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  1. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Bleiben wir mal bei Quadraten und Kreisen (was für ein Beispiel!). Setzen wir mal voraus, es gibt einen Traumjob, an dem mein ganzes Herz hängt, der aber voraussetzt, daß ich Quadrate zeichnen kann. Zur Zeit habe ich aber einen Kreisjob, mit dem ich mich todesunglücklich fühle, warum auch immer. Ich übe und übe über Jahre, Jahrzehnte hinweg, mache Kurse, nehme für teuer Geld Privatlehrer und es klappt einfach nicht. Sei es, weil meine Finger nicht in der Lage sind, einen Stift so zu halten, daß er Quadrate zeichnet, sei es, weil mein Gehirn nicht in der Lage ist, Quadrate zu verarbeiten oder warum auch immer.
    Wie zum Geier schafft man es, die eigene Beschränkung zu akzeptieren, den Traum in den Wind zu schießen und mit dem gehassten Kreisjob glücklich zu werden. Verleugnet man dabei nicht einen Großteil der eigenen Seele?
    Nur mal als Idee, vielleicht kannst du ja Dreiecke zeichnen und der Dreiecksjob macht dir Spaß - bzw. macht dich nicht todesunglücklich -, auch wenn nicht dein Herz dran hängt.

    Das könnte eine Möglichkeit sein, um deine Seele nicht verleugnen zu müssen.

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Wenn ich zum x. Mal an meinem Quadrat-Versuch scheitere, dann tut es einfach gut, andere Menschen zu treffen, die auch keine Quadrate zeichnen können. Man fühlt sich dann nicht ganz so alleine, unfähig und als Komplett-Versager.
    Dann will ich auch keine Ratschläge und Hilfen, schließlich hab ich ja schon alles Mögliche ausprobiert und es hat trotzdem nicht geklappt.

    Dann will ich einfach mal jammern und hören, daß andere Leute die gleichen Probleme haben.
    Kann ich absolut nachvollziehrn.
    Deshalb gibt es ja z.B. Trauergruppen oder Selbsthilfegruppen ganz allgemein. Solche Gruppen haben zu einem großen Teil die Funktion, den Mitgliedern Halt und Trost zu geben, allein dadurch, dass da eben alle die gleichen/ähnlichen Probleme haben.
    Sicher, da werden auch Lösungskonzepte von Betroffenen oder Spezialisten für Betroffene angeboten, was ja gut und sinnvoll ist.

    Dieser Spruch entspricht etwa meiner Lebenseinstellung und hat mir schon dann und wann geholfen:

    Herr, gib mir Kraft, Dinge zu tun, die ich ändern kann.
    Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
    Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    Geändert von Inaktiver User (12.03.2009 um 18:40 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich selbst verstehe wohl einfach nicht den Wunsch nach 1.)
    Also den Wunsch nach reinem Erfahrungsaustausch auf der Ebene des "es geht mir schlecht mit XY".
    Mir fallen sehr wohl Beispiele ein, wo ich schlagartig mit einem eigenen Problem / Unwohlsein etc. besser zurecht gekommen bin, einfach nur weil mir jemand sagte "kenne ich auch".
    Aber in den allermeisten Fällen interessiert mich am Erfahrungsaustausch vor allem, was andere getan haben, um damit besser klarzukommen. Vielleicht kann ich mir davon ja was abgucken.

    Und ja, wenn betont Wert darauf gelegt wird, keine Ratschläge zu bekommen, dann beschleicht mich regelmäßig ein komisches Gefühl. Welches Ziel wird dann eigentlich verfolgt?
    Mein Eindruck ist, dass sich Leute, die ganz betont Ratschläge ablehnen, hier im Forum in der Minderheit befinden. Das gilt zumindest für die Themen, die ich verfolge.

    Allerdings ist Ratschlag halt nicht gleich Ratschlag. Und es gibt einfach oft Antworten von Userinnen, die anscheinend die Weisheit gepachtet haben und, wie Malina schon schreibt, an der speziellen Problematik der jeweiligen TE gar kein echtes Interesse haben und deshalb auch nicht in der Lage sind, wirklich konstruktive Ratschläge zu geben..

    Bei solchen Antworten frage ich mich ganz ehrlich, ob die Leute im richtigen Leben auch so drauf sind. Wenn ich überlege, dass ich ein Problem mit einer Freundin bespreche und ihr Ratschlag wäre dann so etwas wie: 'Du mußt doch einfach nur xyz machen, ist doch nicht so schwierig. Aber offensichtlich willst du ja garnichts verändern, sondern jammerst nur'. Ich glaube, die Freundschaft wäre ziemlich schnell beendet.

  3. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Setzen sechs, Thema verfehlt.

    Ich merke erst jetzt, dass ich den Eingangsthread völlig mißverstanden habe. Naja, besser spät als nie
    Fand ich gar nicht!
    Schade, dass du es gelöscht hast.

  4. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Wie zum Geier schafft man es, die eigene Beschränkung zu akzeptieren, den Traum in den Wind zu schießen und mit dem gehassten Kreisjob glücklich zu werden. Verleugnet man dabei nicht einen Großteil der eigenen Seele?
    Wenn die Unzufriedenheit halt sooo groß ist, dann ist man konfrontiert mit der Frage, wie man damit umgeht. Wie es weitergeht. Das sehe ich eben auch.

    Meinetwegen bringt Jammern (kurzfristig) Erleichterung, aber irgendwie stellt sich doch die Frage, ob man grundsätzlich einverstanden ist oder nicht.

    Wenn der Kreisjob sooo elend ist, dann stellt sich tatsächlich die Frage nach einem Dreiecksjob. Oder aber danach, dass man vielleicht feststellt, dass man tatsächlich bei den Kreisen noch neues Potenzial ausschöpfen kann. Dass man die Energie vielleicht ein wenig anders lenken muss, um im Kreisjob doch etwas Glück zu empfinden.

    Das Verleugnen ist eben so fatal - finde ich. Und ich würde mir wünschen, dass man dahin kommt, zu sagen, es ist an sich okay. Oder eben gar nicht okay, aber dann muss man wohl oder übel was ändern.

    ... oder hat z.B. jemand Verantwortung dafür, daß er kurzsichtig ist? Heuschnupfen hat? Linkshänder ist?
    Ich kann versuchen, aus meinen Beschränkungen das Beste rauszuholen, ja, aber ich bin nicht verantwortlich dafür, daß ich diese Beschränkungen habe.
    Das Beste rausholen - das ist die Aufgabe.
    Ich habe es schon mal woanders geschrieben, mich hat einmal ein Rollstuhlfahrer sehr beeindruckt, der sagte, er sei dafür verantwortlich, den Menschen die Angst zu nehmen (die Gaffer, die, die immer beschämt weggucken, ihr wisst schon). Ich finde, das ist ein (immens starkes) Beispiel dafür, wie jemand seine Situation annimmt und sogar noch annimmt, dass es nun mal so ist, dass viele Leute bei Behinderten schwitzige Finger bekommen, ausweichen etc.
    Er sagte auch, dass er das nicht jeden Tag kann, weil er eben manchmal auch nicht gut drauf ist. Dann gibt es eben mal einen Tag, wo er einfach sauer ist auf die Gaffer und Blödmänner. Aber grundsätzlich hat er für sich das als Aufgabe angesehen, dass er die Hand reichen muss. Und ich bin überzeugt davon (habe ihn ja erlebt), dass er eben mit dieser Entscheidung erreicht, wesentlich weniger blöd angegafft und ausgegrenzt zu werden.
    Ich leite daraus nicht ab, dass jeder Rollstuhlfahrer das so machen muss. Wirklich nicht. Aber es gibt doch Zusammenhänge insofern, dass man zurück bekommt, was man aussendet. Da liegt die Eigenverantwortung. Und ich finde völlig okay, zu sagen: Heute ist ein gebrauchter Tag, heute habe ich nicht die Kraft, um das Quadratezeichnen zu üben. Morgen vielleicht wieder.

    Ich finde schön, dass ihr hier alle mitschreibt.

    Offtopic:
    Zickerich?
    Männer nennt man dann glaube ich kämpferisch. Oder durchsetzungsstark. Oder irre ich mich da?

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    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur mal als Idee, vielleicht kannst du ja Dreiecke zeichnen und der Dreiecksjob macht dir Spaß - bzw. macht dich nicht todesunglücklich -, auch wenn nicht dein Herz dran hängt.
    Genau das dachte ich auch beim Lesen. Die Welt ist schließlich voll von Menschen, die den einen oder anderen Traum im Leben begraben mussten. Wer sagt denn, dass es nur diesen einen Traum geben kann?
    Wenn ich den Quadratjob nicht bekomme, weil ich nicht begabt genug bin oder weil die Welt von begabten Quadratmalern nur so wimmelt, die Jobs aber rar sind, dann kann und darf ich traurig darüber sein und mich auch mit anderen verhinderten Quadratlern austauschen. Und in dieser Phase hab ich auch das Recht, alle, die mir raten, dann werd doch Dreieckspezialist, zu ignorieren.
    Aber soll das dann die Haltung für den Rest meines Lebens sein?
    Vielleicht sind Dreiecke nicht mein Traum, aber es gibt doch noch mehr. Am Ende werde ich Trapezmaler oder Kegelmaler und finde das ganz wunderbar.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieser Spruch entspricht etwa meiner Lebenseinstellung und hat mir schon dann und wann geholfen:

    Herr, gib mir Kraft, Dinge zu tun, die ich ändern kann.
    Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
    Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    An diesen Spruch musste ich bei dem Posting auch gleich denken. Der hat mich auch schon oft im Leben begleitet.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  6. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich selbst verstehe wohl einfach nicht den Wunsch nach 1.)
    Also den Wunsch nach reinem Erfahrungsaustausch auf der Ebene des "es geht mir schlecht mit XY".
    Mir fallen sehr wohl Beispiele ein, wo ich schlagartig mit einem eigenen Problem / Unwohlsein etc. besser zurecht gekommen bin, einfach nur weil mir jemand sagte "kenne ich auch".
    Aber in den allermeisten Fällen interessiert mich am Erfahrungsaustausch vor allem, was andere getan haben, um damit besser klarzukommen. Vielleicht kann ich mir davon ja was abgucken.

    Und ja, wenn betont Wert darauf gelegt wird, keine Ratschläge zu bekommen, dann beschleicht mich regelmäßig ein komisches Gefühl. Welches Ziel wird dann eigentlich verfolgt?

    ......

    Ich glaube daran, dass man für alles im Leben die eigene Verantwortung trägt und ich glaube allerdings nicht an die grenzenlose Machbarkeit.

    ......

    Ich kann nicht erkennen, was daran selbstgerecht ist oder unbarmherzig.

    ......

    Du sagst also: mir bringt der reine Erfahrungsaustausch nichts - also kann es auch anderen nichts bringen? Dann ist dir das suspekt, wenn andere keine "guten Ratschläge" von dir wollen?

    Dann hab ich hier ein paar Denkanstösse für dich:

    - das ist hier nur ein Online-Forum. Was die Menschen, die sie sich hier austauschen, ausserdem noch im rl tun - darüber weisst du wenig oder nix. Interessiert dich das eigentlich überhaupt? Nimmst du das überhaupt wahr, wenn andere von sich erzählen oder machst du eine "schnelle Rechnung": da das Problem (Quadrat/Kreis/dick/dünn) ja nach wie vor besteht, hat derjenige ja nicht das nötige getan.... dann ist das ja nur jammern , wenn man darüber redet.....

    - warum kannst du nicht einfach mal still sein und dich zurück halten, wenn sich Menschen auf eine Weise austauschen wollen, die du selber nicht verstehst und die dir nichts bringt? Das hat mit vertreiben nix zu tun, denn das wäre etwas, was du dir selber vornehmen könntest: wo ich mich nicht auskenne, oder wo ich nicht betroffen bin - einfach mal zuhören.... dann würdest du u.U. mehr erfahren.

    - das, was du da oben beschreibst - das lese ich bei dir auch zwischen den Zeilen. Du konzentrierst dich in deinen Beiträgen sehr auf dein Unverständnis. Hast du mal überlegt, ob es an deiner Herangehensweise an die Probleme anderer Menschen liegt, dass du so wenig verstehst? Ziehst du das überhaupt in Betracht?

    Ich glaube, es geht nicht um "Schuld sein" - sondern darum, was man damit verbindet. Für manche ist "Schuld sein" und "verantwortlich sein" ein Synonym. Wie ist das bei dir - wie siehst du das?

  7. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    - warum kannst du nicht einfach mal still sein und dich zurück halten, wenn sich Menschen auf eine Weise austauschen wollen, die du selber nicht verstehst und die dir nichts bringt?
    Sag mal, wie kommst du zu diesem ruppigen Ton?
    Echtjetztmal.

    Ich habe das Thema, was mich daran beschäftigt, hier zum Thema gemacht. Dort, wo gesagt wurde, ich soll mich zurückhalten, halte ich mich zurück.

    Hier möchte ich mich über meine Seite austauschen.
    Da solltest du dich vielleicht zurückhalten, wenn du das nicht verstehst.

  8. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Ich erkenne auch in dem fiktiven Dramastrang eine Bandbreite vieler Gedanken und sehe gar nicht sio deutlich den Schwerpunkt " selbst schuld "..

    Natürlich ist dieser Blickwinkel auch einer, der in Diskussionen eingebracht wird, wer das zu ernst nimmt, ist selbst schuld..

    Wer rumjammert keine Quadrate zeichnen zu können, will vielleicht Trost und bekommt die ganze Palette anderer Meinungen.. u.a auch eine große Ladung " dann tu was "

    Ich sehe nur wie manipulativ mancher Gedanke ist : wer behauptet, dass etwas sei, bekommt sofort Gründe für etwas das noch gar nicht bewiesen ist.. : das ist auch ein interessantes Phänomen..

  9. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich erkenne auch in dem fiktiven Dramastrang eine Bandbreite vieler Gedanken und sehe gar nicht sio deutlich den Schwerpunkt " selbst schuld "..
    Ja, so sehe ich das auch.

    Wer rumjammert keine Quadrate zeichnen zu können, will vielleicht Trost und bekommt die ganze Palette anderer Meinungen.. u.a auch eine große Ladung " dann tu was "
    Und ergänzend:

    Die Menschen sind halt verschieden.
    Von den Trostprofis gibt es Trost.
    Von den Kämpfernaturen gibt es -nennen wir es - Ansporn.
    Ist doch auch beides okay.
    Vielleicht verstehe ich auch die (von mir manchmal sehr groß wahrgenommene) Empfindlichkeit auch nicht, Ansporn als Kritik zu nehmen.

  10. Inaktiver User

    AW: Selbst schuld?!?

    Zitat Zitat von Malina70 Beitrag anzeigen
    Hallo Zitronenmond,

    doch, ich kann schon verstehen, dass es Situationen gibt, wo man einfach nur mal lesen will, dass es anderen genauso geht wie einem selbst, auch ohne den Wunsch, konkret und sofort etwas daran zu ändern. Ich würde nicht behaupten wollen, dass ich für alle Probleme, die ich im Leben hatte und habe, immer sofort eine Lösung suche. Manchmal ist die Zeit einfach noch nicht reif dafür. Deshalb kann das Problem trotzdem als Belastung empfinden.

    Hinzu kommt, dass zwei Situationen ja selten mal ganz identisch sind. Und daher sind solche Aussagen wie „bei mir war das ganz genauso und mir hat das und das geholfen“ m.E. immer mit Vorsicht zu genießen. Erst recht, wenn jeder Versuch, auf die Unterschiedlichkeit der Situation hinzuweisen, damit abgebügelt wird, dass das doch nur faule Ausreden seien und man müsse es eben einfach nur wollen.

    Ich finde den Hinweis auf die eigene Verantwortung auch deshalb schwierig, weil er häufig in die Vergangenheit weist. Hättest du damals Abitur gemacht / keine brotlose Kunst studiert / die Ausbildung nicht abgebrochen / etc., wärst Du heute nicht arbeitslos. Fazit: selbst Schuld, war ja Deine eigene Verantwortung. Hättest Du mit zehn Kilo Übergewicht schon die Notbremse gezogen, hättest du heute nicht das Problem, keine Klamotten mehr zu finden – Selbst Schuld!

    Das meine ich mit unbarmherzig. Und selbstgerecht finde ich, dass solche Aussagen oft von Leuten kommen, die das Problem nie hatten, natürlich nur aufgrund ihres selbst verantworteten Wohlverhaltens: „Ich bin nicht arbeitslos, weil ich immer fleißig und zielstrebig war“, „Ich bin schlank, weil ich mich gesund ernähre und Sport treibe“. Aber das ist eben oft nur ein Teil der ganzen Problematik. Aber es gibt den Leuten, die das Problem nicht haben, das gute Gefühl, sie hätten das Thema im Griff.

    Was mir in solchen Strängen auch immer wieder auffällt, ist, dass nur selten mal Fragen gestellt werden. Die Ratgeberinnen scheinen immer schon alles zu wissen, was nötig ist, um das Problem zu lösen. Echtes Interesse am anderen und daran, die Komplexität der Situation zu verstehen, ist für mich nur selten erkennbar.

    Viele Grüße,

    Malina
    Hier schliesse ich mich an.

    Und möchte hinzufügen: natürlich ist jeder für sich selbst verantwortlich. Das ist für mich aber kein Widerspruch dazu, dass ein anderer an meinem Unglück Schuld haben kann.

    Beispiel: die Ehefrau unterschreibt einen Kreditvertrag als Bürgen für ihren Mann. Die Ehe zerbricht, für die Schulden muss sie noch jahrelang ackern. Dafür trägt sie Verantwortung.

    Man kann jetzt sagen: selbst Schuld! Wie kann man so naiv und dumm sein!

    Damit macht man m.E. die Schuld des Exmannes klein: denn er hat sich ja falsch verhalten, er wird seiner Verantwortung nicht gerecht.

    Wie kann man jemanden zur Verantwortung ziehen, wenn nicht über Schuld geredet werden darf?

    Ich denke, dadurch, dass man den Begriff "Schuld haben" heutzutage vermeidet zugunsten des "Verantwortung haben", oder die Begriffe nicht sauber trennt, blendet man solche Zusammenhänge tendenziell aus. So wird jeder zu seines eigenen (Un)Glücks Schmied. Und das hat nicht damit zu tun, dass ich die Umstände für ALLES verantwortlich machen will - ich denke nur, dass der Umkehrschluss auch nicht richtig ist!

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