Antworten
Seite 6 von 12 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 119
  1. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was bedeutet denn "oberflächlich" für Dich?

    Ich finde diesen ganzen Thread megaoberflächlich.

    Denn Oberflächlichkeit und es-im-Leben-leichter-Haben sind doch keine messbaren Größen, sondern völlig subjektives Empfinden. ...

    Die ganze Diskussion ist insofern völlig für´n Po.
    Macht ja nix, ist sicher auch der ein oder andere Hübsche dabei (und seit wann wählste Dich denn so gedrückt (sic) aus?).

    Im Ernst: Nur Dinge, die messbar oder zumindestens konsensfähig sind, sind für Dich diskutierbar? Subjektives Empfinden nicht?
    Du Arme.

    @cubis
    Annehmend, dass "tiefsinnig" aus Deinem Munde ein Kompliment ist, danke schön.
    Ich halte das nicht für tiefsinnig, sondern für einfach offensichtlich und wahr.

    Hier mein aktuelles Traumbeispiel.
    Problem: Wenn Opel pleite geht, gehen theoretisch betrachtet 25.000 Arbeitsplätze verloren.
    "Problemlösungsidee": Der Staat rettet Opel mit initial 3,3 Milliarden in Bürgschaften oder Krediten oder kauft en ganzen Laden.
    Schon die Relation von Problem und Lösungsansatz ein schlechter Witz - 132.000 Euro pro Arbeitplatz. Wie lange könnte man davon ALG1 bezahlen, selbst wenn alle 25.000 wirklich arbeitslos würden und länger blieben?
    25.000, das ist die Erhöhung der Arbeitslosenquote um 1/4 Prozent, da zuckt normalerweise keine Sau mit der Augenbraue.

    Weiter.
    Aktuelle Diskussion:
    "Soll der Staat mit zunächst mal 3,3 Milliarden Euro in Bürgschaften oder Krediten Opel retten?"
    Die Frage ist eine weitere gemeingefährliche Vereinfachung. Die müsste lauten:
    "Soll der Staat mit zunächst mal 3,3 Milliarden Euro in Bürgschaften oder Krediten versuchen, Opel retten?"
    Ist nämlich zunächst mal nur ein Versuch.
    Aber gut, weiter.
    Sollen soll er nicht, es nicht die definierte Aufgabe des Staates, in Notleidenschaft geratene Unternehmen zu retten (warum man das bei Großbanken dennoch sinnvollerweise tut (wenn auch völlig dilletantisch), ist noch komplizierter, lassen wir das jetzt mal beiseite).

    Und nun diskutiert alle Welt diese Frage, die ja einfach zu diskutieren ist, weil man dazu eben weltanschaulich bedingt diese oder jene Position haben kann.
    Schön einfach, jeder darf mal, keiner hat Unrecht.

    Statt das man sich erst einmal fragt: "Kann der Staat Opel mit dem Geld denn retten?"

    Die Antwort darauf lautet nach menschlichem Ermessen: "Nein." Wegen der Struktur von Opel/GM, wegen der Tatsache von ca. 30 % Produktionüberkapazität im herkömmlichen Automobil-Sektor, wegen der Verzögerungstaktik des GM-Managements in der Offenlegung der Sachlage, wegen der Tatsache, dass der Staat dieses Geld nicht hat, also dasselbe tun muss, was GM/Opel tun müsste: es bei Investoren einsammeln (teuer und auf Kosten anderer Ausgabenbereiche), wegen der begründeten Vermutung, dass es viel mehr Geld kosten wird als 3,3 Mia. Euro, aus Opel einen Technologiekonzern zu machen, der am Markt eine Chance hat etc. pp. usw. Siehe Holzmann-Pleite.

    Insofern ist die Frage "Soll der Staat Opel retten?" eigentlich erledigt. Aber:
    Das "Nein" ist viel schwieriger zu erklären, widerspricht den Phantasien staatlicher Allmacht und ist ausserdem viel unpopulärer.
    "Arbeitsplätze erhalten" ist Deutschland ein allgemein akzeptiertes Argument für jedwede Dummheit und jede Sauerei.
    Also macht es sich die Politik einfach, gibt eine höchstwahrscheinlich falsche, aber definitiv einfache und zudem populäre Antwort.
    Denn dieses Jahr wird eine neue Regierung gewählt.
    Und mit einem (egal wie substanzlosen) "Yes, we can." kann man eben anscheinend prima Wahlen gewinnen.
    Honi soit qui mal y pense.

    Wenn ich aber so argumentiere, bin ich häufiger mal ein ebensolcher, oberflächlicher, marktradikaler Unmensch, weil ich damit nämlich auch mein ganz persönliches Wohlergehen (steigende Steuer- und Abgabenlast für mich, weiter sinkende Bildungsausgaben für meine Kinder) im Blick habe.
    Statt den Niedergang der einst stolzen deutschen Marke Opel und das harte Schicksal von 25.000 Arbeiterinnen und Arbeitern zu beweinen.
    (Wie kommt es eigentlich, dass solche Unternehmen in solchen Situationen auf einmal nur noch Arbeiterinnen und Arbeiter beschäftigen - und keine Manager, Ingenieure, Vermögensverwalter, Vorstandsvorsitzenden etc. ?)

  2. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Ich würde Oberflächlichkeit auch nicht unbedingt am IQ festmachen, für mich ist das eher das Naturell.
    Ich denke auch nicht, dass jemand mit niedrigem IQ zwangsläufig oberflächlich ist, und jemand mit hohem IQ eben nicht.
    Ich beobachte aber, dass Menschen, die ich als oberflächlich bezeichnen würde, oft nicht mal in der Lage sind, sich mit Dingen ausserhalb ihrer direkten persönlichen Sphäre unter Einbezug von Ursachen und Konsequenzen zweiter und dritter Ebene zu befassen und dabei womöglich die Perspektiven anderer Menschen mit einzubeziehen.
    Manchmal stehen sie selbst Dingen in ihrer persönlichen Sphäre "hilflos" gegenüber, weil es ihnen nicht möglich ist, unter deren Oberfläche zu gucken. Dann sind die auch nicht glücklich, weil sie nämlich an etwas leiden, was sie nicht verstehen und deshalb schwerer abstellen können.

    Wie auch immer, die schlichten Gemüter sind vermutlich auch weniger die, die Dobby meinte.
    Ihr geht es wohl mehr um die, die sich bewusst entscheiden haben, das zu sein, was Dobby (meines Erachten fälschlich) als oberflächlich erachtet.

  3. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Macht ja nix, ist sicher auch der ein oder andere Hübsche dabei (und seit wann wählste Dich denn so gedrückt (sic) aus?).

    Im Ernst: Nur Dinge, die messbar oder zumindestens konsensfähig sind, sind für Dich diskutierbar? Subjektives Empfinden nicht?
    Du Arme.
    Du mußt weniger oberflächlich lesen... dann verstehst Du das Posting von Med (vielleicht) auch richtig!


    Jemanden als oberflächlich zu bezeichnen, finde ich ganz schön oberflächlich - und vermessen.

    Denn ich behaupte mal, daß man die wenigsten Menschen und deren Leben so gut kennt, daß man sie wirklich (realistisch) einschätzen kann.

    Nicht jeder gibt sich nach außen so wie er wirklich ist.
    Und nicht jeder, der etwas unschönes tut, vollbringt nicht auch gute Taten.

  4. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder kennst Du jemanden, der von sich selbst sagt, er sei oberflächlich?
    Nein, denn jeder hält sich selbst für tiefgründig, egal, was für ne Flachpfeife er ist.

    Wie bitte?

    Natürlich kenne ich solche Leute, daher kann ich das wohl auch beobachten.

    Das beste Beispiel:
    Mein Ex (ja, der schon wieder).
    Er sagte es gerne lang und breit: "Dobby, ich bin ein total oberflächlicher Mensch", und das war dann auch so:
    Über Leichen gehen, andere betrügen, belügen, Geld hinterschlagen, Finanzamt bescheißen, nur Spaß haben wollen (und keine Probleme), den Chef verarschen, nur Party machen (von wegen Ehrenamt, "wie kann man nur so bescheuert sein, denn was hab ich davon?"), über eigenes Handeln nie denken ("wie könnte es vielleicht den anderen damit gehen?").

    Da gibts noch einige andere Exemplare....

    Und ja: viele geben das voll Stolz zu, scheint z.T. als Freifahrkarte angesehen ("wieso, ich bin doch oberflächlich, also erwarte nix von mir").


    Und wenn ich mir diese Leute anschaue:
    Sie sind z.T. sehr sehr erfolgreich (vor allem im Beruf), arbeiten gerne auch auf Sparflamme ("nach 16 Uhr findest du mich nie mehr im Büro") und sowieso nur das minimalste überhaupt......

    Also, zu behaupten, es gäbe so was nicht:
    Sind wir etwa im Märchenland???
    Geändert von Inaktiver User (24.03.2009 um 16:38 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie bitte?

    Natürlich kenne ich solche Leute, daher kann ich das wohl auch beobachten.

    Das beste Beispiel:
    Mein Ex (ja, der schon wieder).
    Er sagte es gerne lang und breit: "Dobby, ich bin ein total oberflächlicher Mensch", und das war dann auch so:
    Über Leichen gehen, andere betrügen, belügen, Geld hinterschlagen, Finanzamt bescheißen, nur Spaß haben wollen (und keine Probleme), den Chef verarschen, nur Party machen (von wegen Ehrenamt, "wie kann man nur so bescheuert sein, denn was hab ich davon?"), über eigenes Handeln nie denken ("wie könnte es vielleicht den anderen damit gehen?").
    Und warum hast Du ihn genommen? Oberflächlichkeit bei der Partnerwahl?
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  6. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du mußt weniger oberflächlich lesen... dann verstehst Du das Posting von Med (vielleicht) auch richtig!...
    Was ich sicherlich nicht muss, ist, mir von Dir sagen lassen, was ich muss.


    Nicht jeder gibt sich nach außen so wie er wirklich ist.
    Nicht, dass es was mit dem Thema zu tun hätte, aber warum eigentlich nicht?

    Und nicht jeder, der etwas unschönes tut, vollbringt nicht auch gute Taten.
    Was die unschönen Taten nicht weniger unschön und die Guten nicht weniger gut macht.
    Nobody's perfect - aber was hat das mit dem Thema zu tun?

    Axo - es ist politisch inkorrekt, jemanden oberflächlich zu nennen, selbst wenn man ihn so empfindet.
    Sachdasdochgleich.

  7. User Info Menu

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er sagte es gerne lang und breit: "Dobby, ich bin ein total oberflächlicher Mensch", und das war dann auch so:
    Über Leichen gehen, andere betrügen, belügen, Geld hinterschlagen, Finanzamt bescheißen, nur Spaß haben wollen (und keine Probleme), den Chef verarschen, nur Party machen (von wegen Ehrenamt, "wie kann man nur so bescheuert sein, denn was hab ich davon?"), über eigenes Handeln nie denken ("wie könnte es vielleicht den anderen damit gehen?").
    das ist rücksichtslos, nicht oberflächlich. und klar: so ein verhalten ist ätzend. aber mit solchen leuten habe ich auch möglichst wenig zu tun.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

  8. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich sicherlich nicht muss, ist, mir von Dir sagen lassen, was ich muss.



    Nicht, dass es was mit dem Thema zu tun hätte, aber warum eigentlich nicht?


    Was die unschönen Taten nicht weniger unschön und die Guten nicht weniger gut macht.
    Nobody's perfect - aber was hat das mit dem Thema zu tun?

    Axo - es ist politisch inkorrekt, jemanden oberflächlich zu nennen, selbst wenn man ihn so empfindet.
    Sachdasdochgleich.


    (und wieder nix kapiert)

  9. User Info Menu

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Coco-Lores Beitrag anzeigen
    das ist rücksichtslos, nicht oberflächlich. und klar: so ein verhalten ist ätzend. aber mit solchen leuten habe ich auch möglichst wenig zu tun.
    Sehr richtig!

    Und dabei stellt sich dann erneut die Frage, warum man - und sei es rein hypothetisch - überlegt, so sein zu wollen.

    Im Grunde steckt hinter der Ausgangsfrage doch was ganz anderes: nämlich der Neid auf Menschen, die sich rücksichtslos und egoistisch verhalten und trotzdem oder gerade deswegen Erfolg haben.

    Wer mit sich selbst im Reinen ist, stellt so eine Frage gar nicht erst.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  10. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin absolut nicht oberflächlich, sondern sehr tiefgründig.
    Schon immer.


    Mein Eindruck ist: Die Oberflächlichkeit wird immer ausufernder.
    Dem ist nichts mehr hinzufügen.

Antworten
Seite 6 von 12 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •