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    Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Hallo zusammen,

    wie immer am Ende des Folgejahres - quasi als hübsches Weihnachtsgeschenk - haben wir vor einigen Tagen die Nebenkostenabrechnung für 2018 erhalten.

    Energiekosten, Wartungen, Schornsteinfeger ... alles im Wesentlichen kein Problem.
    Wie so häufig sind jedoch die hohen Kosten für die Hausreinigung auffällig, die vorrangig für den mehrfach dreistelligen Betrag sorgen (bis dato waren es immer zwischen 200 und 800 Euro Nachzahlung - und zwar für jede der sechs Parteien) und im Vergleich zum Vorjahr einfach mal um etwa 30 % gestiegen sind.

    Diesmal sind es für unsere Partei gut 500 Euro.
    Und auch die anderen im Haus haben bereits ihren Unmut geäußert.

    Auf der beigelegten Aufstellung der Leistungen der Hausreinigung befindet sich nun konkret ein auffälliger Posten namens "Entfernung von Gegenständen", der mit über 600 Euro beziffert ist.

    Nun erinnern wir uns, dass im letzten Jahr ein Zettel im Hausflur hing, auf dem wir dazu aufgefordert wurden, abgelegte Gegenstände innerhalb einer bestimmten Frist aus den Gemeinschaftsräumen zu entfernen und beim Sperrmüll anzumelden; andernfalls würde dies durch eine professionelle Firma erledigt und die Kosten auf alle Mieter umgelegt werden.

    Mein Mann und ich fühlten uns nicht angesprochen.
    Dinge, die bei uns nicht im regelmäßigen Gebrauch sind, liegen seit jeher in unserem persönlichen Kellerverschlag. Unbrauchbar Gewordenes karren wir in bestimmten Abständen selbst zum Wertstoffhof. Wir nutzen also nur die uns zugewiesenen Räumlichkeiten und kamen noch nie auf die Idee, andere Plätze, Durchgänge etc. als "Zwischenlager" zu nutzen.

    Ich kann nicht grundsätzlich für die anderen Parteien sprechen, aber laut unserer Hausgemeinschaftsgruppe hatte dort auch kein anderer etwas liegen, jedenfalls nicht mehr, nachdem die Aufforderung zur Entfernung erfolgt war.
    Laut einem unserer Mitmieter handelte es sich bei den Gegenständen hauptsächlich um kaputtes Mobiliar, alte Fenster, Farbeimer etc., die sich an bestimmten Plätzen im Keller angesammelt hatten und offenbar von Vormietern und Renovierungsarbeiten vor unserer Zeit stammten.

    Kurzum: Ich/ wir haben nichts mit der Sache zu tun und sehen nicht ein, dass wir für die Entfernung von Unrat anderer Leute verantwortlich gemacht werden, sei es praktisch oder finanziell.

    Einer der Mitmieter hatte vorgeschlagen, dass wir alle die Rechnung nun abzüglich dieses Postens zahlen. Ein anderer hat bereits den Vermieter angemailt und angekündigt, nur 10 % dieses Postens zu übernehmen.
    Ich habe mich noch gar nicht weiter geäußert, bin aber auf jeden Fall der Ansicht, wir sollten hier einheitlich vorgehen.

    Nach meinen Recherchen hat es hierzu schon einige Gerichtsurteile gegeben, die sehr unterschiedlich ausfielen.
    War hier schon einmal jemand in einer vergleichbaren Situation und/ oder kennt die spezifische Rechtslage genauer?

    Dankeschön im Voraus!
    Geändert von alles_anders (23.12.2019 um 10:27 Uhr)

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    euch wurde im vorfeld angekuendigt, das diese kosten auf alle mieter umgelegt werden
    dagegen hat offensichtlich niemand von euch was gesagt, oder reagiert
    ich haette an eurer stelle damals schon ( jeden den es betroffen hat ) den vermieter angeschrieben und mitgeteilt

    ich habe dort nichts liegen und alles von mir entfernt
    ich sehe mich deshalb nicht in der pflicht etwas zu entfernen
    alles was dort liegt stammt offenbar aus einer zeit in der wir noch nicht mieter waren
    ich werde keine kosten hierfuer uebernehmen

    so oder so aehnlich haette ich mich damals bereits zur wehr gesetzt

    habt ihr aber nicht

    lasst euch als erstes einmal diese rechnung zusenden ( der vermieter kann hierfuer geld verlangen ) und schaut euch diese mal an, denn ueber 600 euro find eich schon sehr viel geld
    und lasst euch die rechnung fuer die hausreinigung mitsamt den stundenzetteln auch zusenden

    und dann setzt euch als gemeinschaft zusammen und ueberlegt wie ihr dagegen vorgeht
    wenn jeder sein eigenes sueppchen kocht, ist das sehr unklug
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    wenn jeder sein eigenes sueppchen kocht, ist das sehr unklug
    Das denke ich auch. Das ist sicherlich das Ungeschickteste, das man machen kann. Wir werden sehen, welche Reaktion darauf kommt.

    Klar, wir hätten im letzten Jahr schon reagieren sollen. Würde ich künftig auch so machen. In der Situation war es für mich eben nur ein "Ok, zu Kenntnis genommen. Die Betreffenden werden schon wissen, was sie zu tun haben."
    Mir war dieses Gerümpel auch gar nicht präsent, da offensichtlich in Bereichen abgelegt, an denen ich mich nicht aufhalte. Der Zettel gab leider auch keine genauere Auskunft darüber, wo der monierte Unrat genau lokalisiert war.

    Wir haben bis Mitte Januar Zeit, die Rechnung zu zahlen. In den nächsten Tagen werden wir uns noch absprechen. Danke ereS!

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Das ist die einzige Möglichkeit, die ein Hausmeister hat, um Gerümpel zu beseitigen. Es wird jeder bei euch im Haus sagen, daß er damit nichts zu tun hat. Allerdings halte ich 500,00 € pro Wohnung für deutlich überhöht. Sollten die 500,00 € auf die einzelnen Wohnungen umgelegt werden, dann wäre das ein angemessener Preis.

    Davon angesehen, hättet ihr euch schon darum kümmern sollen, als das Schreiben da hing.

    Habt ihr eine Hausverwaltung oder wie ist das geregelt?

    Seit ihr Mieter oder Eigentümer? In einem Mietverhältnis könnt ihr euch Hilfe beim Mieterbund holen und bei Eigentum über den Haus und Grund Eigentümerverband oder ihr macht es gleich über einen Anwalt, der sich im Mietrecht auskennt.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Die Zuordnung der Beträge ist offenbar etwas verwirrend, deswegen kläre ich das noch einmal.

    Unsere Partei (= mein Mann und ich) allein soll dieses Jahr etwas über 500 Euro nachzahlen, für sämtliche Betriebskosten.

    Bei den anderen Parteien, zumindest bei denen, von denen ich gehört habe, sieht es offenbar ähnlich aus. Einige zahlen 40 Euro weniger, andere knapp 100 Euro mehr, abhängig im Wesentlichen von der jeweiligen Wohnfläche und der Anzahl der Personen in der Wohnung.
    Problematisch für diese jährliche Nachzahlung bzw. die Nebenkosten allgemein ist übrigens auch der umlagefähige Betrag für die Gebäudeversicherung. Bei der Renovierung kurz vor unserem Einzug wurde in der Art gepfuscht, dass seitdem ein fortschreitender Wasserschaden besteht. Das treibt den Versicherungsbetrag und somit die Betriebskosten ebenfalls in die Höhe.
    Aber das ist gerade nicht das zentrale Thema.

    Der genannte Betrag von über 600 Euro - ganz genau sind es 675,34 - ist der Betrag für besagte Gerümpelentsorgung, der auf uns alle umgelegt worden ist.

    (Ich vergaß zu erwähnen, dass wir eigentlich sogar acht Parteien sind. Im Erdgeschoss gibt es zwei Gewerbe, die um diese Zeit allerdings geschlossen, also nicht kontakttierbar sind. Und oben stehen noch zwei Wohnungen leer.
    Im mehr oder weniger stetigen Austausch stehen nur wir sechs Parteien von "normalen" Bewohnern miteinander.
    Das ist aber hierbei aber auch nicht weiter relevant, nehme ich an. Es könnte höchstens sein, dass das Gerümpel, bzw. ein Teil davon, auch durch die Gewerbe dort geparkt wurde. Wie gesagt, das wissen wir nicht. Wir wissen nur recht sicher, dass von uns sechsen niemand etwas liegengelassen hat.)

    Zu den weiteren Fragen:

    Wir sind Mieter. Der Hausmeisterdienst, der sich um Reinigung, Entsorgung und co. kümmert, wurde vom Vermieter hier eingestellt.

    Ich war bis vor kurzem im örtlichen Mieterbund, bin da allerdings nach sieben Jahren ausgetreten, da sie sich bei Anliegen erfahrungsgemäß nicht den Erfordernissen entsprechend gekümmert haben.

    Vor einigen Monaten habe ich dafür eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, unter anderem auch für Mietangelegenheiten.
    Zu diesem Zeitpunkt würde es sicher allerdings noch nicht rechnen, auf diese zurückzugreifen. Das würde ich nur tun, wenn er uns bei unserer Verweigerung der Übernahme dieses Postens mit Rausschmiss droht (hat er bei Mitmietern schon einmal versucht ... damals ging es um vorgenommene Mietkürzungen aufgrund von Schimmel, der aufgrund des Wasserschadens in der Wohnung blühte).
    Geändert von alles_anders (23.12.2019 um 14:00 Uhr)

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Um wie viele Kubikmeter Gerümpel hat es sich denn da gehandelt?

    Ich hätte hier die Sperrmüllabholung bestellt, kostet 20€ Anfahrt + 8€ pro Kubikmeter.

    675€ erscheint mir extrem viel. Und da stellt sich für mich auch die Frage, ob so eine teure Firma beauftragt werden darf, wenn es auch sehr viel günstiger geht?
    Ich würde mir auf jeden Fall eine detaillierte Rechnung zeigen lassen.

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Die Menge des entsorgten Krams würde mich auch interessieren. Ich weiß ja nicht einmal, welches Gerümpel überhaupt gemeint war oder wo es genau stand. Meine Info ist nur rudimentär die vom Wohnungsnachbarn, der seine Sachen nach der ausgehängten Ankündigung entfernt hat.
    Im Hof stehen beispielsweise seit unserem Einzug auch noch ein paar Paletten Ziegelsteine. Vielleicht sollten wir davon unter den gegebenen Umständen sicherheitshalber mal Fotos machen ...

    Die Entsorgung wurde durch dieselbe Firma vorgenommen, die hier im Haus auch alle anderen Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchführt. Da wurde also offenbar nicht noch jemand Externes hinzugezogen.

    Wir haben übrigens schon länger den Verdacht, dass über die Hausreinigungsgeschichten immer mal wieder auch andere Dinge abgerechnet werden, möglicherweise im Zusammenhang mit der damals verpfuschten und folgenschweren Renovierung. Aber da das nur ein Verdacht ist, sollte ich das nicht weiter vertiefen.

    Der Gesamtabrechnung sind Kopien der Rechnungen durch den Schornsteinfeger, die Thermenwartung, Versicherung und Stadtwerke beigelegt.

    Für die Hausreinigung liegen Belege der Kontobewegungen bei.
    Das sind konkret Buchungstag, Konto, Vorgangsnummer, Empfänger, Verwendungzweck (beispielsweise "Keller und Hofreinigung - Gegenstände") und der jeweilige Betrag (z.B. -675,34).

    Kann bzw. muss das noch weiter aufgeschlüsselt werden?

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Die Kosten für die Entsorgung kann in der Betriebskostenabrechnung auf alle Mieter umgelegt werden. Ihr könnt euch innerhalb von einen Monat die Rechnungen zeigen lassen.

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Du meinst die Rechnung der Firma an den Vermieter, die hier nicht beiliegt?
    Und mit "einem Monat" meinst du den Zeitraum ab Eingang der Nebenkostenabrechnung bei uns?

    Mich interessiert neben des Zustandekommens des hohen Betrags vor allem die Rechtssprechung dazu.
    Laut [editiert] kann so eine Großentsorgung zumindest nicht auf unbeteiligte Mieter umgelegt werden ... so zumindest mehrere Gerichtsurteile.
    Anders sieht es aus, wenn eine regelmäßige Entsorgung vereinbart ist oder regelmäßig Dinge unerlaubt deponiert werden.
    Geändert von Promethea71 (26.12.2019 um 15:44 Uhr) Grund: gewerblicher Link gelöscht

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    AW: Betriebskostenabrechnung - Zahlung von Entfernung von Gegenständen

    Auf der verlinkten Seite steht, dass der Vermieter die Kosten nicht umlegen kann, wenn der Verursacher nicht festzustellen ist.

    Darauf kann man sich doch dann berufen und die Zahlung für diesen Posten ablehnen.

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