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  1. Inaktiver User

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes Beitrag anzeigen
    Hi,



    Ich bin Studentin


    Bei meinem Nebenjob ist es ähnlich: die Firma ist sehr angesehen in der Branche, trotzdem bin ich teilweise schockiert darüber, wie gering das Grundlagenwissen ist und wie wenig die Kollegen bereit sind sich fortzubilden.
    Nur noch mal ganz kurz - du bist Studentin und hast einen Nebenjob - also kaum Einblicke in Strukturen und Abläufe des Unternehmens.

    Und zum Grundlagenwissen deiner Kollegen: ähnliches hatte ich schon mal - meine Antwort darauf war: ich habe schon mehr über Arbeitsrecht vergessen, als du je lernen wirst!

    Oberflächliches beurteilen einer Situation solltest du dir nicht erst angewöhnen, das könnte deiner Karriere schaden.

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    AW: Grundsätzliche Fragen

    Hi,

    Tja, ich hatte befürchtet, dass sich der Thread in diese Richtung bewegen wird. Immer wieder aufs Brot geschmiert zu bekommen, wie arrogant und überheblich ich doch bin (was ich definitiv nicht bin), hilft mir leider wenig weiter.

    Sei's drum. Danke für eure Antworten, die ein wenig Verständnis für die Darstellung meiner Situation hatten.

  3. Inaktiver User

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Weißt du, dies ist ein öffentliches Forum. Hier darf jeder seinen Senf dazugeben, und wenn du einen Thread eröffnest, musst du dich nicht wundern, wenn auch Antworten kommen, die dir nicht so gefallen.

    Man nennt dies Diskussion, und daraus kann man viel lernen, wenn man will. Zum Beispiel, dass zum *Verstehen* zwei gehören: Einer, der sagt was er meint, und einer, der versteht, was gesagt wird.

    Und lernen willst du doch so gern?


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    AW: Grundsätzliche Fragen

    BehinBueEyes - darf ich fragen, ob du FreundeInnen unter den Komiletonen hast?
    Wie gestaltest du deine Freizeit? Wie steht bei dir die Relation zwischen Freizeit und Lernerei?

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    AW: Grundsätzliche Fragen

    Liebe BBE,

    ich habe beim Lesen deiner Postings spontan ein paar Gedanken gehabt, die ich einfach mal unsortiert aufschreibe:
    - für dich ist Leistung, Können und Wissen sehr wichtig?
    - das ist der Maßstab, mit dem du dich und andere misst?
    - dabei schneidest du im Vergleich gut ab?
    - du wunderst dich, wenn jemand Erfolg hat, der nicht so viel kann, wie du?
    - auf den o.g. Gebieten hast du ein gutes Selbstbewusstsein?
    - auf der anderen Seite fühlst du dich manchmal als Außenseiter?
    - es fällt dir schwer, enge Kontakte mit anderen zu schließen?
    - du hast den Eindruck, dass du anders (reifer?) bist als andere?

    Ich denke, jeder Mensch hat seine Lebensthemen, die ihm wichtig sind. Was das ist, ist ganz unterschiedlich: Geld, Macht, Ruhm, Liebe Freizeit, Spaß, Familie, Wissen, Bildung, Können, Erfolg etc.

    Erfolg ist natürlich immer eine Frage der Zielsetzung. Wenn dir Leistung und Wissen wichtig ist und deinen Kommilitonen Freizeit und Spaß, dann ist es ja klar, das ihr euch auch unterschiedlich verhaltet.

    Nur habe ich den Eindruck, dass dir vielleicht etwas Freundschaft, Freizeit und Spaß als Ausgleich zu Wissen und Können fehlt? So unter dem Motto Work-Life-Balance. Das ist aber ein Gebiet, auf dem du noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt hast und bei dem du nicht so selbstbewusst bist?

    Ich persönlich glaube, dass es - auch im Studium und bei der Arbeit - wichtig ist, - neudeutsch - Softskills zu haben. Je nach Art des Berufs ist da eben auch Teamfähigkeit, Führungskompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen etc. gefragt und nicht nur Faktenwissen.

    Oder wie ein Personaler in meiner Bekanntschaft letzen drastisch formulierte: Wenn ich die Wahl zwischen einen tollen Menschen mit schlechteren Fachkenntnissen und einem Ekelpaket mit Topwissen habe, dann nehme ich lieber den Netten, denn Fachwissen kann man lernen aber A-loch bleibt A-loch!

    Auch wenn dein Kollege den Firefox nicht installieren kann, ist er aber so lösungsorientiert, dass er weiß, wen er fragen muss - und dann hat er das Wissen ja für das nächste Mal auch.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass es besser ist, seinen eigenen Weg zu finden, als sich mit anderen zu vergleichen. Was wünscht du dir denn für dich und dein Leben? Hast du Lebensthemen und Ziele?

    Ich habe mal einen sehr netten Artikel - witzigerweise in einer Fachzeitschrift über Steuerrecht - gelesen, in dem es darum ging, wie man seinen 60 Geburtstag feiern will: In einen Luxushotel und mit Festredner, die eine Laudatio auf die beruflichen Erfolge halten, in einem Garten umgeben von Kinder, Enkeln und Freunden - oder eben irgendwo dazwischen. In Abhängigkeit von diesem Wunsch ist es heute schon wichtig, die Weichen in die entsprechende Richtung zu stellen. Aber immer noch Plan B in der Tasche haben, denn Leben ist bekanntlich das was passiert, während wir andere Pläne machen.

    Ich wünsche dir alles Gute
    Coratriton
    Wer nicht will findet Gründe - wer will findet Wege!

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    AW: Grundsätzliche Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weißt du, dies ist ein öffentliches Forum. Hier darf jeder seinen Senf dazugeben, und wenn du einen Thread eröffnest, musst du dich nicht wundern, wenn auch Antworten kommen, die dir nicht so gefallen.

    Man nennt dies Diskussion, und daraus kann man viel lernen, wenn man will. Zum Beispiel, dass zum *Verstehen* zwei gehören: Einer, der sagt was er meint, und einer, der versteht, was gesagt wird.

    Und lernen willst du doch so gern?

    Meine Antwort war nicht als beleidigter Abschied o.ä. zu verstehen, ich wollte damit nur eine kurze Rückmeldung geben, dass ich die Diskussionsbeiträge gelesen habe, aber nicht weiter darauf eingehen möchte.
    Was soll ich auch schreiben? "Es ist nicht so wie ihr schreibt und das kann ich so beweisen"?

    Zitat Zitat von Boratiki Beitrag anzeigen
    BehinBueEyes - darf ich fragen, ob du FreundeInnen unter den Komiletonen hast?
    Wie gestaltest du deine Freizeit? Wie steht bei dir die Relation zwischen Freizeit und Lernerei?
    Ich habe 2-3 wirklich gute Freunde an der Uni, mit denen ich schon seit dem ersten Semester zusammen in vielen Vorlesungen sitze und mit denen ich auch mal über sehr private Themen spreche. Hinzu kommen noch 10-15 Leute, die man immer wieder mal trifft und mit denen man z.B. mal ein Übungsblatt rechnet oder auch nach einer Prüfung mal in eine Kneipe geht.
    Meine Freizeit gestalte ich durchaus auch abseits der Lernerei, auch wenn das Studium in den letzten Jahren zeitintensiver geworden ist und ich nicht mehr so viel Zeit habe wie früher.

    Zitat Zitat von Coratriton Beitrag anzeigen
    ich habe beim Lesen deiner Postings spontan ein paar Gedanken gehabt, die ich einfach mal unsortiert aufschreibe:
    - für dich ist Leistung, Können und Wissen sehr wichtig?
    - das ist der Maßstab, mit dem du dich und andere misst?
    - dabei schneidest du im Vergleich gut ab?
    - du wunderst dich, wenn jemand Erfolg hat, der nicht so viel kann, wie du?
    - auf den o.g. Gebieten hast du ein gutes Selbstbewusstsein?
    - auf der anderen Seite fühlst du dich manchmal als Außenseiter?
    - es fällt dir schwer, enge Kontakte mit anderen zu schließen?
    - du hast den Eindruck, dass du anders (reifer?) bist als andere?
    So viele Fragen.

    Mir ist Leistung und Wissen durchaus für mich persönlich sehr wichtig, aber ich nehme es nicht als Maß, um andere Menschen zu bewerten. Wenn jemand etwas nicht kann, etwas nicht weiss oder keine Karriere gemacht hat oder machen will, ist mir das egal.
    Am Wochenende bin ich ab und an beim Fußball. Dort treffen Menschen mit total unterschiedlichen Hintergründen aufeinander: vom Sonderschüler, über den Ex-Knacki bis hin zum Professor. Und sowas finde ich einfach klasse und genieße es.
    Auch helfe ich sehr gerne anderen. Bei einem Uni-Projekt hatte ich neulich mit Studenten aus dem 3. Semester zu tun, die mit ihren Aufgaben überfordert waren. Ich habe ihnen angeboten, ihnen etwas unter die Arme zu greifen und wir haben prima zusammengearbeitet. Das ist kein Problem.
    Das gilt genauso auch für die Arbeit: wenn die Sekretärin ein Computerproblem hat, bin ich immer für sie da und erkläre ihr alles in Ruhe.

    Ich denke, das Problem liegt eher da, wo Menschen, offensichtlich nicht bereit sind, zu lernen und mit einem Tunnelblick durchs leben gehen.
    Das war auch das Problem mit dem "Firefox-Kollegen": da arbeitet jemand seit 20 Jahren mit Computern, berät Firmen, wie sie ihre Netzwerke sicherer machen können und ist dann nicht in der Lage einen Browser auf seinem eigenen Rechner zu installieren? Das klingt jetzt für einige sicherlich wieder arrogant, aber unter welchem Stein hat er gelebt?

    Ich weiss, dass mir das völlig egal sein könnte, das haben ja auch schon einige geschrieben. Aber das ist es nicht. Und das ist wohl mein Kernproblem.

    Zitat Zitat von Coratriton Beitrag anzeigen
    Ich persönlich bin der Meinung, dass es besser ist, seinen eigenen Weg zu finden, als sich mit anderen zu vergleichen. Was wünscht du dir denn für dich und dein Leben? Hast du Lebensthemen und Ziele?
    Klar habe ich Ziele.
    Das Nahziel ist jetzt erst einmal mein Studium mit einer Note zu beenden, mit der ich zufrieden sein kann. Darauf konzentriere ich mich aktuell.
    Fernziele sind Dinge wie: einen Job finden, in dem ich mich wohl fühle, eine schöne Wohnung oder ein Haus haben, gerne wieder in die Nähe meiner Mutter ziehen, vielleicht in 5-6 Jahren eine Familie gründen (dann bin ich 30 )... ganz profane Dinge eigentlich, die zu meiner persönlichen Zufriedenheit beitragen.

    Ich danke Dir für Deine Wünsche.

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    AW: Grundsätzliche Fragen

    BehindBlueEyes,

    eigentlich gibst Du Dir die Antworten selbst, und so sollte es ja auch sein. Ich stelle mal ein paar Zitate zusammen:
    wofür engagiere ich mich eigentlich?
    Mir ist Leistung und Wissen durchaus für mich persönlich sehr wichtig
    Dort treffen Menschen mit total unterschiedlichen Hintergründen aufeinander (...)sowas finde ich einfach klasse und genieße es.
    Ich denke, das Problem liegt eher da, wo Menschen, offensichtlich nicht bereit sind, zu lernen und mit einem Tunnelblick durchs leben gehen.
    Wenn ich Dich richtig verstehe, fühlst Du Dich befremdet von Leuten, die wenig neugierig sind und ihren Horizont nicht erweitern möchten. Und Du suchst ein gutes Leben in dem Sinne, dass Du mit Deinen Eigenarten respektierst wirst, Deinen Teil beitragen darfst und gern selbst von anderen lernst.

    Du beschreibst ein Lebensgefühl und eine Weltsicht, die mir von anderen Menschen in meinem persönlichen Umfeld vertraut sind. Daher ist mein Rat: Schau Dir mal diesen Verein an, vielleicht kann er Dir bei der Orientierung helfen.

    In jedem Fall wirst Du aber damit leben müssen, dass es auch ohne offensichtliche Neugier ein sehr gutes und erfolgreiches Leben geben kann. Es ist nicht Deines, aber Du kannst es betrachten wie das Leben einer Schildkröte, die immer das selbe frisst und doch uralt werden kann. Freue Dich daran und mache es selber anders.

    Lieben Gruß - Halbnomadin
    Uns hat ein Goldstück gefunden.

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    AW: Grundsätzliche Fragen

    Hallo,

    ich kann Dich verstehen, ich habe auch oft das Problem, dass ich mich frage: "Ja, wo lebt der/die denn?"

    Zitat Zitat von BehindBlueEyes Beitrag anzeigen
    Ich denke, das Problem liegt eher da, wo Menschen, offensichtlich nicht bereit sind, zu lernen und mit einem Tunnelblick durchs leben gehen.
    Das war auch das Problem mit dem "Firefox-Kollegen": da arbeitet jemand seit 20 Jahren mit Computern, berät Firmen, wie sie ihre Netzwerke sicherer machen können und ist dann nicht in der Lage einen Browser auf seinem eigenen Rechner zu installieren? Das klingt jetzt für einige sicherlich wieder arrogant, aber unter welchem Stein hat er gelebt?
    Ich habe gelernt, dass ich in solchen Situationen viel zu oft mit Hilfe meiner Selbstansprüche bewerte und dass da der Knackpunkt liegt.
    Ich konzipiere auch IT-Sicherheitsprozesse (für ein Großunternehmen), bin aber, ganz ehrlich, zu blöd, meinen PC vernünftig zu konfigurieren. Das finde ich gar nicht schlimm, weil meine berufliche Aufgabe eben nicht darin besteht, Technik umzusetzen, sondern eine Vision zu entwerfen und entsprechende Ansprüche an die Technik zu stellen. Manches weiß ich sicher, aber vieles ist mir ein Buch mit 49 Siegeln - dafür hat es Spezialisten und außerdem - ALLES zu wissen, was mit meiner Aufgabe zu tun hat, das geht mengenmäßig gar nicht und allein der Versuch wäre tödlich... Also konzentriere ich mich auf meine Kernaufgabe, versuche sicher so viel wie möglich immer wieder dazu zu lernen, aber stelle an mich nicht den Anspruch, ALLES wissen zu wollen und zu können.
    Es ist manchmal, meine Erfahrung, viel schneller und effizienter, jemanden zu fragen, der sich damit auskennt - vom "zwischenmenschlichen" Aspekt mal ganz abgesehen... Alleskönner bzw. -wisser zeigen oft keine Schwächen nach außen, was sie unbeliebt macht.

    Probier es mal mit Geduld, sowohl mit Dir als auch mit anderen

    Schlumbine
    Eigensinn macht Spaß

  9. Inaktiver User

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Hallo Behindblueeyes,

    you're not alone... das war jedenfalls der Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich Dein Eingangspost las. Ich hatte auch lange das Gefühl, mensch, was die können, kann ich doch schon lange... war auch meistens so...

    Irgendwann habe ich gemerkt: ich war im falschen "Soziotop". Sprich: sowohl in der Schule (Kleinstadt - meine Eltern beide Akademiker + beide berufstätig), als auch im Studium (erst Jura, ging gar nicht, dann Sozialwissenschaften), als auch im ersten Job - fühlte ich mich grundsätzlich fehl am Platz. Ich kam zwar immer ganz gut mit meinen Mitmenschen klar, hatte aber auch immer eine leise - hm, fast schon an Verachtung grenzende Empfindung für sie parat. Nach dem Motto: Wie - damit hast Du ein Problem??? Ist doch ganz einfach...

    Gottseidank habe ich doch immer einige wenige "patente" Menschen um mich herumgehabt, die aus einem ähnlichen Umfeld kamen, bzw. denen ähnliches wichtig war - und die meine (pragmatische) Herangehensweise an die Dinge geteilt haben.

    Tja - und seit etwas über einem Jahr bin ich richtig glücklich: ich bin in einer Firma gelandet, in der es haufenweise so Leute gibt wie mich. Nee, wir sind nicht alle "arrogant" und kennen "Alles was man wissen muss" auswendig - aber wir schätzen eine "fundierte Grundausbildung" und sämtliches Zusatzwissen - gerne auch unnützes - über die Maßen. Vielleicht habe ich aber auch nur gelernt zu akzeptieren und es auch einigermaßen entspannend zu finden, dass es eben nicht immer nur darauf ankommt, alles zu wissen und zu kennen. Letztendlich, und das ist sicher ein Fehler, den ich gelegentlich gemacht habe, wertet man andere dadurch ab - ohne sie umfassend zu kennen. Passiert mir aber immer wieder...

    Ach ja, weiß nicht von wem - aber den Spruch "Ich habe mehr über Arbeitsrecht vergessen, als Du je lernen wirst" fand ich sehr schön. Geht mir mit ein paar Sachen aus dem Studium auch so

    LGB
    Geändert von Inaktiver User (26.02.2009 um 17:17 Uhr) Grund: Genau hingucken hilft. Auch inhaltlich ;-)

  10. Inaktiver User

    AW: Grundsätzliche Fragen

    Mal ne Frage zum Thema Geld: Du schreibst, dass auch stumpfsinnige Fachidioten 50 Tsd. per anno verdienen können. Würdest Du ein solches Jahresgehalt als normal oder eher als hoch einschätzen?

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