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    Mietminderung wg. Baulärm

    Hallo in die Runde,

    ich habe ein dringendes Problem, vielleicht hat hier jemand Tipps.

    Das Mehrfamilienhaus, in dem ich eine Wohnung miete, wird von Grund auf saniert. Von Mitte April bis voraussichtlich August 2020 wird hier nichts mehr so sein wie vorher. Gerüst von außen, Dach wird komplett neu eingedeckt, Außenfassade gedämmt und neu verkleidet, Balkone nicht nutzbar, zumindest zeitweilig. Das alles ist mit unerträglichem Lärm und Dreck verbunden, wie gesagt für mindestens 4 Monate.

    Ich bin selbständig und arbeite überwiegend zu Hause und massiv beeinträchtigt.

    Nun meine Frage: Mietminderung, ab wann, wie viel Prozent? Eigenmächtig, nach Informationen im Netz? Oder lieber einen Anwalt einschalten, ggf. sogar als Sammelklage mit Nachbarn? Was ist am sinnvollsten?

    Sicher ist, ich muss was unternehmen, die Situation hier ist unzumutbar!

    Danke euch
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Ich würde einen Anwalt konsultieren, der dich über die Mängelanzeige und die Möglichkeiten einer Mietminderung berät.

    Bei energetischer Sanierung über einen Zeitraum von 3 Monaten kann es sein, dass eine Mietminderung ausgeschlossen ist.
    Mietvertrag, Datum der Bekanntgabe der Sanierungsmaßnahmen und deren Umfang sind sicher hilfreich.
    Eine (Sammel)klage macht doch erst Sinn, wenn der Vermieter sich einer berechtigten (!) Mietminderung gegenüber sperrt.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Ich würde erst das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Zumindest dann, wenn es sich um einen Privatvermieter handelt. Und auch im anderen Fall käme ich erst mit Argumenten, denn mit einem Anwalt.
    Ich bitte um Nachsicht.
    Neben der Tatsache, dass mich eine kleine gesundheitliche Einschränkung derzeit temporär versuchen lässt, den Tee mit kaltem Wasser aufzubrühen, oder die Kaffeekanne wahlweise in die Mülltonne oder auch in den Trockner schmeißen lässt, führt dies leider auch zu fehlenden Wörtern, falschen Wörtern, verschobenen Buchstaben und sonstigen sprachlichen und schriftlichen Aussetzern.

    Jaja, ich weiß, ab nun sicher die Generalentschuldigung für schludriges Deutsch ;- )

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Zunächst einmal die Frage, worum es dir konkret geht.

    Suchst du einen Weg, die Bauarbeiten zu verhindern bzw. sie erträglicher zu gestalten oder geht's nur um eine monetäre Minderung?

    Eine Minderung über mehrere Monate im Bereich von 20% oder mehr würde ich immer von einem Anwalt begleiten lassen. Das Risiko, einen Fehler zu machen, wäre mir zu hoch.

    Ausserdem möchte ich dir zu bedenken geben, dass du von den Arbeiten langfristig profitieren wirst.

  5. Moderation

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Denk daran deine Hausratversicherung vom dem Gerüst zu informieren.

    Ich halte eine pauschale Mietminderung von rd. 20% für möglich bei den Arbeiten wie du sie beschreibst, ich würde mit dem Vermieter telefonieren und darüber mit ihm sprechen, ein vernünftiger Vermieter kennt die Rechtslage und ihr könnt euch einigen.

    Erst wenn er auf stur schaltet würde ich über ein Anwalt nachdenken oder mich eben entsprechend im Netz belesen.


    Vielleicht (unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich) kann dein Vermieter dir für tagsüber auch einen anderen Raum zum Arbeiten zur Verfügung stellen, weil du ja von zuhause arbeitest, fragen kostet nichts.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Dämmung der Außenfassade ist ein typisches Beispiel für eine energetische Modernisierung.

    Solche Maßnahmen sind von unserem Staat ausdrücklich gewünscht, weil sie der Energieeinsparung dienen und somit unser Klima schützen.

    Und damit Vermieter neben den Kosten für die Arbeiten nicht auch noch das Risiko der geringeren Einnahme haben, hat man eine Mietminderung in solchen Fällen für drei Monate ausgeschlossen.

    Klimaschutz geht eben nur zusammen.

    Wenn es wirklich 4 Monate dauert, muss man halt schauen, ob es im 4. Monat noch erhebliche Beeinträchtigungen bestehen.

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Ich würde aber definitiv schauen, mir für diese Zeit einen anderen Arbeitsort zu suchen. Ich hab das Ganze schon hinter mir und während der Baumaßnahmen kannst du konzentriertes Arbeiten komplett vergessen.
    *lost in the woods*

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    AW: Mietminderung wg. Baulärm

    Danke für eure Antworten

    Das stimmt, Rowellan, konzentriertes Arbeiten ist echt schwierig grad.

    Hausratversicherung ist informiert und hat sehr kulant reagiert, keine Prämienerhöhung

    Ok. das mit der energetischen Sanierung kann ich nachvollziehen. Davon habe ich vielleicht später was, wenn die Heizkosten u. U. sinken, das bleibt dann abzuwarten.

    Balkonnutzung(gehört ja auch zum Wohnraum, oder?) ist grade sehr eingeschränkt, da gerade das Dach saniert wird. Holzstücke, Sägespäne, Dreck und Steinbrocken fliegen umher. Davor wurde von der Hausverwaltung = offizieller Vermieter, nicht gewarnt. An Wäschetrocknen ist auch nicht zu denken, muss ich dann in der Wohnung machen, was die Schimmelbildung begünstigt. Fensteröffnung ist eben auch nur eingeschränkt möglich wegen Lärm und Staub.

    Es geht mir natürlich nur um eine monetäre Minderung, die Bauarbeiten selbst kann ich ja nicht verhindern.

    Gestern hatte ich ein Balkongespräch mit einer Nachbarin, die auch Mietminderung verlangen wird. Die arme hatte zusätzlich noch einen Wasserschaden in ihrer Wohnung

    Alles in allem: Ich werde mich in Ruhe informieren und ggf. den Rat eines Anwalts einholen. Der Tipp, in den Mieterverein einzutreten, war auch sehr hilfreich.

    Also dankeschön erstmal und allen ein schönes Wochenende.
    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

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