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    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    da müsste ich wissen, ob sie verheiratet sind oder nicht.
    Nimm doch einfach mal beide Varianten - ein verheiratetes Paar und ein unverheiratetes.

    und wenn derjenige einem anderen näher ist - dann war er doch schon "untreu" - oder was bedeutet Nähe hier?
    Das kommt drauf an, was man unter Untreue versteht. Für die einen ist schon die emotionale Nähe des Partners zu einem anderen Menschen Untreue, für die anderen erst ab dem sexuellen Kontakt. Das ist aber ein anderes Thema. In jedem Fall war sich der Betreffende offenbar selbst nicht treu, als er die Beziehung zu einem Menschen weiterführte, während er einem anderen, partnerschaftlich in Frage kommenden, emotional näher war.

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    AW: Emotionalität - was ist das?




    nachdem was ich hier gerade so lese, könnte ich meinen, dass Emotionalität das Ausdrücken und Anneinanderreiben unterschiedlicher Standpunkte ist und deren Reibungswärme sich - nachdem der Rauch verzogen ist - in Klarheit und Definition von unterschiedlichen Standpunkten darstellt.



    nataliethor
    Wer nicht nach innen geht,
    geht leer aus.

    看起来我像是在说中文

    我说的是中文吗?

  3. Inaktiver User

    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Nimm doch einfach mal beide Varianten - ein verheiratetes Paar und ein unverheiratetes.
    wenn ich nicht verheiratet bin, und merke, dass ich lieber mit jemand anderem zusammen sein möchte, dann trenne ich mich.

    wenn ich verheiratet bin, bin ich an mein Eheversprechen gebunden.

    das klingt einschränkend - aber für diese Bindung des "für immer" bekomme ich ja auch ganz viel, weil ich mich ganz auf den anderen einlassen kann. Das haben wir in "Hochzeitsthreads" ja schon viel diskutiert.


    Das kommt drauf an, was man unter Untreue versteht. Für die einen ist schon die emotionale Nähe des Partners zu einem anderen Menschen Untreue, für die anderen erst ab dem sexuellen Kontakt. [/QUOTE]

    das Gefühl selbst ist nicht Untreue.

    aber die emotionale Nähe - wenn sie nicht flüchtige Illusion ist - entsteht ja durch Treffen, Gespräche, Zu-Wendung etc. - die fliegt ja nicht einfach zu.
    und dann muss ich eben rechtzeitig die Handbremse ziehen.

  4. Inaktiver User

    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber die emotionale Nähe - wenn sie nicht flüchtige Illusion ist - entsteht ja durch Treffen, Gespräche, Zu-Wendung etc. - die fliegt ja nicht einfach zu.
    und dann muss ich eben rechtzeitig die Handbremse ziehen.
    Gutes Beispiel Leonie.
    "Handbremse ziehen" - ich für mich kann das wenn ich einen Partner habe, ich weiß trotz meiner Emotionen, was ich mache und wo ich gerade stehe. Und ich bin jemand, der sich einlassen kann - ohne Trauschein - das macht für mich keinen großen Unterschied.

    Jedenfalls stand mir irgendwann mein Partner gegenüber - ich ziemlich angeschlagen weil er fremdging. Er wie ein kleiner Bub mit diesem Satz, ziemlich hilflos: Aber was soll ich denn machen wenn ich mich verliebe?

    Tja, das war so eine Sternstunde in der mir klar wurde, wir sind von völlig unterschiedlichen Planeten, da ist jedes weitere Wort zuviel. Oder hätte ich ihm die zwanzig verschiedenen Handlungsalternativen in den verschiedenen Stadien der Annäherung aufzählen sollen? Er hätte mich eh nicht verstanden. Er hat noch nicht mal verstanden warum ich überhaupt nicht einverstanden war und warum es mir schlecht geht. Er wusste zwar drum, dass "man so etwas nicht macht" - aber nachvollziehen konnte er es nicht. - Ich habe noch eine Zeit gebraucht bis ich das WIRKLICH begriffen hatte, dass er das tatsächlich NICHT nachvollziehen konnte, dass mir das bisschen Fremdgehen so zu schaffen machte. Gibbet alles.
    Geändert von Inaktiver User (15.12.2008 um 15:59 Uhr)

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    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das klingt einschränkend - aber für diese Bindung des "für immer" bekomme ich ja auch ganz viel, weil ich mich ganz auf den anderen einlassen kann.
    Glaubst du, dass es Beziehungen zwischen zwei Menschen gibt, in denen sich beide Beteiligten ganz auf den anderen einlassen können, obwohl sie sich keine Bestätigung vor dem Standesamt gegeben haben?

    Und glaubst du, das ein Eheversprechen (nicht nur DEIN Eheversprechen, sondern generell ein Eheversprechen) automatisch beinhaltet, sich ganz auf den anderen einzulassen?

    aber die emotionale Nähe - wenn sie nicht flüchtige Illusion ist - entsteht ja durch Treffen, Gespräche, Zu-Wendung etc. - die fliegt ja nicht einfach zu.
    und dann muss ich eben rechtzeitig die Handbremse ziehen.
    Was aber ist, wenn dieser Fall erst nach der Hochzeit mit einem anderen Menschen eintritt?

    Wie bei meiner Mutter beispielsweise, die viele Jahre glücklich mit ihrem Lebensgefährten zusammen ist. Die tiefe Verbindung zwischen beiden lässt sich sogar im Aussen deutlich spüren. Sie hat sich von meinem Vater scheiden lassen, nach jahrelangem zermürbenden Kampf, der uns alle fertiggemacht hat. Sie war der Meinung, sie tut uns gut daran, wenn sie einfach weiterkämpft, ohne Rücksicht auf ihre eigenen Gefühle. War es ein Fehler, dass sie ihr Eheversprechen nicht bis zum Tode gehalten hat? Schade, dass meine Mutter mit ihren über 60 Jahren keine Lust hat, sich hier auch mal zu Wort zu melden.

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    AW: Emotionalität - was ist das?

    Leda,

    bewundernswert, dass du nach dieser Erfahrung auf der gleichen Ebene geblieben bist, statt eine schwer zu durchdringende Schutzmauer um dich zu ziehen, die nachfolgende zwischenmenschliche Kontakte erschwert.

    Im Fall meiner Freundin kann der gebundene Mann, der mit ihr eine Affäre führt, gar nicht begreifen, warum sie sich nicht einfach über sein Begehren ihr gegenüber freut, sondern darunter leidet, dass er seine Hauptbeziehung weiterführt. Er sieht nicht, wie das zusammenhängen soll. Sind doch zwei völlig verschiedene Dinge, und er wolle ihr doch nur Gutes geben. (???)

  7. Inaktiver User

    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Glaubst du, dass es Beziehungen zwischen zwei Menschen gibt, in denen sich beide Beteiligten ganz auf den anderen einlassen können, obwohl sie sich keine Bestätigung vor dem Standesamt gegeben haben?
    "verheiratet" steht hier für die Entscheidung und das Versprechen, dass es "für immer" ist. Das mag auch ohne Standesbeamten gehen.

    aber wenn ich "weglaufe", weil da ein anderer aufgetaucht ist, dann habe ich mich nicht ganz eingelassen.



    Sie hat sich von meinem Vater scheiden lassen, nach jahrelangem zermürbenden Kampf, der uns alle fertiggemacht hat.
    Ehen können scheitern - das habe ich noch nie bestritten.

    aber ich habe versprochen, erst alles zu versuchen, die Ehe wieder glücklich zu machen.
    und das sieht oft "mau" aus - das geben die Menschen hier in Threads z.B. oft selbst zu, wenn man mal nachfragt.

    und bei Rhea - deren Thread ja der Ausgangspunkt für diesen ist - ist das Paar da doch erst beim allerersten Anfang - deshalb finde ich falsch, da über Trennung auch nur nachzudenken.


    @ Leda,
    wie lange kanntest Du den Mann - warst Du wirklich überrascht, dass er sich nicht wirklich eingelassen hatte - und hatte es nicht seinen Grund, dass Ihr nicht verheiratet ward?


    Gruß, Leonie

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    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und bei Rhea - deren Thread ja der Ausgangspunkt für diesen ist - ist das Paar da doch erst beim allerersten Anfang - deshalb finde ich falsch, da über Trennung auch nur nachzudenken.
    Sie sagte, dass das Problem seit langer Zeit besteht. Dass sie jetzt in Paarberatung sind, heisst doch nicht, dass sie "am Anfang" stehen.

    Bei mir liegen natürlich andere Erfahrungen zugrunde. Ich wäre dankbar gewesen, meine Eltern hätten diesen Schritt bereits Jahre vorher hinter sich gebracht - und nicht mit aller Kraft versucht, daran immer noch weiter herumzuwürgen. Vor allem meinem Bruder hätte es viel erspart, so auch die Einnahme von heftigeren Psychopharmaka, und meiner Mutter die hohe Dosierung von Valium, die sie noch weit über die Trennung hinaus benötigte. Das alles wäre durch eine frühzeitigere Trennung vermeidbar gewesen.

    Ich kann natürlich auch nachvollziehen, dass andere eine bessere Erfahrung mit dem "um eine Beziehung kämpfen" gemacht haben. Aber wie dieser Kampf ausgeht, steht meist einige Zeit in den Sternen. Für Kinder ist diese Zeit manchmal zu lang.

  9. Inaktiver User

    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von NatalieThor Beitrag anzeigen



    nachdem was ich hier gerade so lese, könnte ich meinen, dass Emotionalität das Ausdrücken und Anneinanderreiben unterschiedlicher Standpunkte ist und deren Reibungswärme sich - nachdem der Rauch verzogen ist - in Klarheit und Definition von unterschiedlichen Standpunkten darstellt.



    nataliethor
    Damit teile ich Deine Gedanken

  10. Inaktiver User

    AW: Emotionalität - was ist das?

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Leda,

    bewundernswert, dass du nach dieser Erfahrung auf der gleichen Ebene geblieben bist, statt eine schwer zu durchdringende Schutzmauer um dich zu ziehen, die nachfolgende zwischenmenschliche Kontakte erschwert.
    Naja, sagen wir so: Männer haben es dadurch nicht leichter mit mir als vor dieser Erfahrung.

    Ne, stimmt so nicht.
    Es hat mich auf eine Art auch gelassener gemacht, ich weiß eine Menge mehr von mir und letztendlich ist auch mein Selbstvertrauen gewachsen, hört sich vielleicht paradox an, das war auch nicht gerade eine einfache Übung von jetzt auf gleich. Was ich schon immer gut konnte: meine verschiedenen Ebenen sortieren.

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