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  1. Inaktiver User

    Kinderzimmer in Mietwohnung

    Da ich mir wegen der Sache schon länger Gedanken mache, brauche ich einfach mal Meinungen.
    Wir haben ein Kleinkind, das bislang noch kein eigenes Zimmer hat und noch bei uns im Elternschlafzimmer schläft. Innerhalb des kommenden Jahres würden wir das aber gerne ändern, damit das Kind überhaupt die Möglichkeit hat, sich langsam an das Schlafen im eigenen Zimmer zu gewöhnen.
    Das große Problem ist, dass wir in einer hellhörigen 3-Zimmer-Mietwohnung leben und das Arbeitszimmer, das dann Kindezimmer werden soll, grenzt an die Schlafzimmer von zwei anderen Mietparteien. Wir konnten es als Schlafzimmer nicht nutzen, da es sehr klein ist und unser Bett kaum hineingepasst hätte. Bisher ist das Arbeitszimmer immer der ruhigste Raum in der Wohnung. Aber es ist auch der einzige Raum, der Kinderzimmer werden kann. Beruflich brauchen wir einen Arbeitsplatz, daher würden wir Arbeitszimmer und Schlafzimmer zusammenlegen in dem größten Raum, der über einem Wohnzimmer liegt. Das dritte Zimmer ist Durchgangszimmer und wird deshalb nur als Wohnzimmer genutzt. Als Schlafzimmer wäre es, sowohl für uns als auch für unser Kind, absolut ungeeignet. Wir sehen daher nur die Möglichkeit, unserem Kind das jetzige Arbeitszimmer einzurichten. Für uns wäre es als Schlaf- und Arbeitszimmer viel zu klein, zumal wir unser Kind nicht mit sofortiger Wirkung "ausquartieren" wollen, sondern ihm natürlich erlauben wollen, bei Bedarf zu uns zu kommen und dort zu schlafen. Dafür brauchen wir dann also auch noch Platz.

    An sich gehen so kleine Kinder ja meist früher ins Bett als Erwachsene und unser Kind wacht bislang auch nur selten mal extrem früh auf, das wäre also nicht unbedingt das Problem. Zum Spielen würden wir das Kind gerade am frühen Morgen bzw. sonntags auch eher ins Wohnzimmer holen. Aber gerade bei Fieber oder Alpträumen wacht es hin und wieder mal laut weinend auf und muss erst mal beruhigt werden - selbst wenn letzteres dann in unserem Schlafzimmer stattfindet, könnten die Nachbarn von dem lauten Weinen erst einmal geweckt werden. Hinzu kommt hin und wieder vielleicht noch der nächtliche Bettwäschewechsel wegen Einnässen oder Erbrechen, Rufen nach uns und was eben sonst nachts bei Kleinkindern mal vorkommen kann. Und vor allem die Mieter neben uns scheinen auch unter der Woche morgens gerne mal länger zu schlafen und haben einmal schon gegen die Wand gehämmert, als es im Arbeitszimmer (nach 8 h an einem Werktag) ein wenig lauter war.

    Ist das überhaupt zumutbar für die Nachbarn? Ich weiß leider keine andere Lösung. Umziehen geht im kommenden Jahr aus verschiedenen Gründen (noch) nicht, zumal wir sonst auch keinen Grund dazu sehen.

  2. Inaktiver User

    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Normaler Kinderlärm ist eigentlich jedem Mieter zuzumuten.

  3. Inaktiver User

    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Normaler Kinderlärm ist eigentlich jedem Mieter zuzumuten.
    Ja

    Zudem was habt ihr in dem Arbeitzimmer gemacht, das der Nachbar gegen die Wand gehaemmert hat ? Euch nur lauter unterhalten ? Dann würde ich mich mal mit ihm unterhalten. Ihn fragen was er sich vorstellt.

  4. Inaktiver User

    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Guck mal da... da gibt es auch ein Aktenzeichen zu einem Präzedenzfall.
    Kinderlarm im Mietshaus – was erlaubt ist.

    Die rechtliche Seite ist natürlich nur eins.
    Die andere Seite ist das Verhältnis zu den Nachbarn. Kennt ihr euch? Habt ihr Kontakt, der über das bloße Grüßen im Treppenhaus hinausgeht? Kennen sie euer Kindß
    Was man als Lärm empfindet, ist ja oft auch subjektiv: Ein weinendes Kind, das man nur hört und nicht kennt, wird man als unangenehmer empfinden, als ein Nachbarskind, das man kennt und mag und putzig findet.

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    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Normaler Kinderlärm ist eigentlich jedem Mieter zuzumuten.
    Sehe ich auch so. In einem Mietshaus sind übliche Geräusche anderer Mieter hinzunehmen - und Kindergeräusche, solange sie nicht aus Spaß an der Freude nonstop Durchkreischen, erst recht.

  6. Inaktiver User

    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Legt für Euer Gewissen einen dicken Teppich rein und dann Teflonschicht zulegen.

  7. Moderation

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    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Da Ihr offenbar immer Euer Bestes tut, Euer Kind zeitnah zu beruhigen, wuerde ich auch sagen, dass die Nachbarn damit klarkommen muessen. Ich waere natuerlich auch nicht hocherfreut, von lautem Kinderweinen geweckt zu werden, aber dabei waere mir durchaus klar, dass Ihr das nicht aus Jux und Dollerei macht, dass es nunmal so ist, und dass es irgendwann ja auch aufhoert.

    Wenn die Verhaeltnisse es zulassen, ist eine nette Kontaktaufnahme und ein laechelndes: "Tut uns Leid, dass es gestern Nacht so unruhig war" - im Sinne von Empathie, nicht von Schuld! - natuerlich der guten Nachbarschaft dienlich. Also nicht, dass Ihr da mit Kuchen klingeln sollt, aber wenn es sich anbietet, sozusagen im Vorbeigehen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  8. Inaktiver User

    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Ich denke nicht, dass es hier darum geht, was erlaubt ist. Es steht außer Frage, dass das Weinen eines Babys oder die Geräusche spielender Kinder von den Nachbarn hinzunehmen sind.

    Trotzdem kann sowas das nachbarschaftliche Verhältnis belasten, vor allem, wenn diese kinderlos und besonders empfindlich sind.

    Ich kann dir aber leider auch keinen anderen Rat geben, als die eventuellen Beschwerden hinzunehmen und auszuhalten. Außer der freundlichen Ansage, dass ihr euer Bestes tut, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, würde ich mich auch auf keine Diskussionen einlassen.
    Wenn ihr keine andere Wahl habt, ist das eben so.

    Ja, man kann das den Nachbarn zumuten.

  9. Inaktiver User

    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Danke für eure Antworten. Generell wollte ich einfach mal ein wenig abtasten, wie die Meinung da ist bzw. wohin sich der Großteil der Antworten bewegt. Rechtlich glaube ich schon, dass wir da auf der sicheren Seite sind, da wir uns generell ja sehr um Rücksichtnahme bemühen und nächtliches Weinen eines Kleinkindes wohl im zu tolerierenden Rahmen liegen dürfte. Ich denke, Macani hat ausgedrückt was mir am meisten Sorgen macht. Mein Mann ist der Meinung ich bräuchte da ein dickeres Fell, der würde bei unberechtigten Beschwerden auch klare Grenzen setzen. Ich kann das nicht so gut und fände einen Dauerkonflikt wegen unseres Kindes schwierig.

    Zu dieser Frage:
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zudem was habt ihr in dem Arbeitzimmer gemacht, das der Nachbar gegen die Wand gehaemmert hat ? Euch nur lauter unterhalten ? Dann würde ich mich mal mit ihm unterhalten. Ihn fragen was er sich vorstellt.
    Ich musste einige Dinge relativ schnell zusammenpacken und unser Kleinkind war dabei und hat natürlich kräftig mitgemischt und dabei etwas lauter und aufgeregt geplappert. Daraufhin wurde meine Stimme ein wenig lauter und eindringlicher, als sich das Kleinkind an Sachen vergriff, die ich gerade eingepackt hatte. War allerdings nicht annähernd so laut, wie das Weinen, wenn unser Kind mal nach einem schlechten Traum oder mit Fieber hochschreckt. Ich habe mich nicht über das gegen die Wand hämmern aufgeregt, aber natürlich schon überlegt, was das bedeutet, wenn wir das Kinderzimmer dorthin verlegen.

    Zu diesen Nachbarn neben uns gibt es praktisch keinen Kontakt. Die reden nicht mit den anderen Mietern, soweit wir das mitbekommen. Ich bin selbst auch ziemlich zurückhaltend und schaffe nichts außer einem Lächeln und vielleicht einem "Hallo", wenn jemand nicht auf mich zukommt. Unser Kind haben sie bislang konsequent ignoriert, wenn sie ihm begegnet sind. Die anderen Mieter haben alle entweder für das Kind ein freundliches Wort oder ein Lächeln oder zu uns über das Kind, aber für diese Nachbarn scheint es nicht zu existieren. Was mich an sich nicht stört, aber ich vermute von daher, dass sie unser Kind eben weniger als niedlich empfinden, sondern gegebenenfalls als nervig.

    Zu der Mieterin unter uns gibt es auch keinen intensiven Kontakt, aber mal Smalltalk im Treppenhaus. Bei der habe ich mich auch ein paar Mal entschuldigt, da sie das meiste mitbekommt, sie meinte bislang aber, kleine Kinder müssten rennen und auch mal laut sein, das sei normal. Dafür gehen wir wirklich täglich mit unserem Kind raus, oft sogar zwei Mal täglich, damit im Haus mal Ruhe herrscht. Wie das allerdings aussieht, wenn das Kind sie nachts mal durch Weinen weckt, weiß ich nicht. Mit beiden Parteien könnten wir sicher sprechen bevor wir umräumen, damit sie Störungen zumindest einordnen können. Und nach Möglichkeit würden wir auch für Schallschutz sorgen (Teppich auf dem Boden, vielleicht auch Vorhang und Schränke an die Wand zu den Nachbarn hin).

    Die einzige "Lösung" die mir sonst noch einfällt wäre, dass wir ganz auf unser Schlafzimmer verzichten und ins Arbeitszimmer eine Schlafcouch stellen, die abends ausgezogen wird, während das große Zimmer zum Kinderzimmer wird und sich bei Bedarf einer von uns auf eine Matratze zum Kind legt. Das würde uns aber schon sehr beeinträchtigen, zumal wir als Paar auch nicht getrennt schlafen wollen, dann lieber mit dem Kind bei uns. So weit wäre ich momentan nicht bereit zu gehen und mein Mann schon gar nicht. Dann würden wir vermutlich lieber die derzeitige Situation beibehalten.

  10. Moderation

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    AW: Kinderzimmer in Mietwohnung

    Klingt alles gut, finde ich. Und das mit dem dickeren Fell wird schon. Brauchst Du fürs Leben mit Kind sowieso.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


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    Maxi Gstettenbauer

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