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  1. VIP

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    Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Am 1. Juni beginnt traditionell weltweit der Pride Month, der auf die Existenz, die Vielfältigkeit aber auch die Probleme der queeren oder LGBTQIA*-Community aufmerksam machen soll.

    Hier gibt es einen recht informativen Beitrag aus der Stuttgarter Zeitung dazu.

    Welche Bedeutung hat der Pride Month für euch? Nehmt ihr an Veranstaltungen teil? Für viele sind die CSDs vermutlich das Highlight der "Pride-Season" (viele CSDs finden in Deutschland ja erst im Juli und August statt). Auch in diesem Jahr werden die meisten CSDs Corona bedingt nicht stattfinden. Was sind die Alternativen?

    Glaubt ihr, dass so ein "Motto-Monat" wirklich etwas bewegt? Beschäftigen sich Menschen mehr mit einem Thema, wenn es so in den Vordergrund gerückt wird?

    Ist es nicht bedauerlich, dass man noch immer kämpfen muss, da aus juristischer Sicht noch immer nicht alle gleichgestellt sind?

    Und wie sieht es mit der Akzeptanz in den Köpfen der Menschen aus? Das Wort Toleranz (dulden) benutze ich absichtlich nicht, da es meiner Meinung nach eigentlich nichts zu tolerieren gibt, aber ganz glücklich bin ich mit Akzeptanz (annehmen, gutheißen) auch nicht.

    Ach ja, vielleicht kann nicht jede:r etwas mit LGBTQIA* anfangen: Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual, Asexual/Agender und das Sternchen dient als Platzhalter für weitere Geschlechtsidentitäten

    Und hier noch ein Wikipedia-Link zum Thema Gay-Pride.
    "You should never be a bystander."
    Roman Kent


    Moderation in Allgemeines, Coronavirus, Eifersucht, Erotik, Haarpflege & Frisuren, Hautpflege & Kosmetik,
    Liebe unter dem Regenbogen, Nichtraucher, Pavillon, Rund ums Fahrzeug, Sex & Verhütung, Sportevents

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Irgendwie hab ich ja noch nie so recht, verstanden, was "pride..." in dem Zusammenhang ausdrücken soll.
    Gibt es auch "hetero pride"?
    Warum muss man stolz sein auf eine Selbstverständlichkeit (oder das, was selbstverständlich sein sollte)?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  3. VIP

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Wikipedia schreibt dazu:

    Gay Pride, auch LGBT-Pride (oder einfach nur Pride) ist ein Begriff, der aus der Lesben- und Schwulenbewegung stammt, um den selbstbewussten bzw. selbstachtenden und damit stolzen Umgang mit der eigenen sexuellen Identität zu beschreiben. Stolz wird im Sinne eines „gegen Andere an den Tag gelegtes Selbstgefühl seines Wertes“ verwendet,[1] das heißt, im Bezug darauf, so zu sein, wie man ist, sich nicht vor anderen verstecken oder sich für andere verstellen zu wollen und gegebenenfalls für seine Rechte einzutreten. Das Gegenteil davon ist in diesem Fall Scham im Sinne des Empfindens von Unwert und Schande. (Gay) Pride ist ein aus dem Englischen stammender Internationalismus.

    Die Idee des Stolzes auf das eigene So-Sein ist auch bei anderen gesellschaftlichen Minderheiten anzutreffen. So gilt etwa James Browns Hit: "Say it Loud – I'm Black an Proud" als Schlagwort der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre. Durch Gay Pride sind auch die Mad Pride- und die Disability Pride-Bewegung inspiriert.


    Und ich finde, das bringt es ganz gut auf den Punkt, auch wenn ich dir recht gebe, dass es eigentlich total schnurz sein sollte, wer den liebt und Stolz in dem Zusammenhang seltsam klingt.
    "You should never be a bystander."
    Roman Kent


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  4. Moderation

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Guten Tag,

    Warum muss man stolz sein auf eine Selbstverständlichkeit (oder das, was selbstverständlich sein sollte)?
    "Sollte"; denn es ist leider noch nicht so.
    Lesben und Schwule werden auch heute noch verunglimpft, sie werden gemobbt und in einigen Fällen körperlich angegriffen.

    Beschimpfungen und Schlage - Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf zwei lesbische Frauen | rbb24

    Immer noch wird von einzelnen Menschen, aber auch von Gruppen und religiösen Gemeinschaften offen gesagt, es wäre verwerflich, lesbisch oder schwul zu sein.
    Das macht vielen dieser Menschen das Leben schwer, obwohl sie doch genau so stolz auf sich sein können wie Menschen, die nicht zu diesem Spektrum gehören.

    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  5. Moderation

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Ich bin bei cpeg, -leider?- ist es noch angebracht, den "Stolz" herauszustreichen, im Sinne von: "wir schaemen uns nicht, wir ducken uns nicht weg". Ja, eigentlich geht es "nur" um die genau gleiche Daseinsberechtigung wie die von heterosexuellen (cis?-)Menschen.
    Bedenke, dass erst Ende der 1960er Jahre Homosexualitaet in vielen Laendern ueberhaupt erst straffrei wurde, und das hiess vielfach: straf-frei. Von "rechtlich gleichgestellt", geschweige denn "akzeptiert" war das Lichtjahre entfernt, und ganz angekommen sind wir in dieser historisch gesehen recht kurzen Zeitspanne halt noch nicht.

    Ich muss zugeben, dass das Thema fuer mich persoenlich gerade nicht hoch auf der Prioritaetenliste steht, also im Sinne von: mich persoenlich engagieren. Gesamtgesellschaftlich halte ich es natuerlich fuer sehr wichtig.
    In meinem Freundeskreis sind hetero-, homo- und auch bisexuelle Menschen, eine Transfrau, eine polyamouroese Familie, unverheiratete Eltern, 2-Eltern Familien, 1-Eltern-Familien, gewollt und ungewollt Kinderlose...
    Ich kann mich persoenlich nicht in jedes Konstrukt hineinversetzen, aber muss ich ja nicht. So lange alle Beteiligten gluecklich sind, bin ich es auch. Wenn sie ungluecklich sind, aus vielen Gruenden natuerlich, aber auch deshalb, weil sie Beleidigungen und/oder Diskriminierung ausgesetzt sind, bin ich es auch. Und aergerlich.Wie Mambi sagte: ist doch voellig egal!
    Aber leider ist es eben zu vielen Menschen immer noch nicht egal, von offenem, dummen Hass auf das nicht-zahlenmaessig-normale; bis hin zu nicht hass-erfuellten, aber fuer die Betroffenen trotzdem belastenden Bedenken und Vorurteilen:
    Ist die Transfrau sicher in ihrer Identitaet?
    Hat das Kind des homosexuellen Paares "richtige" Wurzeln?
    Ich denke schon, dass sich da viel veraendert hat, und das hat durchaus etwas mit gelebter Praesenz - im Gegensatz zum frueheren Verstecken - zu tun. Z.B. in meiner Elterngeneration sind echt viele offene, zugewandte Menschen, die Homosexualitaet frueher tatsaechlich aufgrund von Bibelstellen falsch fanden. Sie hatten keinen Hass auf die Menschen oder haetten sie angegriffen oder verbal beleidigt, aber sie haben ver-urteilt. Inzwischen haben sie wirklich alle ihre Meinung geaendert (ich spreche natuerlich von meinen Bekannten/Verwandten, nicht allen Menschen dieser Generation) zu: "Wo die Liebe hinfaellt." Und fuer sich entschieden, dass in den Augen Gottes Liebe immer etwas Gutes ist, egal zwischen wem (beiderseitiges Einverstaendnis vorausgesetzt, aber was Anderes wuerde ich jetzt auch nicht als Liebe bezeichnen). Da hat schon der stete Tropfen, das Zusammenleben mit "greifbaren" Homosexuellen viel bewirkt, wo frueher halt nur graue Theorie war.

    Ich wuesste jetzt auch nicht, wie man das anders als mit Akzeptanz bezeichnen sollte. Akzeptanz ist doch schoen. Angenommen werden. Das betrifft uns ja alle. Anders als bei Toleranz kann man die Frage: "Was gibt es zu akzeptieren?" nicht stellen, denn jeder Mensch will und moechte akzeptiert werden.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Ehrlich gesagt finde ich es kontraproduktiv.

    Ja, schwule/lesben/bi/trans/Pan usw....werden heutzutage noch beschimpft.

    Genau wie behinderte/Ausländer und you name it.


    Aber Gleichberechtigung und Akzeptanz erreicht man meiner Meinung nach nicht, wenn es ständig raus gestellt wird und extra Würste gibt.

    Jeder soll leben und lieben wie er möchte. Liebe ist unabhängig von geschlecht/alter/usw
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

  7. VIP

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Wo gibt es den Extrawürste für die queere Community?

    Für mich ist es so, es wäre wünschenswert wert, wenn so etwas wie die Pride Parade nicht mehr nötig wäre. Es ist schlimm, dass dies auch 2021 noch nötig ist, insbesondere wenn im Kontext von der LGTBQ+ Community und des Pride Monats von Extrawürsten gesprochen wird.

    Ich finde den Pride Monat gut. Diese Präsentation und Sichtbarkeit kann für Normalisierung sorgen und somit den Gleichheitsanspruch in unserer Gesellschaft darstellen.
    “I want to be around people that do things. I don’t want to be around people anymore that judge or talk about what people do. I want to be around people that dream and support and do things.”
    Amy Poehler

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Ich habe mich jahrelang intensiv in der Szene bewegt.
    Ich meide sie mittlerweile.

    Wo lautstark nach Akzeptanz gerufen wird, ist es mit derselben oftmals nicht weit her. Ich erinnere mich an einen Sommer, in dem ernsthaft darüber diskutiert wurde, Heteros vom Frankfurter CSD auszuschließen, die hätten da einfach nichts zu suchen (wurde zum Glück nicht umgesetzt, wie denn auch???). Ich erinnere mich an abfällige Bemerkungen über Heterosexuelle oder über feminine Frauen (ich durfte mich mehrfach als schw...fixiert bezeichnen lassen, weil ich gerne Miniröcke trug ("Du willst doch nur Kerle rumkriegen.")). Der Begriff "Hete" war durch die Bank abwertend gemeint - und er wurde oft benutzt. Ich erinnere mich an männlichen Oralverkehr unter einem Biertisch beim CSD Frankfurt auf offener Straße (muss das wirklich sein? Kann man da noch mit Akzeptanz rechnen?).

    Solche Erfahrungen lassen mich massiv daran zweifeln, dass Akzeptanz möglich ist. Wer jahrelang einstecken musste, weil er wegen seiner sexuellen Orientierung nicht akzeptiert wurde, macht vielleicht irgendwann dicht. Das kann ich nachvollziehen. Wer sich dann aber selbst intolerant, abwertend und provokant verhält, trägt nicht zur Verbesserung der Situation bei, im Gegenteil.

    Insofern habe ich bei dem ganzen Pride-Thema sehr gemischte Gefühle.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.

    "In Deinem Alter..."
    "Ich bin nicht in meinem Alter!"


    It‘s called a joke. We used to tell them before people became offended by everything.

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    [...]
    Für mich ist es so, es wäre wünschenswert wert, wenn so etwas wie die Pride Parade nicht mehr nötig wäre.[...]
    Wünschenswert wäre das sicherlich, da stimme ich dir zu.

    Aus meiner Sicht soll jeder nach seinen Neigungen und Vorlieben leben und lieben können (natürlich nur im gesetzlichen Rahmen und im Einvernehmen der Beteiligten - damit meine ich z. B. Schutz von Minderjährigen etc.) .

    Andererseits haben wir auch weitere sehr wichtige Themen, so sind beispielsweise Frauen auch nach über hundert Jahren aktiver Bestrebungen immer noch in einigen Feldern benachteiligt - und da reden wir von der Hälfte der Bevölkerung (auch wenn nicht alle gleichermaßen vom Ungleichgewicht betroffen sind). Die Pandemie hat viele da zudem wieder um Jahre zurück geworfen.

    Mein Fokus liegt daher nicht auf LGBTQIA*-Community-Themen.

    Iritierend finde ich, dass mir schon mehrfach von Nicht-Heteros im beruflichen Umfeld schon in der Einstiegskommunikation mitgeteilt wird, das mein Gegenüber schwul oder lesbisch ist - dieses Mitteilungsbedürfnis finde ich deplatziert.
    Mir ist doch im beruflichen Kontext schnuppe, welche sexuelle Identität jemand hat.
    Ich finde, da schießen manche übers Ziel hinaus.
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: Pride Month - Bedeutung - Außenwirkung - Konsequenzen?

    Zitat Zitat von Puls Beitrag anzeigen

    Iritierend finde ich, dass mir schon mehrfach von Nicht-Heteros im beruflichen Umfeld schon in der Einstiegskommunikation mitgeteilt wird, das mein Gegenüber schwul oder lesbisch ist - dieses Mitteilungsbedürfnis finde ich deplatziert.
    Mir ist doch im beruflichen Kontext schnuppe, welche sexuelle Identität jemand hat.
    Ich finde, da schießen manche übers Ziel hinaus.
    Die Erfahrung teile ich.



    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Wo gibt es den Extrawürste für die queere Community?

    Für mich ist es so, es wäre wünschenswert wert, wenn so etwas wie die Pride Parade nicht mehr nötig wäre. Es ist schlimm, dass dies auch 2021 noch nötig ist, insbesondere wenn im Kontext von der LGTBQ+ Community und des Pride Monats von Extrawürsten gesprochen wird.
    Natürlich ist es eine extra Wurst.... Was denn sonst?

    Gibt es einen hetero Monat? Nein.... Will ich auch gar nicht, denn es würde weiter einen unnötigen graben schaffen.

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich finde den Pride Monat gut. Diese Präsentation und Sichtbarkeit kann für Normalisierung sorgen und somit den Gleichheitsanspruch in unserer Gesellschaft darstellen.
    Glaubst du wirklich, daß ohne den pride Monat die Gesellschaft denken würde "die gibt es nicht"?

    Gleichheitsanspruch bedeutet für mich eben keinen extra pride Monat sondern den Alltag gemeinsam anzugehen.

    Wenn man Beschimpfungen gegen jemanden mitbekommt, Courage zu zeigen. Sich für die Person bei einer Ungerechtigkeit einzusetzen.....

    Akzeptanz geht anders als ein pride Monat. Damit wird die Szene weiter isoliert statt integriert.
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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