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28.01.2009, 06:55Inaktiver User
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
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28.01.2009, 10:56Inaktiver User
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
Hallo Dobby,
ich kann dein Problem gut nachvollziehen. Ich hatte als Kind auch kein liebevolles Verhältnis zu meinen Eltern bzw. meine Eltern zu mir.
Deswegen habe ich heute noch Probleme mit mir, (z. B. kein Selbstvertrauen) und ich muss jetzt viel Zeit investieren um das Ganze bei einer Therapie wieder aufzuarbeiten.
Liebe Grüße
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28.01.2009, 11:01
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
Ich unterschreibe das jetzt mal so. Wobei ich der Meinung bin, eine "heile Kindheit" gibt es nicht. Kein Elternteil ist perfekt in der Erziehung. Muss auch nicht sein.
Jedoch dieses grundsätzliche Angenommensein, dieses tiefe "Wissen", ich werde geliebt, egal was passiert, dieses Vertrauen was einem da mitgegeben wird - das ist unersetzbar. Und macht die Welt durchaus "heil".
Meine persönliche Erfahrung ist, das jedes Versprechen einer Therapie - gleich auch welche - dass man das "lösen" könne, sprich durch drüber reden oder Körpertherapie etc. nochmals durchlaufen und dadurch verändern könne, haltlos ist. Dennoch hat mir die Reflexion darüber mit einem Außenstehenden sehr gut getan.
Und - auch das habe ich erfahren - man kann sehr wohl lernen, ein glückliches Leben zu führen, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, sich selbst wertzuschätzen und mehr und mehr zu wachsen... das dauert und es gibt Rückfälle. Aber es geht. Es fängt an damit, die Vergangenheit so anzunehmen, wie sie nun mal war, ohne ständig zu hadern. Damit, auch die Rückfälle und "schwarzen Löcher" in die man immer wieder fallen kann, ebenfalls zu akzeptieren.
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Während meines Studiums war ich mit meinem damaligen Freund für 3 Monate jobben auf einer Norseeinsel, in einem Restaurant. Eines Tages besuchten uns seine Eltern und saßen an der Theke, beobachteten uns, wie wir den Laden schmissen. Irgendwann steckte der Vater meines Freundes ihm einen Zettel zu. Er las ihn, lächelte und steckte ihn ein. Ich gebe zu, ich fragte ihn später, was denn auf dem Zettel gestanden habe.... er holte ihn aus der Hosentasche und zeigte ihn mir. Es stand einfach drauf: "Johannes, wir lieben Dich!"
Da musste ich damals heulen, weil ich das so schön fand und andererseits wußte, so etwas hatte ich noch nie erlebt und würde ich nie erleben von seiten meiner Eltern...
So ist das eben!
Syri
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28.01.2009, 11:26Inaktiver User
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
Hallo Syriana,
darf ich dich Fragen wie lange deine Therapie gedauert hat? Ich bin erst am Anfang und mich schreckt der Gedanke einer sehr langen Therapie einfach ab.
Habe ich dich richtig verstanden, dass dir die Therapie nicht wirklich was gebracht hat?
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28.01.2009, 12:08
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
Hallo Maxi,
ich möcht Dir Mut machen - wollte nur sagen, dass es meist nicht so ist: 20-30 Stunden Therapie - und schwupps.. deine Kindheitstraumen und (evtl daraus resultierenden) Probleme sind weg...
Eine Therapie - immer vorausgesetzt Du triffst auf eine Person, mit der Du "kannst" - kann Dir sehr wohl helfen, früheres aufzuarbeiten, nochmal anzuschauen, auch die schmerzlichen Sachen.. etwas Abstand dazu zu gewinnen, eine andere Sichtweise zu entwickeln, besser auf Dich selbst zu achten und DICH zu stärken...
Insofern finde ich es gut, dass Du das machst und bin sicher, dass es Dich einen Schritt weiterbringt!
Liebe Grüße,
Syri
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28.01.2009, 12:22Inaktiver User
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
Syri, danke fürs Mutmachen

das wäre auch zu schön um wahr zu sein.... Ich war zwar schon in einer Klink, aber ich denke, dass da meine Probleme nur an der Oberfläche angekratzt wurden....
Das möchte ich auch mit der Therapie erreichen, obwohl es wahrscheinlich ein sehr langer Weg wird. Meine Therapeutin meinte schon, dass ich wohl eine längere Therapie brauche...Eine Therapie - immer vorausgesetzt Du triffst auf eine Person, mit der Du "kannst" - kann Dir sehr wohl helfen, früheres aufzuarbeiten, nochmal anzuschauen, auch die schmerzlichen Sachen.. etwas Abstand dazu zu gewinnen, eine andere Sichtweise zu entwickeln, besser auf Dich selbst zu achten und DICH zu stärken...
Was mich auch noch abschreckt, sind die vielen Erinnerungen die wieder hochkommen können und werden....
Aber da muss ich jetzt wohl durch
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28.01.2009, 13:17
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute
Liebe Dobby,
ich kann einiges nach vollziehen was du erlebt hast.
Seid 3 Jahren habe ich nur oberflächigen Kontakt zu meiner Mutter. Die selber Tour wie früher, versucht sie ab und zu bei meiner Tochter anzufangen. Meine Tochter meidet deswegen ihre Oma, schade eigentlich. Gespräche habe nichts gebracht. Wir distanzieren uns nur noch von ihr.
Meine Mutter hat, soviel wie mir gesagt wurde, eine Persönlichkeitsstörung, beruhend auf traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Sie wird sich nie ändern, auch wenn man ihr sagt, was sie falsch macht. Sie kann es nicht erfassen und hat keine Selbstreflexion.
Mit Hilfe einer Therapeutin habe ich vieles, was dieses gestörte lieblose Verhalten meiner Mutter betrifft aufgearbeitet. Zu meinem Kind bin ich dadurch ganz anders geworden, obwohl manchmal immer noch ein Schatten der Vergangenheit zu sehen ist. Aber ich bin am Arbeiten.
Ich lebe mein eigenes Leben und halte den Kontakt zu ihr nur, was sein muss. Mehr nicht. Es tut weh, aber es geht nicht anders. Ich hoffe sehr, dass sie eines Tages zufrieden und schnell in den Himmel gerufen wird, ohne dass sie noch zu einem bösartigen und zänkischen Pflegefall wird.
Nach allem was du schreibst..., hast du schon mal überlegt dir therapeutische Hilfe zu suchen?
Und was deinen Onkel betrifft, kannst du ihn noch anzeigen? Hast du mal darüber nachgedacht?
Ich wünsche dir von Herzen viel viel Eigenliebe!
Wildblume
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28.01.2009, 13:24
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28.01.2009, 13:26
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28.01.2009, 13:29
AW: Lieblosigkeit in der Kindheit + heute



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