erst mal ganz liebe güße undfür dich, wizzie71
ich hatte meinen zusammenbruch mit ende 20.
ich konnte nicht mehr weinen, mir war alles egal.
mein gedanke war: entweder du bringst dich um, oder du änderst dein leben.
heute,10 jahre später, habe ich alles erreicht von dem ich träumte
(ok, zwei dinge fehlen noch, aber da bin ich auf dem weg und denke positiv.)
ich hatte dabei therapeutische hilfe.
das wichtigste damals war, sich selber einen tritt zu geben und mit kleinen schritten anzufangen.
aber auch, sich seine träume einzugestehen und dabei dinge/ menschen den rücken zu kehren oder auch zu anderen menschen zu stehen.
trauer zulassen, sich diese negativen gefühle eingestehen,
nicht immer nur zu funktionieren, sondern zu gucken: was will ich? wo will oder wollte ich denn eigentlich mal hin? was ist aus meinen lebensträumen geworden?
und schauen: wo kann ich anfangen diese alten träume aufleben zu lassen?
sind sie noch wertvoll?
wo will man in 10 jahren sein?
nur mut!
du wirst einen weg finden
und wie ein phönix aus der asche steigen
und dabei sehr glücklich sein![]()
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Ergebnis 11 bis 20 von 26
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28.02.2009, 17:30
AW: Beruflich und persönlich am Ende
Sich selbst bekriegen ist der allerschwerste Krieg
Sich selbst besiegen ist der allegrößte Sieg
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28.02.2009, 18:18
AW: Beruflich und persönlich am Ende
Hi,
erst mal vielen lieben Dank für alle , die geschrieben haben - Geschichten wie die von Lara zeigen, dass es anders geht, auch wenn mir der Glaube daran noch fehlt.
Ja, ich weiß - die kleinen Schritte sind wichtig und es gibt viele kleine schöne Dinge - das hab ich vor 6 Jahren gelernt, als ich an einem posttraumatischen Belastungssyndrom gelitten hab - bloss konnte ich mich damals in / hinter meinem Job verstecken.
Und ja - liebe Boratiki - für mich ist es schlimm so ein Projekt zu verlieren, weil ich damit auch Menschen verliere und nicht nur Verantwortung. Und ausserdem - ja ja - ich weiß - ich bin da voll im Berufsleben - sind Projektleiter ohne Projekte nciht wirklich Projektleiter und daher bald ggfs. auch in der Firma nicht nötig.
Leider ist nicht immer alles zu einfach - auch das einfach rausgehen - wie Boratiki schreibt.
Was ich will ? Ich will mich in der Mitte fühlen - und das tue ich nicht. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass Außenwirkung und inneres Fühlen im krassen Gegensatz stehen. Und da das schön länger so ist, werde ich da auch nicht in 3 Tagen raus kommen.
Ich schau mal wie es weitergeht - jetzt gehe ich erst mal ins Kino und hoffe, das die Frühlingsstimmung bleibt.
Dabk Euch allen - bis bald.
Wizzie
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28.02.2009, 18:36
AW: Beruflich und persönlich am Ende
@ Lara:
Deine Geschichte ist der Wahnsinn! Sie macht Mut! Wünsch dir von Herzen alles Gute.
@ Wizzie: Ich habe nicht gemeint, dass es leicht ist, einfach raus zu gehen. Es kostet Überwindung - ich sprech aus eigener Erfahrung. Aber ich sprech auch aus eigener Erfahrung, wenn ich sage, lieber eine Stunde alleine mit Buch im Café, als nur zu Hause. Finde ich super, dass du ins Kino gehst! Hoffe, du hattest einen schönen Abend!
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01.03.2009, 15:02
AW: Beruflich und persönlich am Ende
@ Lara, dein Posting macht wirklich Mut, ich befinde mich in ähnlicher Sitaution, wenn auch etwas anders.
Richtig schön kann es doch erst werden, wenn es vorher sehr weh getan hat, weil man das belastende hinter sich lassen konnte und dann offen für das Neue und Schöne im Leben ist. So erlebe ich es gerade. Ohne den Schmerz vorher durch- und erlebt zu haben, hätte sich die neue, farbige, frohe Welt für mich nicht geöffnet.
Liebe Wizzie, alles Liebe für dich
Wenn du jetzt nicht rausgehst, dann wird oder kann es sehr wahrscheinlich schlimmer werden. Ich habe das selber erlebt. Das Vermeiden von Situationen ist der beste Nährboden für Ängste. Geh jetzt gegen deinen Schweinehund an - ach, du tust es ja - Kino, super!Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
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02.03.2009, 11:02Inaktiver User
AW: Beruflich und persönlich am Ende
Ich erlebe ja z.zt. eine ähnliche Phase, wobei ich nicht genau weiß, ob ich das zuhausesein nicht total angenehm finde.
Im Grunde kann ich jederzeit vor die Tür gehen, Kontakte aufnehmen etc., ich muss es nur tun.
Manchmal ist mir nicht danach. Weil ich mir total selbst genüge. Weil ich zu viel nachdenke über XY und Z.
Ich merke allerdings im Nachhinein:
Es ist manchmal besser, sich in den Hintern zu treten und was zu machen als es zu vermeiden. Dann fühlt man sich meistens nur schlechter als vorher.....
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02.03.2009, 16:53
AW: Beruflich und persönlich am Ende
Hi,
also ich erleb das rausgehen teilweise als sehr zwiespältig. Klar, wenn ich spazieren gehe oder ins Kino, dann kann das Ganze positiv sein und gut tun. Bei anderen Unternehmungen fühle ich mich nach 5 Minuten so mies, dass ich mir wünsche, ich hätte meine 4 Wände nie verlassen, auch wenn meine Stimmung dort sicher nicht besser ist. Wieviel und welche Gesellschaft lässt sich ertragen?
Bin ja schon zwiegespalten, wenn ich so wie heute früh zu hause bin, weil sich im Job aus bekannten Gründen nix tut und ich dort nicht halb neidisch, halb mitleidig von meinen Kollegen angestarrt werden möchte. Zuhause krieg ich aber auch nix vernünftiges hin (trotz Plan).
Tja - alles nicht einfach und ich sehe trotz Frühling den Silberstreif am Horizont nicht.
Lasst es Euch gut gehen
Liebe Grüsse
Wizzie
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02.03.2009, 17:02
AW: Beruflich und persönlich am Ende
Liebe wizzie,
das klingt irgendwie nach einer depressiven Verstimmung oder vielleicht schon mehr als das. Nicht rausgehen wollen, nichts auf die Reihe kriegen, kein Interesse an Kontakten - das ist alles schon sehr typisch für eine Depression oder eine depr. Verstimmung. Kann das sein? Zumal dich der beginnende Frühling auch nicht in bessere Stimmung versetzt.
Vielleicht gehst du mal zu einem Arzt und sprichst mit diesem darüber.
Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
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03.03.2009, 00:00
AW: Beruflich und persönlich am Ende
weil rausgehen fast immer mit emotionalen anforderungen verbunden ist - mancher fühlt sich verpflichtet, dabei wie im job eine maske zu tragen oder irgendeine emotionale leistung zu erbringen.
vielleicht suchst du dir eine gelegenheit zum "rausgehen", bei der dir definitiv keine emotionale leistung abverlangt wird. z.b. eine gemeinde, oder regelmäßige vorträge bei der vhs, in die du dich einfach nur reinsetzen kannst, oder eine selbsthilfegruppe (es gibt workoholic-gruppen), eine meditationsgruppe, oder sonst so was. ehrenamtliche arbeit hilft auch, aber nur, wenn es keine emotionale arbeit ist, z.b. irgendwo aufräumen helfen, putzen, spülen, sachen sortieren und verteilen oder so.Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina
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04.03.2009, 00:23
AW: Beruflich und persönlich am Ende
Depression - wer gesteht sich das schon gerne ein - ich nicht und ich glaub auch noch nicht wirklich, dass es wirklich eine Depression ist. (Leugnen ist alles ...) Tja... und in der Zeiten der Gesundheitsreform einen Arzttermin zu kriegen erweist sich als langwierig wie ich heute festestellen durfte ...
Und was die Masken betrifft - die lass ich nur bei guten Freunden fallen oder wenn ich allein bin - so wie heute mittag als ich, nachdem eine Kollegin mir eine "Predigt" gehalten hatte, dass ich jetzt glücklich und nicht ablehnend zu sein hätte, nur noch geheult hab zuhause, weil ich mich ständig frage,ob die Welt bzw. mein Arbeitgeber so verrückt ist oder ich.
Momentan ist es so, dass wenn ich gerade wieder zwei Schritte auf meiner Leiter nach oben geklettert bin, mich wieder jemand runterwirft bzw. ich mich runterwefen lassen. und ich hab weder Lust noch Kraft mir ständig solche Gespräche wie das mit meiner Kollegin anzutun und dann so schöne Kalendersprüche zu hören, wie "Man muss in den Erfolg verliebt sein." SCHREEEEEEIIIIII
Macht's gut - gute Nacht
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04.03.2009, 18:23Inaktiver User
AW: Beruflich und persönlich am Ende


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