Dito, ich habe noch viel mehr Hobbies inzwischen, die kann ich alleine selbst pflegen; dazu noch die zahlreichen Bücher, die sich hier stapeln, und die ich bis heute nicht gelesen bekommen habe...
Und ja, ich überlege heute dreimal:
Triffst du dich a) mit X zum Kaffee trinken (wo 80% der Zeit mit ihren Geschichten und Zuhören verbracht wird), oder b) liest du in der Zeit ein Buch oder gehst ins Kino.
Ich ziehe inzwischen b) eindeutig vor.....
Ja, ich rede gerne mit Menschen, bin auch kommunikativ. Nicht dass ihr mich falsch versteht. Ich bin gerne in Kontak, aber auf meine Art....
Natürlich gibt es auch sehr interessante Gespräche, Themen die mich auch interessieren, da kann es dann auch stundenlang wunderbar laufen.
Ich habe mein halbes Leben inzwischen gelebt, daher weiß ich:
Es kommt von den meisten Menschen fast immer das gleiche, so viel alltägliches Blabla (nur um reden zu müssen), so viel Zeit für sich-im-Kreis-drehende Gespräche.
Diese Zeit geht mir verloren.....
Nach dem Motto lebe ich momentan (oder eigentlich schon länger).Und wenn es mich nach draussen zieht, dann fahre ich, wie gestern, in die Stadt und lasse es mir gut gehen oder zum Wellnessurlaub. Dahin breche ich jetzt gleich auf.![]()
Ich entscheide eigentlich fast nur noch spontan oder sehr kurzfristig, wodrauf ich Lust habe. D.h. ich entscheide, wann die Zugbrücke heruntergelassen werden soll und die Lady auf dem "Pferd" das Schloss verlässt
Momentan könnte ich mir auch wunderbar vorstellen, mehrere Monate im Kloster oder irgendwo auf einer Insel zu verbringen.....
Klingt das egoistiscch? Dann passt es zu meiner neuen Lebenseinstellung. Ich sorge gut für mich. Wer sollte das sonst tun, wenn nicht ich?
Richtig, niemand sonst, außer wir selbst.
Ich habe auch so viele Menschen ("tolle Freunde!!!!") kommen und gehen sehen.
Ich akzeptiere es heute, dass viele Menschen so seltsam drauf sind (hat eben sehr viel mit unserer Zeit und der Beliebigkeit zu tun).
Es geht erstmal ausschließlich um mich und meine Gesundheit.
Klingt egoistisch, ist m.E. aber eher eine gesunde Einstellung....
Ich finde daher den Vergleich mit Buddha nicht wirklich falsch.
Osho hat da mal was zu geschrieben (auch wenn ich den sonst sehr kritisch sehe):
Alleinsein ist eine Blume, ein Lotus,
der in deinem Herzen blueht,
Alleinsein ist Gesundheit.
Es ist die Freude, du selbst zu sein. Es ist die Freude,
dein eigenes Reich zu haben.
Meditation bedeutet: selig sein im Alleinsein.
Und weil dieses selige Alleinsein dir selbst gehoert,
kann es da bleiben - morgens, abends, nachts,
in der Jugend oder im Alter, bei Gesundheit,
bei Krankheit, im Leben wie im Tode.
Denn dies ist nicht etwas, das von aussen zukommt,
sondern etwas, das aus dem Inneren hervorwaechst.
Es ist deine eigentliche Natur - dein natuerliches Selbst.
Antworten
Ergebnis 11 bis 15 von 15
Thema: I am the Buddha
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02.03.2009, 06:16Inaktiver User
AW: I am the Buddha
Geändert von Inaktiver User (02.03.2009 um 06:39 Uhr)
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02.03.2009, 22:07
AW: I am the Buddha
Ich habe mein halbes Leben inzwischen gelebt, daher weiß ich:
Es kommt von den meisten Menschen fast immer das gleiche, so viel alltägliches Blabla (nur um reden zu müssen), so viel Zeit für sich-im-Kreis-drehende Gespräche.
Diese Zeit geht mir verloren.....
Kurze Nachfrage: Empfindest du es als "Blabla" wenn Menschen von ihrem Alltag erzählen?
Worüber redest du gerne?
Wie sieht für dich eine super Kommunikation aus?
Du hast auch mal geschrieben, dass du das Gefühl hast, dass du mehr gibst, als du erhältst? Könntest du das konkretisieren? Hast du v.a. Begegnungen mit Menschen, die sich bei dir ausheulen wollen?
Ich akzeptiere es heute, dass viele Menschen so seltsam drauf sind (hat eben sehr viel mit unserer Zeit und der Beliebigkeit zu tun).
Darf ich noch nachfragen, was du unter "seltsam drauf" verstehst? Du schreibst auch in diesem Zusammenhang "viele Menschen". Wie empfindest DU deine Mitmenschen/die Gesellschaft?
Ich frag einfach deshalb nach um dein Posting besser verstehen zu können.
Und wie gesagt: Du hast schon viel dadurch gewonnen, dass du mit dir alleine so zufrieden bist, so gut zurecht kommst.
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02.03.2009, 22:54
AW: I am the Buddha





Ich habe die schwerste Krise meines Lebens nur dadurch überwunden daß ich mich nichts anderem mehr hingegeben habe als meinem Wunsch nach Alleinsein, der Konfrontation mit mir selbst und der Konzentration darauf, mich selbst glücklich zu machen.
Es ist wichtig im Leben eines Jeden diese Phase intensiv ausleben
zu können denn nach Überwindung dieser Nachinnenkehrung kann man wieder die Einflüsse von außen als beglückend empfinden.
Meditation, mein Mantra und Musik haben mir dabei entscheidend geholfen. Die Abkehr von der visuellen Ablenkung spielt dabei auch eine wichtige Rolle.




Geändert von shiba (03.03.2009 um 10:42 Uhr)
Ich bin verantwortlich für das was ich sage
nicht für das was Du verstehst
mein Avatar zeigt den Ararat von der armenischen Seite im Sommer
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02.03.2009, 23:50
AW: I am the Buddha
eher nicht.
der buddha findet andere menschen weder langweilig noch seltsam, sondern er erkennt, dass er sich auch von den merkwürdigsten menschen im grunde nicht unterscheidet.
ich kenne solche phasen. sie gehen wieder vorbei, sind aber trotzdem sehr wertvoll, weil man darin lernen kann, was einem gut tut und was man überhaupt braucht.Kennt ihr solche Ich-reiche-vollkommen-aus-für-mich-Phasen?
Geht das wieder vorbei?
geniesse diese phase, aber wie tanguera schon schreibt: pass auf, dass du nicht in eine depri rutschst.
manchmal ist es wichtig, auch dann in die gemeinschaft mit anderen menschen zeit und mühe zu investieren, man gerade keine lust dazu hat. dann bleibt man auch nicht alleine, wenn man selbst mal andere braucht.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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03.03.2009, 19:26Inaktiver User
AW: I am the Buddha
Vielen Dank für diesen Thread.
Und ich dachte schon, ich bin ein Alien
Bei mir ist das nur mittlerweile keine Phase mehr, sondern es geht schon eine ganze Weile so.
Und mir geht's gut dabei. Ich gebe es zu: Ich bin gerne allein und ein Stubenhocker.
Natürlich gibt es Leute, die das nicht gesund finden (darunter ist auch mein Partner, den ich mittlerweile davon überzeugen konnte, dass ich freiwillig ganze Wochenenden zuhause auf dem Sofa verbringe).
Aber es ist ja nicht so, dass ich überhaupt keinen Kontakt zu anderen Menschen habe.
Ich habe einen Job mit sehr netten Kollegen. Ich treffe mich mindestens zweimal die Woche mit meiner besten Freundin.
Einen weiteren nicht unbeträchtlichen Teil meiner Freizeit verbringe ich mit meinem Partner. Und das reicht mir.
Ich glaube, es ist nicht verwerflich, wenn man sich ab und zu ein bißchen Zeit für sich selbst nimmt...




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