicht immer in allem recht hat. Auch mal wagen, nein zu sagen. Das ist wie eine schlechte Gewohnheit, man kann sie nicht von heute auf morgen ablegen.

    Meine Mutter ist sehr durchsetzungsstark, aggressiv, dickköpfig. Sind wir unterschiedlicher Auffassung, dann kann sie keinesfalls nachgeben, sondern ficht das bis zum letzten durch. Ich kann/will das nicht und habe oft genug nachgegeben. Da suche ich auch noch nach einer Lösung, wie ich damit umgehen kann. Kompromisse scheinen nicht möglich, aber nachgeben will ich auch nicht. Hat jemand von Euch etwas Ähnliches erlebt und das ohne Kontaktabbruch gelöst?
    Ich habe das Jahrzehnte auch so durch. Nerven gelassen ohne Ende und meiner Gesundheit geschadet damit.

    Bis aufs esser, es geht um alles oder nichts. Es wird gelogen verdreht, Spielchen gespielt und manipuliert. Alle Versuche dauerhaft irgrndwie halbwegs normal miteinander klar zu kommen sind gescheitert. Es ging nie lange gut. Bei meiner Mutter geht es auch immer nur um sie. Sie jammert, sie fordert ein und sie lügt.

    Kein Kontakt - es geht mir besser, viel besser. Klar ab und an kommen alte Sachen hoch und das beschäftigt einen. Aber nicht mehr mit ihr telefonieren müssen, da nicht mehr hin zu müssen wo gelogen und verdreht wird, wo es immer nur um sie geht - das ist einfach nur angenehm. Ich vermisse sie nicht!

    Das Buch "Borderline-Mütter und ihre Kinder" hat mir auch sehr geholfen. Es war alles so wie darin beschrieben. Ich habe mir nichts eingebildet, wie meine Mutter auch 20 Jahre später noch behauptete und mein Vater, der immer nur abwinte, wenn ich über früher mal reden wollte. Voll auf ignore und Scheuklappen, aber dabei weiß er genau, was damals abging und wie ich gelitten habe als Kind.

    Meine Mutter hatte auch sehr strenge Eltern, es gab ür alle Kinder eine Backpfeife, wenn eines Mist gebaut hat und Widerworte gab es da auch keine. Meine Mutter hat ihre Mutter immer in den Himmel gehoben, vielleicht ist sie durch Verdrängung des schlechten auch böse geworden, oder denkt, warum soll es ihrem Kind besser gehen, als ihr. Keine Ahnung. Es sit mir auch egal warum sie so geworden ist. Sie war immer erwachsen, als sie mich in ihre Finger bekam und mich misshandelt und gedehmütigt hat. Ich habe schon als Kind gewusst, das ich meine Kinder nie so behandeln werde und so bin ich auch nicht so wie sie geworden.

    Ob man so werden muss wie die Borderline-Mutter - nein ich denke nicht. Das man keinen leichten start ins Leben hatte - zweifellos und sicher auch das man an sich arbeiten muss, vielleicht ein Leben lang, allein um sein Selbstbewustsein aufzubauen und das man lernt seiner eigenen Wahrnehmung zu trauen.
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2014 um 16:42 Uhr)

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