Hallo zusammen,
ich denke, entscheidend ist doch, dass man Menschen hat, die einem nahestehen. Wenn man eine tolle Familie hat (Herkunftsfamilie und/oder selbst gegründete), dann kann man sicherlich leichter auf gute Freundschaften verzichten. Ich kann mir gut vorstellen, dass Partner, Geschwister, Eltern viel abdecken können, was andere Menschen mit Freunden erleben und erfahren. Ich finde es gut, dass man die Wahl hat und würde auch nicht sagen, dass man Freunde zwingend braucht. Sie können die Familie ergänzen oder sogar ganz ersetzen, müssen es aber nicht.
Traurig finde ich nur, wenn jemand weder noch hat, also mehr oder minder allein durch die Welt geht.
Viele Grüße,
Malina
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Thema: Freunde!
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28.01.2009, 11:26
AW: Freunde!
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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28.01.2009, 11:33
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29.01.2009, 07:19
AW: Freunde!
Guter Ansatz, ich kenne so jemanden dieser jemand hat weder eine Familie noch Freunde.
Darum erdrückt er auch seine Partnerin mit seiner Liebe und ist ziemlich Besizergreifend.
Liegt wohl daran, dass er niemanden hat, vergisst dabei aber das er riskiert eines Tages wieder allein zu sein, weil auf Dauer keine Liebe so viel Besitzergreifung verträgt.
Traurig!
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06.02.2009, 13:26Inaktiver User
AW: Freunde!
Ich hatte neulich eine ähnliche Diskussion.
Es ging darum, wie sich Beziehungen heutzutage gestalten - wo man so viel mehr Möglichkeit zur Kommunikation hat. Wo man ohne Scheu eine Psychotherapie macht, sich einer Selbsthilfegruppe anschließt oder eine Frage in einem Forum stellt, wenn man ein Problem hat.
Früher hätte man vielleicht mit all dem die "beste Freundin" konfrontiert. Aber die hat vielleicht gar nicht die Kompetenz und Erfahrung, mir bei einem ganz speziellen Problem weiterzuhelfen. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich schnell und unkompliziert google befragen kann. Und manchmal ist professionelle Hilfe einfach wertvoller.
So wie man Leute haben kann, mit denen man Sport macht, andere, mit denen man diskutiert und wieder andere, mit denen man zusammenlebt oder -arbeitet, teilt man sich doch irgendwie auf.
Bei mir ist es vermutlich dies, wobei die "beste Freundin" auf der Strecke geblieben ist. Nicht nur die Entfernung, die sich in einem Leben so ergibt, wenn sich die Wege trennen. Nicht nur die Zeit, die in der Brutaufzuchtsphase knapp ist. Eben auch, dass Freundschaft etwas ist, was ganz spontan zwischendurch einmal stattfindet durch eine Gemeinsamkeit, in welcher Form auch immer. Das muss sich nicht in einer einzigen Person konzentrieren.


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