Liebe Bine...
ok.Und eins kann ich sagen:ich glaub,ich war noch nie so schonungslos ehrlich zu mir.Aber es dauert Zeit,um wieder herauszufinden,WAS man will wenn man eigentlich nichts mehr will außer pauschal nichts mehr außer Ruhe...wenn man nichts mehr ist,außer einer leeren Hülle.
Vieles habe ich auch schon umgekrempelt...und witzig ...auch ich habe mich von Menschen getrennt.Oder sie sich von mir,weil ich eben plötzlich nicht immer verfügbar war.Nicht mehr so pflegeleicht und selbstverständlich da.Geblieben sind die echten,guten Freunde,bei denen ich ICH sein kann und darf und ein "nein" kein Problem ist,sondern einfach mein gutes Recht und auch völlig normal.Und die auch für mich da sind,wenn das "Loch" wieder zu groß,zu schwarz und zu tief ist...auch wenn sie nicht verstehen,was genau los ist,aber sie sind DA und sagen oder zeigen mir,daß ich trotzdem ein liebenswerter und wertvoller Mensch bin.
@eli65:Danke!
Liebe Grüße
Andilina
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10.12.2008, 20:14
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
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13.12.2008, 00:37Inaktiver User
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Liebe Andilina, trotz aller Depression lese ich noch ein Fünkchen Humor aus Deinen Zeilen.
Immerhin - Du bist jünger als ich, denn diese "magische" Grenze habe ich bereits überschritten und fühle mich nicht anders als vorher auch.
Aber der Körper beginnt schon, sich leicht zu verändern und das wirkt sich meiner Meinung nach auch auf die Psyche aus. Mich hat es dann auch zu Rückblicken "gezwungen", was ich denn bisher erreicht hatte - irgendwie nicht viel fand ich.
Das mit dem Zunehmen kenne ich auch gut - keine Sorge, das bekommst Du auch wieder runter, aber nicht auf einmal! Ich habe damals mit Nordic Walking angefangen, weil das die Gelenke besser schont und geholfen hat es auf jeden Fall.
Was ist mit Deinem Gesicht? Was ist mit Deinen Haaren?
Was möchtest Du gerne verändern? Schau in den Spiegel...Jeder Mensch hat besondere Schönheitsmerkmale - die sollten unterstrichen werden. Wolltest Du vielleicht schon immer längere Haare haben? Dann beginne damit - ich habe es getan.
Und gute Kleidung muss nicht unbedingt teuer sein, ich werde auch öfters angesprochen und trage keine Markenklamotten.
Vielleicht bist Du eben kein Jeans u. Pulli-Typ.
Beim "liebevoll mit sich umgehen" - da muss ich selbst auch gerade passen, aber notfalls können wir ja noch einen Club der altausgedienten, hässlichen Altvierzigerinnen gründen. Strickend und in bunte Kittelschürzen gehüllt können wir uns unser Leid klagen, wie schön doch früher alles war
...wie hast Du es denn geschafft, nicht mehr pflegeleicht zu sein?...
Anima
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15.12.2008, 22:03
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Liebe Anima...
ja,mein Humor ist nahezu unverwüstlich.Gottseidank.
Und Du hast recht,ich bin eher ein Rock-Typ.
Wie ich nicht mehr so pflegeleicht geworden bin?
Ich habe den Rat meines Arztes befolgt.Mich zu hinterfragen,ob ich etwas tun WILL oder tun MUSS.Wenn ich MUSS,dann sollte ich es bleiben lassen.Mich nicht von anderen oder den Erwartungen anderer dazu zwingen zu lassen,etwas zu tun,was ich eigentlich nicht will.Z.B.hatte ich einen Thermentag geplant.Dann hätte plötzlich meine Nichte an diesem Samstag Zeit zum Bummeln gehabt.
Früher hätte ich meinen Thermentag sausen lassen und wäre bereit gewesen obwohl das an diesem Tag für mich Streß bedeutet hätte.So sagte ich,daß ich an diesem Tag nicht kann und gut wars.
Einfach sich trauen,"nein" zu sagen und nicht immer und zu jeder Zeit verfügbar zu sein und deswegen immer selbst zurückzustecken.
Aber seit Samstag gibt es neue Probleme in meiner Arbeitsstelle....meine Chefin hat mich sozusagen vorne umarmt und mir von hinten das Messer in den Rücken gerammt.Aber ich denke,ich habe nicht so reagiert wie sie dachte...leider ist der Schuß nach hinten losgegangen.Merke:das Lesen von Selbsthilfebüchern und das Besuchen einiger Motivations-und Führungsseminare sind keine Garantie dafür,daß sich dann die betreffenden Personen so verhalten wie man meint........
Und ich denke,ich hab mich nicht seminarskonform verhalten.*grins*
Aber was solls....sollte das die Vorstufe zu meiner Kündigung sein nach fast 20 Jahren im Unternehmen,dann wäre das früher eine Katastrophe gewesen.JETZT sage ich mir,das Leben geht sicher auch nachher irgendwie weiter....und wer weiß,wozu es gut ist.Auch wenn ich mich sehr gekränkt habe,menschlich so enttäuscht war,daß ich mal das Wochenende lang geheult habe.Aber jetzt gehts wieder.
Ich verstehe,warum man sagt:seit ich die Menschen kenne,liebe ich die Tiere.
Und ja,gerne...ich mache mit im Club der strickenden,häßlichen Altvierzigerinnen.*gggggggggggg*
Schönen Abend
wünscht Andilina
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15.12.2008, 23:00Inaktiver User
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Wunderbar! Du lebst also auch gelegentlich gegen den Strom?

Ich war einmal ein ganz liebes junges Mauerblümchen - jetzt habe ich mir im Job viel Respekt verschafft. Ich kann gelegentlich sehr hart sein, obwohl es mir irgendwie auch widerstrebt, denn ich bin im Grunde ein sehr friedliebender Mensch.
Bewahre vor allem Deinen Humor - Du hattest Deine Chefin im Würgegriff? Nicht schlecht.
Ab 40 darf man sich so einiges erlauben
Wirklich, ich möchte keine 20 mehr sein, denn je reifer ich werde, umso mehr werde ich mit dem Respekt behandelt, den ich mir hart erkämpft habe. Ich habe früher auch vor Hierarchien keinen Halt gemacht, anfangs ein großer Fehler, hinterher habe ich aus der harten Schule gelernt.
Du bist 20 Jahre in diesem Unternehmen, so schnell geht das nicht, kämpfe! Kämpfe vor allem für Dich, für Deinen Ruf - nimm nur auf Dich Rücksicht . Ganz wichtig - hier spricht eine mobbingerfahrene Kämpferin.
Du liebst Tiere
Sie sind ehrlicher viele Menschen.
Willkommen im Club - könntest Du mir noch mal zeigen, wie das mit dem Stricken geht? Ich mache die schönsten welligen Schals, die es gibt!
Anima
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15.12.2008, 23:02Inaktiver User
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Oh - und zum Rocktyp! Das ist doch klasse, daraus kannst Du etwas machen. Trage Röcke, kombiniere, wie es Dir Freude macht. Das kann auch nicht jede Frau tragen - übrigens liebe ich Röcke auch sehr
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26.12.2008, 16:28Inaktiver User
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Hi,
ich bin nun auch gerade 40 geworden. Frisch getrennt und wirklich nicht gut drauf.
Burn out und andere Dinge habe ich zwar nicht. Aber mir reicht es so auch schon. Diese Grenze, diese komische Zahl 40 hält einem richtig in Atem. Mir geht es nicht schlecht. Ich versuche es mir auch immer wieder deutlich zu machen. Mir geht es im Grunde sogar gut. Seis drum das ich nun Single bin, das ich einen kleinen Freundeskreis habe und an mir zweifle. Ich will da raus und wieder auf die Beine kommen.
Eine kleine Party gab es auch. War sogar schöner als erwartet. Hat richtig gut getan mit den Freunden zu feiern. Ich weiß nicht wie es bei dir aussieht. Aber manchmal redet man sich selbst alles schwarz.
Meine Gesundheit ist relativ hin. Die Psyche drückt weil ich die Beziehung noch nicht verkraftet habe. Und nun will ich es wieder anfassen. Die letzten Tage habe ich mit joggen angefangen und Morgen werde ich die Süßigkeiten entsorgen...
Willst du nicht mitmachen? Mal schauen wer eher die 6 km schafft?
Röcke kann ich nur empfehlen. Ich stehe da total drauf weil es so schön weiblich aussieht.
Lass dich nicht unterkriegen!!!
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27.12.2008, 14:30
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Hallo
der Egländer hat einen schönen Begriff für die Problematik: "Compared to what." Bin selbst ü 50!!
1. Es hat keinen Sinn sich mit jungen Menschen oder seinem Aussehen mit 25 zu vergleichen! Auch andere z.B.
potentielle Partner sollte Mann/Frau nicht ungerechterweise mit Maßstäben betrachten die man selbst
nicht mehr erfüllt. Es wäre einfach unlogisch und fällt nur auf einen selbst zurück.
2. Sport ist die einzige Möglichkeit Figurprobleme in den Griff zu kriegen, natürlich auch die Ernährung.
Die ach noch so gut aussehenden Schauspieler/innen ab 40 machen täglich ein knüppelhartes Training
und essen nur noch die Hälfte und da sind z.B. Süssigkeiten jeder Art verboten!
3. Es gibt nun mal immer mehr Menschen ü 40 (Babyboomer). Es ist statistisch gesehen unmöglich keinen
adäquaten Partner zu finden der nicht die gleichen Probleme hat. Also kein Grund zur Panik.
4. Schönheit ist meiner Meinung nach durchaus eine rein äußerliche Angelegenheit, leider. Aber die gute Nachricht ist
das 90% dem absoluten Ideal nicht entsprechen. Geh mal über die Einkaufsstraßen oder schau dir die Politiker an,
und dann sage nochmal du bist hässlich.
Gruß Gary
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27.12.2008, 19:04Inaktiver User
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Hallo,
das ist zwar drastisch formuliert, aber zutreffend
Zu Beginn diesen Jahres ging es mir ähnlich wie Dir, liebe Andilina
40 Jahre alt, fast 90 Kilo auf 160 cm, schwerfällig, traurig, schmerzende Gelenke, fand mich selbst nicht schön, fand keine Kleidung mehr, die mir gefiel...
Meine Mutter riet mir, doch zu Weight Watchers zu gehen, was ich nach unserem Urlaub dann auch tat. OK, das kostet Geld, aber inzwischen gibt es dort einen "Monatspass" für 39 Euro, was ich locker durch nicht mehr gekauften Fastfood, Chips, Süßigkeiten, Eisbecher usw. eingespart habe. Auch indem mir meine vorhandenen, bis dato zu engen Klamotten nach und nach wieder passten, habe ich das Geld zumindest in den ersten Monaten locker wieder reingeholt.
Das Ende vom Lied: ich gehe da wirklich konsequent jede Woche hin (außer wenn ich ganz gelegentlich mal einen beruflichen Termin habe) und habe bis auf 59 Kilo abgenommen, trage nun Gr. 38/40 und bin momentan in der sogenannten "Erhaltung", d. h. wenn ich das Gewicht 6 Wochen lang erfolgreich gehalten habe, werde ich sogenanntes Goldmitglied und kann die Treffen fortan kostenlos besuchen. Und das werde ich auch tun!
Parallel zum WW-Gruppenbesuch habe ich auch ein leichtes Training angefangen. Seit Monaten fahre ich ca. 3- bis 4x die Woche jeweils 20 Minuten auf unserem Trimmfahrrad, schaue dabei eine mich interessierende Sendung im TV. Einmal pro Woche gehe ich mit meinem Mann zum Tanzkurs. Gelegentlich gehe ich ins Schwimmbad und ziehe Bahnen, und zuhause benutze ich seitdem konsequent die Treppe (wir wohnen im 2. Stock) und lasse den Aufzug links liegen.
Mit fortschreitender Abnahme sind mein Lebensmut und mein Selbstwertgefühl peu a peu zurückgekehrt. Es war so schön, immer mehr liebgewonnenene Sachen aus dem Kleiderschrank wieder anziehen zu können. Mit jedem schwindenden Kilo stieg wieder meine Lust, mich zu schminken, passenden Schmuck rauszusuchen, mir die Haare zu stylen, zum Friseur zu gehen usw. Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass ich mich inzwischen neu einkleiden mußte bzw. durfte, aber dafür gibt wahrscheinlich jeder gerne Geld aus
Indem ich abends seit Diätbeginn nicht mehr mit Chips und Schoki vollgefuttert und traurig zu Bett ging, schlief ich auch wieder besser, was sich auch total positiv auf meine Gesundheit und mein Wohlbefinden auswirkte. Dass meine Knochen und Gelenke nur noch ganz gelegentlich schmerzen (und dann im erträglichen Rahmen) brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Und ab einem gewissen Abnahmeerfolg (ich glaube, als ich so ca. 70 Kilo erreicht hatte) fiel es auch massiv in meinem Umfeld auf und seitdem bekomme ich Glückwünsche und Komplimente ohne Ende, was auch total schön ist und zum Weitermachen anspornt.
Ich arbeite nicht für WW und will auch keine Werbung dafür machen, aber mir hat es extrem geholfen, mein ganzes Leben ist nun schön und lebenswert, und das in weniger als einem Jahr - bei mir hingen alle Probleme, alles Unwohl- und Unzufriedensein wirklich an dem Übergewicht. Ich rate Dir, auch konsequent abzunehmen, egal mit welcher Methode - ich vermute stark, dass sich genau wie bei mir auch bei Dir dann alles andere nach und nach verbessert
Geändert von Inaktiver User (27.12.2008 um 19:08 Uhr)
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02.01.2009, 09:43Inaktiver User
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
Hallo,
ich denke, wichtig ist, Grenzen zu ziehen, zu akzeptieren, dass es im Moment so ist wie es ist. Hört sich vielleicht unwahrscheinlich an, aber ich habe auch so etwas erlebt und es viel mir leichter, etwas zu verändern, nachdem ich meine Situation angenommen hatte. (Paradox, nicht)
Ich denke, der Blick im Spiegel sagt auch viel über unsere innere Gefühlswelt aus.
Nein sagen, musste ich auch erst lernen. Du kannst nicht ständig für andere dasein, wir vergessen oft, dass jeder auch für sich verantwortlich ist.
Ich finde es wichtig, dass die Situation in kleinen Schritten geändert wird, was kann ich tun, damit mir mein Äußeres wieder gefällt? Was kann ich tun, damit ich mich wohler fühler? Wenn du dir das erst einmal für einen Tag vornimmst, siehst du - dass es funktionieren kann. Jeden Tag - da tust du dann etwas für dich.
Dir alles Gute
Annette
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02.01.2009, 09:58
AW: Neuorientierung um die 40 und das große Fragezeichen
danke für diesen strang, ich kann mir hier auch ein paar anregungen rausziehen

werde in wenigen wochen auch 40 und bin gerade dabei, eine beziehung aufzugeben, zu realisieren, dass wir nicht mehr zusammenkommen werden, und zu lernen, diesen menschen loszulassen.
das ganze fällt mir unheimlich schwer, eben auch aufgrund meines alters. ich muss mit diesem menschen viele pläne und wünsche aufgeben, die ich wohl jetzt nicht mehr realisieren kann, eben weil ich nun schon 40 werde...z.b. meinen kinderwunsch.
es tut mir wahnsinnig weh zu wissen, dass ich nun 40 werde und viele dinge einfach nicht mehr umsetzen kann, die mir eigentlich immer wichtig waren. irgendwie habe ich das gefühl, der zug ist nun abgefahren...und bei diesem gedanken dreht sich mir regelrecht der magen um.
ich muss mich auch irgendwie neu orientieren, mir neue wünsche und ziele stecken, aber es gelingt mir noch nicht so recht.
vielleicht hilft mir ja dieser strang dabei...
"sand, so weit das auge reicht zwischen den hügeln und dem meer - in der kalten luft eines nachmittags, der fast vergangen ist, und gesegnet vom wind, der stets von norden bläst.
der strand. und das meer -
es könnte die vollkommenheit sein..."
alessandro baricco in "oceano mare"



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