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  1. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Na, ihr beiden?

    Gesucht und gefunden, nicht wahr?

    Ihr kanntet euch vorher schon, nein?

    Egal! Euer Austausch ist schön, lieb und fein. Ich mag das sehr!



    Brava

  2. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Na, ihr beiden?
    Gesucht und gefunden, nicht wahr?
    Wissend, dass ich schreibe, was ich meine und annehmend, dass Klee dies ebenfalls tut:
    Weder noch.

    Das spricht aus meiner Sicht aber nicht dagegen, einander im Rahmen des leicht Möglichen, freudvoll Vertretbaren sagenwirmal dieses oder jenes zu streicheln.

    Ist ja nicht so, dass ich blind für die erhabene Schönheit, den Liebreiz, die tiefe Tragik des Seglers in der Ferne wäre.
    Sei es unter vollem Tuch oder zerschmettert im Packeis.

    Ihr kanntet euch vorher schon, nein?
    Et encore: Weder noch.


  3. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Na, ihr beiden?

    Gesucht und gefunden, nicht wahr?

    Ihr kanntet euch vorher schon, nein?

    Egal! Euer Austausch ist schön, lieb und fein. Ich mag das sehr!



    Brava
    ersteres : nein, weder noch


    zweites : psst, er hat mich scheinbar nicht erkannt..

    Irgendwann im früheren Nickleben vor jahrmilliontrillionen Monaten und Buchstaben waren wir einmal sehr disharmonisch miteinander in einem Gespräch ..

    Ich war da so streng mit seinen Worten, diese konnte ich dereinst nicht aushalten..

    Das spricht aus meiner Sicht aber nicht dagegen, einander im Rahmen des leicht Möglichen, freudvoll Vertretbaren sagenwirmal dieses oder jenes zu streicheln.

    Ist ja nicht so, dass ich blind für die erhabene Schönheit, den Liebreiz, die tiefe Tragik des Seglers in der Ferne wäre.
    Sei es unter vollem Tuch oder zerschmettert im Packeis.
    und stehe wieder staunend davor..

    lasse sie aber nun einfach vorbeisegeln und denke an Eichendorff und Co :-)


  4. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    zweites : psst, er hat mich scheinbar nicht erkannt..
    Irgendwann im früheren Nickleben vor jahrmilliontrillionen Monaten und Buchstaben waren wir einmal sehr disharmonisch miteinander in einem Gespräch .
    Sehr wohl erinnere ich diese Dissonanz, Klee.
    (Allerdings ohne Details - war's was Wichtiges?)
    Aber ... kenn' ich Dich, Du mich?



    Und nun
    "Fahr wohl, o Vöglein, das nun wandern soll;
    Der Sommer fährt von hinnen,
    Du willst mit ihm entrinnen: Fahr wohl!

    Fahr wohl, o Blättlein, das nun fallen soll,
    Dich hat rot angestrahlet
    Der Herbst im Tod gemalet: Fahr wohl!

    Fahr wohl, o Liebes, das nun scheiden soll!
    Und ob es so geschehe,
    Daß ich nicht mehr dich sehe: Fahr wohl!"
    (Friedrick Rückert/Johannes Brahms)

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    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mit Nietzsche hätte ich eh nicht tanzen wollen..

    der sagte so Hässliches über Frauen..

    aber er hatte wohl eine schlimme Mutter..der Ärmste..
    Das wesentliche am Tanz des Dionysos ist, daß man allein tanzt.

    Also keine Angst, Du mußt nicht mit ihm tanzen.

    By the way: Nietzsche war Zeit seines Lebens ein Gentleman (im herkömmlichen Sinne des Wortes). Und es gibt keinerlei hässliche Aussagen zu konkreten Frauen in seinem Leben.

    Sein Leben und seine Worte hatten fast keine Gemeinsamkeit. Das finde ich wirklich bemerkenswert.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  6. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Sein Leben und seine Worte hatten fast keine Gemeinsamkeit. Das finde ich wirklich bemerkenswert.
    Nietzsche wäre nicht der erste Autor, bei dem mich der Verdacht beschleicht, dass er mit seinen Kumpels im Studierzimmer gesessen hat, was Leckeres zu Trinken kredenzte und zum Gaudium der Gäste aus seiner aktuellen Arbeit vorlast.
    Um hernach aufzubrechen und mit den Honoroaren für das Werk einen richtig bunten Abend bezahlt hat.

    Von Bill Haley wird dies überliefert (zitiert nach Guy Peellaert/Nik Cohn "Rock Dreams", übersetzt von NM):
    "Die Leute fragen mich, Bill, wie kannst Du das tun?
    Du als Musiker, als erwachsener Mann, als Profi, wie kannst Du diese Dschungelmusik, diesen Müll spielen?
    Hör zu, bleib mal locker.
    Ich bin jetzt 30 Jahre alt, habe eine Frau und fünf Kinder zu ernähren, habe mir 10 Jahre lang den Arsch aufgerissen, um den Durchbruch zu schaffen. Jetzt habe ich es geschafft und ich werde mir das nicht nehmen lassen, für nichts und niemanden.
    Also grinse ich, ich grinse weiter, und werde weiter grinsen, bis sie die Schweinwerfer ausschalten.
    Weisst Du, es ist ein Job."
    ("It's a living" ist einfach wunderbar lakonisch im Englischen).

    Philosophie ist letztlich ja auch "a living", nicht notwendigerweise "a way of living" oder gar "a life".

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    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nietzsche wäre nicht der erste Autor, bei dem mich der Verdacht beschleicht, dass er mit seinen Kumpels im Studierzimmer gesessen hat, was Leckeres zu Trinken kredenzte und zum Gaudium der Gäste aus seiner aktuellen Arbeit vorlast.
    Um hernach aufzubrechen und mit den Honoroaren für das Werk einen richtig bunten Abend bezahlt hat.

    Von Bill Haley wird dies überliefert (zitiert nach Guy Peellaert/Nik Cohn "Rock Dreams", übersetzt von NM):
    "Die Leute fragen mich, Bill, wie kannst Du das tun?
    Du als Musiker, als erwachsener Mann, als Profi, wie kannst Du diese Dschungelmusik, diesen Müll spielen?
    Hör zu, bleib mal locker.
    Ich bin jetzt 30 Jahre alt, habe eine Frau und fünf Kinder zu ernähren, habe mir 10 Jahre lang den Arsch aufgerissen, um den Durchbruch zu schaffen. Jetzt habe ich es geschafft und ich werde mir das nicht nehmen lassen, für nichts und niemanden.
    Also grinse ich, ich grinse weiter, und werde weiter grinsen, bis sie die Schweinwerfer ausschalten.
    Weisst Du, es ist ein Job."
    ("It's a living" ist einfach wunderbar lakonisch im Englischen).

    Philosophie ist letztlich ja auch "a living", nicht notwendigerweise "a way of living" oder gar "a life".
    Ich glaube, da bist Du auf dem Holzweg
    Nietzsche war Zeit seines Lebens Einzelgänger, lebte viele Jahre mehr oder weniger allein in den Bergen (Engadin,, Tessin) und in Genua, litt unter Schwächeanfällen und Migräne, hatte Probleme mit den Frauen (ganze zwei in seinem Leben), pilosophierte "mit dem Hammer" und war doch immer ein leiser, zurückhaltender, höflicher Mensch.

    Er hat gelitten an den Welt (so, wie er sie sah) und an seinem Willen, dieser etwas anderes entgegenzustellen. Er war bitter einsam. Er "hat mit Gott gerungen" und immer pünktlich seine Miete bezahlt.

    Sein philosophischer Größenwahn passte eben nicht zu seiner Erscheinung als "Phillister", seine "Worte aus Blitz und Donner" nicht zu seinen vollendeten Manieren.

    Zumindest heute, in den Zeiten der Selbstdarstellung, wäre ein Friedrich Nietzsche undenkbar.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  8. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Schön, dass ihr euch hier so gut versteht

  9. Inaktiver User

    AW: Haben es oberflächliche Menschen leichter??

    Er hat gelitten an den Welt (so, wie er sie sah) und an seinem Willen, dieser etwas anderes entgegenzustellen. Er war bitter einsam. Er "hat mit Gott gerungen" und immer pünktlich seine Miete bezahlt.
    Schön für seinen Vermieter.
    Für manchen kam Watzlawick eben zu spät - wobei Nietzsche sicherlich auch selbst auf die Idee hätte kommen können, dass vieles schon vor ihm so war, wie es eben ist, und nicht unbedingt schlecht, und das es klüger, edler und erfolgversprechender ist, sich im Willen zur Weltverbesserung auf das zu beschränken, worauf man einen Einfluss hat.
    Mein Wort dafür wäre Demut.

    Man mag sich fragen: Ist
    "God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
    courage to change the things I can
    and the wisdom to know the difference."
    leichter oder schwerer als
    "das einsame Ringen mit Gott und der Welt"?

    Ich habe ganz viel Mitleid für den Mann und sein aus meiner Sicht trauriges Leben, das Leiden ist mir nicht so fremd. Aber Lesen muss ich sowas -glaube ich- nicht.

    @Dobby
    Wir verstehen uns nicht gut.
    Wir versuchen es lediglich und leiden nicht arg, wenn's mal daneben geht.
    Wenn Du magst, mach doch mit.

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