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    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Zitat Zitat von LeoXX Beitrag anzeigen
    Wenn ich das hier so alles von dir lese kommst du bei den meisten Männern als Oberzicke rüber.
    danke für deine Meinung Wieso Oberzicke ? Da verstehe ich nun den Zusammenhang nicht ganz.

    aber unrecht hast du nicht- ich fordere ein ,was ich selbst nicht bereit bin zu geben. Leider.

    Aber nicht, weil ich Spielchen spielen möchte, denn ich verstehe mein Tun und Handeln in diesen Situationen selbst nicht. Ich bin einfach nur total traurig, wenn mir jemand plötzlich seine Aufmerksamkeit entzieht und mich abweist, bzw. nicht mehr beachtet. Das löst sehr sehr viel Trauer in mir aus... da kann ich dann nicht mehr auf den anderen zugehen, da werde ich von Minute zu Minute kleiner und (für mich) wertloser.
    Geändert von Meluna99 (26.01.2009 um 00:55 Uhr)

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    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Die Frage, die Du Dir vielleicht stellen könntest: Woher kommt die Wut auf die Männer bei Dir? Woher könnten Bindungsschwierigkeiten kommen? Hat Deine Mutter z.B. schon sehr früh wieder außer Haus gearbeitet, als Du noch sehr klein warst? Hat sie Dich als kleines Kind bei irgendwas im Stich gelassen, mit Deinen Problemen alleine gelassen? Hat sie Probleme, Ängste gehabt, als Du klein warst? Warst Du als Kind im Krankenhaus? Solche Dingen könnten erklären, weshalb Dir ein gewisses Vertrauen in eine engere Beziehung fehlt. Das ist also nicht Deine Schuld, auch nicht die anderer Menschen, es erklärt einfach Deine Vorsichtigkeit.
    Vermutlich liegt es daran, dass mein Vater meine Mutter sehr dominiert hat und es immer noch tut. Und sie ägert sich dann drüber, aber im nächsten Moment verteidigt sie ihn bzw. ihre Situation.

    Mein Vater hat mir sehr oft wehgetan (Ohje, jetzt kommen die Tränen bei mir), das letzte mal vor 3 Jahren. Er hat mich vor versammelter Mannschaft (Familie und Bekannte) bloß gestellt. Mir alle meine "Fehler" und "psychischen Maken" an den Kopf geknallt und mich ohne Ende abgewiesen. Auch in der Kindheit wurde ich viel kritisiert. Positive Ressonanz gab es kaum.

    Das (dir 3 Jahren) hat damals so weh getan, dass ich einem Zusammenbuch nahe war. Das war ein schlimmer Tiefpunkt in meinem Leben, alles eskalierte. Denn damals war ich auch unglücklich verliebt und der Mann wollte nur eine Affäre. Und dann kam eben die Sache mit meinem Vater.
    Seither habe ich keinen Schmerz und Kummer mehr empfunden, aber auch keine wirkliche Freude.

    Ich denke nicht, dass sich sowas wie damals wiederholen wird. Er hat es auch bereut. Heute behandelt er mich respektvoll (*aufHolzklopf*), aber auch nur deswegen, weil ich mir diesen Respekt hart erkämpft habe- durch Leistung im Beruf und im Studium damals.....
    Meine Mutter aber behandelt er oft wie ein kleines, dummes Mädchen. Und sie lässt es sich meist gefallen. So stark sie auch sonst sein mag, aber diesen Punkt werde ich niemals verstehen.

    Meine Eltern haben viel gearbeitet, als ich ein Kind war. Ich war immer sehr sensibel, habe viel gelesen und geschrieben. So habe ich meine Gefühle verarbeitet. Als meine Großeltern starben, musste ich das mit mir selbst ausmachen. Ich zog mich dann in meine Reich zurück und lies niemanden rein.

    Interessant dass du das mit dem Krankenhaus erwähnst- ich war tatsächlich im Alter von ca. 3 Jahren alleine im Krankenhaus, aufgrund eines Infektes. Ich denke, dass mein Leben damals an der Kippe stand. Ich trocknete innerlich fast aus. Kann mich aber nicht mehr erinnern. Nicht bewusst. Ich war alleine dort, angeblich durfte früher dot niemand übernachten.
    Meine Eltern haben immer sehr viel gearbeitet, u.a. auch im mir meine Ausbildung zu finanzieren, Zeit für andere Dinge blieb keine.....

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    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Zitat Zitat von Kitta Beitrag anzeigen
    Ich habe lange Jahre nicht den Partner gefunden, zu dem ich so viel Vertrauen gehabt hätte, dass ich ihn hätte heiraten wollen. Erst mit 48 Jahren war ich dazu in der Lage.
    Ich hoffe, dass es bei dir nicht so lange dauert.
    Danke dir vielmals Das hoffe ich auch, wünsche ich mir im innersten doch jemanden, auf den ich mich verlassen kann.

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    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wie sieht es denn generell bei Freundschaften und anderen Beziehungen bei dir aus? Fällt dir Nähe schwer, oder bereitet es dir keine Probleme, Vertrauen zu anderen aufzubauen?
    Ich brauche sehr lange, um zu vertrauen. Und wenn ich mich jemanden anvertraue, dann immer nur sehr wenig.
    Ich habe immer Angst, dass ich abgewiesen werde. Dass die Leute schlecht über mich reden, mich ausrichten und falsch sind.

    Manchmal bin ich fast besessen von dem Gedanken, dass sich alle gegen mich auftun.
    Versuche, möglichst perfekt zu sein. Immer gut auszusehen, gut zu riechen, einen guten Eindruck zu machen, etc.- das alles setzt mich dann sehr unter Druck und kostet Energie. Und wenn es mir nicht gelingt, dass alles passt, werfe ich mir das vor. Eine innere Stimme, die sagt "Jetzt hast du es schon wieder nicht auf die Reihe gebracht; immer machst du irgendwas falsch; reiß dich endlich zusammen". So in der Art.

    Ich habe zwei Freunde, die ich schon über 10 Jahre kenne und denen ich auch nicht zutraue, dass sie mir in den Rücken fallen. Sicher bin ich mir da aber auch nicht. Bei meiner Mutter schon, sie würde immer hinter mir stehen. Das weiß ich heute zumindest....
    Geändert von Meluna99 (26.01.2009 um 00:57 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Zitat Zitat von LeoXX Beitrag anzeigen
    Wenn ich das hier so alles von dir lese kommst du bei den meisten Männern als Oberzicke rüber.
    Dabei ist es wohl vielleicht so bei dir, dass du mit 28 noch nicht ein einziges Ziel, von dem was du dir in deinem Leben mit 40 vorstellst (Mann , Kind, "Haus"......??), erreicht hast, nicht mal testweise für bestimmte Zeit. Nicht mal ein Spatenstich. (Job lass ich mal raus weil du nix dazu genaues geschrieben hast)

    Es scheint heute üblich zu sein für Mann und Frau gerade in den u30 beim Kennenlernen Spielchen zu spielen. Ich weiß nun nicht wie du dir eine Beziehung vorstellst aber die meisten suchen heutzutage Augenhöhe. Dazu gehört gegenseitiges Vertrauen um draußen in der "Wildnis" vom Partner Rückendeckung zu haben. So wie ich dich verstehe hast du jeden Mann bisher zum "Aufbau einer gemeinsamen Rückendeckung" ein NEIN gesagt.

    Ich kann mich total irren bei dir. Aber dann sind die Meinungen "deiner" Männer hier angesagt um besser Mutmaßen zu können.
    Also wer macht da Spielchen? Wenn Mann einfach nicht zum Date erscheint ohne abzusagen, find ich das eine Unverschämtheit. Das sind also die Spielchen der Männer. Und wenn Frau öfter so was erlebt hat, ist doch klar, dass sie vorsichtig wird und sich zurückhält. Und wenn die Männer so lahmarschig sind, sich nicht mehr zu melden, ist das auch nicht schuld der Frau. Wo ist da bitte Oberzicken-Verhalten? Hier liegt es doch eindeutig beim Verhalten der Männer, das nicht in Ordnung ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Zitat Zitat von Meluna99 Beitrag anzeigen
    Vermutlich liegt es daran, dass mein Vater meine Mutter sehr dominiert hat und es immer noch tut. Und sie ägert sich dann drüber, aber im nächsten Moment verteidigt sie ihn bzw. ihre Situation.

    Mein Vater hat mir sehr oft wehgetan (Ohje, jetzt kommen die Tränen bei mir), das letzte mal vor 3 Jahren. Er hat mich vor versammelter Mannschaft (Familie und Bekannte) bloß gestellt. Mir alle meine "Fehler" und "psychischen Maken" an den Kopf geknallt und mich ohne Ende abgewiesen. Auch in der Kindheit wurde ich viel kritisiert. Positive Ressonanz gab es kaum.

    Das (dir 3 Jahren) hat damals so weh getan, dass ich einem Zusammenbuch nahe war. Das war ein schlimmer Tiefpunkt in meinem Leben, alles eskalierte. Denn damals war ich auch unglücklich verliebt und der Mann wollte nur eine Affäre. Und dann kam eben die Sache mit meinem Vater.
    Seither habe ich keinen Schmerz und Kummer mehr empfunden, aber auch keine wirkliche Freude.

    Ich denke nicht, dass sich sowas wie damals wiederholen wird. Er hat es auch bereut. Heute behandelt er mich respektvoll (*aufHolzklopf*), aber auch nur deswegen, weil ich mir diesen Respekt hart erkämpft habe- durch Leistung im Beruf und im Studium damals.....
    Meine Mutter aber behandelt er oft wie ein kleines, dummes Mädchen. Und sie lässt es sich meist gefallen. So stark sie auch sonst sein mag, aber diesen Punkt werde ich niemals verstehen.

    Meine Eltern haben viel gearbeitet, als ich ein Kind war. Ich war immer sehr sensibel, habe viel gelesen und geschrieben. So habe ich meine Gefühle verarbeitet. Als meine Großeltern starben, musste ich das mit mir selbst ausmachen. Ich zog mich dann in meine Reich zurück und lies niemanden rein.

    Interessant dass du das mit dem Krankenhaus erwähnst- ich war tatsächlich im Alter von ca. 3 Jahren alleine im Krankenhaus, aufgrund eines Infektes. Ich denke, dass mein Leben damals an der Kippe stand. Ich trocknete innerlich fast aus. Kann mich aber nicht mehr erinnern. Nicht bewusst. Ich war alleine dort, angeblich durfte früher dot niemand übernachten.
    Meine Eltern haben immer sehr viel gearbeitet, u.a. auch im mir meine Ausbildung zu finanzieren, Zeit für andere Dinge blieb keine.....

    Oh Meluna! Da wunderst Du Dich noch, dass Du so vorsichtig bist! Das ist doch gar kein Wunder nach solchen Erfahrungen. Ich wünsch Dir sehr, dass Du jemanden findest, der anders mit Dir umgeht und dem Du vertrauen kannst.

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    AW: Zwischen schlechtem Gewissen und Wut

    Hallo Meluna

    das klingt sehr schlimm!
    Ich wünsch Dir alles Gute!
    Geändert von Joshuatree (12.02.2009 um 02:02 Uhr)

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