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  1. Avatar von Meatloaf
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    Treppenhausreinigung

    Hallo in die Runde...

    ich brauche mal einen Rat bzgl. der weiteren Vorgehensweise.

    Seit fast 12 Jahren wohne ich in einem Mietshaus mit insgesamt 4 Wohnungen und 2 Läden.
    Die Treppenhausreinigung ist immer seitens des Eigentümers an eine (Privat-)Person seiner Wahl vergeben worden. Früher war's die Frau, die auch die Wohnung seiner Eltern reinigte, als diese noch hier im Haus lebten.
    Seit ihrem Auszug wohnt dort eine vietnamesische Familie (ich erwähne das nur, weil sie sehr schlecht Deutsch sprechen und das m.E. vom Vermieter ausgenutzt wird!).
    Jede Partei zahlt seit vielen Jahren 240,- € pro Jahr für die Treppenhausreinigung, auch die beiden Läden; macht insgesamt 1.440,- €, die der Eigentümer über die Nebenkostenabrechnung erhält.

    Nun fällt mir seit Monaten auf, daß das Treppenhaus nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch alle 3 Wochen geputzt wird. An den Kosten hat sich aber bei der letzten Abrechnung nichts geändert.
    Eben kam ich mit dem vietnamesischen Nachbarn ins Gespräch und erfuhr, daß er nur noch alle 2 Wochen putzen soll und dafür seitens des Vermieters 60,- € im Monat erhält
    dafür muß er nicht nur putzen, sondern auch kleinere Hausmeistertätigkeiten ausführen und darf obendrein ebenfalls die 240,- € pro Jahr bezahlen.
    Wenn ich das gegenüberstelle, erhält der Eigentümer 1.440,- € pro Jahr für die Reinigung, zahlt aber nur 720,- € an die Person aus, die sich um alles kümmert.

    Um es ganz klar zu formulieren:
    Es geht mir nicht darum, daß ich pro Jahr weniger zahlen möchte...
    ich möchte erreichen, daß derjenige, der das Treppenhaus säubert, auch den Betrag bekommt, den alle Mieter dafür bezahlen...
    und ich finde es unmöglich, daß die Hälfte des Geldes beim Vermieter "versickert"...und das wohl nicht erst seit diesem Jahr.

    Wie würdet Ihr da vorgehen?
    Ich bin übrigens, ebenfalls nur als Hintergrundinfo, seit Jahren im Mieterbund.
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, daß sich etwas ändert! (Albert Einstein)

  2. Avatar von marylin
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    AW: Treppenhausreinigung

    Bei der NK-Abrechnung muss ja angegeben sein, wieviel und an wen für die Hausreinigung gezahlt wird, schon alleine, weil die Mieter das für die Steuererklärung brauchen. Man kann auch Einsicht verlangen. Und wenn der Vermieter nur 720 € nachweisen kann, dann zahlt man ja als Mieter nicht mehr als das.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  3. Avatar von Simpleness2
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    AW: Treppenhausreinigung

    Zitat Zitat von Meatloaf Beitrag anzeigen
    Wie würdet Ihr da vorgehen?
    Ich bin übrigens, ebenfalls nur als Hintergrundinfo, seit Jahren im Mieterbund.
    Die anderen Mieter ins Boot holen, gemeinsam einen Brief verfassen. Da sich der Putzturnus von wöchtentlich auf alle 3 Wochen geändert hätte, wärt ihr nicht mehr bereit 240,-Euro im Jahr zu zahlen. Er müsse die Kosten dafür angleichen.
    Zwar bekommt dann der Nachbar der die Arbeit übernommen hat nicht mehr Geld aber er kann dann auch nicht mehr die Differnz in die eigene Tasche stecken.

  4. Avatar von Meatloaf
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    AW: Treppenhausreinigung

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Bei der NK-Abrechnung muss ja angegeben sein, wieviel und an wen für die Hausreinigung gezahlt wird, schon alleine, weil die Mieter das für die Steuererklärung brauchen. Man kann auch Einsicht verlangen. Und wenn der Vermieter nur 720 € nachweisen kann, dann zahlt man ja als Mieter nicht mehr als das.
    Den Zusammenhang mit der Steuererklärung verstehe ich nicht ganz.

    In der Abrechnung stehen seit Jahr und Tag pauschal 240,- € für die Treppenhausreinigung, ohne Angabe, an wen wieviel gezahlt wurde.
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  5. Avatar von kleiner.TIGER
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    AW: Treppenhausreinigung

    Falls nun der „Putzdienst“ bei der Minijobzentrale offiziell angemeldet ist (wie das rechtens wäre), kommen diese Kosten natürlich noch dazu!
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  6. Avatar von Meatloaf
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    AW: Treppenhausreinigung

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Die anderen Mieter ins Boot holen, gemeinsam einen Brief verfassen. Da sich der Putzturnus von wöchtentlich auf alle 3 Wochen geändert hätte, wärt ihr nicht mehr bereit 240,-Euro im Jahr zu zahlen. Er müsse die Kosten dafür angleichen.
    Zwar bekommt dann der Nachbar der die Arbeit übernommen hat nicht mehr Geld aber er kann dann auch nicht mehr die Differnz in die eigene Tasche stecken.
    Ich habe zwar meine Zweifel, daß sich die anderen beiden Parteien, die hier wohnen, dafür interessieren, aber versuchen werde ich es auf jeden Fall.
    Weißt Du zufällig, ob sowas auch noch rückwirkend möglich ist?
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  7. Avatar von marylin
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    AW: Treppenhausreinigung

    Die Treppenhausreinigung kann man als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Steuer absetzen, dafür muss der Vermieter natürlich in der Abrechnung nachweisen, wieviel tatsächlich gezahlt wurde. Alles, was in der NK-Abrechnung auftaucht, muss exakt nachgewiesen werden meines Wissens. Pauschalen habe ich noch nie gesehen in meiner Abrechnung. Aber ich will auch nicht behaupten, dass es das nicht gibt... Nur ist es komisch und eben nicht nachvollziehbar. Alles, wann man als Mieter über die NK zahlen muss, kann ja gemessen und/oder errechnet werden.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  8. Avatar von Meatloaf
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    AW: Treppenhausreinigung

    Zitat Zitat von kleiner.TIGER Beitrag anzeigen
    Falls nun der „Putzdienst“ bei der Minijobzentrale offiziell angemeldet ist (wie das rechtens wäre), kommen diese Kosten natürlich noch dazu!
    Guter Hinweis.

    Ich gehe allerdings mal davon aus, daß keine Anmeldung vorliegt; zum einen, weil sich der eine mit deutschen Gesetzen überhaupt nicht auskennt und der andere (in dem Fall der Eigentümer) seine Mieter gerne für dumm verkauft.

    Aber selbst wenn, sollte das nicht die fehlenden 50 % ausmachen.
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  9. Avatar von Meatloaf
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    AW: Treppenhausreinigung

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Die Treppenhausreinigung kann man als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Steuer absetzen,
    Ich glaube, das weiß hier keiner der Mieter (einschließlich mir)

    dafür muss der Vermieter natürlich in der Abrechnung nachweisen, wieviel tatsächlich gezahlt wurde. Alles, was in der NK-Abrechnung auftaucht, muss exakt nachgewiesen werden meines Wissens.
    Ja, das leuchtet ein.

    Pauschalen habe ich noch nie gesehen in meiner Abrechnung. Aber ich will auch nicht behaupten, dass es das nicht gibt... Nur ist es komisch und eben nicht nachvollziehbar. Alles, wann man als Mieter über die NK zahlen muss, kann ja gemessen und/oder errechnet werden.
    Mich wurmt diese nicht nachvollziehbare Pauschale schon seit langem.
    Allerdings bin ich bis heute immer davon ausgegangen, daß der Betrag in voller Höhe bei demjenigen landet, der die Reinigung übernimmt...und nicht nur die Hälfte davon.
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  10. Avatar von Pola
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    AW: Treppenhausreinigung

    Wenn dir das seit Monaten auffällt, dann sprechen wir ja höchstens von der 2. Jahreshälfte 2017, in der sich etwas geändert hat. Ich gehe davon aus, dass Euch für 2017 noch gar keine endgültige Abrechnung vorliegt, zumindest wäre das zum jetzigen Zeitpunkt recht früh.

    Daher würde ich den Eigentümer anschreiben und ihm mitteilen, dass Du erfahren hast, dass der Putzturnus sich geändert hat und dass Du
    A) entweder gerne den alten zurückhättest oder
    B) die NK-Vorauszahlung anpasst, weil ja auch geringere Kosten entstehen.

    Ich würde ihm erstmal nicht unterstellen, dass er Geld einbehält. Aber das mit der Steuer ist ein guter Hinweis - das macht ihm vielleicht Angst vor einer Prüfung.

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