Ich hoffe, hier verstecken Sich ein paar Experten in Sachen Mietrecht.
Am Samstag haben wir einen Brief von unserem Ex-Vermieter erhalten. Darin teilt er uns mit, dass es seiner Wohnung, die wir vor 6 Wochen an ihn übergeben haben, diverse versteckte Mängel gab. Unter anderem einen zerkratzen Laminat-Boden, 2 offensichtliche Schimmelflecke, einen ungepflegten Garten.
Er schreibt, die Schäden müssen zum Teil von Fachbetrieben behoben werden, wofür er uns die Kosten in Rechnung stellen will. Genaue Zahlen, Fristen usw. schreibt er nicht. Der Brief ist datiert auf Ende Juli, Poststempel ist der 8.8.. Wir sind am 28.6. ausgezogen und haben die Wohnung unrenoviert übergeben, weil das so im Mietvertrag steht. Wir haben bei Einzug renoviert und zwar umfangreich.
Die Wohnungsübergabe fand also am 28.6. statt, in einer komplett leeren Wohnung. Direkt danach haben wir den Schlüssel abgegeben und haben seither (logischerweise) keinen Zutritt mehr zu der Wohnung.
Bei der Übergabe sind wir jeden Raum der Wohnung abgegangen, der Vermieter hat besichtigt, wurde von uns sogar zum Teil auf die Mängel hingewiesen. Am Ende haben wir uns geeinigt, wieviel wir bezahlen, damit alle Nebenkosten (auch die von 2014) erledigt sind, weil es sein Wunsch war. Wir haben den Betrag sofort in Bar bezahlt, er hat es quittiert, Ende. Dachten wir. Bis Samstag.
Ich habe eigentlich keine Lust, wegen so einem Blödsinn Geld für den Anwalt zu investieren zumal ich selbst eine juristische Vorbildung habe. Ich bin mir jetzt nur unsicher, ob ich auf das Schreiben (kam nicht per Einschreiben und stellt ja auch keine konkreten Forderungen) überhaupt reagieren soll. Ich hätte ja gute Lust dazu, meinem Ärger Luft zu machen. Andererseits habe ich Sorgen, dass ich mir damit einen Fallstrick drehe.
Momentan denke ich, ich sollte gar nicht reagieren. Die Sache ist absurd. Wie soll ich in einer leeren Wohnung einen zerkratzen Laminatboden verdecken? Theoretisch könnte ich das Schreiben ja nie bekommen haben. Warum soll ich überhaupt reagieren?
Dummerweise haben wir kein richtiges Übergabeprotokoll. Aber in dem Fall hätte ja auch der Vermieter die Schäden protokollieren müssen und nicht wir, oder? Besser wäre es jetzt natürlich schon, aber wir sind ja nicht in der Beweispflicht. Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?
Wäre super, wenn mir hier jemand helfen könnte. Die Sache nervt einfach.
Zum Glück wird sowas wenn alles normal läuft nicht mehr vorkommen, weil wir jetzt unser Eigenheim bewohnen...
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Ergebnis 1 bis 10 von 32
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11.08.2014, 10:04
"verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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11.08.2014, 10:08Inaktiver User
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Was habt ihr stattdessen?Dummerweise haben wir kein richtiges Übergabeprotokoll
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11.08.2014, 10:14
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Gegendarstellung und fertig.
Ist genug Arbeit, aber um die wirst Du nicht drumrum kommen, wenn Du das beenden willst.
Die Begehung ohne Protokoll mit juristischer Vorbildung, mmmhhh.... ein Fehler.
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11.08.2014, 10:14
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Na eben den Fresszettel auf dem steht, wieviel wir bezahlen, dass er den Betrag erhalten hat und dass damit "alles erledigt" ist.
Übergabe wurde mündlich gemacht, würde ich so auch nicht mehr machen, aber der Zug ist durch. Das läuft bei dem Vermieter immer so, aber bisher gabs damit auch keine Probleme. Auch Nebenkostenabrechnungen gabs als Fresszettel, man hat sich dann halt geeinigt und gut war.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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11.08.2014, 10:16
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Aja, Felina, da wist Du nacharbeiten müssen. Verplempere deine Energie nicht an Erklärungen im Forum, schreib lieber an den Ex-Vermieter.
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11.08.2014, 10:18
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Ach die würde mir sogar Spaß machen. Da könnte ich mal so richtig Dampf ablassen - natürlich in juristisch einwandfreie Worte gekleidet, ist klar. Aber soll ich das wirklich machen? Oder einfach mal warten, ob und wie er sich nochmal meldet? Er hat ja keinen Nachweis, den Brief abgeschickt zu haben oder gar dass er angekommen ist.
Ich weiß, dass er den Brief nicht selbst geschrieben hat, sondern der Nachmieter. Der wollte in eine frisch renovierte Wohnung einziehen, am besten mit neuem Bad usw. Da spielt der Vermieter nicht mit. Jetzt scheinen sich sich überlegt zu haben, dass wir für den Spaß bezahlen sollen. Lustigerweise sind jetzt im Bad die Wände großflächig verschimmelt - auf den Fliesen? Oder dahinter? Na so ein Zufall.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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11.08.2014, 10:18
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow
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11.08.2014, 10:19
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11.08.2014, 10:22
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Da, wo z.B. der Schimmelfleck ist, auf den wir hingewiesen haben, ist gar kein Fenster zum öffnen. Nur Scheiben. Wie hätten wir lüften sollen?
Den Boden haben wir beim Einzug bezahlt, wir haben angeboten, ihn wieder rauszureißen. Nein, so schlimm wären die Kratzer ja nicht, der wäre noch gut genug. Der Nachmieter will jetzt aber einen neuen Boden von uns bezahlt haben - ja klar.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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11.08.2014, 10:30
AW: "verdeckte" Mängel 6 Wochen nach Wohnungsübergabe - was tun?
Entscheidender dürfte sein, ob der Schimmelfleck gut sichtbar war. Dann hättet ihr ihn, während Euer Mietverhältnis lief, dem Vermieter melden müssen. Immerhin geht es um einen substantiellen Schaden seines Eigentums. Andererseits: Wäre er gut sichtbar, hätte er ihn bei der Wohnungsübergabe vor sechs Wochen ja selbst sehen müssen. Fand die Wohnungsübergabe unter ganz normalen Bedingungen, also bei Tageslicht usw. statt?
Ups. Wenn er nach der Übergabe überhaupt noch etwas von Euch verlangen dürfte, dann maximal das Rausreißen "Eures" Bodens.Den Boden haben wir beim Einzug bezahlt, wir haben angeboten, ihn wieder rauszureißen. Nein, so schlimm wären die Kratzer ja nicht, der wäre noch gut genug. Der Nachmieter will jetzt aber einen neuen Boden von uns bezahlt haben - ja klar.
Wie auch immer: ein Gespräch mit nem Anwalt dürfte da einiges fix klären.
Gruß,
AenEine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. -- A. Tschechow


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