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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Vielleicht kann man 250 ehemalige Telekom-Beamte, die freigestellt zu Hause ihr Dasein genießen, suchen und für die Aufgabe finden? Aber die sind jetzt wahrscheinlich auch schon in Pension.

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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Jau, es gibt auch noch eine Menge ehemalige Bahnbeamte, die vorzeitig in Pension geschickt wurden. Besonders in Baden-Württemberg und Bayern. Vielleicht auch Postler?
    Die nun Angstellten sind für die Konzerne bisher sehr viel billiger und die Beamtenpensionen zahlt der Staat bzw. der Steuerzahler.

    Was den Mietendeckel anbetrifft, so scheint man auch in anderen Bundesländern bzw. Städten darüber nachzudenken.
    Potsdam will z.B. eine Mietenreglementierung andenken und München wohl auch.

    Man hört inzwischen, dass sich verschiedene Immobilienfirmen einen neuen Markt erschließen: Aufkauf von Alten- und Pflegeheimen. Da kann man sich ja schon vorstellen, was da passiert.

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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von cartagena Beitrag anzeigen
    Jau, es gibt auch noch eine Menge ehemalige Bahnbeamte, die vorzeitig in Pension geschickt wurden. Besonders in Baden-Württemberg und Bayern. Vielleicht auch Postler?
    Die nun Angstellten sind für die Konzerne bisher sehr viel billiger und die Beamtenpensionen zahlt der Staat bzw. der Steuerzahler.

    Was den Mietendeckel anbetrifft, so scheint man auch in anderen Bundesländern bzw. Städten darüber nachzudenken.
    Potsdam will z.B. eine Mietenreglementierung andenken und München wohl auch.

    .
    Die früher in Pension geschickten Leute sind größtenteils nicht ersetzt worden.
    Das Beamte abgeschafft werden hat genau den Vorteil, dass der Staat(und somit der Steuerzahler) viel spart dadurch.
    Die Pensionen belasten als passiven Posten extrem.
    Am ähnlichen Modell der Firmenrenten in Privatfirmen sind dadurch schon massig insolvent geworden, weil dieser passive Posten die Aktiven aufgefressen hat.

    Das ist auch der Grund, warum es kaum noch Firmenrenten gibt.


    Die Mietdeckel werden nicht so schnell überall kommen....Alle warten die jetzt kommende Klagewelle ab.
    Geändert von chaos99 (26.10.2019 um 06:02 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von cartagena Beitrag anzeigen
    Man hört inzwischen, dass sich verschiedene Immobilienfirmen einen neuen Markt erschließen: Aufkauf von Alten- und Pflegeheimen.
    Das ist doch kein neuer Markt.

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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Ich bin eine dieser ehemaligen Telekom Beamtinnen. Und gerade mein Amt war für "Powerpensionierungen" bekannt. Ich war damals recht jung, 27, mir bot man das auch mehr oder minder deutlich an. Ich habe gefragt, wie das gehen solle, ich sei ja ziemlich gesund... Aus psychischen Gründen, war die Antwort des Personalrats. Adressen der entsprechenden Ärzte hätte man da...
    Ich dachte kurz darüber nach, war ja auch recht verführerisch, stellte dann fest - erstens könnte ich mir selbst nicht mehr in die Augen gucken, zweitens möchte ich vielleicht mal wieder arbeiten, wie soll ich dann die Pensionierung wegen psychischer Gründe erklären? Die Wahrheit glaubt ja kein Mensch.
    Ich musste dann trotzdem nicht mehr selbst entscheiden, ich wurde ungeplant schwanger, ging in Erziehungsurlaub, bekam das dritte Kind gleich hinterher... Und ließ mich dann irgendwann ohne Bezüge wegen Kindererziehung beurlauben.
    In der Zwischenzeit flog die ganze Geschichte mit den fingierten Erkrankungen auf, es gab diverse Strafverfahren und Verurteilungen, irgendwann gab's dann das Angebot, sich abfinden zu lassen. Inkl. Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung für die gesamte Beschäftigungszeit. Immer noch sehr hoch angesetzt, aber eine Pension für mich wäre vermutlich teurer geworden.

    Die Kolleginnen, die sich damals auf dieses Angebot einfließen arbeiten übrigens alle wieder - in meinen Amt waren das die Teilzeitkrafte mit mehreren Kindern, deren Einkommen für die Hypothek des Hauses gebraucht wurde-als Leihpersonal bei Callcentern oder Ämtern. Sie wurden alle wieder in Dienst gestellt.

    Es ist übrigens nicht so leicht mit der Jobsuche, wenn man mal Beamtin war. Bestenfalls denken die Leute, man sei ziemlich durchgeknallt, weil man aus dem Beamtenverhältnis ausscheidet. Oder man habe was angestellt.

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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Heute in den RBB-Radionachrichten gehört:

    Die Mutter und Erfinderin des Berliner Mietendeckel - Frau Katrin Lompscher (Linke) - hat ihren sofortigen Rücktritt erklärt. Als Grund nannte die Bausenatorin - von vielen Fachleuten Bauverhinderungssenatorin genannt, da ohne Plan für mehr Wohnungsbau in Berlin - ihre fehlerhaften Abrechnungen und ihre Steuererklärungen. Einkünfte aus drei Aufsichts- und Verwaltungsratsmandaten seien von ihr weder versteuert noch an die Landeskasse zurückgeführt worden - wie es laut Berliner Senatorengesetzt vorgeschrieben ist.

    Die Fehler seien bereits vergangene Woche durch eine schriftliche Anfrage der AfD-Finanzexpertin Frau Dr. Kristin Brinker ans Licht gekommen, hätten aber kaum für öffentliches Interesse gesorgt. Allerdings war da auch noch nicht klar, daß Frau Lompscher die Einnahmen dem Finanzamt verschwiegen hatte ...

    Nach meiner Erinnerung war es damals (2016) auch Frau Lompscher die Herrn Andrey Holm zum Staatssekretär (Bereich Bau und Wohnen) in Berlin machen wollte. Stichwort: Stasi-Affäre. Aufgrund falscher Angaben zu seiner Stasi-Vergangenheit mußte Holm - nach meiner Erinnerung - das Amt aber zügig wieder räumen.

    Berlin halt ...
    Geändert von kurant (03.08.2020 um 13:41 Uhr)

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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Die gute Frau wurde wohl selbst ihren moralischen Ansprüchen nicht gerecht.

    Unabhängig von ihren Verfehlungen bei der Deklaration ihrer Einkünfte ist es gut, dass sie weg ist, denn für diesen Posten war sie komplett ungeeignet.

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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Übrigens ist mir am Wochenende die sehr interessante differenzierte Analyse des Wohnungsmarktes vom IW (Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln) untergekommen. Da waren einige interessante Fakten drin, zu denen ich ein anderes Gefühl hatte. Die ganze Studie hier.

    Daraus:

    Von 2010 bis 2018 sind die Nettokaltmieten in den 7 größten Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf) pro Jahr um real 4,7 % gestiegen. (Ich dachte, es sei mehr). Am stärksten mit 6 % in Berlin, am moderatesten in Düsseldorf (2,3%).

    Höhere Wohnkosten treffen vornehmlich Neumieter, das sind nur 14% aller Mieterhaushalte in 2017 und 2018. Durchschnitt des Preisunterschieds zwischen Neuvertrags- und Bestandsmieten pro qm: 14%.

    Wohnfläche: im Jahr 2018 lebten Bestandsmieter auf durchschnittlich 49,5 qm. Neuvertragsmieter auf 45,6 qm.

    Die Mietkostenbelastung beträgt seit Ende der 90er Jahre gleichbleibend ca. 23-25% des monatlichen Haushalts-Nettoeinkommens (da hätte ich wesentlich mehr gedacht) für Bestandsmieter und bei ebenso gleichbleibend ungefähre 27% bei Neuvertragsmietern. Das hätte ich ebenfalls wesentlich höher geschätzt.

    Bei den möglichen Maßnahmen sticht die soziale Wohnraumförderung raus. Lt. IW leben noch immer viele Menschen unberechtigt in Sozialwohnungen. Definitionsgemäß gilt in Deutschland als armutsgefährdet, wer weniger als 60% des Medianeinkommens zur Verfügung hat (was kein fairer Wert ist, wären wir morgen alle Millionäre, gälte jemand mit 600.000 Euro Einkommen als armutsgefährdet, aber nun gut). Aber rund 47% der Mieter in Sozialwohnungen hatten 2018 ein höheres Einkommen, 10% sogar mehr als das mittlere Einkommen. Dafür müsste eine neue, gültige Form der Befristung eingeführt werden können, die nur bei Sozialwohnungen greift, damit der Bedarf regelmäßig überprüft werden kann.

    Warum die Erde rund und auf keinen Fall flach ist?
    Wenn sie flach wäre, hatten Katzen schon längst alles runter geschubst.
    .

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