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  1. Avatar von Sprachlos
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Ich finde den Mietendeckel auch nicht wirklich gelungen, das riecht nach Verzweiflung, die könnte aber auch echt sein?
    Gefühlt auf jeden Fall, sowohl bei Mietern als auch bei Hauseigentümern. Da schenkt sich die Emotionalität wenig, auf beiden Seiten.
    In Berlin gibt es einen super detaillierten und guten Mietspiegel. Mir ist schleierhaft, wieso man den nicht hergenommen und mit einem gewissen Spielraum als verbindlich erklärt hat und eben auf diese Weise gerecht und differenziert zunächst ausgleicht und deckelt. Wichtig wäre doch hauptsächlich gewesen, die Auswüchse zu kappen.

    Dann hätte man Möglichkeiten für weitere moderate Erhöhungen in den nächsten Jahren festlegen können während man andererseits Maßnahmen ergreift, um den Wohnungsmarkt sinnvoll zu entspannen, z.B. nach dem Beispiel von Wien etc..

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Interessant ist auch die Frage, was nach den 5 Jahren passiert. Kommt dann der große Hammer oder wird einfach verlängert?
    Das habe ich mich auch schon gefragt.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

    Nimm dich selbst wahr, und wo du dich findest, da lass dich.(Meister Eckhart)


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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    In Berlin gibt es einen super detaillierten und guten Mietspiegel. Mir ist schleierhaft, wieso man den nicht hergenommen und mit einem gewissen Spielraum als verbindlich erklärt hat und eben auf diese Weise gerecht und differenziert zunächst ausgleicht und deckelt. Wichtig wäre doch hauptsächlich gewesen, die Auswüchse zu kappen.

    Dann hätte man Möglichkeiten für weitere moderate Erhöhungen in den nächsten Jahren festlegen können während man andererseits Maßnahmen ergreift, um den Wohnungsmarkt sinnvoll zu entspannen, z.B. nach dem Beispiel von Wien etc..


    Das habe ich mich auch schon gefragt.
    Das wäre durch das Mietrechtsnovellierungsgesetz, also die Mietpreisbremse wohl noch gedeckt gewesen. Das hätte Sinn und Verstand gehabt. Nun hängt der Deckel irgendwo im rechtsfreien Raum.

  3. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Angesichts steigender Mieten wurde die Bürgerinitiative "Deutsche Wohnen u. Co. enteignen" gegründet.

    Was haltet ihr von der Bewegung?
    Das ist das typisch deutsches Klienteldenken, denn es hilft nur den Mietern der enteigneten Firmen und löst das Problem nicht.

    Das Problem ist, das es nicht genug bezahlbaren Wohnraum gibt. Und daran ändere ich nichts, wenn ich Miethaie enteigne. Dadurch entsteht nicht eine bezahlbare Wohnung mehr.

    Um es klar zu sagen, ich habe Sympathien für die Enteignungsidee, aber sie schafft eben keinen zusätzlichen Wohnraum. Wenn ich dagegen soviel neuen , bezahlbaren Wohnraum schaffe, dass den Miethaien die Mieter weglaufen können, habe ich einen viel größeren Effekt. Nur , das dauert und wer in den Kommunalverwaltungen will da jetzt noch ran ?
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


  4. Registriert seit
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Das ist das typisch deutsches Klienteldenken, denn es hilft nur den Mietern der enteigneten Firmen und löst das Problem nicht.

    Das Problem ist, das es nicht genug bezahlbaren Wohnraum gibt. Und daran ändere ich nichts, wenn ich Miethaie enteigne. Dadurch entsteht nicht eine bezahlbare Wohnung mehr.

    Um es klar zu sagen, ich habe Sympathien für die Enteignungsidee, aber sie schafft eben keinen zusätzlichen Wohnraum. Wenn ich dagegen soviel neuen , bezahlbaren Wohnraum schaffe, dass den Miethaien die Mieter weglaufen können, habe ich einen viel größeren Effekt. Nur , das dauert und wer in den Kommunalverwaltungen will da jetzt noch ran ?
    Im Grunde ist das eine schöne Idee. Nur kannst du mit den aktuellen Baukosten keine Objekte erstellen, die sich mit einer Kaltmiete von 7€ pro m² kostendeckend bewirtschaften lassen. Heisst im Klartext, dass das auf Dauer ein Milliardengrab wird.

    Nun, ich habe eben kein Interesse daran, mir immer höhere Steuern abpressen zu lassen, damit Andere in bester Citylage zum Schnäppchenpreis wohnen können.

  5. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Nun, ich habe eben kein Interesse daran, mir immer höhere Steuern abpressen zu lassen, damit Andere in bester Citylage zum Schnäppchenpreis wohnen können.
    Das verlangt auch keiner.

    Deine Ausgangsfrage war die, wie wir zu der Idee von Enteignung der Miethaie stehen. Erstens ist die auch nicht für umme zu haben und zweitens kostet die Unterhaltung der enteigneten Wohnungen auch Geld. Es hatte ja seinen Grund, warum die Kommunalen Wohnungsunternehmen seinerzeit ihre Bestände verkauft haben. Das fällt jetzt ihnen und den Mietern wieder vor die Füße.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


  6. Registriert seit
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Das verlangt auch keiner.

    Deine Ausgangsfrage war die, wie wir zu der Idee von Enteignung der Miethaie stehen. Erstens ist die auch nicht für umme zu haben und zweitens kostet die Unterhaltung der enteigneten Wohnungen auch Geld. Es hatte ja seinen Grund, warum die Kommunalen Wohnungsunternehmen seinerzeit ihre Bestände verkauft haben. Das fällt jetzt ihnen und den Mietern wieder vor die Füße.
    Der Grund für den Verkauf war schlichtweg, dass Geld in die leere Kasse kommt.

    Die Kasse ist heute immer noch leer. Geld ist weder für Enteignungen, noch für Neubau von Sozialwohnungen da. Um das Problem wirklich dauerhaft zu lösen, wären große Summen notwendig, die irgendwoher genommen werden müssten.

    Im Zweifelsfall dann eben vom Steuerzahler. Und das bin in letzter Konsequenz eben auch ich.


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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Erstens: es gab schon ein ein mal eine Mietpreisbindung. Also muss es auch eine gesetzliche Grundlage geben.

    Zweitens: Es ist ein Akt der Verzweifelung bei einer durchschnittlichen Mietpreissteigerung von 25% bis fast 40% jährlich in deutschen Großstädten. Wobei die eher 25% in Städten wie München geringer ausfällt, weil dort ohnehin die Mieten schon seit langem in den Orbit gestiegen sind. Da geht es dann eben nicht viel höher mehr.
    Die vielen Demonstrationen zeigen wie dringend Maßnahmen sind und wie wenig die vorhandenen greifen. Es dauert immer sehr lange bis der deutsche Michel sein Schlafmützchen abnimmt und wenn das passiert, dann ist es meist 5 nach 12. Leider.
    Ich finde es auch typisch, dass viele Deutsche zuerst an ihr eigenes Säckel denken und die Vorteile einer Solidargemeinschaft mitnehmen.

    Im Übrigen soll es auch Regelungen für "bedürftige" Immobilienbesitzer geben.

    Drittens: auch ich bin Steuerzahler und ich zahle nicht wenig. Und ,Wolfgang11, ich finde, dass es viel unsinnigere "Projekte" gibt, in die meine Steuergelder fließen als es der Wohnungsmarkt ist.
    Was wird da nicht alles subventioniert??????

    Man braucht sich nur Mal die Auflistungen und Warnungen des Rechnungshofes anzuschauen, die jährlich veröffentlicht werden.

    Ich sehe die jahrelangen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt, im Bildungswesen, Fachkräftemangel...uvm.
    nur als Symptom.
    Keiner schreit auf, wenn Mal wieder ein Dorf "vergesellschaftet" wird, weil der Braunkohleabbau -trotz Energiewende- von "Investoren"(meist inzwischen ausländische) weiter läuft.
    Erst wenn es einen selbst betrifft kommt der Aufschrei.


  8. Registriert seit
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von cartagena Beitrag anzeigen
    ...Es dauert immer sehr lange bis der deutsche Michel sein Schlafmützchen abnimmt und wenn das passiert, dann ist es meist 5 nach 12. Leider.
    Ich finde es auch typisch, dass viele Deutsche zuerst an ihr eigenes Säckel denken und die Vorteile einer Solidargemeinschaft mitnehmen.
    ...
    Der deutsche Michel? Ist das nicht der, der aufgrund der jahrzehntelang extrem billigen Mieten all jene ausgelacht hat, die ihr Geld in Wohneigentum investiert haben? Und der heute das heulen kriegt, weil sich da was ändert?


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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Der deutsche Michel? Ist das nicht der, der aufgrund der jahrzehntelang extrem billigen Mieten all jene ausgelacht hat, die ihr Geld in Wohneigentum investiert haben? Und der heute das heulen kriegt, weil sich da was ändert?
    Genau der.

    Das war der, der Beifall geklatscht hat, als 2004 die Eigenheimzulage als sinnlose Subvention gestrichen wurde.


  10. Registriert seit
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    AW: Deutsche Wohnen enteignen! Richtig oder falsch?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Genau der.

    Das war der, der Beifall geklatscht hat, als 2004 die Eigenheimzulage als sinnlose Subvention gestrichen wurde.
    Der deutsche Michel ist der, der sich gegen die (von den regierenden Stellen) als sinnlose Subvention titulierte Eigenheimzulage streichen ließ und sich nicht dagegen wehrte. Es hat sicher keiner Beifall geklatscht, aber wie in Deutschland üblich, läßt man`s eben zu.

    Und sicher hat der deutsche Michel sich nicht über Leute kaputt gelacht, die Eigentum erwerben wollten.
    Nur sehr viele konnten/können sich das nicht leisten. Es gab auch viele, die dann in Zeiten der Krise ihre Jobs verloren und das Häuschen war futsch, samt der schon abbezahlten Anteile.

    Man kann auch nicht mit den so billigen Mieten in Deutschland argumentieren, denn entsprechend der Lebenshaltungskosten und der Löhne und Gehälter waren die gar nicht so billig.

    Es hat sicher niemand was gegen Wohneigentum, wenn es denn auch selbst genutzt wird. Super.
    Da dürfen aber auch keine gravierenden Schicksalsschläge kommen.
    Siehe Strang "Trennung und Scheidung". Oder Arbeitslosigkeit, Krankheit, Konjunkturrückgang, Immobilienblase, Klimawandel....

    MannMann, die Möglichkeit, dass es tatsächlich so "schwache" Menschen gibt, die es nicht schaffen Wohneigentum zu schaffen oder zu bewahren (und das sind etliche) kommt scheinbar in deiner Vorstellungswelt nicht vor.
    Freue Dich, dass du das konntest, genieße es und pass gut auf, dass sich das nicht Mal irgendwann auflöst. Aber wahrscheinlich bist du gut abgesichert.
    Geändert von cartagena (20.06.2019 um 07:24 Uhr)

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