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Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. Avatar von fussballbine
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    81

    Nicht mehr ich selbst?!

    Hallo Zusammen,

    also ich bin so lange ich denken kann immer ich selbst gewesen! Ich habe mich nie nach anderen Leuten gerichtet oder nach irgendwelchen Modetrents der Zeit. Getreu dem Motto:
    Wenn alle Menschen die Farbe Rot mögen, muss du es noch lange nicht auch.
    Ich bin eben ich und so wie ich bin sollen mich die Menschen mögen. Sie sollen mich nicht mögen, weil ich eine bestimmte Modemarke trage oder auf eine angesagte Musikgruppe toll finde.

    Tja und dann lernte ich einen Arbeitskollegen näher kennen. Ich fand ihn erst sympathisch, dann entwickelte ich eine Zuneigung und schließlich Anfang Dezember 2008 verliebte ich mich in ihn!

    Seitdem haben sich viele Dinge in meinen Leben geändert und dabei sind er und ich noch nicht mal ein Paar. Besser gesagt, er weiß noch garnicht dass ich ihn liebe.

    Früher habe ich nur die Kleidung getragen, auf die ich gerade Bock hatte, jetzt plötzlich achte ich darauf, dass es gut zusammenpasst und gut aussieht. Ich benutze jetzt Parfüm, obwohl ich diese Duftwässer nie gemocht habe. Als ich letztens von unserem Chef den Auftrag bekam, meiner heimlichen Liebe etwas in den Praktikumsbetrieb vorbei zu bringen, habe ich am Tag vorher mir neue Jeans und einen neuen Pullover gekauft!

    Wenn das jetzt schon so krasse Formen annimmt, wie wird es dann erst sein, falls wir ein Paar werden sollten?

    Ich habe Angst mich aus Liebe zu ihm selber aufzugeben und mich nur noch seinen Wünschen anzupassen!

  2. Avatar von solar.eclipse
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    160

    AW: Nicht mehr ich selbst?!

    Abend.

    Noch passt du dich nicht seinen Wünschen an, sondern deiner Vorstellung davon, was seine Wünsche sein könnten. Oder hat er gesagt, dass er Frauen in neuen Jeans und Pullovern mag? ;)

    Ich denke, von Selbstverlust bist du noch relativ weit entfernt – bis zu einem gewissen Grad ist es normal, dass man sich für bestimmte Leute schick machen will, um ihnen (positiv) aufzufallen, auch wenn man einen solchen Aufwand für sich selbst sonst nie betreiben würde.

    Wenn sich außer deinem Kleiderschrank-Inhalt und den Flacons und Fläschchen im Bad sonst nichts geändert hat, würde ich dir raten, erst mal ´ne Tasse Tee zu kochen und dich zu beruhigen – es wird dir wenig nützen, dir jetzt schon Panik vor einer was-wäre-wenn-Situation zu machen, zumal sich deine Persönlichkeit ja auch nicht ausschließlich durch die Klamotten definiert, die du trägst. Hoffe ich zumindest. ;)

    Ich schwimme auch gern gegen den Strom, was Äußerlichkeiten angeht, aber das schließt nicht aus, dass ich mal mit meinem persönlichen Trott breche und Ausnahmen mache, wenn ich mir davon einen bestimmten Vorteil erwarte. Mein Kern bleibt ja trotzdem derselbe.
    Und manchmal verändert man sich und seine Vorlieben eben einfach auch. Das muss nicht zwangsläufig Identitätsverlust sein, sondern kann durchaus auch auf eine positive Weiterentwicklung hindeuten.

    Grüße,
    die eclipse.
    Wem die Sonne scheint, der fragt nicht nach den Sternen.
    Geändert von solar.eclipse (22.01.2009 um 11:27 Uhr)


  3. Registriert seit
    22.02.2007
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    AW: Nicht mehr ich selbst?!

    Zitat Zitat von fussballbine Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    also ich bin so lange ich denken kann immer ich selbst gewesen! Ich habe mich nie nach anderen Leuten gerichtet oder nach irgendwelchen Modetrents der Zeit. Getreu dem Motto:
    Wenn alle Menschen die Farbe Rot mögen, muss du es noch lange nicht auch.
    Ich bin eben ich und so wie ich bin sollen mich die Menschen mögen. Sie sollen mich nicht mögen, weil ich eine bestimmte Modemarke trage oder auf eine angesagte Musikgruppe toll finde.

    Tja und dann lernte ich einen Arbeitskollegen näher kennen. Ich fand ihn erst sympathisch, dann entwickelte ich eine Zuneigung und schließlich Anfang Dezember 2008 verliebte ich mich in ihn!

    Seitdem haben sich viele Dinge in meinen Leben geändert und dabei sind er und ich noch nicht mal ein Paar. Besser gesagt, er weiß noch garnicht dass ich ihn liebe.

    Früher habe ich nur die Kleidung getragen, auf die ich gerade Bock hatte, jetzt plötzlich achte ich darauf, dass es gut zusammenpasst und gut aussieht. Ich benutze jetzt Parfüm, obwohl ich diese Duftwässer nie gemocht habe. Als ich letztens von unserem Chef den Auftrag bekam, meiner heimlichen Liebe etwas in den Praktikumsbetrieb vorbei zu bringen, habe ich am Tag vorher mir neue Jeans und einen neuen Pullover gekauft!

    Wenn das jetzt schon so krasse Formen annimmt, wie wird es dann erst sein, falls wir ein Paar werden sollten?

    Ich habe Angst mich aus Liebe zu ihm selber aufzugeben und mich nur noch seinen Wünschen anzupassen!
    sagen wir mal so...

    wenn Du bei den minimalen "Anpassungen" (die in meinen Augen allerdings keine sind, du handelst nur wie ein verliebter Mensch) bereits solche Bauchschmerzen hast, wie willst Du dann erst reagieren, wenn s darum geht als Paar zwei Lebensläufe, Lebensplanungen, Entwicklungen, Vorlieben und Abneigungen miteinander zu vereinen? Da wimmelt es an Kompromissen und Anpassungen jeder Größe und jeden Gewichts.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  4. Avatar von beklamo
    Registriert seit
    20.08.2007
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    3.478

    AW: Nicht mehr ich selbst?!

    Mach dir mal keine Sorgen, was du machst ist kein Verleugnen deiner Persönlichkeit. Du bist einfach verliebt und willst ihn zunächst optisch beeindrucken, damit er dich als begehrenswert wahrnimmt. DAS ist stinknormal.

    Wenn du dann mal seine Aufmerksamkeit erregt hast, ihr ein Paar seid und lange zusammen seit, dann lässt der ganze Zinober meist nach. Frei nach dem Motto von Ina Müller: Da denkt man "och, der andere lässt sich ein bisschen gehn, da lass ich mich auch eben ein bisschen gehn".

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