Wie bitte?
Es gibt immer zwei Möglichkeiten: entweder erfolgt die Hausreinigung unter der Regie des Eigentümers/der Verwaltung- dann sind die Kosten ganz normal in den Mietnebenkosten enthalten (so wohne ich zum Glück seit Jahrzehnten, in Berlin gibt es die Kehrwoche wohl eher selten). Oder den Mietern wird die Hausreinigung mittels Mietvertrag auferlegt. Dann fallen keine Kosten an, dafür muss man selbst tätig werden.
Nach Deiner Logik dürften dann Empfänger von Grundsicherung oder Sozialhilfe nur noch in Selbstputzerhäusern wohnen, damit der berühmt-berüchtigten Allgemeinheit nicht die Kosten für die Hausreinigung aufgebürdet werden?
Ne, die Logik verstehe ich nicht, und will es auch nicht!
Leidtragend ist niemand: man erhält eine Leistung = sauberes Treppenhaus und bezahlt dafür = Mietnebenkosten. Es fallen also keine unnützen Kosten an.
Und es gibt keinen Streit, kein versifftes Treppenhaus, alles klar geregelt.
Was genau ist daran unfair?
Unfair ist es lediglich, einen Mietvertrag zu unterschreiben und sich nicht an den Vertrag zu halten, in Bezug auf Hausreinigung also zu Lasten des Wohlbefindens der Nachbarn. Aber wenn alle bezahlen, dann muss auch niemand mehr putzen.
Meine Güte, der Punkt Hausreinigung gehört zu den normalen Mietnebenkosten. Es geht nicht um Prinzipienreiterei!!!
Nach Deiner Logik darf man sich nur vertragsbrüchiger Dreckspatzen erwehren mittels Forderung nach externer Hausreinigung, wenn man seinen Lebensunterhalt selbst finanziert? Die Hilfeempfänger müssen aus lauter Dankbarkeit der Allgemeinheit gegenüber allen Unrat hinnehmen?
Welche Teile der Wohnkosten würdest Du denn zu Gunsten der Allgemeinheit noch rausrechnen wollen? Größe, max. Gesamtkosten sind ja schon vorgeschrieben, vielleicht könnte man den Stromverbrauch einschränken? Und Sarrazin hatte ja schon vor Jahren vorgeschlagen, dass sich Hilfeempfänger warm anziehen sollen, damit sie Heizkosten sparen!
Wenn man einen Mietvertrag unterschreibt, der die Hausreinigung durch die Mieter festlegt, dann ist man auch dann zur Hausreinigung verpflichtet, wenn man zu alt oder zu krank ist, um diese selbst zu erledigen. Dann muss man halt bezahlte Hilfe organisieren. Punkt.Wenn es nötig wäre, weil man aus gesundheitlichen Gründen dieser Pflicht nicht nachkommen kann, wäre das etwas anderes. Aber nur weil man es nicht einsieht?
Und wenn sich nicht alle Mieter an diese Regelung halten, dann muss man eben eine neue Regelung etablieren.
Es ist nämlich zu Recht nicht einzusehen, dass man durch die Faulheit von Nachbarn beeinträchtigt wird.
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26.06.2016, 22:19
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
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26.06.2016, 22:22
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Dennoch haben sie einen Mietvertrag unterschrieben und haben das Recht, dass dieser Vertrag eingehalten wird. Momentan ist das nicht so und jetzt kann man Wege suchen, diesen Umstand abzustellen. Ein Weg wäre, die Reinigung extern zu vergeben. Im übrigen müsste der Hauseigentümer auch ein ureigenes Interesse daran haben, dass sein Eigentum nicht versifft.
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26.06.2016, 22:24
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
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27.06.2016, 08:47
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Ihr habt ja das Recht auf euerer Seite, das ist mir vollkommen klar.
Und dennoch bin ich der Meinung, dass in erster Linie die Bewohner für ihr Haus zuständig sind.
Wir wohnen in einem sozialen Staat, indem jeder aufgefangen wird, der Hilfe braucht und das ist gut so.
Aber warum kann man den Gedanken nicht auch in der kleinen Hausgemeinschaft weiterführen, indem eben jemand mit Zeit und Putzkenntnissen denjenigen unterstützt, der es aus irgendwelchen Gründen nicht kann?
Hier gibt es in vielen einfachen Wohngegenden noch die Putzwoche und in den allermeisten Fällen funktioniert das auch reibungslos.
Allerdings verstehe ich allmählich, warum Vermieter so ungern an H4-Empfänger vermieten, obwohl die Mietzahlung da relativ sicher ist.
Also im Allgemeinen, ist jetzt etwas ot.
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27.06.2016, 09:33Inaktiver User
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Es gibt aber leider immer wieder Menschen die sich nicht sozial verhalten und da funktioniert sowas nunmal nicht. Es ist hier Aufgabe des Vermieters für Ordnung zu sorgen.
Was verstehst du unter Unterstützung? Den Betreffenden mangelt es in der Regel nicht an Putzkenntnissen sondern sie haben einfach keinen Bock ihren Pflichten als Mieter nachzukommen. Wenn du das Problem lösen willst, mußt du für diese Leute das Treppenhaus putzen und da hätte ich nun absolut keine Lust zu.
Wie kommst du darauf das die Mietzahlung von H4-Empfängern relativ sicher ist?
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27.06.2016, 10:47
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Aidachen, jetzt ziehst du aber die falschen Schlüsse und verdrehst auch noch die Tatsachen.
Im vorliegenden Fall wissen wir nur von der TE und von ihrer Nachbarin Frau H., dass sie ihre Nebenkosten vom Amt bekommen. Diese beiden erledigen ihren Putzdienst.
Also deiner Argumentation folgend, solltest du deine rigorose Mieterauwahl nochmal überdenken. Aber ich nehme an, wenn die Tatsachen deine vorhandene Meinung nicht stützen, sind es wohl Ausreißer.Es ist dumm sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht
Gegen das Altern hilft nur jung sterben
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27.06.2016, 11:07
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
mhhh, da leben 2 Menschen die ihr Geld vom Amt bekommen, daraus schliessend tagsüber Zeit haben, jede Menge davon und wenn kein körperliches Manko vorliegt wo ist dann das Problem den Putzfeudel rauszuholen und das Treppenhaus in Schuss zu bringen wenn es einen stört und der Rest der Mitbewohner das nicht macht?
Ich würde es machen, wäre mir auch egal ob es honoriert wird oder peng.... Wenn es mich beim nach Hause kommen glücklich machen würde, shiet drupp und feudel schwingDas Leben macht was es will und ich auch!
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27.06.2016, 11:36
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Bei der TE liegt ein körperliches Manko vor.
Und selbst wenn dem nicht so wäre, egal woher oder womit man seinen Lebensunterhalt bestreitet, niemand ist dazu verpflichtet, die Aufgaben anderer Leute wahrzunehmen. Auch unabhängig davon wieviel Zeit man hätte.
Da würden mir noch ganz andere gesellschaftliche Gruppen einfallen
(An alle nicht-berufstätigen Mütter von Teenager-Kindern und Rentner/Pensionisten in meinem Haus: Mein Putzdienst steht zur Weitergabe an!)
Liebe TE,
ich fürchte es gibt nur 3 Möglichkeiten:
1. Du putzt tatsächlich einfach selbst.
Eine Abwägung wie wichtig dir die Sauberkeit ist in Relation zum körperlichen Aufwand und deiner persönlichen "Freude" am putzen.
2. Du sprichst das Thema an.
Du musst dazu aus der Deckung kommen und das Problem zum Thema machen. Kann Erfolg haben, muss aber nicht.
3. Du setzt dich mit der Hausverwaltung in Verbindung.
Ich selbst habe immer am liebsten in Häusern gewohnt, in denen die Treppenhausreinigung extern vergeben war.
Ich mag nur meinen Dreck und habe keinen Lust das zu diskutieren. Das Problem wird ausgelagert und alle sind zufrieden. Das kostet umgelegt auf alle auch nicht die Welt und ist in dem meisten Miethäusern auch Standard.
P.S. Auch Menschen, die aus irgendwelchen Gründen von der Allgemeinheit mitversorgt werden haben das Recht über ihre Zeit frei zu entscheiden. Sie haben das Recht nicht gerne für andere zu putzen und sich trotzdem zu freuen, wenn das Treppenhaus sauber ist.Es ist dumm sich über die Welt zu ärgern. Es kümmert sie nicht
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27.06.2016, 11:46
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Sicherlich würde Dich niemand daran hindern, schon garnicht die faulen Säcke, die sich nicht an ihren Mietvertrag halten.
Ich finde es aber befremdlich, dass dieses "Geld vom Amt bekommen" offenbar der ausschlaggebende Grund dafür sein soll, dass man die Pflichtverletzungen der Nachbarn auffängt.
Das Treppenhaus in einem kleinen Mietshaus macht schließlich nicht sooo viel Arbeit, dass man das nicht auch husch-husch nach Feierabend machen könnte.life is all about
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27.06.2016, 11:49
AW: Putz-Lösung gesucht - was könnte man machen?
Ich würde auch erst mit den Nachbarn sprechen.
Wenn du dich das persönlich nicht traust, dann schreib doch einfach einen kurzen Text auf dem Computer und häng einen Zettel irgendwo im Eingangsbereich hin. Du musst ja niemanden direkt ansprechen und auch nicht mit deinem Namen unterschreiben.
Ich würde es einfach Allgemein formulieren: Das der Eingangsbereich in letzter Zeit sehr stark verdreckt ist und es nett wäre, wenn jeder seiner Putzpflicht nachkommt.
Wenn das nichts bringt, würde ich mich aufjedenfall an die Hausverwaltung wenden.



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