Klar das ist Geschmackssache!
Interessant ist dabei, dass Du nur das was "schön" ist magst.
Das ist auch eine Frage von Geschmack.
Es gibt Bilder, die sind nicht gerade "sozialtauglich" und denen kann ich auch was abgewinnen. Ich erwähne in diesem Zusammenhang mal Balthus, der ja einen ziemlich pädophilen Eindruck macht....aber das sind wirklich auch tolle Bilder.
Über Brecht kann man allerdings streiten, finde ich. So der tolle Poet ist er nun auch nicht-die erotischen Gedichte waren auch gar nicht für die Veröffentlichung vorgesehen-von daher denke ich, es war wohl auch nicht sein Spezialgebiet und sie verkaufen sich, weil er eben einen Namen hat. Aber so richtig zu Ruhm ist er damit auch nicht gekommen, oder?
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 31
Thema: Die Liebe und Bertolt Brecht
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03.03.2009, 09:09
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
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03.03.2009, 09:23Inaktiver User
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
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03.03.2009, 09:35
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Na dann bin ich jetzt gespannt!du kennst den von mir erwähnten morgue-zyklus von benn nicht?
Den werde ich jetzt mal suchen und lesen!
es sei denn, man steht auf angenagte mädchenleichen ...
ich fürchte ich mach das erst nach dem Frühstück...
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03.03.2009, 12:11
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03.03.2009, 18:43
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Hi,
Brecht nicht auch?
Mir fällt da die Dreigroschenoper ein:
"Mond über Soho" oder der Anstatt dass song, dieses "woo duuu hin gehst, will auch ich hinnnngehen".
Beim ersten Gedicht "ich will..." fällt mir Schopenhauer ein:
"Der Mensch kann tun, was er will - aber er kann nicht wollen, was er will".
Das Regentropfen-Gedicht bringt mich zum Lachen. Stelle man sich mal bildlich vor.
"Über die Verführung von Engeln" finde ich klasse - hat olle Brecht übrigens mit "Thomas Mann" signiert - Frechdachs.
Der widerrum sagte über ihn:
"Das Scheusal hat Talent".
So erwirbt der Apfel seinen Ruhm, in dem er verzehrt wird.
Und ich denke nicht, dass er Frauen ausgebeutet hat. Die waren doch gern bei ihm und haben vom kreativen Kollektiv mit Brecht an der Spitze durchaus profitiert, zumindest mussten sie nicht brav und bürgerlich sein und mussten sich nicht langweilen.Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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03.03.2009, 19:13
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Hat er aus "Sicht der Frau" formuliert.
Aber Brecht hatte ein Anliegen mit seinen Werken:
Gesellschaftskritik in der Form, dass das Denken nicht das Sein bestimmt, sondern das gesellschaftliche Sein das Denken.
Das geschilderte Lieben ist für mich ein Klischee.
Zu den Frauen die er bekam:
Mir ist nicht bekannt, dass die nun besonderen romantischen idealvorstellungen anhingen. Und er hat sie auch nicht im Zweifel über seine Absichten oder Einstellungen gelassen.
Das waren keine "Häschen".*räusper...Geändert von Matratze (03.03.2009 um 19:20 Uhr)
Now, bring me that horizon.
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Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
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03.03.2009, 19:18
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Brecht hat ja meist nicht so schöne Gedanken schwingen lassen...ich mein ja bloß...
Er wollte zum Nachdenken anregen.
Also hat er das Gewohnte so verpackt, dass es als Verfremdung gerade noch erkannt werden konnte.
So les ich ihn - und wie ihr inzwischen gelesen habt - ich liebe ihn dafür, finde ihn auch häufig ausgesprochen witzig.Now, bring me that horizon.
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Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
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Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
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03.03.2009, 19:46Inaktiver User
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Ich mag die Liebesgedichte sehr und hab sie auch schon öfter verschenkt. Sind manchmal schon sehr deftig, dann gibt es aber auch sehr zarte und poetische Stellen, der Kontrast ist erstaunlich.
Erinnerung an Marie A finde ich auch sehr schön.
Es fällt aber schon auf, auch in der Ballade von Hanna Cash z.B., dass Brecht da schon so ein Frauenbild zelebriert: die treue Frau, die aus Liebe mit ihrem Mann durch dick und dünn geht, auch wenn er sie noch so schlecht behandelt, einfach weil sie nicht anders kann.
Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken über mein Liebesideal machen??
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05.03.2009, 14:06
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Dieses habe ich aber immer als ein (sozial)kritisch gemeintes Bild empfunden, er meinte das doch wohl kaum als Vorbildfunktion ...Es fällt aber schon auf, auch in der Ballade von Hanna Cash z.B., dass Brecht da schon so ein Frauenbild zelebriert: die treue Frau, die aus Liebe mit ihrem Mann durch dick und dünn geht, auch wenn er sie noch so schlecht behandelt, einfach weil sie nicht anders kann. Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken über mein Liebesideal machen??
Ich weiss auch nicht, warum Frauen in derartigen Beziehungen immer die Opferrolle zugeschrieben wird, die werden schon gewusst haben, was sie tun. Wenn sie mit ihm und durch ihn Liebe erfahren haben und eine grosse gemeinsame Kreativität erlebten, dann ist das doch schon eine ganze Menge.Zu den Frauen die er bekam:
Mir ist nicht bekannt, dass die nun besonderen romantischen idealvorstellungen anhingen. Und er hat sie auch nicht im Zweifel über seine Absichten oder Einstellungen gelassen.
Das waren keine "Häschen".*räusper...Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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05.03.2009, 14:24
AW: Die Liebe und Bertolt Brecht
Hallo
das mit der Opferrolle ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass Frauen früher kaum an die Öffentlichkeit getreten sind und auch nicht öffentlich für ihre Leistungen gewürdigt wurden.
Hat nicht auch George Sand unter Pseudonym veröffentlicht?
Ich bin gerade auf Virginia Woolf gestossen-das tut mir immer gut, die Dinge aus der Sicht eriner Frau zu betrachten.
Schlimm ist halt, dass es leider ganz vielen Frauen die genauso talentiert waren wie z.B. ein Brecht nicht die Möglichkeiten hatten wie ein Mann.
Also haben sie sich mit der Rolle einer Muse zufriedengeben müssen.



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