Danke für eure Tipps. Ja, ich weiß ich muss es anpacken. Ich hab nur manchmal das Augenmaß verloren. Was ist normal und was nicht? Bei welchen Situationen muss ich mir Gedanken machen und bei welchen nicht? Was steht mir zu und wo verlange ich zu viel?! Es ist schwierig.
Ich habe vorhin im Beitrag "Samstagabend" von Malina70 etwas von Selbstzerfleischung gelesen. Wie treffend. So oft geht es mir nach irgendwelchen Situationen so. Selbst an Tagen wo ich mit Freunden zusammen war und ich mich pudelwohl gefühlt habe. Denke ich, war ich zu aufdringlich? Hab ich mich allen richtig verhalten? Mögen sie mich noch? Hat sich jemand ausgeschlossen gefühlt? Ist noch alles in Ordnung?... und so weiter und so fort.![]()
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Thema: fehlendes Selbstbewußtsein?!
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30.03.2009, 09:35
AW: fehlendes Selbstbewußtsein?!
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30.03.2009, 17:39
AW: fehlendes Selbstbewußtsein?!
Habe jetzt den genannten Beitrag nicht gelesen,
finde dieses Hinterfragen allerdings wichtig um ein Gefühl für Situationen zu entwickeln.
Entdeckst du dabei etwas das du hättest besser machen können, so wirst du das beim nächsten mal nutzen können.
Ein ganz wichtiges Mittel ist und bleibt die Sprache um zu kommunizieren, eben auch mit dir selbst.
Es ist doch nicht schlimm, wenn man etwas verpatzt hat, Hauptsache du strengst dich an, um es besser zu machen.
Geh mal nicht so hart mit dir ins Gericht. Auch eine Sache die einem nicht so behagt, kann man nochmal ansprechen und sich gegebenfalls entschuldigen. (ist für mich immer superwichtig, da ich manchmal sehr spontan bin.)
Fiel mir jetzt so ein zu deinem Beitrag
Gruß trudibine
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30.03.2009, 21:04Inaktiver User
AW: fehlendes Selbstbewußtsein?!
Hallo Caro! Interessant, dass du dich in meiner Geschichte wiederfindest. Auch ich erkenne mich aus deiner Erzählung im Umgang mit deinem Freund.
Du hast eine Essstörung - ich auch. Du sagst, dass das aber hier nicht das Thema ist und dass du hierdurch an mangeldem Selbstbewusstsein leidest. Aus meiner Sicht geht es hier aber AUCH um deine Essstörung, denn sie ist ein Symtom für dein geringes Selbstwertgefühl - genauso wie dein Umgang mit deinem Freund, deine Erwartungshaltung an ihn symptomatisch für mangelhaftes Selbstwertgefühl sind.
Selbstwertgefühl ist etwas, was sich die Menschen in ihrer Kind- und Jugendzeit aneignen. Sind aber die Erfahrungen so, dass man immer wieder gedämpft wird, oder aber sehr sensibel auf seine Umwelt reagiert hat und dadurch sehr verletzbar war, so kann es sein, dass das Selbstwertgefühl nicht hinreichend gut ausgebildet wurde.
Im Erwachsenenalter spürt man diesen Defizit, häufig ohne ihn klar benennen zu können und versucht, von außen, von anderen oder auch durch Süchte "Befriedigung", "Anerkennung", "Liebe" zu bekommen. Das das nur selten funktionieren kann, liegt auf der Hand.
Ach ja, und noch etwas: sei dir darüber im Klaren, dass man eine Esstörung nicht einfach "aus der Welt schaffen", sie einfach "wegmachen" kann, denn sie steht stellvertretend für einen Defizit, eine unerfüllte Sehnsucht. Es gilt also, das Übel an der Wurze zu packen. Nicht die Esstörung kam zuerst und dann als Folge dessen mangelhaftes Selbstwertgefühl, sondern genau andersrum. Essstörug ist hier ein Symptom, keine Ursache!
Du siehst, ich habe "theoretisch" schon einiges begriffen, aber auch ich bin noch ganz stark auf der Suche nach der praktischen Umsetzung.
Zur Zeit lese ich ein ziemlich interessantes Buch von Friederike Potreck-Rose und Gitta Jacob "Selbstzuwendung - Selbstakzeptanz - Selbstvertrauen". Das könnte vielleicht auch für dich interessant sein?
Dir alles Liebe!
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31.03.2009, 08:16
AW: fehlendes Selbstbewußtsein?!
Guten Morgen Pepina.71,
ja ich meinte deinen Beitrag. Sorry, hatte den falschen Namen geschrieben.
Danke für deine Antwort. Es ist gut zu wissen, dass ich nicht allein das Problem habe. Wie lange hast du mit deinem Problem schon zu kämpfen? Ich weiß leider sehr gut, dass man die Störung nicht einfach auf dem Parkplatz aussetzen kann und dann aus den Augen, aus ist dem Sinn ist.... LEIDER. Ich habe diverse Stellen schon durchlaufen und freue mich sagen zu können, ich bin auf dem Weg der Besserung... auch wenn es ab und zu mal wieder Einbrüche meiner Kurve gibt.
Meine Gefühle genau zu definieren fällt mir teilweise sehr schwer. Ich denke, was mich im Moment extrem anstrengt ist, dass ich einfach mein Gleichgewicht für das "Normale" verloren habe und so stark an mir zweifle und ich das Maß aller Dinge an meinem Freund (bzw. meinen Freunden) messe. Wenn er etwas zu meckern hat, suche ich sofort den Fehler bei mir... ohne vielleicht mal nachzudenken, dass es evtl. sein könnte, dass er falsch liegt.
Das Ganze raubt mir ziemlich viel Kraft... aber wie gesagt, gestärktes Selbstbewusstsein würde sicher helfen. Danke für deinen Buchtipp. Ich werde wohl man danach kucken....
Ich würde gerne mehr über dich erfahren.
Vielleicht kann aber auch eine Person, die selbst nicht betroffen ist, einmal "von außen" berichten?! Was könntet ihr uns empfehlen bzw. was würde das Miteinander vereinfachen?
Danke schon mal für das Interesse an alle die hier mitlesen und -schreiben.
Liebe Grüße,
Caroline.
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31.03.2009, 08:20
AW: fehlendes Selbstbewußtsein?!
@trudibine,
danke auch für deinen Beitrag. Ich selbst versuche auch nicht alles so ernst zu sehen. Auch versuche ich viel über Dinge zu sprechen. Gerade mit meinem Freund... aber wie Männer nun mal so sind, finden sie es nunmal lästig oder lächerlich über Kinkerlitzchen sich den Kopf zu zerbrechen. Naja, und danach wünschte ich dann meistens, ich hätte es erst gar nicht angesprochen. Aber wie soll ich mein Gefühl zum Normalen wieder bekommen, wenn ich nicht weiß was für manche normal ist und was nicht?!



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