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  1. Inaktiver User

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes Beitrag anzeigen
    ... Das war auch das Problem mit dem "Firefox-Kollegen": da arbeitet jemand seit 20 Jahren mit Computern, berät Firmen, wie sie ihre Netzwerke sicherer machen können und ist dann nicht in der Lage einen Browser auf seinem eigenen Rechner zu installieren? Das klingt jetzt für einige sicherlich wieder arrogant, aber unter welchem Stein hat er gelebt?
    Oaaah, solche Frischlinge lieben wir. Noch nicht von der Uni runter, aber gleich mal den Kollegen, der sich seit 20 Jahren behauptet von oben herab beurteilt. Wenn der so lange in der Materie ist, gut verdient und in der jetzigen wirtschaftlichen Lage nicht auf dem Schleudersitz sitzt, dann kann er was. Vielleicht entzieht sich das deinem Blickfeld, aber ich denke, wer heute noch in Lohn und Brot steht, hat auf alle Fälle einen Wert für die Firma.

  2. Inaktiver User

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes Beitrag anzeigen
    Ich denke, das Problem liegt eher da, wo Menschen, offensichtlich nicht bereit sind, zu lernen und mit einem Tunnelblick durchs leben gehen.
    Vielleicht sieh es mal so: Sie haben gelernt, was wirklich wichtig im Leben ist?
    Es gibt immer Situationen im Leben, wo man denkt: Neee, warum blickt der das nicht"...das ist normal. Werden andere evtl. auch in anderen Situationen von Dir denken.

    Irgendwann stößt man an seine eigenen perfektionistischen Grenzen. Das bringt aber die Zeit und der Alltag mit sich.

    Anima

  3. User Info Menu

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Hallo,

    hier meine Ideen dazu, auch zu den Antworten:

    - Bin außerhalb von Deutschland aufgewachsen. Man hatte dort einen Blickwinkel auf DE dessen Ansprüche sich mit dem Begriff "Made in Germany" auf den Punkt bringen lassen. Lebe nun seit 20 Jahren hier und die Ernüchterung hat sich eingestellt seit 1. meine Kinder zur Schule gehen (haben sie demnächst hinter sich) und 2. ich berufstätig bin.

    - Die Einsicht, dass es in jeder Gesellschaft auch ein "Prekariat" gibt (sorry, ist nicht abwertend gemeint, mir fällt für diese Schicht keine Ersatzbegriff ein), ja geben muss, kam eine Zeit später.

    - Trotzdem hat es mich gestört, verstört und deprimiert, als ich in einer Firma arbeitete, wo Schwätzer, Angeber, Blender und Nichtstuer (und DIES meine ich wörtlich) sich halten und den Ton angeben konnten. Wo man den Finanzbeamten angefüttert hat und sich dafür jahrelang die Steuer kleingelogen hat, während ich als brave Steuerzahlerin unter größter Mühe meine Schuld pünktlich erbracht habe. Die Einsicht, dass nicht erst eine Finanzkrise kommen musste, um diese Sippschaft zu Fall zu bringen, hat fünf Jahre gedauert, aber sie kam....

    - Dann gibt es noch jene, die intelektuell mehr leisten könnten und auch gewisse moralische Einstellungen haben, jedoch sich trotzdem mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Warum? Aus verschiedenen Gründen, ich glaube das liegt in der Vor(lebens)geschichte der betreffenden Personen. Der eine verdaut seine Scheidung gerade, die andere hat einen Mann, welcher die Kohle heimbringt, also wozu sich zusätlich anstrengen? Du und ich, wir sind nicht zum Missionieren da, und sobald wir es versuchen, erzielen wir das Gegenteil des Angestrebten. Schuld an dieser Haltung ist mE "die Erbschaft, welche dieser Generation zufiel". Es gibt einen Grundstock an Besitzgütern, Wissen, Ansehen das wir Deutschen nun mal haben. Die Wirtschaft läuft ob gut oder schlecht, aber sie läuft. Der Einzelne (oder die meisten davon) sehen keinen erheblichen direkten persönlichen Mehrnutzen in zusätzlicher Anstrengung - und seinen wir mal ehrlich, für die meisten ist Bildung mit Anstrengung verbunden.

    - Davon abgesehen habe ich bei Kollegen und Freunden ein gewisses Image, welches meinem Arbeitsstil entspricht. Ich bin seit bald einem Jahr in der Firma. Als ich gestern zehn Minuten zu spät kam weil der Verkehr absolut chaotisch war, sagte mir der Herr am Empfang "Wir haben uns schon Sorgen gemacht..."

    - Freundschaften habe ich nur wenige, dafür sind sie intimer und werden regelmäßig gepflegt, worauf ich sehr achte. Es sind aber wenige "Meinesgleichen" darunter, eher Wegbegleiter für eine gewisse Periode und diese Kontakte blieben erhalten und haben sich vertieft.

    Einwände?

    Herzliche Grüße

    H.
    Alles im Leben hat seine Zeit: das Weinen und auch das Lachen.

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