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  1. Avatar von Gedankentiefe
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Welche Menschen? Ist die Idee denn nicht, Wohnungen zu enteignen, die die Gesellschaft gezielt leerstehen lässt, um die Preise zu treiben?
    Durch die Enteignung der Wohnungsgesellschaften soll das Wohneigentum wieder verstaatlicht und zu sozialen Bedingungen fair vermietet werden.

    Außerdem soll Luxussanierung und Gentrifizierung vorgebeugt werden.

    Ganze Wohnblöcke werden heutzutage bewusst verkommen gelassen, nur Mieten abkassiert, dann werden Luxussanierungen unter dem Öko-Mäntelchen durchgeführt, natürlich begleitet von drastischen Mieterhöhungen, die sich die bisherigen Mieter nicht leisten können - ergo sie gehen müssen.

    Wer nicht freiwillig auszieht, wird oft bis zum gehtnichtmehr schikaniert - das geht von unnützes Baugerüst monatelang vorm Balkon, Wasser & Strom sperren, Mieter gegen einander ausspielen... von heftiger Anwaltspost ganz zu schweigen.

    Denn Unternehmen geht es nur um reine Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste.

    Von daher: JA zum Enteignen.


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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt auch private Hausbesitzer, die nicht in ihren Häusern wohnen.
    Wenn sie die leer stehen lassen mit voller Absicht (also nicht, weil etwa noch kein Mieter gefunden wurde) fände ich eine Enteignung vollkommen in Ordnung.

  3. Avatar von chaos99
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Mostrich Beitrag anzeigen
    nur die links- rot-grünen 'spezialisten'
    Ich wollte nicht parteiisch schreiben:)))))

    IMO purer Populismus, der da betrieben wird.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)

  4. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Das Elend mit dem sozialen Wohnungen hat Gerhard Schröder zu verantworten, der hat dafür gesorgt, daß die preiswerten Wohnungen an Wohnungskonzerne verkauft werden und jetzt ist nichts mehr da. Dann mal ran an die Enteignung. Das ist echt ein Schildbürgerstreich.

    Es geht um die Enteignung der Wohnungskonzerne.
    Das ist der Punkt.
    Speziell in Berlin waren immer viele Wohnung in kommunalem Eigentum. Im Osten Berlins gab es quasi gar kein Wohneigentum, alle Mietwohnungen wurden kommunal vermietet. Berlin ist eine ausgesprochene Mieterstadt. Diese kommunalen Wohnungen wurden an Wohnungskonzerne verkauft, die jetzt damit kräftig Profit machen.
    Nun soll wieder enteignet werden, da einige Vermieter es wirklich sehr bunt treiben.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.
    Geändert von Paraplumeau (08.04.2019 um 12:17 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Gedankentiefe Beitrag anzeigen


    Von daher: JA zum Enteignen.
    Ich habe mal in einem Uralthaus gewohnt wo der Besitzer (Gesellschaft, meine ich) nix mehr gemacht hat, das Haus verfiel völlig (keine Heizung und kein Warmwasser in einem kalten Januar.....).

    Man wartete einfach, bis die letzten Mieter rauswaren, da da nur Studenten-WGs drin waren, musste man da nicht groß gegeneinander ausspielen, sondern konnte einfach abwarten und eben auch notwendige Reparaturen weglassen.


    Das war anstrengend genug.

  6. Inaktiver User

    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn sie die leer stehen lassen mit voller Absicht (also nicht, weil etwa noch kein Mieter gefunden wurde) fände ich eine Enteignung vollkommen in Ordnung.
    WEißt du, ich glaube kaum, dass ein privater Hausbesitzer sein Haus willentlich leerstehen lässt. Das schadet nämlich ganz enorm der Bausubstanz.


  7. Registriert seit
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn sie die leer stehen lassen mit voller Absicht (also nicht, weil etwa noch kein Mieter gefunden wurde) fände ich eine Enteignung vollkommen in Ordnung.
    Ich nicht. Es kann ja durchaus Gründe geben, und die Frage ist eben auch, warum ich mein sauer verdientes Geld in Eigentum stecken soll, mit dem dann jemand anders / der Staat machen kann was er will.

    Trotzdem sehe ich die Diskussion um Enteignungen in Berlin erst mal vorsichtig positiv. Paraplumeau hat das Problem in der Stadt sehr schön beschrieben.

    So als Beispiel: für meine erste eigene Wohnung in Berlin zahlte ich Ende der achtziger Jahre in Neukölln 180 DMark. Für meine letzte, bevor ich Deutschland Anfang der NullerJahre verließ, waren es 450 Euro im Prenzlauer Berg. Ich möchte eigentlich gar nicht wissen, wieviel beide Wohnungen heute kosten würden.

    Eine Frage am Rande im Übrigen, da es erwähnt wurde, Berlin sei arm aber sexy - das ist ja so ein Schlagwort des Partymeisters und Flughafenbauers Wowereit.

    Nun ist Berlin aber mittlerweile auch gentrifiziert und voll mit Luxuswohnungen - wie kann es denn da noch arm sein? Jemand der die Mieten bezahlt müsste doch eigentlich auch ganz gut Steuern zahlen? Mir ist das etwas unklar.

  8. Avatar von Sneek
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Ich halte die damalige Privatisierungswelle zwar auch für eine der größten politischen Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte, aber der Käse ist gerollt. Es soll auch keiner glauben, dass ein öffentlicher Vermieter die Wohnungen wieder zu Preisen von vor 30 Jahren anbieten würde.

  9. Avatar von Gedankentiefe
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Ich halte die damalige Privatisierungswelle zwar auch für eine der größten politischen Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte, aber der Käse ist gerollt. Es soll auch keiner glauben, dass ein öffentlicher Vermieter die Wohnungen wieder zu Preisen von vor 30 Jahren anbieten würde.
    Das verlangt auch keiner - aber zu fairen und sozialverträglichen Preisen reicht schon.

    Sich einfach abfinden mit Heuschrecken und Raubtierkapitalismus ist 'ne ziemlich dünne Zukunftsperspektive.

  10. Avatar von Gedankentiefe
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Katzir Beitrag anzeigen
    Nun ist Berlin aber mittlerweile auch gentrifiziert und voll mit Luxuswohnungen - wie kann es denn da noch arm sein?
    Jemand der die Mieten bezahlt müsste doch eigentlich auch ganz gut Steuern zahlen? Mir ist das etwas unklar.
    Da hast Du aber viel Vertrauen in unser Steuersystem...

    Dieses greift aber vor allem bei abhängig Beschäftigten und Normalbürgern zu... und durch.

    Und die erwirtschafteten Gewinne gehen ja an private Unternehmen und Fondsgesellschaften.
    Die oft ihr Geld in Deutschland verdienen, hier aber keine/kaum Steuern zahlen, weil der Firmensitz per Briefkasten in Luxembourg oder auf den Cayman-Islands ist.

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