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  1. Inaktiver User

    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von Syriana Beitrag anzeigen
    Dobby, Du bist ein toller, liebenswerter und wertvoller Mensch. Vergiß das nie. Bzw. glaube es!! Und sag es Dir jeden Tag!

    LG,

    Syri
    Ich druck mir das jetzt aus und häng es in meiner Wohnung mehrfach auf. Vielleicht sollte ich da so ein Mantra draus machen.

  2. Inaktiver User

    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Hallo Dobby,

    ich kann dein Problem gut nachvollziehen. Ich hatte als Kind auch kein liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern bzw. meine Eltern zu mir.

    Deswegen habe ich heute noch Probleme mit mir, (z. B. kein Selbstvertrauen) und ich muss jetzt viel Zeit investieren um das Ganze bei einer Therapie wieder aufzuarbeiten.

    Liebe Grüße

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    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer eine heile Kindheit hatte, kann das gar nicht verstehen. Dieses Urvertrauen in sich und die Welt und die Gewissheit, man ist ok so wie man ist und wird ganz selbstverständlich angenommen und geliebt, einfach weil man man selbst ist - das kann man nicht mehr erlangen, wenn einem das als Kind nicht vermittelt wurde.
    Ich unterschreibe das jetzt mal so. Wobei ich der Meinung bin, eine "heile Kindheit" gibt es nicht. Kein Elternteil ist perfekt in der Erziehung. Muss auch nicht sein.

    Jedoch dieses grundsätzliche Angenommensein, dieses tiefe "Wissen", ich werde geliebt, egal was passiert, dieses Vertrauen was einem da mitgegeben wird - das ist unersetzbar. Und macht die Welt durchaus "heil".

    Meine persönliche Erfahrung ist, das jedes Versprechen einer Therapie - gleich auch welche - dass man das "lösen" könne, sprich durch drüber reden oder Körpertherapie etc. nochmals durchlaufen und dadurch verändern könne, haltlos ist. Dennoch hat mir die Reflexion darüber mit einem Außenstehenden sehr gut getan.

    Und - auch das habe ich erfahren - man kann sehr wohl lernen, ein glückliches Leben zu führen, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, sich selbst wertzuschätzen und mehr und mehr zu wachsen... das dauert und es gibt Rückfälle. Aber es geht. Es fängt an damit, die Vergangenheit so anzunehmen, wie sie nun mal war, ohne ständig zu hadern. Damit, auch die Rückfälle und "schwarzen Löcher" in die man immer wieder fallen kann, ebenfalls zu akzeptieren.

    ------------

    Während meines Studiums war ich mit meinem damaligen Freund für 3 Monate jobben auf einer Norseeinsel, in einem Restaurant. Eines Tages besuchten uns seine Eltern und saßen an der Theke, beobachteten uns, wie wir den Laden schmissen. Irgendwann steckte der Vater meines Freundes ihm einen Zettel zu. Er las ihn, lächelte und steckte ihn ein. Ich gebe zu, ich fragte ihn später, was denn auf dem Zettel gestanden habe.... er holte ihn aus der Hosentasche und zeigte ihn mir. Es stand einfach drauf: "Johannes, wir lieben Dich!"
    Da musste ich damals heulen, weil ich das so schön fand und andererseits wußte, so etwas hatte ich noch nie erlebt und würde ich nie erleben von seiten meiner Eltern...
    So ist das eben!

    Syri

  4. Inaktiver User

    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Hallo Syriana,

    darf ich dich Fragen wie lange deine Therapie gedauert hat? Ich bin erst am Anfang und mich schreckt der Gedanke einer sehr langen Therapie einfach ab.

    Habe ich dich richtig verstanden, dass dir die Therapie nicht wirklich was gebracht hat?

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    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Syriana,
    darf ich dich Fragen wie lange deine Therapie gedauert hat? Ich bin erst am Anfang und mich schreckt der Gedanke einer sehr langen Therapie einfach ab.
    Habe ich dich richtig verstanden, dass dir die Therapie nicht wirklich was gebracht hat?
    Hallo Maxi,

    ich möcht Dir Mut machen - wollte nur sagen, dass es meist nicht so ist: 20-30 Stunden Therapie - und schwupps.. deine Kindheitstraumen und (evtl daraus resultierenden) Probleme sind weg...

    Eine Therapie - immer vorausgesetzt Du triffst auf eine Person, mit der Du "kannst" - kann Dir sehr wohl helfen, früheres aufzuarbeiten, nochmal anzuschauen, auch die schmerzlichen Sachen.. etwas Abstand dazu zu gewinnen, eine andere Sichtweise zu entwickeln, besser auf Dich selbst zu achten und DICH zu stärken...

    Insofern finde ich es gut, dass Du das machst und bin sicher, dass es Dich einen Schritt weiterbringt!

    Liebe Grüße,

    Syri

  6. Inaktiver User

    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Syri, danke fürs Mutmachen

    Zitat Zitat von Syriana Beitrag anzeigen

    ich möcht Dir Mut machen - wollte nur sagen, dass es meist nicht so ist: 20-30 Stunden Therapie - und schwupps.. deine Kindheitstraumen und (evtl daraus resultierenden) Probleme sind weg...
    das wäre auch zu schön um wahr zu sein.... Ich war zwar schon in einer Klink, aber ich denke, dass da meine Probleme nur an der Oberfläche angekratzt wurden....

    Eine Therapie - immer vorausgesetzt Du triffst auf eine Person, mit der Du "kannst" - kann Dir sehr wohl helfen, früheres aufzuarbeiten, nochmal anzuschauen, auch die schmerzlichen Sachen.. etwas Abstand dazu zu gewinnen, eine andere Sichtweise zu entwickeln, besser auf Dich selbst zu achten und DICH zu stärken...
    Das möchte ich auch mit der Therapie erreichen, obwohl es wahrscheinlich ein sehr langer Weg wird. Meine Therapeutin meinte schon, dass ich wohl eine längere Therapie brauche...

    Was mich auch noch abschreckt, sind die vielen Erinnerungen die wieder hochkommen können und werden....

    Aber da muss ich jetzt wohl durch

  7. gesperrt

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    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ihr Lieben, vielen Dank für all die guten Gedanken.

    Rosario, ich habe niemals behauptet, dass es anderen Menschen sehr viel besser ergangen ist. Ich behaupte allerdings: Es gibt Menschen, die all das eben bekamen, was ein Mensch braucht, um im Leben klarzukommen, selbstbewusst und unerschüttlich leben zu können. Er hat das Grundgefühl vermittelt bekommen: "Ich werde geliebt und bin wertvoll. Ich schaffe das. Ich kann was". Solche Menschen haben definitiv weniger bis keine Probleme. Sie finden einen guten Partner, der sie liebt und freundlich behandelt. Sie finden ihren beruflichen Weg und umgeben sich nur mit Menschen, die sie wertschätzend behandeln, denn sie kennen gar nichts anderes.

    Letztens in der Beratung kam das Thema auch auf den Tisch. Die Frau meinte: "Die Quote der glücklichen Kindheiten mit guter Erziehung ist denkbar gering".
    Ok, natürlich kann man sagen: Es hätte noch schlimmer sein können, z.B. Gewalt oder Missbrauch.
    Ich aber meine: seelischer Missbrauch bzw. emotionale Vernachlässigung ist wohl mit am schlimmsten überhaupt, weil auch nach außen hin nicht zu erkennen.

    Ich sprach meine Eltern irgendwann mal auf die Kindheit an. Meine Mutter war empört, dass ich irgendwas in Frage stellen wollte. Schließlich hatten wir doch ein schönes Häuschen im Grünen, Sommerurlaub in Italien und toll organisierte Kindergeburtstage.
    Dass da wohl noch mehr zugehört, hat sie nicht kapiert.....

    Wenn das alles heute besser wäre, würde es mich nicht so belasten. Aber nach wie vor werde ich als Nicht-Mensch behandelt, der doch eh nichts auf die Reihe bringt. Dabei haben meine Eltern selbst nicht viel auf die Reihe gebracht, und ich bin der mit der besten Karriere aus der Sippe. Und das hab ich mir alles selbst erarbeitet.
    Ich kann darauf stolz sein, finde ich !!!!

    Ich weiß auch:
    Meine Eltern konnten und können nicht anders.
    Aber dieser Psychoterror und die emotionale Erpressung muss mal ein Ende nehmen. Wenn ich ab und zu dann auch mal ruhig antworte oder Kontra gebe ("dann back doch deinen Kuchen selbst, wenn du eh alles besser kannst als wir Kinder"), knallen Türen, meine Mutter wird laut und schreit.
    Sie hat ein Problem, nicht ich.
    Wenn ich allerdings bedenke, dass ich das als Kind so nicht wusste und permanent manipuliert oder mit schlechtem Gewissen erzogen wurde, dann kann ich verstehen, dass das Nichtanrufen bei diesem Onkel doch ein ungutes Gefühl bei mir hervorruft (bin ich vielleicht doch ein egoistisches Schwein??).
    Ich muss der Vollständigkeit halber noch sagen: Dieser Onkel hat mich bis ca. 16 Jahren sexuell belästigt, ich konnte mich nicht wehren. Als ich das später mal meiner Mutter sagte, fing die wieder an zu schreien ("alles Lügen"). Ich weiß, war er getan hat. Ein Geschwisterteil hat mir das bestätigt, weil ihm dasselbe geschah, ständig.
    Also, warum sollte ich freiwillig Kontakt aufnehmen mit so jemandem Vermurkstem??

    Mich kotzt das heute nur noch an, sorry, für meine Ausdrucksweise.

    Danke nochmal


    Liebe Dobby,

    ich kann einiges nach vollziehen was du erlebt hast.

    Seid 3 Jahren habe ich nur oberflächigen Kontakt zu meiner Mutter. Die selber Tour wie früher, versucht sie ab und zu bei meiner Tochter anzufangen. Meine Tochter meidet deswegen ihre Oma, schade eigentlich. Gespräche habe nichts gebracht. Wir distanzieren uns nur noch von ihr.

    Meine Mutter hat, soviel wie mir gesagt wurde, eine Persönlichkeitsstörung, beruhend auf traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Sie wird sich nie ändern, auch wenn man ihr sagt, was sie falsch macht. Sie kann es nicht erfassen und hat keine Selbstreflexion.

    Mit Hilfe einer Therapeutin habe ich vieles, was dieses gestörte lieblose Verhalten meiner Mutter betrifft aufgearbeitet. Zu meinem Kind bin ich dadurch ganz anders geworden, obwohl manchmal immer noch ein Schatten der Vergangenheit zu sehen ist. Aber ich bin am Arbeiten.

    Ich lebe mein eigenes Leben und halte den Kontakt zu ihr nur, was sein muss. Mehr nicht. Es tut weh, aber es geht nicht anders. Ich hoffe sehr, dass sie eines Tages zufrieden und schnell in den Himmel gerufen wird, ohne dass sie noch zu einem bösartigen und zänkischen Pflegefall wird.

    Nach allem was du schreibst..., hast du schon mal überlegt dir therapeutische Hilfe zu suchen?

    Und was deinen Onkel betrifft, kannst du ihn noch anzeigen? Hast du mal darüber nachgedacht?

    Ich wünsche dir von Herzen viel viel Eigenliebe!

    Wildblume

  8. gesperrt

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    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von rosario Beitrag anzeigen
    Dobby, glaubst du wirklich dass es so vielen Menschen besser ging?

    Und Dobby, was würdest du einem Menschen raten, wie er heute im Jetzt als Erwachsener leben soll, der eine schlimme Kindheit hatte?

    Dobby, kennst du andere Menschen die eine schlimme Kindheit hatten?


    Was sollen diese Fragen ?



    Wildblume

  9. gesperrt

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    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    rosario, nochmal:

    dobby behauptet hier nicht, die einzige zu sein, die eine schlimme kindheit hatte! sie muss sich weder rechtfertigen noch ihr leid in beziehung zu anderen setzen, um sich hier zu äußern. ich bitte dich, diese demotivierenden fragen zu lassen, da sie einfach kontraproduktiv sind.

    Super, dass sich schnell ein Moderator hier eingeschaltet hat.


    Wildblume

  10. gesperrt

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    AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute

    Zitat Zitat von Syriana Beitrag anzeigen
    Hallo Maxi,

    ich möcht Dir Mut machen - wollte nur sagen, dass es meist nicht so ist: 20-30 Stunden Therapie - und schwupps.. deine Kindheitstraumen und (evtl daraus resultierenden) Probleme sind weg...

    Eine Therapie - immer vorausgesetzt Du triffst auf eine Person, mit der Du "kannst" - kann Dir sehr wohl helfen, früheres aufzuarbeiten, nochmal anzuschauen, auch die schmerzlichen Sachen.. etwas Abstand dazu zu gewinnen, eine andere Sichtweise zu entwickeln, besser auf Dich selbst zu achten und DICH zu stärken...

    Insofern finde ich es gut, dass Du das machst und bin sicher, dass es Dich einen Schritt weiterbringt!

    Liebe Grüße,

    Syri


    Hallo Maxi,

    ja, es reicht nicht 20-20 Stunden Therapie und dann ist alles weg. Ich habe Jahre dazu gebraucht und bin jetzt fast ein "neuer Mensch".

    Es war ein sehr langer Weg, aber ich dachte immer nur, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Und heute geht es mir sehr gut.

    Wildblume

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