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  1. Inaktiver User

    Muttersöhnchen

    Hallo!

    im Laufe eines Gespräches mit meinem Mann gestern sind wir mal wieder auf seine Eltern gekommen. Dabei hat er traurig festgestellt das diese schon mitte 60 sind und er mit grausen dran denkt wenn sie nicht mehr da sind. Mir graust auch davor - weil das für meinen Mann eine extrem schlimme zeit werden wird. Bisher definiert er sich immer über seine Eltern und er fragt auch immer zu Entscheidungen seine Mama oder Papa.
    Ich hab ihn dann interessehalber gestern mal gefragt ob er sich nie versucht hat von seinen Eltern abzugrenzen - er "Wieso die waren immer gut zu mir" ob er nie versucht hat anders als seine Eltern zu sein "Nein meine Eltern sind doch toll!"

    für mich klarer Fall von Pubertät verfehlt :-)

    ich finde das er durchaus als Muttersöhnchen zu bezeichnen ist

    nun möchte ich verhindern, das er diese Einstellung an seinen Sohn weitergibt und auch gerne mal wissen, ob man sowas (abnabelung) irgendwie nachholen kann?

    Hat jemand von euch erfahrung?

    netere

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    AW: Muttersöhnchen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab ihn dann interessehalber gestern mal gefragt ob er sich nie versucht hat von seinen Eltern abzugrenzen - er "Wieso die waren immer gut zu mir" ob er nie versucht hat anders als seine Eltern zu sein "Nein meine Eltern sind doch toll!"

    nun möchte ich verhindern, das er diese Einstellung an seinen Sohn weitergibt und auch gerne mal wissen, ob man sowas (abnabelung) irgendwie nachholen kann?
    Abgrenzung, Abnabelung ist ein Prozess der zu jeder Lebenszeit vollzogen werden kann.

    Aber - ER sieht dazu keine Veranlassung!
    Also - welche Motivation sollte er haben?
    Es ist DEIN Thema, nicht seins. Und seine Loyalitäten sind klar, wie ich anhand Deiner Beschreibung vermute.

    Habt Ihr inhaltlich darüber gesprochen, was Du mit 'Abnabelung' meinst?

    LG Minza

  3. Inaktiver User

    AW: Muttersöhnchen

    minza - du hast schon recht, das er keinen Grund hat da etwas genauer hinzuschauen und ja es ist mein Thema nicht seins - und zwar deswegen:
    er sagte gestern den Satz: Das er sich im Falle das seine Eltern nicht mehr da sind ewig Vorwürfe machen wird weil er nicht seine ganze Zeit mit ihnen verbracht hat. Er ist mindestens 1 mal im Monat dort und telefoniert wird fast täglich.
    Im Endefekt auch aus anderen Gesprächen heraus, hab ich die Angst, das er mir irgendwann mal die Schuld dafür gibt, das er nicht täglich mit seinen Eltern zusammen sein konnte.

    Das hat er bei seinen Großeltern und seiner Ex-Freundin so gemacht.

    ich hab ihn immer beneidet um das gute Verhältniss was er mit seinen Eltern hat, aber mitlerweile sehe ich auch die Nachteile von so einem "Mamakind"
    Und dann mache ich mir natürlich sorgen wie sich das alles noch so entwickelt wenn es seinen Eltern mal nicht mehr gut geht.

    netere

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    AW: Muttersöhnchen

    Oh jeh, das würde mich arg belasten und ich würde auch befürchten, wenn es sogar schon bei seiner Ex-Freundin so war, irgendwann mal sein vorgeschobener Grund für das empfundene Zeitdefizit mit seinen Eltern zu sein.

    Wie würde er denn gern mit Dir und seinen Eltern leben?
    Wie ist das Verhältnis zwischen Dir und seinen Eltern?
    Es gibt doch sicherlich mal kleine normale Unstimmigkeiten (verschiedene Meinungen von Dir und seinen Eltern), bezieht er da Position?

  5. Inaktiver User

    AW: Muttersöhnchen

    Zitat Zitat von fraeulein_minza Beitrag anzeigen
    Wie würde er denn gern mit Dir und seinen Eltern leben?
    Wie ist das Verhältnis zwischen Dir und seinen Eltern?
    Es gibt doch sicherlich mal kleine normale Unstimmigkeiten (verschiedene Meinungen von Dir und seinen Eltern), bezieht er da Position?
    wenn es nach ihm ginge, würden wir alle in einem Haus leben und zwar am liebsten noch ohne etxra Haustüreingang usw. - für mich aber mitlwerweile völlig undenkbar - mit seinem Vater ja aber never mit meiner Schwimu

    Ich komme mit seinen Eltern von anfang an gut aus, sie sind wirklich nette Leute - besonders mit dem Vater bin ich irgendwie auf einer Wellenlänge.
    Mit seiner Mutter komme ich nur oberflächlich gut aus - nach mehr als 3 Stunden Besuch fängt sie leider an an allem rumzumeckern ich solle dies und ich solle das und sie hätte früher nie... es wird für mich in meiner Handlungsweise einfach kein Verständniss aufgebracht und alles runtergespielt, als ich solle mich nicht so anstellen und ihr Söhnchen hat natürlich immer recht... wenn das nämlich nicht so wäre, müsste sie ja eingestehen, eventuell auch Fehler in der Erziehung gemacht zu haben und das geht natürlich gar nicht.

    Sie ist dabei ziemlich unterschwellig verletztend mir und meiner Tochter (aus früherer Bez.) gegenüber und ich hänge bei solchen Situationen Besucher in dem Haus fest, ganz weit weg von zu Hause - das ist schon extrem belastend - leider versteht sie es durchaus geschickt es so zu drehen, das sie es nur macht wenn mein Mann nicht da ist oder es so hinzustellen, als würde sie es nur gut meinen und ich wäre zimperlich. Mein Schwiegervater hält sich aus allem raus, hat aber beim letzten Streit mir nachher heimlich ein Drückerle gegeben und entschuldigend lächelnd gemeint das ich es wohl grad nicht leicht hab.

    Meinem Mann kann ich erzählen was ich will, er tut das alles als Frauengezicke ab. Also ich würde nicht in irgendeiner Weise verteidigt werden, klar kann er ja nicht wenn er immer die gleiche Meinung wie Mami hat.

    Seine Eltern können machen was sie wollen, er findet darin immer etwas gutes und wenns nur gut gemeint ist :-)


    ich muss also aufpassen, das ich da nix falsches sage, sonst bekommt er es in den falschen hals und nachher heisst es vielleicht noch - ich hätte sie ja eh nie gemocht ...

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    AW: Muttersöhnchen

    Puah - wie hälst Du das aus? Schlecht.
    Ich könnte damit nicht leben.

    Eine angenehme Lösung fäll mir leider nicht ein - ich kapituliere. Weil ich (leider) denke, dass die Loyalitäten so verankert sind, dass ein Ablösen und sich selbst finden (wäre ja der 1.Schritt) ihm nicht möglich ist und schon gar nicht um eines anderen Menschen Willen/deinetwillen. Traurig für ihn und wie ich finde, sehr traurig für Dich. Ich hoffe ich täusche mich und ihr findet einen Weg miteinander oder Du einen gangbaren Weg für Dich!!!

    LG Minza

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