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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nein ich bin es noch nicht näher eingegangen. aber ich habe schon ein "opfer" im sinn. wenn es was wird bzw ich mich trau werde ich dir berichten.
    wenn man die "wünsche/bedingungen" von vorne herein festlegt sollte es eigentlich möglich sein.
    Und was wäre, wenn Du einem Menschen begegnen würdest in den Du Dich verliebst, mit dem Du Dir das 'Komplettprogramm' vorstellen könntest (Sexualität, Beziehung, irgendwann Zusammenziehen, ...)!? Hätte das dann Priorität vor der asexuellen Beziehung??? Wäre die asexuelle Beziehung nur ein 'Lückenbüßer'?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn ich mich in meinem bekanntenkreis umsehe, gibt es genügend unfreiwillige singles. warum sollen sich alleinstehende nicht in bestimmten bereichen ihres lebens unterstützen?

    vielleicht kann man auch nicht mit einem partner alles teilen. man liebt seinen partner aber sitzt man mit ihm deswegen stundenlang vor dem tv und schaut formel1? man möchte shoppen oder tanzen und ist die ewigen querelen mit dem partner leid? warum diese hobbies nicht mit jemand anderem teilen?
    man könnte natürlich auch argumentieren: dann ist es nicht der richtige partner. wieso nicht? nur weil er nicht exakt nach meiner und ich nicht exakt nach seiner pfeife tanze?
    vielleicht kann man bereiche aufteilen und im kern wieder zu einer bestimmten person zurück kehren.
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, lebe ich so wie Du es beschreibst. Ich habe für verschiedene Bereiche unterschiedliche Freunde und Bekannte. Für unterschiedliche Aktivitäten, zur Unterstützung, zum Spass, zum Genießen, zum Anregen, zur Auseinandersetzung, etc.
    Ich erwarte und möchte nicht ALLES mit einem Menschen teilen (das geht realistischer Weise ja auch nicht) und empfinde das als Bereicherung und 'Freiheit'.

    Jedoch hört die 'Verteilung' für mich auf, wenn es um Sexualität und Intimität/Vertrautheit geht. Da will ich beides zusammen, alles andere will ich nicht (mehr). Und das ist mir so nicht gegönnt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    ich wünscht' ich wär ein glücklicher mensch
    Was müsste passieren um es zu sein?
    Geändert von dimanche_matin (13.01.2009 um 22:54 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Ich denke, wenn man eine Beziehung mit einem anderem Menschen eingeht, muss man sich immer vor Augen halten, dass dieser Mensch ist, den man bis zum Kennenlernen ein eigenes Leben geführt hat und auf seine Gewohnheiten auch nicht verzichten möchte.

    Ich denke bei Liebe immer an das "Komplettparket". Hätte aber auch keine Probleme, wenn ich eine Partnerin kennen lernen würde, der mein ein und alles wäre und die würde zum Beispiel keine Kinder wollen (vielleicht gibt es ja auch welche) oder nicht heiraten wollen, dann würde ich den Kompromiß eingehen, dass man nicht alles haben kann und ich würde darauf verzichten.

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Zitat Zitat von dimanche_matin Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Bri,

    gibt es die Möglichkeit, die Liebe die man wünscht einem Lebenspartner geben zu können anderweitig loszuwerden als in einer Liebesbeziehung???


    Hat jemand eine Idee für mich oder kennt das???
    Gibt es Lebensformen die dieses Gefühl der Partnerschaft 'ersetzen' können?
    Worauf warten/hoffen, wenn man was tun kann! Aber was?

    Ich hoffe und freue mich auf anregende Gedanken!

    di_matin
    Hallo Dimanche-matin, ich habe sofort an mich ( von vor 5 Jahren gedacht) undmir fiel sofort folgendes ein:

    Ich war zudem Zeitpunkt einige Jahre Single. Irgendwie freiwillig, wohlgemerkt, da ich eine herbe Enttäuschung mit meiner ersten festen Beziehung hinter mir hatte und erstmal auf Abstand ging. Natürlich baute ich auch Barrieren auf. Dadurch das ich keine innigen Gefühle weitergeben konnte, stellte ich irgendwann die Gefühlsproduktion ein. Ich wurde härter, unnahbarer, einsamer und war aber doch glücklich irgendwie. So mit mir allein.

    Dann kam es dazu, dass ich das 8 jährige Rottweiler-Mädchen meines Vaters übernahm. Ich rettete Sie vor dem TH, ohne wirklich zu wissen was ich da tat und was auf mich zukam.
    Sie zog bei mir ein und trampelte in mein Herz. Sie kannte nichts von meinem Schmerz und meinen aufgebauten Barrieren, sondern wühlte sich mit ihrem dicken Kopf in meinen Schoß und blieb einfach. Sie forderte all das einfach ein, was ich schon lange nicht mehr bereit war jemanden freiwillig zu geben.

    Sie wühlte solange in meinem Herzen rum, bis sie es sich richtig bequem gemacht hatte und auch noch genug Platz für andere war. So bemerkten z.B. auch Freunde von mir, dass ich plötzlich viel sensibler und gefühlvoller geworden bin.

    Ich liebte diesen Hund von ganzen Herzen. Sie war mein Beziehung-Ersatz und weit mehr als dieses. Ich schenkte ihr all meine Liebe (lach...ich hatte ja gar keine andere Wahl) und das schönste war, dass ich im Vorfeld und jeden Tag auf´s neue alles doppelt und dreifach (ungefragt und uneingefordert) zurück bekam.
    Wir machten alles gemeinsam....
    Wenn ich auf dem Boden Gymnastik machte, turnte sie ebenfalls auf mir rum. Ich glaube ich verbrannte mehr Kalorien dabei - Ihre Zunge aus meinem Gesicht fern zu halten und Ihre 38 Kilo von mir runterzubekommen, als bei der Gymnastik an sich.

    Wir sahen gemeinsam Fernsehen, meist schlief sie vor mir ein, was meist mit lautem Schnarchen und Röcheln einherging.
    Wir entdeckten gemeinsam die Wälder und Seen der Umgebung und ich versuchte "dem Weichei" schwimmmen beizubringen. Leider ohne Erfolg. Wenn ich krank wurde, fühlte sie sich auch ganz schlecht und benahm sich dann richtig anständig um mich zu schonen.
    Sie gab mir jeden Tag mind. 5 Gründe zu lachen und sie einfach noch mehr zu lieben.

    Sie bereitete mich wieder auf ein gefühlsvolles Leben vor.
    So kam es auch das ich irgendwann meinen jetzigen Freund kennenlernte. Wir genossen noch 1 1/2 Jahre unsere Dreisamkeit, bevor sie uns verließ.

    Ich werde ihr all das nie vergessen und ich hoffe Du ( dimanche_matin) verstehst diese "Liebeserklärung" an mein Mädchen.

    LG Nena79
    Das Leben ist kein Ponyhof

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Aloa!

    ich persönlich hab mir mal überlegt es mal mit einer art "asexuellen" beziehung zu versuchen. jemanden aus meinem bekanntenkreis. den ich zwar nicht liebe, aber den ich "leiden" mag. mit ihm zeit zu teilen aber die grenzen von vorne herein klar abzustecken.
    Das klingt für mich nach einer ganz normalen, engen, platonischen Freundschaft.
    Asexuelle Beziehungen sind normalerweise sehr wohl Liebesbeziehungen, nur eben ohne Sex - dennoch setzt das Ganze einen liebenden Partner voraus und wenn ihr auch nur einen Funken Wert auf Bettgymnastik legt, ist es leichter, einen nicht-asexuellen Partner zu finden, in eine WG zu ziehen oder sich mehr mit den Bekannten zu beschäftigen, als sich über asexuelle Beziehungen den Kopf zu zerbrechen. ;)

    Ich für meinen Teil gehöre zu den Leuten, die Tiere und Bonsai-Bäume für die besseren Partner halten, eben weil sich Beziehung für mich wie Einschränkung anfühlt, sobald ein Mensch zu viel und vor allem "körperliche Resonanz" von mir erwartet.

    Ansonsten fällt mir als Ventil nur noch eins ein: schreib ein Buch, bis du dir darüber klar geworden bist, ob für dich persönlich die klassische Beziehung das Non-Plus-Ultra ist oder nicht. ;)
    Wem die Sonne scheint, der fragt nicht nach den Sternen.

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Der Gedanke an eine "asexuelle Beziehung" sagt doch im Grunde nichts anderes, als dass man sich einen LEBENSPARTNER wünscht - der Mensch, mit dem man so viel teilt, dem man als erstem alles Schöne sowie alles Schlechte mitteilt, der tröstet und sich mitfreut, der an Platz 1 steht und bei dem man selber auch an Platz 1 steht...

    Das ist mit 16 einfacher - da pflegt man das in der Regel mit der "besten Freundin". Schwieriger wirds, wenn die beste Freundin dann ihren Lebenspartner gefunden hat...man ist immer noch uneingeschränkt füreinander da - keine Frage. Und der Partner wird nie die Freundin ersetzen. Aber es verändert sich einfach...

    Ich kenne das Gefühl des "unfreiwilligen" Singles - so gut einem das Leben auch gefällt, so gut man mit sich klarkommt, gerne alleine ist, tolle Freunde, Hobbys etc. hat - in ganz, ganz vielen Situationen fühlt es sich halt einfach an wie "Plan B".

    Die Frage ist tatsächlich - wie kriegt mans gedanklich und gefühlsmäßig hin, dieses Lebensform (längerfristig) als "Plan A" zu sehen...???

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Ich finde die Diskussion hier sehr interessant.

    Ich bin seit 5 Jahren Single. Manchmal überkommt es mich, dass ich unendlich traurig werde, weil ich mich so alleine fühle. Nicht einsam, sondern alleine. Ich hätte so viel zu geben und würde gerne mein Leben mit jemandem teilen.
    Bei mir ist es allerdings auch so, dass ich mich nur schwer verliebe. Habe keine so guten Erfahrungen mit Männer gesammelt.
    Hinzu kommt, dass für den ersten Kontakt eine gewisse optische Anziehung vorhanden sein muss. Der Mann muss jetzt nicht schön sein - er muss nur etwas "haben". Etwas ansprechendes. Und zum verlieben gehört dann halt noch einiges mehr. Nur ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass es immer weniger Männer gibt, die ich ansprechend finde. Manchmal denke ich, die Chance einen Mann zu treffen in dem ich mich verlieben könnte UND der sich in mich verliebt ist so gering wie ein Lottogewinn.

    Allerdings bin ich (noch) nicht verzweifelt genug, um eine Beziehung mit jemandem anzufangen, für den ich nicht (genug) empfinde.
    Das fände ich dem Mann UND auch mir gegenüber unfair.

    Ich bin allerdings froh, meine Katzen zu haben. Versteht mich bitte nicht falsch, sie sind kein Partnersatz. Aber sie nehmen mir oft die Einsamkeit und zumindest hab ich jemanden den ich ab und zu mal in den Arm nehmen und kuscheln kann.
    Wenn man auf die Jagd nach einem Tiger geht, muss man damit rechnen auf einen Tiger zu treffen! (Ind. Sprichwort)

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Zitat Zitat von Nena79 Beitrag anzeigen
    Ich war zudem Zeitpunkt einige Jahre Single. Irgendwie freiwillig, wohlgemerkt, da ich eine herbe Enttäuschung mit meiner ersten festen Beziehung hinter mir hatte und erstmal auf Abstand ging. Natürlich baute ich auch Barrieren auf. Dadurch das ich keine innigen Gefühle weitergeben konnte, stellte ich irgendwann die Gefühlsproduktion ein. Ich wurde härter, unnahbarer, einsamer und war aber doch glücklich irgendwie. So mit mir allein.

    Dann kam es dazu, dass ich das 8 jährige Rottweiler-Mädchen meines Vaters übernahm. Ich rettete Sie vor dem TH, ohne wirklich zu wissen was ich da tat und was auf mich zukam.
    (...)
    Sie bereitete mich wieder auf ein gefühlsvolles Leben vor.
    So kam es auch das ich irgendwann meinen jetzigen Freund kennenlernte. Wir genossen noch 1 1/2 Jahre unsere Dreisamkeit, bevor sie uns verließ.

    Ich werde ihr all das nie vergessen und ich hoffe Du ( dimanche_matin) verstehst diese "Liebeserklärung" an mein Mädchen.
    Nena, eine schöne Wandlung und eine schöne "Liebeserklärung"!!!

    Deine Geschichte (finde ich) beschreibt, wie Tiere Gefühle wecken können die man nicht kannte oder verloren hat, aufgrund "menschlicher" Erlebnisse. Ich denke da auch an Altenheime, sozial schwierige Schulen, Behinderteneinrichtungen,... die diese emotionale Qualität erkannt haben und nutzen. Tiere GEBEN einem Menschen unheimlich viel und können Heilung unterstützen und erst Recht den Alltag, das Herz erfreuen und erwärmen!

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Lilly, toll was Du schreibst!

    Zitat Zitat von Lilly32 Beitrag anzeigen
    Der Gedanke an eine "asexuelle Beziehung" sagt doch im Grunde nichts anderes, als dass man sich einen LEBENSPARTNER wünscht - der Mensch, mit dem man so viel teilt, dem man als erstem alles Schöne sowie alles Schlechte mitteilt, der tröstet und sich mitfreut, der an Platz 1 steht und bei dem man selber auch an Platz 1 steht...
    Genau!

    Das ist mit 16 einfacher - da pflegt man das in der Regel mit der "besten Freundin". Schwieriger wirds, wenn die beste Freundin dann ihren Lebenspartner gefunden hat...man ist immer noch uneingeschränkt füreinander da - keine Frage. Und der Partner wird nie die Freundin ersetzen. Aber es verändert sich einfach...
    Genau so sehe (erlebte) ich es auch. Gut und richtig.

    Ich kenne das Gefühl des "unfreiwilligen" Singles - so gut einem das Leben auch gefällt, so gut man mit sich klarkommt, gerne alleine ist, tolle Freunde, Hobbys etc. hat - in ganz, ganz vielen Situationen fühlt es sich halt einfach an wie "Plan B".

    Die Frage ist tatsächlich - wie kriegt mans gedanklich und gefühlsmäßig hin, dieses Lebensform (längerfristig) als "Plan A" zu sehen...???




    Freunde sind wunderbar! Aber Partner und Freunde sind einander nicht zu ersetzen! Es gibt wenige, aber sehr bedeutende Situationen, in denen ich eine Freundschaft überstrapaziert sehe, was ich eher als Teil einer Partnerschaft empfinde. Und das schmerzt mich, weil ich diesbezüglich seit Jahren aussichtslos ins Leere blicke, wo ich doch sonst alles mit der Zeit 'hinkriege'. Und ich denke, es lässt tief blicken, wenn man keine Partneschaft 'hinkriegt'! Es hat mit mir zu tun, wenn ich nur noch genauer, als ich es schon weiß, wüsste was noch... Wo ist mein Schlüssel?! (Ein wenig konfus?! )

    Einer symbiotischen Freundschaft fühle ich mich persönlich auch entwachsen (meine Teenagerzeit, wie Du auch schreibst Lilly). Heute 'brauche' ich mehr als einen Menschen, genieße die Vielfalt, auch die Kontroversen.

    Ich vermute, in einer asexuellen Beziehung auch nicht glücklich zu werden (Plan B), weil ich Sexualität, entgegen der Asexuellen, brauche und ich nichts von Platzhaltern (Lückenbüßern?) halte.

    Letztens habe ich mit jemandem über den Zustand des 'Lückenbüßers' gesprochen (ging aber um was anderes).
    Jetzt die asexuelle Beziehung und wenn der passende Mann (Emotinale Nr.1 + Sex) dann auftaucht, fällt der Bedarf für den/die asexuelle(n) PartenrIn und weg damit. Klingt für mich unfair und kalt. Aber den Einwand fand ich gut und richtig: Es gibt Lückenbüßer (negativ), aber auch Lückenfüller (positiv).

    Also wie ist diese Lücke zu füllen?

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Zitat Zitat von Fallballa Beitrag anzeigen
    Nur ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass es immer weniger Männer gibt, die ich ansprechend finde. Manchmal denke ich, die Chance einen Mann zu treffen in dem ich mich verlieben könnte UND der sich in mich verliebt ist so gering wie ein Lottogewinn.
    Es ist ein Lottogewinn!!!

    Man muss einen Lottoschein kaufen und ausfüllen, die Ziehung Lottozahlen sehen und Glück haben.
    Man muss sich sich auf den Weg machen, die Männer im Auge behalten und Glück haben!

    WENN mal ein ansprechendes Exemplar in mein Sichtfeld rückt, hakt sich entweder nach ein paar Minuten die Frau aus dem Laden kommend bei ihm unter oder der Kinderwagen neben ihm beherbergt seine Zwillinge oder er ist mit seinem Job liiert oder er hat (m.E.) vom Leben keine Ahnung oder er erholt sich gerade von seiner Ehe in dem er Kerben in seine Bettkante haut.

    Insgesamt keine lösungsorientierte Aussicht!

    Und zwischendurch wird gelebt.
    Nicht schlecht, aber eben 'lückenhaft'.

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    AW: Singles: Wohin mit der Liebe?

    Das ist eine sehr aufschlussreiche und interessante Diskussion!
    Auch ich bin seit über 3 Jahren Single ( nach 25 Jahren sehr glücklicher Ehe ). Meinen Mann hat die Midlifecrise erwischt und sich aller Klischees bedient, die sich ein Umdie50er Mann erträumt: 15 Jahre jüngere Frau, Golf spielen, Harley und Cabrio fahren...

    Der anfängliche Schock ist ( mit therapeutischer Hilfe ) seit einem guten Jahr überwunden und ich erwische mich mittlerweile ab und zu dabei, mir die Frage zu stellen, ob ich überhaupt mein altes Eheleben gegen mein jetziges Leben eintauschen würde!?

    Ich ( bald 59 Jahre ) habe vor einem Jahr unser ( früher heissgeliebtes ) Haus verkauft, mir im bayerischen Bilderbuchvoralpenland ganz alleine für mich ein kleines Häuslein gekauft und nur nach meinem Geschmack eingerichtet und fühle mich s...wohl!

    Vor 1 1/2 Jahren habe ich mir nach dem Tod meines letzten Hundes wieder einen kleinen Welpen ins Haus geholt und ich möchte ihn nicht mehr missen! Er ist bedingungslos für mich da, liebt mich völlig unverfälscht, egal ob ich aufgebrezelt oder gammelig oder schlecht gelaunt bin. Abends liegt er auf meinen Füssen und himmelt mich an. Ich muss jeden Tag, egal welches Wetter ist, mit ihm raus, er geht mit mir bergsteigen, schwimmen, radfahren, bladen undundund... ich habe schon so viele Menschen durch ihn kennengelernt!
    Früher war ich verschlossen, zurückhaltend und es gab nur meine kleine Familie und sonst nichts! Kein Eigenleben. Heute bin ich offen und kann auch auf Menschen zugehen, habe mich sogar einen Ü40-Stammtisch angeschlossen!

    Da ich nicht berufstätig bin, habe ich mich hier sozial ziemlich engagiert. Meine Tochter lebt in München ( 40 Minuten von hier ) und heiratet im Frühjahr einen Bilderbuchschwiegersohn. Ich bin mindestens 2x die Woche bei ihnen oder sie besuchen mich am Wochenende.

    Was ich mit all dem sagen will, ist, ich sehne mich mit jeder Phase meines Körpers nach Partnerschaft, nach einem Menschen, der einen blind versteht, mit dem man blödeln kann, der sensibel ist, wenns angebracht ist, der aber auch noch unendlich neugierig auf das Leben ist, kurz - eine bessere Hälfte! Ich weiss aber fast schon 100%ig, dass es diesen Menschen nicht mehr für mich geben wird. Es gibt, denke ich, im Leben immer nur die eine große Liebe. Somit bin ich einfach nur dankbar, diese Liebe meines Lebens für 25 Jahre genossen zu haben! Eine Freundin meinte, dass das für ein ganzes Leben langen muss. Und so nehme ich das hin...

    Ich lerne den Umgang mit mir selbst und lass es mir gutgehen. Meistens genüge ich mir auch. Es ist sehr spannend, sich kennenzulernen .

    Also, meine Single-Liebe geht erst mal zu meinem Vierbeiner und dann zu mir selber .

    Liebe Grüße in die Single-Runde

    Ricky

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