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    will der Vermieter drohen oder einschüchtern?

    Hallo Community,

    es geht um eine Frau, mit der ich arbeite, und die als Harz 4 Empfängerin mit psychischer Krankheit vor einigen Jahren in eine Wohnung gezogen, ist, die kurz nach dem Einzug heftige und grosse Schimmelflecken aufwies. In allen Räumen, bis auf den Flur, hauptsächlich um die Fenster und Heizungskörper.

    Wir haben nun einen Brief an den Vermieter geschrieben, alle Mängel aufgezählt, und Fotos beigefügt.
    Über die beiden letzten Jahre hat sie ihn des Öfteren auf den Schimmel angesprochen, wenn er da war, aber er hat sie abgewimmelt oder ignoriert.

    nun schreibt er, dass er mit einem Fachberater sich die Wände ansehen wird, dass es keinen Schimmel gab, als sie einzog, dass sie nicht ausreichend lüften würde, und dass, wenn der Fachberater die Meinung des Vermieters bestätigen sollte, diese Fachberatung, sein Gutachten und die Beseitigung des Schimmels zu Kosten der Vermieterin fallen wird.

    (Die Fenster und Wände sind nicht isoliert, und wenn es regnet und windig ist, werden die Fenster von innen nass.)

    Ist das Rechtens? darf der Vermieter sich so verhalten?
    ich vermute, dass er sie einschüchtern will, da sie eh so labil ist, und er hofft, dass sie einen Rückzieher macht.

    Über Eure Meinung oder Erfahrung bin ich dankbar!

  2. gesperrt

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    AW: will der Vermieter drohen oder einschüchtern?

    Klar kann der Vermieter die Kosten für das Gutachten auf die Mieterin umlegen. Nur - sie bekommt HartIV und die Wohnung bezahlt. Wie will er sie pfänden lassen?

    Natürlich beharren die Vermieter in erster Linie darauf, dass die Schimmelbildung ausschließlich vom schlechten Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieterin herkommt. Es kann niemals an der Außenisolierung oder (maroden) Fenstern liegen - nein.

    Wenn der Gutachter kommt, soll er Schimmelproben nehmen und diese untersuchen lassen. Wenn da gesundheitsgefährdende Sporen herauskommen, wird es nicht lustig für den Vermieter.

    Könnte die Mieterin nicht eine andere Wohnung beantragen?
    Hat sie gesundheitliche Probleme mit Atmung oder so? Dann könnte der Hausarzt ein (zweites, weiteres) Schimmelgutachten veranlassen.

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    AW: will der Vermieter drohen oder einschüchtern?

    Zitat Zitat von boo-klover Beitrag anzeigen
    nun schreibt er, dass er mit einem Fachberater sich die Wände ansehen wird, dass es keinen Schimmel gab, als sie einzog, dass sie nicht ausreichend lüften würde, und dass, wenn der Fachberater die Meinung des Vermieters bestätigen sollte, diese Fachberatung, sein Gutachten und die Beseitigung des Schimmels zu Kosten der Vermieterin fallen wird.
    ……..
    An der Aussage des Vermieters, wenn sie neutral formuliert wurde, ist nichts auszusetzen. Es ist ja nur ein Wenn-Dann-Szenario.

    Ob allerdings ein Gutachter zu diesem Schluss kommt, halte ich aufgrund deiner Schilderung dann doch eher für unwahrscheinlich. Wenn deine Bekannte richtig lüftet und heizt (Stoßlüften, Fenster nicht ständig gekippt halten im Winter, nicht zu sparsam heizen, Luftfeuchtigkeit beachten), dann hat sie nichts zu befürchten.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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