Naja, wenn man ordentlich Miete zahlt, dann darf man seine Wohnung und die mitgemieteten Flächen auch nutzen - ja, auch zum Rauchen. Und wo Menschen eng zusammen wohnen, wie das in Mietshäusern eben so ist, dann stört immer mal irgendwas. Muss man meist hinnehmen. Immer sich wegducken und ja nie anecken, immer schön leise mit Socken durch die Wohnung - das ist das, womit man die Schreihälse im Haus noch unterstützt in ihrer Meinung, sie können andere tyrannisieren. Ich persönlich lasse mir sowas nicht mehr gefallen. Und ich gehe heute in die Ofensive, wenn Nachbarn (in dem Fall ein Hausmeister, der auch als Mieter im Haus wohnte) meinen, sie müssen an meinem vertragsgemäßen Mietverhalten rumnölen. Ich habe den Verwalter aufgefordert, "seinen" Hausmeister zu disiplinieren, da ich mir das Verhalten als Mieter nicht gefallen lasse. Hat nix genützt, habe dann gekündigt - natürlich mit dem Hinweis auf den unmöglichen Hausmeister. Tja, war dummerweise keine Wohnung, die den Eigentümern aus den Händen gerissen wurde...
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 80
Thema: Sehen wir das falsch
-
03.08.2017, 22:27
AW: Sehen wir das falsch
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

-
04.08.2017, 10:18Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Danke erst mal für euer Feedback, das hilft mir uns auch meinem Mann ein wenig, mal mitzubekommen welche Meinungen andere dazu haben.
Wäre das rund um die Uhr hätte ich ja Verständnis für ihr Problem. Aber es sind zwei bis drei Mal am Tag etwa zehn Minuten, die er da draußen verbringt, das auch noch relativ in der Mitte bzw. zur gegenüberliegendenden Wand hin (ohne Fenster) der wirklich großen Dachterasse. Er sitzt also nicht annähernd unter ihr, sondern wirklich einige Meter von ihrem Balkon und den Fenstern entfernt, tiefer als der 1. Stock und sie wohnt im 2. Stock. Da kann ich mir einfach schwer vorstellen, dass man da von den wenigen Zigaretten am Tag so eingeräuchert wird.
An sich hätte ich Verständnis, aber ich meide ja auch Smalltalk wie der Teufel das Weihwasser, sie hat damit überhaupt kein Problem, denn den gibt es zwischen ihr und meinem Mann öfter mal - und mein Mann ist nicht der, der das anfängt. Wenn man also ohnehin meinen Mann wegen Belanglosigkeiten ansprechen kann, warum kann man dann nicht mal einfließen lassen, dass man mit dem Rauchen ein Problem hat? Selbst ich würde mich nach Möglichkeit lieber überwinden, andere anzusprechen wenn es ein Problem gibt.
Das Plätzchen dachte er ja gefunden zu haben, als er sich weit von ihrem Balkon und ihren Fenstern wegsetzte. Diese Dachterasse ist sehr groß, aber es stört sie halt trotzdem. Und dass er in der Wohnung raucht, möchte ich nicht. Einerseits haben wir letztes Jahr frisch gestrichen und da fand ich, dass es schön wäre, wenn es rauchfrei bleibt, andererseits habe ich etwas Probleme mit Angst vor Feuer (Hausbrand in der Familie) und der Aschenbecher hat mich immer ein wenig unruhig gemacht, dass da eine Zigarette nicht ganz aus sein könnte. Im Mietvertrag steht übrigens zur Dachterasse explizit nichts, nur allgemein steht in der Hausordnung was von gegenseitiger Rücksichtnahme. Dass die von allen genutzt werden darf, sagte uns der Vermieter damals, als er sie uns zeigte. Und die Nachbarin meinte letztes Jahr zu meinem Mann wohl noch, das sei völlig ok wenn er unter den Balkonen rauchen würde (der Balkon direkt darüber ist nicht mal ihrer), dann hieß es vor ein paar Wochen eben bitte nicht mehr direkt unter den balkonen, nun heißt es auf der ganzen Dachterasse nicht mehr, da frage ich mich schon, wann sie ihn darum bittet, auch vor der Haustür nicht zu rauchen. Verstehe das auch nicht ganz, warum sich das so geändert hat.
Mein Mann und ich wollen beide wirklich niemanden stören, deshalb mache ich mir um die Sache ja Gedanken. Andererseits zahlen wir auch Miete und in solchen Mehrparteienhäusern in der Stadt klappt das Zusammenleben meiner Erfahrung nach nur dann, wenn zwar einerseits jeder etwas Rücksicht nimmt (Z. B. die Waschmaschine nicht nach 20 h laufen lässt), aber andererseits auch jeder mit kleinen Beeinträchtigungen lebt, die eben entstehen, wenn Menschen so eng zusammenleben. Und wir sind genrell wirklich vorsichtig und bemühen uns sehr, die Nachbarn nicht zu stören. Aber ich finde es auch unfair, wenn gerade wir uns so einschränken sollen, wenn letzten Sommer andere Parteien jedes zweite Wochenende auf der Dachterasse gegrillt haben und bis in die Morgenstunden alkoholisiert laute Unterhaltungen geführt haben oder Partys mal eben auf die Dachterasse verlegt wurden. Da hat sie sich ja scheinbar auch nicht beschwert, obwohl da auch geraucht wurde und obwol es laut war. Und das sind Dinge, die wir einfach ausgehalten haben, nie mit Groll, nur ganz selten mit ein klein wenig Gereiztheit, weil wir wollen, dass hier alle möglichst unbeschwert leben und eben auch mal einen Geburtstag feiern oder den Sommer genießen können.
Wir hatten es in der vorherigen Wohnung, dass eine Nachbarin, die alle Parteien tyrannisierte, uns einen Brief wegen "Lärmbelästigung" schrieb (Herumlaufen auf Socken und miteinander in Zimmerlautstärke reden) und an dem Tag bekam ich einen üblen Infekt und musste nachts ziemlich oft zur Toilette, die an der Seite zu ihrer Wohnung lag. Jedes Mal hatte ich Angst, sie würde gleich wutentbrannt klingeln und versuchte, den Toilettengang hinauszuzögern. Ganz ehrlich, so einen Zustand will ich nie wieder! Kurz danach erfuhren wir, dass alle Parteien solche Briefe von ihr bekommen hatten und dass selbst der Vermieter sie als "Pflegefall" bezeichnete, damit war meine Unsicherheit dann größtenteils beseitigt.
-
04.08.2017, 10:22Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Setz dich umgehend mit dem Vermieter in Verbindung.
Lass dir schriftlich geben, dass es kein Rauchverbot auf der Terrasse gibt. Warum macht ihr euch so klein? Ihr habt dieselben Rechte wie alle anderen Mieter auch. In einem Mehrfamilienhaus muss nun mal jeder ein wenig ab- und zugeben.
Das nennt man Leben.
-
04.08.2017, 10:39
AW: Sehen wir das falsch
Wozu den Vermieter noch auf dumme Ideen bringen? Es gibt kein Rauchverbot, fertig. Wenn die Nachbarn erst mal mitgekriegt haben, dass man mit euch alles machen kann, na dann viel Spaß noch.
Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

-
04.08.2017, 10:40Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Ich kann ja (wie alle hier) nicht wirklich beurteilen, ob die Nachbarin tatsächlich durch den Zigarettenrauch gestört wird. Falls das aber tatsächlich der Fall ist, sollte dein Mann woanders rauchen. Denn den Rauch selbst nicht in der Wohnung haben wollen, aber ihn anderen täglich mehrmals zumuten finde ich nicht fair. Ganz egal, ob die Terrasse gemeinschaftliche Nutzfläche ist.
Falls es so aber wäre, dass sie ihn da einfach nicht haben will, so wie du es jetzt andeutest, sieht das natürlich anders aus, aber das kann hier niemand objektiv beurteilen.
-
04.08.2017, 10:48Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Hm. Vielleicht ist sie generell genervt von den Dingen, die sich auf der Dachterasse abspielen. Und dein Mann bekommt den Ärger - quasi stellvetretend für andere - ab. Gerade an Leute, die eher rücksichtsvoll sind, wagen sich manche eher ran als an die größeren Störenfriede.
Kann das sein?
Ich denke auch, ihr solltet den Vermieter hinsichtlich der Nutzung der Terrasse ansprechen damit ihr Klarheit habt. Wie ist denn die Stimmung ansonsten im Haus? Sind sich alle grün untereinander oder gibt es schon mal Zoff und Nölereien?
-
04.08.2017, 10:49Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Das hat sie ihm vorgeworfen. Wobei es ja primär ich bin, die das nicht will, und nicht nur wegen des Rauchs sondern wegen meinen Ängsten bezüglich Feuer (von denen ich weiß, das die eigentlich übertrieben sind). Und ich frage mich halt, wie viel Rauch bei der Menge, die er da draußen raucht bzw. nicht raucht, wirklich bei ihr ankommt, vor allem wenn er so weit weg sitzt. Kann man da wirklich nicht mal für 10 Minuten sein Fenster schließen? Vor allem wenn man sich sonst vom Grill hat ausräuchern lassen, scheinbar ohne was zu sagen?
Und ja, ich habe Sorge, dass es letzten Endes was anderes ist, weil sie sich wegen des Rauchens in ihren Ansichten so extrem geändert hat. Da frage ich mich schon, was als nächstes kommt. Dass sie meinen Mann zum Rauchen von der Haustür weg in den Park schickt? Dass es andere Dinge gibt, die sie stören?
-
04.08.2017, 10:52
AW: Sehen wir das falsch
The world doesn't disappear when you close your eyes.
-
04.08.2017, 10:54Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Der Gedanke kam uns schon, ja.
Mein Mann will den Vermieter erst mal nicht einschalten, ich fände es auch besser wenn wir das so klären können. Sonst scheint die Stimmund im Haus ok zu sein. Generell scheint es nicht viel Kontakt zwischen den Nachbarn zu geben, mal abgesehen von einer Partei bei uns im Stoockwerk mit einer im Erdgeschoss, die letztes Jahr auszog (das waren die, die so viel gegrillt haben), man sagt hallo wenn man sich sieht und mein Mann hat eben mit der einen Nachbarin und mit dem Nachbar bei uns im Stockwerk manchmal kurze Unterhaltungen. Es ist alles sehr hellhörig, das scheinen alle hinzunehmen. Von Beschwerden untereinander weiß ich nichts, wobei ich sicher nicht die Erste wäre, die das mitbekommt. mein Mann hatte allerdings überlegt, einfach mal andere Nacbarn zu fragen, ob es sie stört, dass er auf der Dachterasse geraucht hat. Würde die Mehrheit dann wirklich ja sagen, würde er das akzeptieren, aber wir halten das eigentlich nicht für wahrscheinlich.
-
04.08.2017, 11:01Inaktiver User
AW: Sehen wir das falsch
Das ein oder andere freundliche Gespräch mit den Nachbarn (auch mit der, die sich beschwert hat) würde vielleicht Klarheit bringen und die Lage entspannen.
Zumindest würde ich den Hausfrieden erstmal versuchen zu wahren indem ich guten Willens auf die anderen zugehe. Wenn das, warum auch immer, nicht möglich ist, kann man immer noch die Hörner senken und sich stur stellen.



Zitieren