Was soll das!
Natürlich gibt es immer Schuldige.
Manchmal ist man es selbst, weil man das Wissen hatte und unachtsam war
Wissen ist Macht
Manchmal hatte man Wissen und hat es falsch gedeutet
Manchmal hatte man Wissen und hat es ignoriert
Oft wird man falsch informiert
Oft wird man manipuliert
Oft wird man angelogen und glaubt wieder besseren Wissens
Sehr oft, wird man angelogen(von Personen denen man vertraut und von ihnen nichts Niederträchtiges erwartet)
Wenn dies von einer nahestehenden Personen kommt, wo soll das Misstrauen herkommen
Bitte, bitte Antwort! Wo ist die Schuld zu vertrauen?![]()
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 232
Thema: Selbst schuld?!?
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11.03.2009, 20:28
AW: Selbst schuld?!?
Geändert von entwederoder (11.03.2009 um 20:32 Uhr)
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11.03.2009, 21:21Inaktiver User
AW: Selbst schuld?!?
...
Geändert von Inaktiver User (12.03.2009 um 16:37 Uhr) Grund: Thema verfehlt
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11.03.2009, 21:22Inaktiver User
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11.03.2009, 21:41Inaktiver User
AW: Selbst schuld?!?
Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch die absolute Herrschaft über sich selber hat, würde man wohl daraus schließen, dass er an vielen Dingen in der Tat 'selbst schuld' ist.
Aber ich glaube nicht daran, dass dem so ist. Kein Mensch kann komplett aus seiner Haut. Man kann sich um Veränderung bemühen, aber wir sind alle letzendlich gewissen Beschränkungen unterworfen, manche mehr, andere weniger.
Sicherlich gibt es Menschen, die könnten etwas ändern, wenn sie nur wollten. Aber wie kann ich von außen beurteilen, ob jemand wirklich könnte, wenn er wollte, oder ob das nur meine Wahrnehmung ist?
Mir gefällt das von Zeta genannte afrikanische Sprichwort - das ist sehr zutreffend.
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11.03.2009, 21:42Inaktiver User
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11.03.2009, 21:50Inaktiver User
AW: Selbst schuld?!?
Habe das mal zitiert, weil ich weiß, was der Auslöser für diesen Strang war und ich es auch nicht besser hätte formulieren können.
Um auf das Ausgangsposting zurückzukommen - übrigens sehr witzig und eloquent formuliert:
Es gibt hier zwei Ebenen wie man das Quadratproblem als Strangeröffnung formulieren könnte:
1) Ich kann keine Quadrate malen und werde deswegen diskriminiert. Geht euch, die das Problem auch haben, ebenso? Werdet ihr diskriminiert? Wie ist das für euch? Was erlebt ihr/habt ihr erlebt?
Hier sind von der Strangeröffnerin keine guten
Ratschläge erwünscht, sondern Erfahrungsberichte anderer Betroffener.
Insbesondere erhofft sich die Strangeröffnerin bestimmt nicht den Ratschlag, endlich mal Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
Das zieht die Betroffene dann nämlich nur extra runter und das braucht die Strangeröffnerin nach meinem Dafürhalten eher nicht.
Empathie und Mitgefühl sowie Respekt vor den Problemen anderer Menschen sind hier das Zauberwort.
2) Ich kann keine Quadrate malen. Das macht mich unglücklich. Wer kann mir helfen, dass ich das lerne?
Hier sind dann Ratschläge erwünscht.
Btw: Ich würde - zumindest bei "Fremden, deren background ich nicht kenne", - unreflektiert Selbstverantwortung nicht einfordern.
Ich weiß ja nun wirklich nicht, inwieweit schon selbstverantwortliche Maßnahmen ergriffen wurden, die aber noch keine sichtbaren Ergebnisse erzielen.
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12.03.2009, 07:06
AW: Selbst schuld?!?
Ganz genau. Und diese beiden Ebenen werden hier gerne mal verwechselt. D.h. jemand will 1) und bekommt 2). Und daraus entstehen dann ganze Zickenkriege.
Wobei ich es durchaus legitim finde, einen Erfahrungsbericht mit einem Ratschlag zu verbinden. Es kann ja auch sein, dass man selbst mal betroffen war und keine Quadrate zeichnen konnte, aber es dann doch gelernt hat. Ich finde, das darf man dann auch sagen und erzählen, wie es dazu kam.
Auf der anderen Seite muss man halt wissen, dass man, wenn man hier einen Strang eröffnent, keine Oberhoheit über die Antworten hat. Und es ist fast sicher, dass bei einem Wunsch nach Erfahrungsaustausch immer auch Ratschläge hinzu kommen.
Ich persönlich glaube nicht an grenzenlose Machbarkeit und die These, das restlos alles im Leben der eigenen Verantwortung unterliegt. Mir erscheint die Haltung geradezu unbarmherzig und oftmals auch sehr selbstgerecht.
Ich glaube vielmehr, dass die Kunst darin besteht, den Eigenanteil an einer Situation zu erkennen und die beeinflussbaren Faktoren von den nicht beeinflussbaren zu unterscheiden. Und dann hat man, wie Tanguera schon schrieb, die Wahl, ob man an dem änderbaren Anteil etwas schraubt oder sich damit abfindet. Das ist dann in der Tat Selbstverantwortung.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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12.03.2009, 08:22Inaktiver User
AW: Selbst schuld?!?
Ja, manchmal ist man halt selbst schuld.
Ich rutsche bei offensichtlich winterlichen Verhältnissen auf der glatten Strasse aus, zum Beispiel. Oder ich trete auf eine gegen die Wand gelehnte Heugabel und der Stiel knallt gegen meine Stirn.
Passiert mir ab und zu und wenn ich mich nicht verletze, kann ich von Herzen über die Situation lachen. Auch wenn ich mich verletzen würde, käme es mir nicht in den Sinn, einen "Schuldigen" zu suchen.
Ich vermeide allerdings, dieses vorwurfsvolle "Selbst schuld!" einem anderen vor den Latz zu knallen. Schon die kleinsten Kinder, zum Beispiel, reagieren mit Einigelung auf diesen Vorwurf.
Und da man ja weder sich selbst noch anderen Vorwürfe machen sollte, ist "selbst schuld" ein "no please". Finde ich. :-)
BravaGeändert von Inaktiver User (12.03.2009 um 08:25 Uhr)
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12.03.2009, 10:13
AW: Selbst schuld?!?
Hallo an Alle, (meine erste Antwort in diesem Forum!)
Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich versuche ein paar Gedanken dazu zu formulieren.
Es ist schon ein paar Jahre her, da hörte ich einen Vortrag von dem mir unter anderem noch im Gedächtnis ist, dass es dabei auch um dieses Thema ging.
Dabei wurden uns Tabellen gezeigt in denen die Ergebnisse von Umfragen darüber, wie sehr ein Mensch an wirkliche schweren Schicksalsschlägen (schwere Krankheit, schwere Unfälle, Vergewaltigung und andere furchtbare Dinge) selbst schuld sei. Die Befragten überschätzten dabei den Eigenanteil an Verantwortung ganz gewaltig (ungesunde Lebensführung, falsches Verhalten).
Damals wurde uns erklärt, dass man dadurch, dass diese Schicksalsschläge als selbst zu verantworten angesehen werden, versucht sich selbst zu schützen und die Gefahr, dass einem selbst so etwas passiert klein zu reden (ich mache ja nicht diese großen Fehler!). Man konnte wohl sogar eine Tendenz erkennen: je furchtbarer der Schicksalsschlag bewertet wurde, desto größer wurde die Eigenverantwortung eingeschätzt!
Wir neigen also wohl tatsächlich dazu, die Verantwortung anderer an ihrem Schicksal zu überschätzen!
Hier geht es aber wohl um andere, alltäglichere Probleme (Bei denen der eigene Einfluss sicher größere ist). Aber vielleicht spielt diese Tendenz dabei ja auch eine Rolle?
Außerdem sind wir doch immer versucht bei anderen ein optimales, diszipliniertes Verhalten zu "erwarten" und lassen nur bei unseren eigenen Schwächen diese kleinen (fadenscheinigen?) Begründungen für nicht optimales, "disziplinloses" Verhalten gelten.
Ich denke, wir haben alle unsere Schwächen. Wenn wir uns manchmal selbst hinterfragen können wir uns daran am besten klar machen, dass es eben nicht immer so leicht ist sich selbst und das eigene Verhalten zu änderen/optimieren!
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12.03.2009, 13:01Inaktiver User
AW: Selbst schuld?!?
Iris, ich bin begeistert, dass mein Thema dich dazu bringt, zum ersten Mal hier zu posten!

Super-Beitrag übrigens.
Ich sehe es so, dass offenbar viele Leute einen großen Spagat machen, um der Frage nach der Eigenverantwortung (bei sich selbst) zu entrinnen. Kein Wunder, denn ohne Macken ist ja niemand.
Eigentlich nicht.Hier geht es aber wohl um andere, alltäglichere Probleme (Bei denen der eigene Einfluss sicher größere ist).
Je schlimmer das Problem ist, desto empfindlicher werden alle bei der Frage nach der Selbstverantwortung.
Ich habe ja absichtlich ein absurdes Beispiel genommen. Aber es ist immer das Gleiche, bei jedem Thema. Krebserkrankungen, Autounfälle, Arbeitslosigkeit, Kinderlosigkeit, Magersucht, Fresssucht, überhaupt Sucht... die wichtigste Frage scheint die zu sein, wer schuld hat.
Als ob das was hilft.
Du meinst, wir neigen dazu, bei anderen keine äußeren Einflüsse geltend zu machen, bei uns selbst aber schon?Außerdem sind wir doch immer versucht bei anderen ein optimales, diszipliniertes Verhalten zu "erwarten" und lassen nur bei unseren eigenen Schwächen diese kleinen (fadenscheinigen?) Begründungen für nicht optimales, "disziplinloses" Verhalten gelten.










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