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  1. Inaktiver User

    Brainstorm: Die 60er Jahre

    Liebe ältere Bricom-Mitglieder,

    ich beschäftige mich gerade intensiv mit den 60-Jahren, den sog. Swinging Sixties.

    An was erinnert ihr euch aus dieser Zeit?

    Mode, Musik, Politik, Gesellschaft, egal. Hauptsache typisch für die Zeit.

    Der Minirock, die Beatmusik, die langen Haare, die Pille, Strumpfhosen statt Nylonstrümpfe, Beatschuppen und Milchbars, usw.

    Für jede Erinnerung bin ich dankbar.

    Liebe Grüsse
    Amba

  2. Inaktiver User

    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    Bin 1963 geboren, habe die 60er also nicht so richtig mitbekommen.
    Bin 1969 eingeschult worden, daran kann ich mich noch gut erinnern.
    Auch, als wir einen Fernsehgerät bekamen-ich habe die Mondlandung live mit meinen Eltern im TV gesehen und meinte ,am Mond immer drei kleine schwarze Punkte ( Astronauten ) sehen zu können.

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    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    An die Mondlandung 1969 kann ich mich auch noch sehr gut erinnern und da war ich 9.
    Und ferner "sollten" wir das dann auch später in der Schule (nach den großen Ferien) im Zeichenunterricht nach eigenem Gutdünken malen.
    Pauschales Schubladendenken zeugt von mangelnder Bildung, Engstirnigkeit und Naivität.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
    (Oscar Wilde)

    Der Kluge bemerkt alles, der Dumme macht über alles eine Bemerkung.

    Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.
    (Albert Einstein)

    Optimismus rückwärts gelesen heißt Sumsi mit Po. (Für alle, die das noch nicht wussten ;-)

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    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Liebe ältere Bricom-Mitglieder,

    ich beschäftige mich gerade intensiv mit den 60-Jahren, den sog. Swinging Sixties.

    An was erinnert ihr euch aus dieser Zeit?

    Mode, Musik, Politik, Gesellschaft, egal. Hauptsache typisch für die Zeit.

    Der Minirock, die Beatmusik, die langen Haare, die Pille, Strumpfhosen statt Nylonstrümpfe, Beatschuppen und Milchbars, usw.

    Für jede Erinnerung bin ich dankbar.

    Liebe Grüsse
    Amba

    Hallihallo,

    also, ich küsse Dir erst mal virtuell und verbal die Füße und reiche Dir virtuelle und verbale Blumen für diesen Strang, denn ISCH LIIIEEEBE JA SOLSCHE STRÄNGE!!!

    Nur muss ich Dir genauso antworten wie Wales; nämlich, dass ich ebenfalls Anfang der 60er Jahre geboren bin (1960) und somit eben noch Kind/Schülerin war. Aber an einige Dinge kann ich mich natürlich und ganz klar noch erinnern:

    -(NUR!) Schallplatten (also noch keine Kassetten, geschweige denn CD's)

    -diese "Kastenradios", die mittels herunterdrücken zig, zig weißer Knöpfe bedient wurden

    -Pfennigabsätze (die ja heute wohl CENTabsätze heißen würden *lächel*)

    -kunstvolle Hochsteckfrisuren

    -witzige, gelbe Kinderwagen (weiß wirklich nicht, wie ich die "näher" beschreiben soll; aber in solch einem Vehikel saß ich auch!)

    -Miniröcke (aber die waren und sind ja immer mal modern)

    -hässliche Mustertapeten (Mustertapeten mag ich schon mal überhaupt gar nicht; entweder ganz weiß oder uni in schönen Pastelltönen)

    -hässliche gelbe Kacheln im Bad (obwohl ich ansonsten ja gelb ganz gerne mag, aber eben nicht im Bad!)

    -ab und an noch Plumpsklos (*GRUSELWÜRG*; da ging ich aber NUR drauf, wenn ich keine andere Wahl hatte - und dann nur mit allergrößtem Widerstreben - ansonsten NICHT!)

    -Tonbänder (noch keine Kassettenrecorder, was das Aufnehmen noch erschwerte, denn so einfach Kassette rein, Aufnahmeknopf drücken war da noch nicht!)

    -hauptsächlich braune und beige Couch- und Sesselgarnituren mit brauner Armlehne + hauptsächlich braune Wand- und sonstige - auch kleinere - Schränke (braun und beige finde ich heute einfach nur hässlich, aber für die damalige Zeit war es schön)

    -noch "richtige" Baracken für "arme" Leute, die heute nur noch als Baubaracken be-/genutzt werden

    -"harmlose/re" "Kraftausdrücke"(???) und Fäkalworte wie scheiße, kacke... etc... etc... etc... waren entweder noch gar nicht "geboren" (oder steckten zumindest noch stark in den Kinderschuhen) oder waren noch "strengstens" "verboten" *AUGENVERDREH* *KOPFSCHÜTTEL*!)


    ... to be continued... etc... etc... etc...
    es gibt mit Sicherheit noch viel, viel mehr, aber mehr fällt mir grad nicht ein.

    Was genau sind/waren denn (GENAU!) Milchbars und Beatschuppen??? Also ich kenne da ja nur die Discos aus meiner Jugendzeit der 70er Jahre.
    Geändert von Knuffilein (18.02.2007 um 15:28 Uhr)
    Pauschales Schubladendenken zeugt von mangelnder Bildung, Engstirnigkeit und Naivität.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
    (Oscar Wilde)

    Der Kluge bemerkt alles, der Dumme macht über alles eine Bemerkung.

    Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.
    (Albert Einstein)

    Optimismus rückwärts gelesen heißt Sumsi mit Po. (Für alle, die das noch nicht wussten ;-)

  5. gesperrt

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    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    Ich erinnere mich aber noch gut an die Mondlandung. Mein Vater hat mich damals aus dem Bett geholt und wir haben gemeinsam die Mondlandung live im Fernsehen gesehen, während meine Mutter weiterschlief. Da war ich 4. Das war ganz toll!

    Ganz toll war mein sogenannter Sportwagen. Das war das Teil, in dem ich als Kleinkind herumgefahren wurden. Meiner war rot und total bequem. Nur beim Verstellen der Rückenlehne musste Mamma ran. Im Gegensatz dazu war der Wagen meiner Freundin kinderleicht verstellbar, aber längst nicht so gemütlich. In meinem konnte ich ganz entspannt zurückgelehnt vor mich hindösen. Nicht so eine aufrechte Sitzposition wie die gerade aus der Mode gekommenen Buggys.

    Dann gab es damals diesen Umstieg bei den Autos: Weg von den runden Konturen, hin zu diesen spitzen Heckflossen. Der Mercedes meines Vaters war anfangs noch rundlich, später der hatte ganz spitze Ecken hinten (wir hatten ihn erst 73, aber das Baujahr war 66). Mit unserem Mercedes waren wir eine absolute Ausnahme. Eigentlich fuhren alle Leute einen VW (Käfer - damals gab es nur den einen und die Leute sagten nur VW). Aber weil mein Vater aus den Niederlanden stammte und oft dorthin fuhr, wollte er unbedingt ein Diesel-Fahrzeug fahren. Damals gab es das aber nur von Mercedes. Diesel war in den Niederlanden soooo billig, da lohnte es sich.

    Alle Bekannten lästerten immer über unseren Diesel. Der würde nageln und Dieselmotoren wären was für Lastwagen. Ein komfortabler Personenwagen fährt nicht mit Diesel ;-). Ich fand das Nageln gemütlich. Dabei konnte ich wunderbar schlafen. Es schlief sich sehr gut auf der Rücksitzbank.

    Natürlich hatten wir nur ein Auto. Damit fuhr mein Vater jeden Tag zur Arbeit und wir durften zu Fuß gehen. Da meine Mutter gar keinen Führerschein besaß (der kam erst 77), gab es darüber auch keine Diskussion. Aber manchmal konnten wir bei Bekannten mitfahren. Dann durfte ich auf dem Beifahrersitz auf dem Schoß meiner Mutter mitfahren und konnte mal richtig gut sehen. Im eigenen Auto saß ich immer hinten und bekam nicht viel mit - ich war kaum groß genug, um aus dem Fenster zu sehen. Kindersitze gab's nicht.

    Mein Vater lief nur in Anzug mit Krawatte auf der Arbeit herum. Im Büro trug niemand Pullover oder Jeans. Die Hosen waren unten ziemlich schmal, wurden in den 70ern dann ganz weit. Meine Mutter besaß spitze Pumps, die ich ganz schrecklich fand.

    Ich selbst trug hauptsächlich Kleider und Strumpfhosen aus irgend einer Kunstfaser, meist in rot oder blau. Stoffe hatten oft schrille Muster und die Materialien waren unterirdisch. Perlon, Dralon - und was auch immer. Im Winter bekam ich immer Stiefel mit Reißverschluss an der Innenseite und einen Anorack mit Kapuze. Mützen trug ich nur selten. Im Sommer gab es Sandalen (meist rot) und Moccasins.

    Bei Verwandtenbesuchen (und die waren recht häufig) oder Familienfeiern, wurden die besonders schrecklichen "feinen Sachen" angezogen, die oft kratzten oder unbequem waren.

    Mittags hörte meine Mutter immer das Mittagsmagazin im WDR 2 Radio. Dort wurden immer die neuesten Songs gespielt, unterbrochen von Magazinbeiträgen. Das fanden wir beide toll und oft haben wir mitgesungen.

    Zum Einkaufen gingen wir entweder in einen Tante-Emma-Laden oder zum Konsum, der später dann in Coop umbenannt wurde.

    Brokkoli, Auberginen oder Knoblauch habe ich damals noch gar nicht gekannt. Sowas gab es da gar nicht. Stattdessen Blumenkohl, Tomaten und Zwiebeln.

    Meine Mutter ging einmal die Woche abends zum Nähkurs. Dort lernten die Frauen (Männer gingen da nicht hin) unter der Anleitung einer Damenschneiderin, Kleider für sich und die Kinder zu nähen. Meine bekamen meist zum krönenden Abschluss ein weißes "Krägelchen". Lustig fand ich es, wenn sie uns beiden ein Kleid aus dem gleichen Stoff nähte. Dann wurden wir immer von allen Leuten bewundert. Das fanden wir klasse.

  6. Inaktiver User

    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    ich werde nie vergessen, wie ich mit Uschi Obermayer den ersten Joint geraucht habe!!!!

    Hach jaaaa.......................

  7. Inaktiver User

    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    lang, lang ist es her

    ich habe 1966 geheiratet, natürlich aus dem Elternhaus und wir haben die eigene Wohnung nur bekommen, weil wir schon ein halbes Jahr vorher standesamtlich geheiratet hatten.

    Unsere erste Einrichtung bestand aus einem Nußbaumwohnzimmerschrank und einer supertollen türkisen Couchgarnitur. Die hatte lose Rückenkissen und was damals super modern.

    Aber es gab schon die Pille

    Fernsehen hatten wir am Anfang nicht, haben wir auch nicht vermisst.
    Telefon gab es nur mit Doppelanschluss, d.h. wenn der Nachbar telefonierte, konnten wir nicht telefonieren.

    Mein Hochzeitskleid war weiss und natürlich lang, kostet damals im Kaufhof DM 199,00.

    Ein Jahr später bekam ich die erste Waschmaschine. Wir sassen mit Freunden davor und haben beobachtet, wie die Trommel sich dreht.

    Unser 1. Auto war ein Ford 12 M, uralt natürlich, danach bekamen wir einen roten Sparkäfer, der hat 4.650,00 DM als Neuwagen gekostet.

    So, das ist mir jetzt so spontan eingefallen.

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    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    Geboren bin ich Anfang 1964 und die tiefste Erinnerung ist meine Mutter und ihren Hang uns zwei Mädchen (Schwester Jahrgang 67) so niedlich wie möglich anzukleiden und auszustatten.
    Die Geburt meiner Schwester, bzw. das urplötzliche Auftauchen dieser gefrässigen rosa Masse, die auch nicht wieder gehen wollte.
    An den ganzen Stolz meines Vaters erinnere ich mich auch noch - ein VW 411 in hellblau.
    Und an meine Tante, die damals mit 16 ein Kind bekam und "schnell heiraten musste".
    An die Mondlandung erinnere ich mich kaum noch da mein heissgeliebter Opa kurz zuvor gestorben war und ich wochenlang völlig weggetreten und unter Schock stand.

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    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    Ich wurde 1956 geboren.
    In den Ferien fuhren wir zu Oma auf den Bauernhof. Da gab es noch ein Plumpsklo und ich habe mich immer fuchtbar vor den Spinnen geekelt, die da in Massen wohnten. Zu Oma fuhren wir mit dem Zug, am Tag vorher wurde der Koffer aufgegeben.(So hieß das wenn man ihn zum Bahnhof brachte und am Tag vorher abschickte) natürlich alles zu Fuß 30 min durch die Stadt.

    Manchmal schickte meine Mutter mich mit 1,- DM zum Bäcker Kaffeestückchen holen. Da bekam ich eine große Tüte voll.

    Als ich anfang der 60er eingeschult wurde waren wir 50 Kinder in der Klasse.
    Unsere Klasse war eine heiße Mischung.
    Etwa 10 bis 12 Kinder kamen aus einem Kinderheim.
    Etwa genau so viele aus einem Villenviertel.
    Der Rest kam aus der Altstadt, teilweise waren es Kinder von Geschäftsleuten, teilweise aus dem sozialen Brennpunkt und der Rest Kinder von Flüchtlingen, die noch ziemlich primitiv, zum Teil in Notunterkünften lebten.
    Aber seltsamerweise gab es die Probleme die es heute in den Schulen gibt nicht.

    Ein Auto haben wir erst anfang der 70er bekommen.

    Übrigens in meiner Kindheit waren die Leckmuscheln die es am Kiosk für 5 Pfennig gab noch echte Muschelschalen und kein Plastik wie später. Überhaupt die Süßigkeiten: Beim Kaufmann gab es so eine Tolle Schokolade mit Kokosfüllung. Die Stücke wurden einzeln verkauft. Später habe ich eine fast gleiche Schokolade bei Aldi gefunden. Die hieß glaube ich Romy.
    Kennt ihr noch Pfefferminzbruch oder Waffelbruch?
    Friends are angels who lift us to our feet
    when our wings have trouble remembering how to fly

  10. Inaktiver User

    AW: Brainstorm: Die 60er Jahre

    Die Grundschule hieß Volksschule.
    Mein Vater rief, wenn wir essen gingen, die Kellnerin mit "Frollein" herbei.
    Unverheiratete Frauen wurden mit "Fräulein XXX" angesprochen.
    Der Fernseher hatte Lamellentüren zum Zuziehen.
    Die Autos hatten noch keine Gurte.

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