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Thema: Freunde!
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18.01.2009, 19:52
AW: Freunde!
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18.01.2009, 22:26
AW: Freunde!
Ich möchte ehrlich sein und sagen, dass ich von Freundschaften nicht besonders viel halte.
Freunde zu haben bedeutet besonders Verpflichtungen zu haben und je mehr Freunde man hat, desto größer ist die Verpflichtung. Ständig hat irgendjemand Geburtstag oder es stehen andere "hoch wichtige" Termine (Kindergeburtstage, Gruppenfahrten....) an, zu denen man erscheinen soll.
Seien wir ehrlich, wenn man zu diesen Ereignissen nicht auftaucht, wird es einen doch im Grunde genommen gleich übelgenommen, weil es von der gastgebenden Partei als Pflicht angesehen wird zu erscheien, den schließlich ist man ja befreundet!
Das man im Grunde gar keinen Bock hat auf irgend eine Feier, wird nicht als Entschuldigung akzeptiert, auch wenn Verständnis vorgeheuchtelt wird. Man wird also fast schon gegen seinen Willen gezwungen und muss dann gute Miene zum bösen Spiel machen.
Freundschaft bedeutet auch dass Erwartungen an einen gestellt werden und diese Erwartungen im Namen der Freundschaft erfüllt werden müssen (z.B Geld verleihen).
Tut man es nicht oder lässt man durchblicken es nicht tun zu wollen, gilt man gleich als "Schlechte/r Freundin oder Freund".
Freundschaften mögen auch positive Aspekte haben. Man hat einen oder mehere Ansprechpartner, bei Kummer und Leid, kann sich ausheulen. Man muss nicht alleine irgendwo hingehen, wo man sich mindestens immer zu zwei blicken lässt....
Dennoch bin ich bisher auch sehr gut alleine klar gekommen. Wenn ich auf der Arbeit mit meine Arbeitskollegen quatschen kann genügt das völlig aus. Privat muss ich mich mit ihnen nicht auch noch treffen um die Sorgen des Alltags zu bereden.
So Leute und nun holt den Holzhammer raus und schlagt auf mich und meine (kranke) Meinung ein
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19.01.2009, 09:27Inaktiver User
AW: Freunde!
wenn ich mich an meine früheren freundschaften erinnere, so muss ich sagen, dass sie meist sehr einseitig waren - ich wurde in den meisten fällen einfach nur ausgenutzt, sei es, weil ich immer schon ein eigenes auto hatte und somit mobil war (ich habe auch mal mein auto verliehen), weil ich gut zuhören konnte und ich gern als sozialer mülleimer genutzt wurde und weil ich immer geld hatte, um meine freundinnen auszuhalten... diese erinnerungen betreffen ganz speziell drei frühere freundinnen, aber ich stelle fest, dass sich dieser faden "einseitig" fortsetzt.
diese erfahrungen habe mich in sachen freundschaft sehr sehr misstrauisch und vorsichtig gemacht.Geändert von Inaktiver User (19.01.2009 um 09:31 Uhr)
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19.01.2009, 09:36Inaktiver User
AW: Freunde!
fussballbine,
wie schade. Du scheinst noch nicht erlebt zu haben, was es ist, das eine Freundschaft ausmacht.
Verpflichtungen sind es jedenfalls nicht.
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19.01.2009, 11:30
AW: Freunde!
Seh ich auch so. Wobei mir Verpflichtungen auch bei den möglichen negativen Seiten von Freundschaft nicht unbedingt als erstes einfallen würden. Daher wundert mich diese Sicht schon etwas.
Dass Freundschaften an unterschiedlichen Erwartungen scheitern können, an einem unausgewogenen Verhältnis von Geben und Nehmen, an Verletzungen und noch einigen anderen Dingen, dem würde ich jederzeit zustimmen. Aber ich habe noch nie eine Freundschaft erlebt, in der mich über Gebühr zur Teilnahme an bestimmten Events verpflichtet gefühlt hätte. Klar kann sowas vorkommen. Und wäre ich genötigt, an jedem Lebensevent einer Freundin mit riesiger Begeisterung teilzunehmen, bis hin zum 5. Geburtstag des dritten Kindes, wäre das für mich auch stressig und ein Anlass die Bedeutung dieser Freundschaft zu hinterfragen.
Aber das als Regelfall für Freundschaft zu definieren, erscheint mir jetzt auch etwas seltsam.
Freunde sind für mich in erster Linie Menschen, mit denen ich Interessen, Werte, Ansichten teile, die ich aufgrund ihrer Persönlichkeit schätze, mit denen ein dauerhaftes und zuverlässiges Miteinander in durchaus unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit möglich ist, denen ich vertraue und auf die ich mich in einem bestimmten Umfang verlasse, wobe ich das auch nicht überstrapazieren wollte.
Viele Grüße,
MalinaDu hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)
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19.01.2009, 11:55Inaktiver User
AW: Freunde!
Schade, das Du in so einem Umfeld lebst. Ich kann Dir nur sagen, es gibt schöne Beziehungen jenseits davon. Vielleicht begegnen sie dir ja noch. Denn was Du beschreibst sind nur Bekanntschaften, die auf Funktionen und funktionieren ausgerichtet sind. Freundschaft geht viel weiter und scheitert nicht am Nichtfunktionieren. Aber eines ist klar, Du mußt dich schon auch selbst geben für eine Freundschaft. Nichts von Dir weggeben, das meine ich nicht, sondern dich als Mensch schenken.
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19.01.2009, 12:41
AW: Freunde!
Den Holzhammer hole ich nicht heraus, ich finde es nämlich ausgesprochen Schade für dich, dass du scheinbar noch nie wirkliche Freunde hattest.

Mit Verpflichtung hat Freundschaft meiner Meinung nach nichts zu tun.
Ich habe auch noch nie erlebt, dass mir ein Freund/in böse war, nur weil ich an diversen Veranstaltungen nicht erschienen bin. Ich muss da auch keine großmächtigen Entschuldigungen suchen.
Geld musste ich auch noch nie herborgen.
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19.01.2009, 14:09
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19.01.2009, 14:41Inaktiver User
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19.01.2009, 18:51
AW: Freunde!
Ganz meine Meinung. Die Leute gehen schludrig mit dem Begriff Freundschaft um. Wo man gerade noch meinte einen Bekannten vor sich zu haben ist man im nächsten Augenblick im Namen der "Freundschaft" selbiger verpflichtet. Außerdem...kennt man einen kriegt man den Rest des Freundeskreises auch noch aufgehalst und man geht ganz selbstverständlich davon aus, dass man sie mit offenen Armen empfängt.
Ich habe ein paar Freunde. Diese Freundschaften sind mittlerweile über 6 bzw. 12 Jahre gewachsen, aber auch diese Menschen brauche ich nicht in meinem Alltag, auch wenn sie mir wichtig sind. Die alltäglichen Kontakte reichen mir auch.
Verschenken, wohl.sondern dich als Mensch schenken.



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