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    Für Klassikfans

    Wer ist so begeistert wie ich von Anja Harteros in der Salzburger Toskaaufführung?

    Für mich als Mann wäre sie eine Art Traumfrau - so nebenbei, aber das ist im Prinzip off-topic und passt nicht so ganz in die hehren Hallen der echten Klassikfans. Ihre Interpretation der Arie "Vissi d'Arte": Selbst die Tebaldi, welche im Unterschied zu Callas geradezu täubchenhaft sang, kriegte diese Zartheit des Ausdrucks nicht auf die Reihe.

    Der Schluss dieser Toska - die ja sonst konventionell zu sein schien:

    Das ist dann wahrhaft emanzipiert. Eine Frau springt selbst beim Tod des Geliebten nicht einfach von den Zinnen der Engelsburg in den Tod, aber sie mordet den Übeltäter, der ihrem Geliebten das angetan hat, und kommt dabei selbst ums Leben.

    Scarpia, in anderen Aufführungen längst von Toska erdolcht, ist
    nur schwer verletzt, rafft sich auf, um Toska zu erschießen, während sie am Leichnam des Geliebten kniet. Toska greift nach einem Revolver und schießt gleichzeitig. Beide sind tödlich getroffen.

    Eine ganz große Neuinterpretation der Schlussszene in einer sonst eher konservativen Aufführung.
    Geändert von Zweifler54 (31.05.2020 um 12:58 Uhr) Grund: Ergänzung

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