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  1. Inaktiver User

    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Zitat Zitat von Nena79 Beitrag anzeigen
    Hallo Dimanche-matin, ich habe sofort an mich ( von vor 5 Jahren gedacht) undmir fiel sofort folgendes ein:

    Ich war zudem Zeitpunkt einige Jahre Single. Irgendwie freiwillig, wohlgemerkt, da ich eine herbe Enttäuschung mit meiner ersten festen Beziehung hinter mir hatte und erstmal auf Abstand ging. Natürlich baute ich auch Barrieren auf. Dadurch das ich keine innigen Gefühle weitergeben konnte, stellte ich irgendwann die Gefühlsproduktion ein. Ich wurde härter, unnahbarer, einsamer und war aber doch glücklich irgendwie. So mit mir allein.

    Dann kam es dazu, dass ich das 8 jährige Rottweiler-Mädchen meines Vaters übernahm. Ich rettete Sie vor dem TH, ohne wirklich zu wissen was ich da tat und was auf mich zukam.
    Sie zog bei mir ein und trampelte in mein Herz. Sie kannte nichts von meinem Schmerz und meinen aufgebauten Barrieren, sondern wühlte sich mit ihrem dicken Kopf in meinen Schoß und blieb einfach. Sie forderte all das einfach ein, was ich schon lange nicht mehr bereit war jemanden freiwillig zu geben.

    Sie wühlte solange in meinem Herzen rum, bis sie es sich richtig bequem gemacht hatte und auch noch genug Platz für andere war. So bemerkten z.B. auch Freunde von mir, dass ich plötzlich viel sensibler und gefühlvoller geworden bin.

    Ich liebte diesen Hund von ganzen Herzen. Sie war mein Beziehung-Ersatz und weit mehr als dieses. Ich schenkte ihr all meine Liebe (lach...ich hatte ja gar keine andere Wahl) und das schönste war, dass ich im Vorfeld und jeden Tag auf´s neue alles doppelt und dreifach (ungefragt und uneingefordert) zurück bekam.
    Wir machten alles gemeinsam....
    Wenn ich auf dem Boden Gymnastik machte, turnte sie ebenfalls auf mir rum. Ich glaube ich verbrannte mehr Kalorien dabei - Ihre Zunge aus meinem Gesicht fern zu halten und Ihre 38 Kilo von mir runterzubekommen, als bei der Gymnastik an sich.

    Wir sahen gemeinsam Fernsehen, meist schlief sie vor mir ein, was meist mit lautem Schnarchen und Röcheln einherging.
    Wir entdeckten gemeinsam die Wälder und Seen der Umgebung und ich versuchte "dem Weichei" schwimmmen beizubringen. Leider ohne Erfolg. Wenn ich krank wurde, fühlte sie sich auch ganz schlecht und benahm sich dann richtig anständig um mich zu schonen.
    Sie gab mir jeden Tag mind. 5 Gründe zu lachen und sie einfach noch mehr zu lieben.

    Sie bereitete mich wieder auf ein gefühlsvolles Leben vor.
    So kam es auch das ich irgendwann meinen jetzigen Freund kennenlernte. Wir genossen noch 1 1/2 Jahre unsere Dreisamkeit, bevor sie uns verließ.

    Ich werde ihr all das nie vergessen und ich hoffe Du ( dimanche_matin) verstehst diese "Liebeserklärung" an mein Mädchen.

    LG Nena79

    Das ist so rührend geschrieben von dir und ich kann das direkt so fühlen, weil ebenso erlebt.

    Mein Hund, ein Tier im generellen, oder auch eine ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich Kinder, Tiere, alte Menschen, Behinderte, da kann man viel geben und kriegt viel, viel zurück.

    Bei mir war es auch mein Hund, der mir über Krisenzeiten hin weg half, in meiner letzten Singlezeit nach großer Enttäuschung verhinderte, dass ich abgeschaltet habe. Instinktiv gespürt hat, jetzt ist Not an der "Frau" und sich mit mir Umständen angepasst hat, die nicht immer einfach waren.

    Deswegen meine Signatur, die ich seit dem ersten Tag der Anmeldung führe, die obwohl auch ich wieder sehr glücklich bin in einer Partnerschaft ausdrücken soll, wie sehr mir das geholfen hat.

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Hallo dimanche-matin,
    (übrigens: heimeliger Nickname ... ;-) ...)

    um auf deine Eingangsfrage zu antworten (ob man diese Liebe andersweitig loswerden kann): Nein - glaube ich nicht.
    Es gibt viele verschiedene Arten von "Liebe" ... und diese eine kann man nur seinem Partner geben. Es ist schließlich kein Hund, kein Kind, kein Hobby, kein Freund, kein was-auch-immer... sondern DER eine bestimmte Mensch (für welchen sie auch gemacht ist).

    Egal, was du dir für Alternativen erwählen solltest - dieses Bedürfnis nach einem Partner an deiner Seite wird wohl nie vergehen. Höchstens die "Trauer"phasen verringern bzw. verkürzen sich ... auf Weihnachten oder sonst irgendwelche prägnanten "Familien"-/"Partnerschafts"-"Termine".

    Ich glaube, egal wie lange du darüber nachdenkst (rational), emotional wird es sich NIE ausräumen und ausklammern lassen. Auch jene Single, die behaupten, ihr Single-Leben zu genießen (mag ja sein), würden ganz bestimmt sofort einen Partner wollen (wen er denn zu 100 % zu ihnen passt) ... aber sie genießen dieses Single-Leben ganz bestimmt nicht rundum glücklich! Es fehlt immer "etwas".
    Es gibt Menschen, die sich eben mehr nach Zweisamkeit sehen, und solche, die sich eben weniger danach sehnen ... aber ALLE wollen nicht alleine sein, und seinen/ihren Traumpartner an seiner Seite sehen.



    Ich denke, dein Problem ist eher, den passenden Mann für deine Seite zu finden - diesen Lotto-Sechser ... ;-))).
    Du scheinst eine sehr starke und selbstbewusste Frau zu sein (zwischen deinen Zeilen gelesen) ... aber davor sollen die meisten Männer ja Angst haben (was man so hört ... *g*) ... aber ich denke, je älter man wird, umso höher sind auch die Ansprüche. Diese Ansprüche, was man will bzw. was man nicht will. Aber auch gut so, dass sie da sind.
    Deshalb wird es auch schwieriger einen Partner zu finden. Die Suche dauert etwas länger, als noch mit 16 - denn da war der einzige Anspruch, jemanden zu haben, mit dem man "gehen" kann ... ;-)) ... hält aber zu 99 % nicht ewig.

    Ich denke, es ist wichtig, gerade auf diese Ansprüche zu bestehen - ansonsten würde es wieder nur etwas Halbherziges (Halbzeitwertiges). Etwas, das zeitlich begrenzt ist, bis man sich nicht mehr aushält - eine Lebensabschnittspartnerschaft (die aber auch niemand so recht von vorneherein will). Wünscht man sich denn nicht etwas Dauerhaftes, wenn man eine Beziehung eingeht? Aber es meistens werden die Ansprüche tiefer geschraubt, je länger man auf der Suche ist, was jedoch der falsche Weg ist.

    Was ich bisher von dir in diesem Thread gelesen habe, lässt auf eine wundervolle Frau schließen ... ;-) ... du brauchst vielleicht ein wenig länger, um deinen Deckel zu finden - aber da du weißt, was du willst, glaube ich, dass es dann umso dauerhafter sein wird.
    Gib die Suche also nicht auf (indem du dich um Alternativen umsiehst) ... ansonsten verlierst du vielleicht den Blick für DEN einen, falls er dir mal über den Weg laufen sollte.
    Hab etwas Geduld - wird schon werden ... ;-)))) ... aber dafür wirst du dann wohl rundum glücklicher werden, als jene, die nur eine halbherzige Zweckgemeinschaft eingehen.

    lg
    Elias

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