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Thema: Rumheulen
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18.01.2009, 22:29
AW: Rumheulen
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18.01.2009, 22:30
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18.01.2009, 22:34Inaktiver User
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19.01.2009, 06:11
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19.01.2009, 06:23
AW: Rumheulen
Es ist vielleicht in dem Moment nichts passiert, aber in der nahen Vergangenheit ist doch sehr wohl sehr viel passiert.
Tränen kommen eben nicht in jedem Fall sofort raus, sondern manchmal erst, wenn man sich innerlich entspannt und loslässt. Und dafür umso geballter. Vielleicht ist die Menge der gefühlten Tränen einfach so riesig gewesen, dass sie sich jetzt nach und nach ihren Weg nach draussen bahnen. Auf einmal wäre das wohl nicht möglich gewesen, ohne eine Bindehautentzündung zu bekommen.
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19.01.2009, 09:25
AW: Rumheulen
Es geht in einer Beratung/Therapie überhaupt nicht darum, die Tränen zum "Verschwinden" zu bringen. Sondern sie herauszulassen, alles auszusprechen.
Ein Therapeut hat es mir einmal so erklärt:
Wenn ein Staudamm geöffnet wird, versinkt das Dorf davor unter Wasser. (alles wird bedeckt, ist nicht mehr sichtbar, ist aber dennoch DA).
Wird das Wasser dann wieder weggeleitet (die Tränen herausgelassen), taucht das Dorf wieder auf.
Ich habe erlebt, daß es sehr wichtig ist, herauszufinden, wo Traurigkeit begründet ist, und das dann zu bearbeiten. Ohne Tränen ging das nicht. Aber DAS sind dann befreiende Tränen. Was letztlich dazu führt, daß man nicht mehr stets und ständig in Tränen ausbrechen "muß".
So ist das gemeint.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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19.01.2009, 14:36Inaktiver User
AW: Rumheulen
Die Sache ist:
Ich heule nicht nur bei Traurigkeit, auch bei Freude oder Ergriffenheit.
Natürlich sind schlimme Dinge in nicht naher Vergangenheit passiert, aber das ist ja kein Grund bei "House of the rising sun" zu knatschen.
Aber ich werde da wohl mit leben können. Mir sollte es ja eigentlich sowieso egal sein, was meine Umwelt davon hält.
Ich fühle eben viel, besser als nichts zu fühlen oder zeigen zu können.
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19.01.2009, 17:32
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19.01.2009, 17:45
AW: Rumheulen
Hallo,,,pass hier ganz gut hinein in den club der heulsusen,geht mir auch schon einige zeit so,dass ich manchmal grundlos anfange meine drüsen zu öffnen,,,,
besonders schlimm war es die zeit vor weihnachten,da reichte dann auch wirklich eine musik im radio oder dass ich an meinen papa dachte und dann gings los...dachte ne zeit lang ich bin reif für die klapse und dass ich gar keine nerven mehr hätte.Aber jetzt denk ich einfach es ist eine phase die jeder durchmacht,man denkt soviel nach über dinge wo man sich früher nicht so den kopf gemacht hat und manchmal depremiert einen dass....
Ist ein ganz normaler hormoneller vorgang,aber es tut gut darüber zu reden und zu hören dass es anderen gleich geht.
In diesem sinne,...l.g. mondmeise
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19.01.2009, 18:54
AW: Rumheulen
Sehe ich nicht, daß das jeder "durchmacht".
Ich denke auch, daß eben auch die Tränen aus Rührung oder Freude ihre von mir oben schon genannten Gründe haben. (Hab ich nicht erfunden, wurde mir so gesagt vom Fachmann).
Dobby, zwischen viel empfinden können und auch bei "geringen" Anlässen weinen, liegt da nicht auch etwas dazwischen?
Für mich kann ich sagen, daß ich sehr froh bin, daß diese Angelegenheit gut bearbeitet ist, und daß ich jetzt nicht mehr so leicht weine. Dabei geht es mir nichtmal so um die Umwelt. Das Kompliment "sensibler Mensch, empfindsam" kenne ich auch, und das hat mich nie getröstet. Nein, weinen empfinde ich einfach nicht als angenehm. Man sieht aus wie Hulle, die Nase ist dicht, bald auch der Kopf, und die gute Laune ist einfach im Eimer. Dazu hatte ich keine Lust mehr. Aber das entscheidet halt jede/r für sich ganz individuell. An "geschwächten" Tagen ist bei mir alles wie früher: Sag was Nettes, und ich heule los.
Und das ist für mich der Indikator zu sehen: Ups, ich sollte mal was für meine Seele tun, da hat sich was angesammelt. Oder ich habe mich überfordert...usw. Eigentlich ganz praktisch
. Wenn die Seele zum Körper sagt: "Sag du es ihr! Auf mich hört sie nicht!".
LG KarlaThe original Karla
est. 2006














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