Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 35 von 35
  1. User Info Menu

    AW: Edel sei der Mensch

    Animosa- du denkst, Literatur könnte den Menschen "retten"?

  2. User Info Menu

    AW: Edel sei der Mensch

    Hallo ihr Lieben,

    ich war etwas angetrunken. Sorry.

    Ich habe die Antworten hier noch nicht gelesen, liebe Kenzia. Ich weiß, dass ich wohl eher für verrückt erklärt werde dafür.

    Bin ich ja auch.

    Nein, Literatur kann es nicht ändern. Denn es hätte schon keinen Weltkrieg geben dürfen, weil Goethe und Schiller und Lessing ... schon viel früher bekannt gaben, was die Werte der Menschheit sein müssten. Mein Lieblingsdichter war Heine in der Schule. Ich mochte sein politisches Engagement und seine Humanität dabei so sehr. Dass er nie die humanen Werte außer Acht ließ bei allem, was er schrieb. Das imponierte mir.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  3. User Info Menu

    AW: Edel sei der Mensch

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist außerdem ein ziemlich eurozentrisches Weltbild- was ist mit Asien, z.B. Da lebten und leben auch viele gebildete Menschen.
    Asien hat eigene Persönlichkeiten von großer Bedeutung zu bieten, wie z.B. Konfuzius.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  4. User Info Menu

    AW: Edel sei der Mensch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Animosa, wie geht's dir denn eigentlich?
    Ich denk mir, jeder hat mal so Tage.
    Viele schreiben persönliches über sich, das in einer momentanen Stimmungslage entstanden ist. Ist mir auch schon so gegangen. Und beim Nachlesen einen Tag später so: okay, eigentlich wars dann doch nicht so dramatisch... in dem Moment kommt's einem halt wichtig vor.
    Trotzdem sind da viele Gedanken dabei, die dich grundsätzlich beschäftigen, die nachdenkenswert sind.
    Und nicht weniger "wert", nur weil sie unter Alkoholeinfluss geschrieben wurden.
    Meld dich mal bitte, sag 'Hallo', wir alle kennen dich doch auch in "normal", vernünftig, reflektiert und überlegt, weniger wirr.
    Ja, ich habe mich am nächsten Morgen geschämt dafür. Und erst heute habe ich hier einen Blick wieder rein geworfen.

    Ich danke euch allen, dass ihr mich nicht zur Schnecke gemacht habt dafür. Es ist ja auch ein wenig anmaßend, alle für ungebildet erklären zu wollen, die ggf. kein Goethe und Schiller im Unterricht hatten.

    Ich liebte Goethes "Erlenkönig" früher über alles! Ich liebte Literatur so sehr! Leider habe ich nicht alles als Pflichtlektüre mitbekommen wie meine Schwester, die Abitur machen konnte. Da war ich etwas traurig drüber. Ich liebte auch Pflichtlektüre sehr! Sie wurde fachlich diskutiert, die Diskussionen wurden von Lehrern angeleitet. Das war mir sehr viel Wert!

    Goethes Faust mit der Gretchenfrage ... Alles heute noch so aktuell. Und gleichzeitig traurig irgendwie. Entwicklung geht so langsam. Aber es gibt Entwicklung - immerhin.
    Ich bin ein sehr aktiver Mensch. Dadurch bin ich eigentlich recht glücklich. Ich gestalte mein Leben recht gut. Die sentimentalen Momente habe ich immer mal. Ich steigere mich dann gerne rein. Das ist leider mein Wesen.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  5. User Info Menu

    AW: Edel sei der Mensch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Goethe, Schiller & Co. haben mich in meiner Jugend gerettet!
    Ich bin in zerrütteten Verhältnissen aufgewachsen ohne erwachsene Bezugsperson, die mir ein Vorbild hätte sein können. Auf der Suche nach Orientierung habe ich diese Autoren und deren Welt- und Menschenbilder früh entdeckt und davon beeinflusst meine eigenen Werte ausgebildet.
    (Auf Therapeutendeutsch: Das waren meine einzigen "externen Ressourcen".)

    Im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter, so zwischen 30 und 40, hatte ich nochmal einen ähnlichen Impulse-Schub, als ich auf der Suche nach einer Art Mentor war, also einem Menschen, der mir an Lebenserfahrung deutlich voraus war und mir in beruflichen und privaten Situationen mit Rat zur Seite stünde, und dabei diverse Autoren von Selbsthilfebüchern u.ä. entdeckte, wie z.B. Susan Jeffers.
    Aus deren Werken habe ich sehr viel für meine Entwicklung mitgenommen.

    Heute, mit Ü50, bin ich selbst "alt und weise" und generiere meine Orientierung aus mir selbst heraus.

    In der Rückschau sehe ich, dass ich definitiv viele tolle Mentoren hatte, die durch Weitergabe ihrer (Herzens-)Weisheit an mich dazu beigetragen haben, dass ich die geworden bin, die ich heute bin - obwohl keiner von ihnen mich persönlich gekannt geschweige denn speziell mich gemeint hat.

    Goethe und Schiller waren die ersten.
    Das ist ein schöner Rückblick.

    Ich habe mir als Kind immer gewünscht, religiös erzogen zu sein. Denn ich suchte auch Halt. Und ich beneidete alle, die als Kind sonntags in die Kirche gehen durften. Sie hatten einen Gott, mit dem sie reden konnten in einsamen Stunden.

    Ich betete dann auch, wenn ich mich einsam fühlte. Und das half mir auch.
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •