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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Als mein Sohn mit einem Freund zusammen eine Wohnung suchte, hieß es sofort "an WGs vermieten wir nicht". Ich riet ihm dann, sich als schwules Paar auszugeben - dann war die Wohnungssuche plötzlich kein Problem mehr.
    Nicht zu fassen....
    Aber ja, dann wird es kein Kindergeschrei oder ähnlichen "WG-Lärm" geben, sauberes Klientel würde ich sagen.
    Mein Chef findet bei meiner Kollegin auch toll, dass sie wegen einer Schwangerschaft definitiv nicht mehr ausfallen wird.
    Auch ein Hamster-Rad sieht von innen wie eine Karriere-Leiter aus.

    Es reicht, was du siehst und empfindest. Das Kind muss keinen Namen haben.
    Zitat von Rezeptfrei September 2014

    LG Milk_

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Zitat Zitat von Elfenseeschwalbe Beitrag anzeigen
    Ist das wirklich (noch) so?
    gekürzt

    Allein diese Frage zeigt doch, dass es wirklich noch so ist. Da berichtet Halo im Eingangsbeitrag, dass sie das so erlebt, schildert Situationen, die sie in unterschiedlichen Szenen so erfahren hat - und schon wird ihre Erfahrung in Zweifel gezogen. Da schwingt für mich unterschwellig mit: Ach komm, du übertreibst. Und als Beweis dient, dass es in den eigenen Kreisen ganz anders ist.

    Solange eine heterosexuelle Mehrheit bestimmen will, was "darf" und was nicht, ist es mit der Akzeptanz (ja, es geht wirklich um mehr als nur Toleranz) noch nicht zum besten bestellt.

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    Da berichtet Halo im Eingangsbeitrag, dass sie das so erlebt, schildert Situationen, die sie in unterschiedlichen Szenen so erfahren hat - und schon wird ihre Erfahrung in Zweifel gezogen. Da schwingt für mich unterschwellig mit: Ach komm, du übertreibst. Und als Beweis dient, dass es in den eigenen Kreisen ganz anders ist.

    Solange eine heterosexuelle Mehrheit bestimmen will, was "darf" und was nicht, ist es mit der Akzeptanz (ja, es geht wirklich um mehr als nur Toleranz) noch nicht zum besten bestellt.
    Irgendeine Mehrheit, nicht nur die heterosexuelle. Siehe lesbische Frauen, die Bi-Frauen nicht in ihrer Community haben wollen.
    Mir geht es ebenfalls so - irgendeine der Schubladen, in die ich "reingehöre", quietscht immer - d.h. irgendjemand meint immer, weil ich doch X wäre könnte ich nicht richtig Y sein und würde mir gern das Recht für Y absprechen.

    Aber die Sache mit der positiv konnotierten Gleichgültigkeit i.S.v. dass wirklich jede*r Mensch gleich gilt ist und gleich betrachtet wird sowie erstmal grundsätzlich überall willkommen ist, ist vermutlich zu schwer zu erreichen. Merk ich ja selber. ^^
    "Wer viel jammert, ist in seinem Kind-Ich von damals. Ich wende dann eine ganz alte Strategie an. Ich schaue: Wer kommt, um mir zu helfen, mitzuquengeln oder auch mit mir zu schimpfen?
    Genau wie ich es bei meinen Eltern versucht habe, um Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen."
    - Dorothee Berentzen in Brigitte Woman 05/2021

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Zitat Zitat von red_gillian Beitrag anzeigen
    Irgendeine Mehrheit, nicht nur die heterosexuelle. Siehe lesbische Frauen, die Bi-Frauen nicht in ihrer Community haben wollen.
    gekürzt

    Stimmt. Bezog sich mehr auf den von mir nicht mitzitierten Satz, dass Intimität gern intim bleiben darf und die 68er nun mal vorbei sind.

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Ich habe meinen Partner auf einer casual Dating Site kennengelernt, welche auch ein Forum hat.

    Da kam mal die Frage einer Frau auf, ob die anwesenden Frauen sich vorstellen können, mit einem Bi-Mann zusammen zu sein. Bestimmt 90% der Frauen sagten: geht gar nicht. Begründung: dem reiche ich nicht, ich bin nicht die Nummer 1, der geht auf jeden Fall irgendwann fremd.

    Ich war ziemlich fassungslos, solch konservative Meinungen in einem Forum für sexuell aufgeschlossene Menschen zu lesen. Die Frage: was machst du, wenn sich die Bi-Neigung erst viel später herauskristallisiert, wurde beantwortet mit: dann verlasse ich ihn sofort. Was mich noch fassungsloser machte.

    Also, diese Schublade, dem Bi-Partner nicht zu genügen, was ihn dann fremdgehen lässt, ist recht weit verbreitet.

    Ich finde das völlig absurd, denn obwohl ich noch nie einen Bi-Menschen explizit danach fragte, war für mich immer völlig klar, derjenige verliebt sich in einen Menschen und ist genauso viel oder wenig monogam wie alle anderen auch.

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Liebe Halo, liebe Alle,

    tolles Thema, vielen Dank @Halo für diesen Strang! Ich schaue immer mal wieder ins Regenbogen-Forum und fand es schon oft schade, dass hier so wenig los ist (hab aber auch selbst nichts geschrieben ).

    Ich würde meine Orientierung, wenn ich sie definieren müsste, wohl neudeutsch mit "pansexuell" beschreiben. Mir ist das Geschlecht einfach nicht wichtig. Die Menschen, in die ich verliebt oder an denen ich zumindest interessiert war, waren größtenteils cis-Männer, aber auch cis-Frauen und zwei Trans-Frauen. Allerdings gab es mit den Frauen nie ein Match - teils waren sie generell nicht an Frauen interessiert, teils schon vergeben. Mit einer der Frauen fing das Kennenlernen super an, aber es wurde dann doch nichts daraus. Meine gesamten Beziehungen und sexuellen Erfahrungen hatte ich also mit (cis-)Männern.

    Daher thematisiere ich meine sexuelle Orientierung auch nicht aktiv in meinem Umfeld - es käme mir schlicht komisch und sehr theoretisch vor, da meine Beziehungen ja komplett hetero waren. Wenn ich eine Freundin hätte, hätte ich kein Problem damit, dass andere darüber Bescheid wissen.

    Ich bin zurzeit schon länger Single (Gruß @Promethea - ich verliebe mich auch so selten - schade, finde ich, aber ich kann es nicht ändern). Ich kann sehr gut alleine leben, aber würde mich schon sehr freuen, mal wieder jemanden kennen zu lernen - gerne eine Frau. Trotz großer Szene hier in der Stadt fällt mir das schwer, nicht erst seit Corona. Ich war früher ab und zu bei Partys etc., das hat immer Spaß gemacht, aber ich habe auch oft die Erfahrung gemacht, dass sehr viel Wert auf die Definition als Lesbe gelegt wird. Und das bin ich nunmal nicht... Vertrackt!

    Zum Thema wie z. B. Bi-Frauen wahrgenommen werden, hatte ich ganz aktuell ein Déjà-vu bei einer Serie. Auf ZDF neo bzw. in der Mediathek gibt es eine Mini-Serie "Loving her" über eine junge lesbische Frau in Berlin. Die Serie ist eher leichte Kost, aber filmisch m. E. ziemlich gut gemacht. Ich hab sie gerne geschaut, aaber (Vorsicht, Spoiler): Die beiden Bi-Frauen, die darin auftauchen, bedienen schon wieder die üblichen Klischees. Oberflächlich, unentschlossen, unfähig zu sich zu stehen etc. Schade! Warum ist das so, frage ich mich?

    Ups, langer Text, aber ich war so begeistert über den Strang, dass ich mich jetzt nicht kürzer fassen konnte.

    Viele Grüße!

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Zitat Zitat von Katzenechse Beitrag anzeigen

    Zum Thema wie z. B. Bi-Frauen wahrgenommen werden, hatte ich ganz aktuell ein Déjà-vu bei einer Serie. Auf ZDF neo bzw. in der Mediathek gibt es eine Mini-Serie "Loving her" über eine junge lesbische Frau in Berlin. Die Serie ist eher leichte Kost, aber filmisch m. E. ziemlich gut gemacht. Ich hab sie gerne geschaut, aaber (Vorsicht, Spoiler): Die beiden Bi-Frauen, die darin auftauchen, bedienen schon wieder die üblichen Klischees. Oberflächlich, unentschlossen, unfähig zu sich zu stehen etc. Schade! Warum ist das so, frage ich mich?
    Vielleicht, weil "Homo" doch eine deutliche Orientierung zeigt und "Bi" oder gar "Pan" ob der unklaren Einordnung doch irgendwie erschreckend ist?
    Getreu dem Motto "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein" ...
    "Wer viel jammert, ist in seinem Kind-Ich von damals. Ich wende dann eine ganz alte Strategie an. Ich schaue: Wer kommt, um mir zu helfen, mitzuquengeln oder auch mit mir zu schimpfen?
    Genau wie ich es bei meinen Eltern versucht habe, um Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen."
    - Dorothee Berentzen in Brigitte Woman 05/2021

  8. VIP

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Vielen Dank für deinen Beitrag, Katzenechse.

    Falls du einen eigenen Strang zum Thema Pansexualität eröffnen möchtest, kann sich dort evtl. ein interessanter Austausch darüber entwickeln. Nicht, dass ich dich hier verscheuchen wollte, auf keinen Fall, aber evtl. fühlen sich ja andere pansexuelle Menschen von einem eigenen Strang eher angesprochen und trauen sich in die Bri-Öffentlichkeit.

    "Loving her" steht noch auf meiner Watchlist. Die letzten Tage habe ich "All you need" in der Mediathek geguckt. Hat mir gut gefallen, aber alle sind "entweder - oder", nicht bi, nicht pan...
    "You should never be a bystander."
    Roman Kent


    Moderation in Allgemeines, Coronavirus, Eifersucht, Erotik, Haarpflege & Frisuren, Hautpflege & Kosmetik,
    Liebe unter dem Regenbogen, Nichtraucher, Pavillon, Rund ums Fahrzeug, Sex & Verhütung, Sportevents

  9. Inaktiver User

    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Vorab: Meine Haltung und Meinung ist, jeder darf lieben, wen und wie er will.

    Was mich bei Regenbogen-Themen oft irritiert, ist der Umgang mit Sprache.
    Wie hier:

    Zitat Zitat von Katzenechse Beitrag anzeigen
    Mir ist das Geschlecht einfach nicht wichtig. Die Menschen, in die ich verliebt oder an denen ich zumindest interessiert war, waren größtenteils cis-Männer, aber auch cis-Frauen. [...]Meine gesamten Beziehungen und sexuellen Erfahrungen hatte ich also mit (cis-)Männern.
    Wird davon ausgegangen, die Bedeutung des Wortes "cis" zu kennen, gehöre zur Allgemeinbildung?
    Oder ist klar, dass das Wort die wenigsten "szenefremden" (- soweit das Wort aus der Szene kommt, was ich nicht weiß) Leser kennen, und das wird ignoriert?

    Oder warum sonst wird das Wort nicht erklärt, wenn davon auszugehen ist, dass die Bedeutung i.a. nicht bekannt ist?

    Neugierig ob meiner Bildungslücke habe ich den Begriff gegoogelt.
    Und war danach noch erstaunter! Die Verwendung, auch in diesem Kontext, verstehe ich nicht. Ich betone ja auch nicht, alle meine Ex-Partner waren Cis-Männer, oder weiße Männer, oder Deutsche, gerade wenn ich die Haltung vertrete, dass Schubladendenken aufgebrochen werden sollte.

    Dieses Kategorisieren kommt bei mir immer so ein bisschen wie "Barriere aufbauen gegenüber Uneingeweihnten" und "Schublade muss klar sein" an.

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    AW: Bisexuell - unentschlossen, unersättlich, beliebig?

    Guten Morgen!

    Zitat Zitat von red_gillian Beitrag anzeigen
    Vielleicht, weil "Homo" doch eine deutliche Orientierung zeigt und "Bi" oder gar "Pan" ob der unklaren Einordnung doch irgendwie erschreckend ist?
    Getreu dem Motto "Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein" ...
    Ja, das kann sein. Wobei "für alles offen" sich ja hier nur auf das Geschlecht bezieht und auf keine sonstigen Merkmale. Die meisten Leute in meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind (so weit ich weiß) hetero und verlieben sich aber deutlich häufiger als ich.

    Na ja, ich denke/hoffe, dass es ein stetiger Prozess ist und sich immer mehr Akzeptanz und Verständigung entwickelt...

    Zitat Zitat von Halo Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deinen Beitrag, Katzenechse.

    Falls du einen eigenen Strang zum Thema Pansexualität eröffnen möchtest, kann sich dort evtl. ein interessanter Austausch darüber entwickeln. Nicht, dass ich dich hier verscheuchen wollte, auf keinen Fall, aber evtl. fühlen sich ja andere pansexuelle Menschen von einem eigenen Strang eher angesprochen und trauen sich in die Bri-Öffentlichkeit.

    "Loving her" steht noch auf meiner Watchlist. Die letzten Tage habe ich "All you need" in der Mediathek geguckt. Hat mir gut gefallen, aber alle sind "entweder - oder", nicht bi, nicht pan...
    Danke für die Idee mit dem eigenen Strang! Zurzeit habe ich nicht sehr viel Zeit zum Schreiben, sodass ich lieber keinen eigenen Strang eröffnen möchte, aber ich werde das im Hinterkopf behalten. "All you need" hatte ich noch gar nicht entdeckt, werde auf jeden Fall mal reinschauen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wird davon ausgegangen, die Bedeutung des Wortes "cis" zu kennen, gehöre zur Allgemeinbildung?
    Oder ist klar, dass das Wort die wenigsten "szenefremden" (- soweit das Wort aus der Szene kommt, was ich nicht weiß) Leser kennen, und das wird ignoriert?

    Oder warum sonst wird das Wort nicht erklärt, wenn davon auszugehen ist, dass die Bedeutung i.a. nicht bekannt ist?

    [...]

    Dieses Kategorisieren kommt bei mir immer so ein bisschen wie "Barriere aufbauen gegenüber Uneingeweihnten" und "Schublade muss klar sein" an.
    Danke für deinen Einwurf. Das Thema Sprache und Begrifflichkeiten finde ich auch nicht einfach.

    Ich habe hier bewusst von "cis-Männern" gesprochen, weil es in meinem Beitrag um eine pansexuelle Orientierung ging. Im Alltag nutze ich die "cis"- und auch "trans"-Formulierungen nur selten. Keinesfalls sollten damit Schubladen erzeugt oder jemand ausgegrenzt werden.

    Ob die Begrifflichkeiten zur Allgemeinbildung gehören - gute Frage. Ich denke, zurzeit noch nicht. Irgendwann vielleicht schon...? Ich gebe gerne zu, dass ich auch oft ein bisschen lost bin, wenn es um die Regenbogen-Sprache geht. Früher habe ich mich selbst z. B. als bi gesehen, punkt. Irgendwann habe ich dann über den "pan"-Begriff gelesen und gemerkt, dass sich "bi" vielleicht gar nicht alles umfasst, was ich darunter verstanden habe. Es war und ist auch für mich ein Prozess.

    Ich finde Sprache wichtig, weil sie unsere Wahrnehmung nicht nur ausdrückt, sondern auch beeinflusst. Gleichzeitig denke ich, dass man nicht aus jeder Unterhaltung eine Wissenschaft machen sollte. Der Grat zwischen Ignoranz und übergroßer Vorsicht bzw. Korrektheit ist manchmal sehr schmal und muss wohl immer wieder neu austariert werden...

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