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    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Hallo Jette,

    ich glaube, wir sehen die Dinge gar nicht sooo unterschiedlich. Klar fühle auch ich mit andern Menschen mit. Bin nicht umsonst im sozialen Bereich tätig .
    Was ich nur meine ist, dass man auf sich selber achten muss. Anima erlebt ja gerade, dass sie vielen Menschen Ihre Energie schenkt, die eben gerade nicht für sie da sind. Das Phänomen das deine Mama erlebt hat, nämlich einsam zu sein, erlebt Anima ja jetzt obwohl sie immer für andere da ist. Vielleicht sogar weil sie immer für alle da sind. Sie setzt keine Grenzen. Somit entgeht ihr jeglicher Respekt von andern. Sie ist immer für andere da, egal ob die mal nach ihr gucken oder nicht. Also scheint das Rezept "Guck nach anderen, dann sind sie auch für dich da" nicht aufzugehen.

    Es geht hier nicht um "Empathie ja oder nein", es geht hier um "eigene Grenzen im empathischen Miteinander oder keine Grenzen".

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    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Testweise (wie das klingt), habe ich ein paar Menschen erzählt, dass ich heute meine Heilpraktikerin aufsuche, weil es mir schlecht geht.
    Okay, ich weiß jetzt, was los ist - gefragt hat aber niemand.
    vielleicht solltest du in betracht ziehen, dass menschen einfach überfordert sein könnne, vielleicht nicht wissen wie sie reagieren sollen, vielleicht nicht einschätzen können was du von ihnen erwartest.


    Nun - ob Therapeut, Reha o.ä. - eines können sie alle nicht, nämlich das, was vermutlich am meisten fehlt: Menschliche Wärme geben.
    wie verhälst du dich selbst? bist du anderen menschen gegen über körperlich zugewandt?

    Zurück zu meinen bisherigen "Einsätzen": Ich weiß, dass ich gut zuhören kann und dabei so einiges sehe und verstehe, das der Ratsuchende quasi "übersieht". Aber es gab in der letzten Zeit Situationen, wo ich tagtäglich mit den gleichen Situationen von Ratsuchenden konfrontiert war, dass ich einfach nicht mehr gekonnt habe. Ich konnte nicht täglich Trost und Rat geben, ich fühlte und fühle mich noch - ziemlich ausgebrannt deswegen.
    ich habe den eindruck, dass du sehr überbetonst WIE gut du bist

    sparkling

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    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Hm...Was hätte sie denn davon?
    Für mich heißt das alles nur eines: Daß sie sehr, sehr viel gegeben hat. Und das kann man auch betonen. Wenn die anderen schon mit Anerkennung geizen, dann muß man sich das nicht auch noch selber antun.
    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  4. Inaktiver User

    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Zitat Zitat von nonsparkling Beitrag anzeigen
    vielleicht solltest du in betracht ziehen, dass menschen einfach überfordert sein könnne, vielleicht nicht wissen wie sie reagieren sollen, vielleicht nicht einschätzen können was du von ihnen erwartest.
    Menschen sind
    oft überfordert, wobei ich mich frage, wo das nun wirklich das Problem liegt? Die meisten haben einfach Angst, etwas falsches zu tun. Lieber nix tun, damit liegen sie bestimmt meistens falsch.

    Zitat Zitat von nonsparkling Beitrag anzeigen
    wie verhälst du dich selbst? bist du anderen menschen gegen über körperlich zugewandt?
    Das kommt auf die jeweilige Situation an. Diese Frage ist nicht mit einem direkten ja oder nein zu beantworten.

    Zitat Zitat von nonsparkling Beitrag anzeigen
    ich habe den eindruck, dass du sehr überbetonst WIE gut du bist
    Dann hast Du nicht richtig verstanden, um was es wirklich geht.

    @Jette, Beklamo, Karla - ich danke Euch. Die ich habe viel Material zum Nachdenken und ziehe mich ein wenig zurück.

    Anima

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    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Zitat:
    Zitat von nonsparkling
    wie verhälst du dich selbst? bist du anderen menschen gegen über körperlich zugewandt?

    Das kommt auf die jeweilige Situation an. Diese Frage ist nicht mit einem direkten ja oder nein zu beantworten.
    mit meiner frage möchte ich auf folgendes hinaus: falls du selber ein eher distanzierter mensch bist, wäre es nur verständlich, wenn deine umwelt dir nicht liebkosend um den hals fällt. ich beziehe mich hier auf situationen mit menschen die dir nahe stehen/ wichtig sind, denn wenn ich das richtig verstanden habe geht es dir um mangelnde körperliche zuwendung von eben diesen personen.

    Zitat:
    Zitat von nonsparkling
    ich habe den eindruck, dass du sehr überbetonst WIE gut du bist

    Dann hast Du nicht richtig verstanden, um was es wirklich geht.
    warum glaubst du beurteilen zu können was richtig und was falsch ist, wie ich etwas verstehe und was hat das mit dem von mir gewonnenen eindruck zu tun?
    ich schildere hier meinen persönenlichen eindruck mit der intention denkanstösse zu geben.

    Hm...Was hätte sie denn davon?
    Für mich heißt das alles nur eines: Daß sie sehr, sehr viel gegeben hat. Und das kann man auch betonen. Wenn die anderen schon mit Anerkennung geizen, dann muß man sich das nicht auch noch selber antun.
    weiter oben habe ich geschrieben wie ich das thema verstehe- um fehlende(?) anerkennung scheint es nicht zu gehen.

    wenn mir jemand den eindruck vermitteln, dass er alles besser kann als alle anderen, ergo besser ist als alle andern würde ich mich nicht in der position fühlen zu "helfen" ( i.s.v. unterstützen o.ä.).
    und ich frage mich ob die TE vielleicht einen solchen eindruck vermittelt.

    sparkling
    Geändert von nonsparkling (20.12.2008 um 18:21 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Ich möchte das Thema einmal von der anderen Seite beleuchten: ich gehöre zu den Menschen, die sich wünschten, häufiger für andere Menschen da sein zu können. Ich wünschte mir, mir würden Menschen öfter von ihrem Gefühlsleben und Wohlbefinden erzählen. Leider passiert das nur sehr selten, umgekehrt aber habe auch ich nicht viele, die für mich da wären, wenn ich ein offenes Ohr oder Hilfe bräuchte.
    Seltsam ist das. Ich glaube, dass ich nicht wirklich ein einnehmendes Wesen habe, wodurch Menschen nicht schnell das Bedürfnis haben, sich mir gegenüber zu öffnen. Dabei habe ich einiges an Empathie, ein großes Herz und viel Interesse an meinem Gegenüber, jedoch gelingt es mir nicht, das auch nach Außen auszustrahlen.

    So dumm das nun vielleicht klingt, Anima, Jette, Beklamo und die anderen: wenn sich Menschen euch gegenüber offenbaren und von sich erzählen, ist das ein Kompliment! Noch mehr Kompliment und Anerkennung eurer Person wäre es aber auch, für euch ebenso Zuhörer und Helfer zu sein, was mir eigentlich als Selbstverständlichkeit erscheint, es aber doch offensichtlich nicht ist.

  7. User Info Menu

    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte das Thema einmal von der anderen Seite beleuchten: ich gehöre zu den Menschen, die sich wünschten, häufiger für andere Menschen da sein zu können. Ich wünschte mir, mir würden Menschen öfter von ihrem Gefühlsleben und Wohlbefinden erzählen. Leider passiert das nur sehr selten, umgekehrt aber habe auch ich nicht viele, die für mich da wären, wenn ich ein offenes Ohr oder Hilfe bräuchte.
    Seltsam ist das. Ich glaube, dass ich nicht wirklich ein einnehmendes Wesen habe, wodurch Menschen nicht schnell das Bedürfnis haben, sich mir gegenüber zu öffnen. Dabei habe ich einiges an Empathie, ein großes Herz und viel Interesse an meinem Gegenüber, jedoch gelingt es mir nicht, das auch nach Außen auszustrahlen.

    So dumm das nun vielleicht klingt, Anima, Jette, Beklamo und die anderen: wenn sich Menschen euch gegenüber offenbaren und von sich erzählen, ist das ein Kompliment! Noch mehr Kompliment und Anerkennung eurer Person wäre es aber auch, für euch ebenso Zuhörer und Helfer zu sein, was mir eigentlich als Selbstverständlichkeit erscheint, es aber doch offensichtlich nicht ist.
    So dumm wie es klingt, ist es auch. Man nennt sowas seelischen Muelleimer...

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    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Hallo Anima,
    ich kann dich gut verstehen. Ich "leide" auch an einem Helfersyndrom. Ich habe jedoch mittlerweile gelernt, auch an mich zu denken, denn man kann anderen nur helfen, wenn man genug Kraft für sich selbst hat.
    Dass du so feine Antennen hast, die Probleme anderer zu erkennen, ist eine großartige Gabe - aber setze sie bei den meisten Menschen nicht voraus. Entweder ist sie nicht vorhanden, oder man reagiert nicht darauf, denn dann müsste man sich ja engagieren oder anstrengen oder sonst was.
    Statt einer Kur oder Reha - kannst du dich nicht einfach mal 'ne Weile krankschreiben lassen? Und dann nur das machen, was dir allein Freude macht. Man braucht von Zeit zu Zeit Ego-Trips zum Auftanken.
    Warum ist es eigentlich seltsam für dich, dass der einzige Mensch, mit dem du dich zur Zeit verstehst, keine Frau ist? Es gibt auch empathische Männer!
    Kitta

  9. Inaktiver User

    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Danke Caramon für die Blumen!!
    Wenn du nicht anders kannst als Schläge verteilen, dann lass es besser bleiben!

  10. Inaktiver User

    AW: Anlehnungsbedürfnisse - aber niemand da

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Man nennt sowas seelischen Muelleimer...
    Ich vermute, dass Du damit recht hast. Irgendwann ist auch ein Mülleimer einmal wegen Überfüllung geschlossen - bei mir ist das jetzt so. Vermutlich war ich oft auch wirklich selbst schuld daran.

    @Pepina: Ich denke nicht, dass es als Kompliment gesehen wird, sondern höchstens als Chance, einen Dummen gefunden zu haben. Bestimmt nicht in jedem Fall - aber oft. Man macht sich irgendwann damit selbst kaputt. Vielleicht hast Du sogar damit die richtige Einstellung - nämlich den lebensnotwendigen Selbstschutz!
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2009 um 23:02 Uhr)

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