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  1. User Info Menu

    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    @ Nastasja F.
    warum sollten "vorbilder" in bezug auf verhaltensweisen nicht in meiner unmittelbaren umgebung vorkommen?
    Das können sie natürlich, aber das war in meinem Leben kaum der Fall. Gut, es gab einige Frauen, bei denen hab ich gedacht: „Was die haben, das will ich auch.“ Aber ich wußte immer noch nicht, wie ich dieses Ziel erreichen konnte und hatte meist nicht den engen Draht zu diesen Frauen, um sie danach zu fragen, wie sie das machen. Und dann gibt es auch Unterschiede im Temperament, die man berücksichtigen muss. Ich werde z.B. nie die extravertierte Salonlöwin sein, auf die alle zuhechten, meine Beliebtheit wird sich eher anders äussern.
    finde ich doch, dass es eigentlich auf meine phantasie, interpretationsgabe und umsetzung ankommt.
    Stimmt. Diese Arbeit kann einem bei Vorbildern niemand abnehmen. Man muss das schon selbst in seine eigene Persönlichkeit integrieren.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  2. Inaktiver User

    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    oha ja..

    ein hanebüchenes Beispiel, um seinen Lebensentwurf zu erklären..

    Das muss doch nicht sein..

    Soll doch jeder das verwirklichen was er FÜR SICH für richtig erachtet..OHNe solche Vergleiche zu bemühen..
    ja, klar. Immer schön individuell, möglichst ohne Nachdenken

    Wer (bzw. wie soll diese Erde) die nächsten 6Mrd. Menschen ernähren?
    Die Anzahl an Menschen ist halt stetig gestiegen in den letzten Jahrhunderten. Ebenso die ernährungstechnischen Ansprüche (Stichwort: Raps statt Reis).
    Und irgendwann wird die Grenze erreicht sein.

    Aber ich glaub, das ist jetzt OT.

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    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    Zitat Zitat von Latona
    @ Nastasja F.Das können sie natürlich, aber das war in meinem Leben kaum der Fall.
    @latona,

    bei solchen aussagen zweifele ich eigenartigerweise an der person, die sie äussert, nicht an der aussage. wie wenig ich menschen abgewinnen kann, denen ich tagtäglich begegne, liegt ein stück auch an meinem anspruchsdenken. nicht dass ich etwas dagegen habe, dass menschen anspruchsvoll sind, aber diesen anspruch erfüllt einem letztendlich kein anderer. deswegen ist der blickwinkel doch schon einmal gefordert, sich aufmerksamer mit den details auseinanderzusetzen und ich halte es für eine gabe, die vorzüge meiner mitmenschen entdecken zu können. diesbezüglich gab es die situation schon öfter als einmal. ich bedaure nur, damit so schlampig in bezug auf mich selbst umgegangen zu sein.

    Gut, es gab einige Frauen, bei denen hab ich gedacht: „Was die haben, das will ich auch.“
    ja, haben....bedauerlicherweise denkt man immer: "warum gehört nicht mir, was ihr gehört, was sogar persönliche vorzüge betreffen kann. brrrrrrrrhh. liegt das daran, dass wir frauen sind?

    Ich werde z.B. nie die extravertierte Salonlöwin sein, .....
    ...oft nicht wirklich erotisch....


    brauchst glaube ich nicht traurig zu sein. vielleicht entspräche das auch garnicht deinem typ.

    gruss
    N.F
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

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    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    Interessante Frage.
    Was die Frauen in meiner direkten Umgebung angeht, war es eher dieser Fall:
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wobei Negativ-Bilder ja auch richtungsweisend bzw. eine Orientierungshilfe sein können.
    Ich habe mir mein Umfeld angesehen und dort alles das gesehen, was ich nicht war und werden wollte. Wie bei vielen anderen war das ein eher biederes Kleinstadt-Umfeld mit nichtarbeitenden Müttern, angepasst, brav.
    Auch was die Gleichaltrigen angeht - ich konnte lange Zeit nichts mit anderen Mädchen anfangen; ich habe ihre Spiele nicht verstanden, konnte mit ihren Themen nichts anfangen, habe andere Bücher gelesen, andere Filme gesehen.
    Vorbilder in der Literatur/in Filmen gab es wenige. Die meisten Mädchen-/Frauenfiguren waren mir zu passiv. "George" von den 5 Freunden - die fand ich klasse. Später dann habe ich Leia Organa aus Star Wars bewundert. Das war eine toughe Frau, die sich von den Männern nicht die Butter hat vom Brot nehmen lassen, die für ihre Überzeugungen gekämpft hat - und das im Notfall auch ganz handfest mit der Laserpistole. Oder kann sich (keine Kommentare zu meinem TV-Geschmack, bitte ) noch jemand an Xena erinnern? Diese Amazone mit Schwert und Wurfring?

    Leider bin ich persönlich nicht so mutig, selbstbewusst und unabhängig wie meine "Heldinnen", sondern ein eher ängstlicher Typ, der sehr von der Anerkennung anderer abhängt. Vielleicht weil ich durch mein "Anders-Sein" in meiner Kindheit oft alleine war und ausgelacht und verspottet wurde; sowas schlägt Narben in der Seele, die sich selbst heute noch an Ecken melden, wo ich sie gar nicht mehr erwarte.
    Vielleicht auch deshalb, weil "Selbstbewusstsein" und "Unabhängigkeit", "Stärke" keine Eigenschaften waren, die durch meine Eltern gefördert wurden, im Gegenteil, ich habe meine ganze Kindheit und Jugend damit gebracht, um kleine Freiheiten zu kämpfen, die für Gleichaltrige selbstverständlich waren - meine Eltern gehörten in die Kategorie überbesorgt und hatten ständig Angst um mich.
    Ob ich deshalb diese Vorliebe für utopische starke Frauen habe? Weil sie so sehr das Gegenteil sind von mir?
    *lost in the woods*

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    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    @ Nastasja F.
    bei solchen aussagen zweifele ich eigenartigerweise an der person, die sie äussert, nicht an der aussage. wie wenig ich menschen abgewinnen kann, denen ich tagtäglich begegne, liegt ein stück auch an meinem anspruchsdenken. nicht dass ich etwas dagegen habe, dass menschen anspruchsvoll sind, aber diesen anspruch erfüllt einem letztendlich kein anderer. deswegen ist der blickwinkel doch schon einmal gefordert, sich aufmerksamer mit den details auseinanderzusetzen und ich halte es für eine gabe, die vorzüge meiner mitmenschen entdecken zu können. diesbezüglich gab es die situation schon öfter als einmal. ich bedaure nur, damit so schlampig in bezug auf mich selbst umgegangen zu sein.
    Also, die erwachsenen Frauen um mich rum in meiner Kindheit waren für mich keine Vorbilder – alles brave Hausfrauen. In der Schule und im Bekanntenkreis später gab es dann manchmal gleichaltrige Mädchen, die ich beneidet habe. Das Problem ist nur, dass die für mich trotzdem kein Maßstab sein konnten, weil ich eine doch etwas problematischere Sozialisation durchlaufen habe als diese Mädchen, und weil ich noch nie so war wie sie und alle anderen. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich das akzeptiert habe. Also können angemessene Verhaltensweisen auch nur für mich maßgeschneidert sein und nicht von anderen einfach abgeschaut werden. Sonst ist die Gefahr zu groß, dass da einfach was Unpassendes übergestülpt wird.
    ja, haben....bedauerlicherweise denkt man immer: "warum gehört nicht mir, was ihr gehört, was sogar persönliche vorzüge betreffen kann. brrrrrrrrhh. liegt das daran, dass wir frauen sind?
    Man muss das ja gar nicht exklusiv sehen. Ich muss ja nicht unbedingt anderen was wegnehmen, wenn ich es so gut haben möchte wie sie. Ich kann ja mein eigenes Potential dafür aktivieren. Aber das muss man erst mal finden. Eine anziehende Persönlichkeit ist ja Gottseidank kein knappes Gut, über dessen Verteilung gestritten werden müsste. Jeder kann eine anziehende Persönlichkeit haben, wenn er sich drum bemüht.
    ...oft nicht wirklich erotisch....

    brauchst glaube ich nicht traurig zu sein. vielleicht entspräche das auch garnicht deinem typ.
    Finde ich jetzt auch nicht schlimm. Ich kriege eine andere Art von Anerkennung, die mir im Grund mehr bedeutet, als der Ruf eines Glamourgirls. Und so übel bin ich als Gastgeberin in meinem Salon gar nicht.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  6. Inaktiver User

    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    Zitat Zitat von Latona
    Gut, es gab einige Frauen, bei denen hab ich gedacht: „Was die haben, das will ich auch.“ Aber ich wußte immer noch nicht, wie ich dieses Ziel erreichen konnte und hatte meist nicht den engen Draht zu diesen Frauen, um sie danach zu fragen, wie sie das machen.
    Liebe Latona, nur so ein Gedanke:
    Es gab bei mir auch ein, zwei Menschen in meinem Leben, die für mich Vorbild waren, deren Eigenschaften ich auch gern hätte. Und nachdem ich versucht hatte, mich in diese Richtung zu entwickeln,stellte ich fest, dass ich nicht wirklich das ganze Paket haben wollte, weil diese Eigenschaften manchmal mit Dingen zusammenhängen könnten, die man bei sich selbst durchaus schätzt bzw. gar nicht so umsetzen kann und will.
    Ehrenpreis

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    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    *g* Rowellan, bist du ich?

    Ich fand übrigens von Kleinkindbeinen an Kate Bush wunderschön und toll. Hab mit vier oder so ihr erstes Video (oder einen Auftritt) von "Wuthering Heights" gesehen, und das war für mich von da an der Inbegriff von Weiblichkeit. Als ich sie dann neu entdeckte, so mit 14, fand ich heraus, dass sie auch eine starke, eigenwillige Frau ist, die viele Dinge nicht so tut, wie es üblich ist - die Text- und Bildsprache in Musik und Videos, ihr Auftreten usw. zeugten von einer Stärke und einem Ruhen in sich selbst, die ich auch gern gehabt hätte.
    (Mal abgesehen vom Äußeren).

    Weibliche Vorbilder im Familienkreis? Meine Tante. Als Kind und Jugendliche hab ich sie bewundert, weil sie selbstbewusst auftrat (und heute noch auftritt) und weil sie immer zu wissen schien, was sie wollte. Außerdem hat sie mich immer ernst genommen und mir viele Träume und Wünsche erfüllt.
    Auch sie war und ist für mich eine starke Frau.
    Life's just a game I believe - the longer you play it, the harder it gets.
    (Skyclad, Building a Ruin)

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    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    Zitat Zitat von Latona
    .....
    .......................................
    In der Schule und im Bekanntenkreis später gab es dann manchmal gleichaltrige Mädchen, die ich beneidet habe. Das Problem ist nur, dass die für mich trotzdem kein Maßstab sein konnten, weil ich eine doch etwas problematischere Sozialisation durchlaufen habe als diese Mädchen, und weil ich noch nie so war wie sie und alle anderen.
    das ging mir nicht anders. treffe ich hier nur leidensgefährtinnen?

    Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich das akzeptiert habe. Also können angemessene Verhaltensweisen auch nur für mich maßgeschneidert sein und nicht von anderen einfach abgeschaut werden.
    es gibt überhaupt nichts massgeschneidertes ausser beim schneider,finde ich.

    Sonst ist die Gefahr zu groß, dass da einfach was Unpassendes übergestülpt wird.
    aber selbstverständlich. davon wollte ich garnicht reden.

    Man muss das ja gar nicht exklusiv sehen. Ich muss ja nicht unbedingt anderen was wegnehmen, wenn ich es so gut haben möchte wie sie. Ich kann ja mein eigenes Potential dafür aktivieren. Aber das muss man erst mal finden. Eine anziehende Persönlichkeit ist ja Gottseidank kein knappes Gut, über dessen Verteilung gestritten werden müsste.
    mich nervt schlicht und einfach die häufige formulierung bzw. wohl auch der gedanke, der dahintersteckt:

    "ich konnte diese und jene frauen nicht bewundern, weil......aber es gab diese und jene, die etwas hatte, was ich auch gerne gehabt hätte.........." usw. usf.

    frauen drücken sich aus, als können sie nicht anders bewundern als gleichzeitig zu beneiden und dann im gegenzug zu behaupten, dass sie dies nicht bräuchten, anderes nicht nötig hätten oder es einfach keinen grund dafür gab. dennoch aber schreiben sie so.

    ich meine, bewunderung für etwas wird zu oft mit dem verwechselt, was andere haben, was man selbst nicht hat.....
    das ist keine bewunderung. wenn ich jemanden bewundere, dann schätze ich ihn/sie. dann ist dies nicht etwas, was es zu besitzen gilt. schlimm ist auch noch, dass das immer im sinne von besitz artikuliert wird. eben auch hier. so wollte ich allerdings garnicht interpretiert werden. ich habe mich eher in dem sinne artikuliert, dass ich mich eigentlich dagegen verwahren wollte.

    bin ich denn so missverstanden worden?

    auch an devoten hausfrauen kann ich die eine oder andere faszinierende qualität entdecken, die sich jetzt nicht auf ihr devotes hausfrauendasein bezieht sondern auf etwas ganz anderes. viele menschen "besitzen" (nein, eben nicht ) etwas, was sie nicht für ihre persönliche situation, momentane anschauung oder als das produkt ihrer erziehung prädestiniert. noch nichteinmal dann, wenn sie zwischen oder in diesen engpässen leben und sich damit arrangieren.

    gruss
    N.F
    Geändert von Nastasja.F (25.11.2008 um 15:42 Uhr)
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

  9. Inaktiver User

    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    Zitat Zitat von Nastasja.F

    Ich frage mich, ob es bei all der Orentierungslosigkeit, in die uns eine aufgesetzte Weiberrolle, vermittelt durch Mutter, Nachbarn und Reclame wirft, ein Kompliment für uns oder ein Defizit in uns ist, ohne weibliche Vorbilder zu leben, ohne etwas, an dem man sich gerne orientiert. Einige schrieben ja von solchen Beispielen, aber die wenigsten orientierten sich wohl wirklich daran.

    Ich war nicht orientierungslos! Nur habe ich mich nicht an Frauen orientiert. Mir wurden auch keine weiblichen Attitüden aufoktroyiert, ich durfte ich sein.
    Leitbilder hatte ich schon: freche Jungs, meine Sportlehrer, der Bonanza-Clan, Max & Moritz, der Räuber Hotzenplotz usw.

    Ich komme noch einmal auf das Potential zurück. Puppenspiele, weiße Söckchen und Schleifchen im Haar entsprachen noch nie meinem Wesen; wohl aber auf Bäume klettern, Nachbarn ärgern, im Dreck spielen, Streiche spielen, Banden gründen.

  10. User Info Menu

    AW: Welches Frauenbild tragt ihr in euch?

    @ Nastasja F.
    mich nervt schlicht und einfach die häufige formulierung bzw. wohl auch der gedanke, der dahintersteckt:

    "ich konnte diese und jene frauen nicht bewundern, weil......aber es gab diese und jene, die etwas hatte, was ich auch gerne gehabt hätte.........." usw. usf.

    frauen drücken sich aus, als können sie nicht anders bewundern als gleichzeitig zu beneiden und dann im gegenzug zu behaupten, dass sie dies nicht bräuchten, anderes nicht nötig hätten oder es einfach keinen grund dafür gab. dennoch aber schreiben sie so.
    Aber nicht doch! Wie heißt es so schön: Neid ist immer ein Kompliment! Worauf man neidisch ist, das bewundert man auch. Damals wäre ich gerne so gewesen wie gewisse Mädchen. Aber ich hatte weder die Ressourcen bzw. den Zugang dazu noch habe ich die entsprechenden Anlagen. Aber deswegen muss ich das, was ich stattdessen habe und was ich erst später entdeckt habe und zu würdigen wußte, ja nicht klein machen. Heute habe ich es wirklich nicht mehr nötig, auf diese Mädels oder ähnliche Frauen neidisch zu sein.
    auch an devoten hausfrauen kann ich die eine oder andere faszinierende qualität entdecken, die sich jetzt nicht auf ihr devotes hausfrauendasein bezieht sondern auf etwas ganz anderes.
    Mit den meisten braven Hausfrauen hab ich im Gespräch niemals für mich spannende Berührungspunkte gefunden. Sorry, aber die waren mir einfach nicht intellektuell genug. Ich will nicht ausschließen, dass ich eine Hausfrau auch bewundern könnte, aber bisher ist mir noch keine über den Weg gelaufen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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