Selbstmitleid und Neid sind aber zwei "Probleme", die an sich gar nichts spezifisches mit dem "Problemkomplex" Kinder/Familie/Ehemann/Familienheim zu tun haben, auch wenn der Mangel in diesen Bereichen hier vielleicht in diesem Fall die Ursache ist.Zitat von Inaktiver User
Selbstmitleid und Neid könnten ja z.B. auch gerade aufgrund des Mangels des hier gerne zitierten Nobelpreises entstehen. Die Forscherin, die vielleicht schon Jahre an einem bestimmten Projekt arbeitet ohne dass der Durchbruch gelingt, könnte doch durchaus auch diese Emotionen haben, wenn sie die lieben Kollegen immer wieder fragen, wie denn der Stand der Dinge ist. Oder die Mutter, Ehefrau und Hausbesitzerin könnte sich so fühlen,weil manch andere sogar noch ein größeres Haus haben. Oder einen noch tolleren Mann. Oder noch tollere Kinder etc. pp.
Selbstmitleid und Neid gehören meiner Meinung nach zu den Problemen an denen man sehr wohl gut arbeiten kann, weil das in jedem Fall etwas mit der Abhängigkeit von fremdbestimmten Werten zu tun hat. Irgendjemand redet doch immer blöd. Was soll denn die Mutter und Ehefrau sagen, wenn die oben genannten Freundinnen/Familie fragen wie es ihr geht, sie aber im Grunde total unglücklich ist, weil es Probleme in der Familie gibt? Wenn sie dann immer nur erzählt, dass es leider gerade gar nicht so super läuft, wollen das doch die anderen dann auch irgendwann mal nicht mehr hören.
Es gibt nun mal nur ganz wenige Menschen, die sich immer wieder die selben Klagen über die selben Probleme anhören. Die Art des Problems ist dabei aber austauschbar.
Wenn die Reaktion "Selbstmitleid und Neid" auf solche vielleicht manchmal unangenehmen Fragen das eigentliche Problem der TE sein sollte, geht es hier doch im Wesentlichen gar nicht darum, dass sie bisher noch keine Kinder/keinen Mann/kein Haus usw. hat, sondern darum, dass sie sich zu viel mit anderen vergleicht und sich dadurch von deren Ansichten abhängig macht.
Das ist sicher irgendwie menschlich..so hart sollte das jetzt auch nicht rüberkommenAber das ist doch wirklich etwas, wogegen man selbst etwas tun kann, wenn einen das stört..
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29.11.2008, 15:52Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Geändert von Inaktiver User (29.11.2008 um 15:56 Uhr)
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29.11.2008, 15:56Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Ich meine etwas anderes.
Zitat von Inaktiver User
Ich hinterfrage ob es wirklich Selbstmitleid und Neid ist - oder das nur von Aussen (besonders und absurder Weise von Menschen die diese Punkte schon erreichten) so gesehen und benannt wird.
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29.11.2008, 15:59Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Sorry, dann habe ich das falsch verstanden.
Hat die TE nicht selbst von sich gesagt:
?Selbsmitleid und Neid sind gerade meine ständigen Begleiter...
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29.11.2008, 16:00Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Wenn mir das an der Stelle der Te ständig von meinem Umfeld vermittelt würde -
Zitat von Inaktiver User
und so ist es wie auch du schriebst meist in dieser Situation, weil die wenigsten es ertragen können -
und das Umfeld sich vielleicht sogar auch mehr und mehr abwenden würde- was würde ich glauben?
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29.11.2008, 16:08Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Dass das keine Menschen sind, denen wirklich etwas an mir liegt? Dass die mich nicht respektieren wie ich bin?
Zitat von Inaktiver User
Wieso sollte ich mir von denen diktieren lassen, dass ich jetzt Mitleid mit mir selbst haben und neidisch auf die anderen sein muss, wenn das tatsächlich gar nicht so ist?
Wenn man im Grunde NICHT darunter leidet, dass man noch kein Haus/kein Kind/keinen Mann hat und es den anderen von Herzen gönnt, dass die das aber schon haben, kann man doch auf diese Fragen einfach sagen, dass es einem gut geht so wie es ist und man tatsächlich nichts vermisst
Entweder akzeptieren die das dann oder eben nicht. Aber das ist doch dann in beiden Fällen nicht mein Problem
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29.11.2008, 16:14Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Wieder meinte ich etwas anderes.
Die TE leidet darunter keinen Mann, Familie, Kinder, Haus zu haben. Also werden die Antworten auf Fragen wie es ihr geht, wenn sie ehrlich antwortet, nicht positiv ausfallen.
Nach einiger Zeit, kann/will sich das aber kaum einer noch anhören. Das Umfeld reagiert negativ darauf.
Das Umfeld will sich das "Selbstmitleid" nicht mehr anhören. Will sich die komischen Blicke (den Neid, aus ihrer Sicht vielleicht eher Traurigkeit und Wehmut) nicht mehr gefallen lassen
Ich hinterfrage ob es wirklich Selbstmitleid und Neid ist.
Als Beispiel: Ich weiß nicht wie ich schauen würde, wenn ich mir vergeblich sehnlichst ein Kind wünschen würde, wenn die Freundin von ihren Problemen mit dem Kind spricht. z.b. das es nicht genug zunimmt.
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29.11.2008, 16:19Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Das hat die TE selbst so genannt.
Zitat von Inaktiver User
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29.11.2008, 16:20Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Und ich hinterfrage es ganz einfach. Weil ich die Te da so in dieser Situation nicht hängen lassen will. In dieser Verzweiflung.
Zitat von Inaktiver User
Mimimu,
wie ist das mit dem Selbstmitleid und dem Neid?
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29.11.2008, 16:21Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Also, ich finde es sehr schön, einen Mann und zwei Kinder zu haben. Ich bin dafür sehr, sehr dankbar und habe in keiner Weise "ausgeträumt". Für mich gibt es nichts Schöneres als ein Kinderlachen, noch immer, keine schlaflose Nacht und keine Pubertätsranderscheinungen konnten daran etwas ändern. Natürlich hat alles im Leben seinen Preis. Nicht dass Kinderhaben mein einziges Ziel war, aber der Nobelpreis nebenher hat leider nicht geklappt
und Neid und Selbstmitleid kenne ich durchaus auch.
mimi -- ich weiß nicht mehr den Namen -- es ist doch noch nicht zu spät. Bleib nicht stecken in deiner Verzweiflung. Überlege, ob du dir vielleicht selbst im Weg stehst. Raff dich auf, verändere was, kämpf um dein Glück
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29.11.2008, 16:22Inaktiver User
AW: Mein Haus, meine Kinder, mein Ehemann...
Ist es wirklich so, dass man unter diesem Mangel ständig leidet? Ich halte es eher für einen Ausdruck einer bestimmten Lebenseinstellung, die hier nur einen Punkt gefunden hat, an dem sie sich ausdrücken kann. Neidisch und selbstmitleidig zu sein hat nichts damit zu tun, ob man Kinder, Mann oder Haus hat oder ohne das eine oder gar alles drei lebt. Das ist wohl eine bestimmte Sicht auf das Leben und mich selbst, wenn ich mich im Kontrast zu anderen Menschen in meiner Umgebung so defizitär sehe.
Zitat von Inaktiver User


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