Hat hier jemand Erfahrung mit Syrern als Mieter?
Also der Mietvertrag würde mit der Stadt abgeschlossen, diese würde auch die Miete zahlen.
Da die Wohnung sich aber in einem 10-Parteien-Haus befindet, mache ich mir etwas Sorgen um den Hausfrieden, wenn man eine Wohnung an eine Familie mit ganz anderem kulturellen Hintergrund vermietet.
Eine Bekannte hat damit nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht, die Leute haben 0 Rücksicht auf andere Bewohner genommen, haben die Nacht zum Tage gemacht, die Haustür Tag und Nacht offen gelassen und ständig lauten Besuch gehabt und die Kinder zu jeder Zeit im Treppenhaus toben lassen.
So etwas möchte ich den langjährigen Mietern nicht zumuten, andererseits wohnt die Familie jetzt in einem Klassenzimmer und ich würde da schon gerne helfen.
Weiß jemand, wie das rechtlich aussieht?
Was ist, wenn die Flüchtlingsfamilie sich nicht an Ruhezeiten hält und die anderen Mieter dann die Miete kürzen?
Bleibe ich auf dem Schaden sitzen, oder würde die Stadt dann für ihre Mieter verantwortlich sein?
Wer wäre mein Ansprechpartner?
Wenn diese Familie dann mal auszieht, könnte ich mir dann neue Mieter suchen oder würde der Mietvertrag mit der Stadt gültig bleiben und die Stadt würde dort jemanden einquartieren, der dann womöglich gar nicht zur Mietergemeinschaft passt?
Kann mir jemand eine Seite empfehlen, die mir weiter helfen kann?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 119
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22.02.2016, 12:44
Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
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22.02.2016, 13:10
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Den Mietvertrag würde ich gegebenenfalls von einem Anwalt prüfen lassen.
Und auch meine Bedenken mit dem Zuständigen von der Stadt besprechen.
Ansonsten kann es dir immer passieren, dass Mieter (gleich welchen Hintergrundes) sich nicht an die Hausordnung halten.
Ich hätte da keine größeren Bedenken als bei jeder anderen Vermietung.
Und wenn du hier im Mietforum liest haben viele Probleme mit Mietern deutscher Herkunft, daher wäre die Nationalität für mich als Vermieterin kein Hinderungsgrund.
Kennst du die zukünftigen Mieter schon ?
Weißt du ob sie schon etwas deutsch oder englisch sprechen ?Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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22.02.2016, 13:20
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Nein, ich kenne sie noch nicht und hatte bisher nur Kontakt zu den "Paten". Die Familie ist erst seit 4 Monaten in Deutschland, die Eltern besuchen seit kurzem einen Deutschkurs.
Die Kinder werden voraussichtlich im Sommer eingeschult.
Klar, kann man mit allen Mietern Probleme bekommen, ich meinte auch eher über das übliche hinausgehende Probleme.
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23.02.2016, 11:14
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Hallo Aidachen,
bist du dir sicher, dass du die Wohnung überhaupt an die Stadt vermieten kannst.
Hier in Bayern werden für Flüchtlinge, die lediglich Aufenthaltsgestattung besitzen, niemals Wohnungen in MFHs angemietet, sondern lediglich leerstehende Häuser/Gebäude. Der Grund hierfür ist Entmietungen zu vermeiden.
Wie groß ist denn die syrische Familie? Liegt deine Wohnung im EG?
Ich hatte einmal eine türkische Familie als Mieter (2 EW und 2 Kinder). Da sind tatsächlich jeden Tag mindestens 20 - 30 Personen (Verwandte? Freunde?) zu Besuch gewesen.
noch ganz vergessen:
Bist du Eigentümerin des MFH?Geändert von Bobbie (23.02.2016 um 11:49 Uhr) Grund: noch ganz vergessen:
Krankheit steckt an. Ach tät's doch Schönheit auch! (geklaut von Jofi und Shakespeare)
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23.02.2016, 11:18
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Da du die Paten kennst - was spricht dagegen die Familie kennenzulernen vor dem Einzug ?
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
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23.02.2016, 11:31Inaktiver User
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Vielleicht die Familie kennen lernen, die Hausregeln besprechen und dann entscheiden.
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23.02.2016, 18:26
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Ich sehe insbesondere den Vertrag als Problem, ich hatte dies auch überlegt aber die hiesigen Ämter mieten nur nach ihren Verträgen und die würde ich niemals akzeptieren. Das macht man nur wenn man ne absolute Bruchbude hat die man ansonsten nicht vermietet bekommt.
Das ist auch das große Problem bei der Unterbringung kaum ein Vermieter wird sich auf solche Verträge einlassen.
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23.02.2016, 18:29
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Neugierige Frage, welche Klauseln in den Verträgen sind das denn, die nicht akzeptabel sind ?
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23.02.2016, 18:38
AW: Vermieten an Flüchtlinge? Erfahrungen?
Ähnliche Erfahrungen hatte ich auch mal, nur waren das keine Flüchtlinge, sondern Deutsche türkischer Abstammung. Dazu kam, dass sie unfähig waren, den Müll zu sortieren, Müll und Schuhe im Treppenhaus gelagert wurden und lautstarke Forderungen, wenn ihnen was nicht passte. Dafür knallte der Sohn dann noch Fußbälle gegen unsere Garagentore und die Gäste ließen ständig das Außenlicht brennen. Die ganze Nacht durch.
Meine andere Mieterin war genauso genervt wie wir.
Du solltest es nur tun, wenn die Miete soviel höher als marktüblich ist, dass es diese Nachteile ausgleicht. Du musst damit rechnen, dass die anderen Mieter nicht begeistert sind und langfristig ausziehen. Dann kannst du den Rest des Hauses an weitere Flüchtlinge vermieten und hast eine gute Rendite.
Willst du Frieden, lass es besser. Wenn neu renoviert ist, lasse es auch besser.
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24.02.2016, 07:36


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