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  1. Moderation

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    "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Guten Morgen,

    nicht nur durch das Urteil zur "3. Option", zu einem "positiven Geschlechtseintrag für intersexuelle Menschen", kommt einiges auf uns zu, wenn sich nicht nur im "privaten Raum" begegnet wird, sondern in der Öffentlichkeit, z.B. beim Besuchen von Schwimm- oder Sporteinrichtungen, die einem "bestimmten Geschlecht" vorbehalten sein sollen (Frauenschwimen, Frauensport...).

    Das gilt auch für für einige transsexuelle Menschen, die vielleicht "dem Ausweis nach" eine Geschlechtszugehöirgkeit haben, die nicht mit der Wahrnehmung durch andere Menschen übereinstimmt.

    In manchen Fällen prallen Bedürfnisse und Ansprüche aufeinander.
    Ein intersexueller Mensch, der (s)eine soziale Rolle beansprucht, kann außerhalb seines selbst verantworteten Lebensbereiches ungewollt in die Schutzräume anderer Menschen(gruppen) eindringen, was für Irritationen, Ablehnung und Diskriminierung – im Extremfall sogar für Gewalterfahrungen sorgen kann.
    Als Begründung für ein Nichtzulassen in „Schutzräumen anderer Gruppen“ wird oft ein „Nicht-Passen“ genannt. Dabei kommt es weniger auf die Eigensicht des intersexuellen Menschen an oder eine Ausstattung mit Dokumenten, die (s)eine soziale Rolle bestätigen, sondern auf die Bewertung der Menschen, die sich als EigentümerInnen oder VerwalterInnen der Schutzräume sehen.
    Gern werden „zulässige unterschiedliche Behandlungen“ nach dem AGG §20 Abs.2 angeführt
    und der Satz „..dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit Rechnung trägt…“ genannt.
    Nun ist die Frage, warum die Anwesenheit eines intersexuellen Menschen einem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre entgegensteht – oder, was ein noch größerer Angriff auf die Persönlichkeit ist, die Anwesenheit sich negativ auf die persönliche Sicherheit der Menschen im geschützten Raum auswirkt.
    Das ist doch sehr weit hergeholt.

    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  2. Inaktiver User

    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

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  3. Moderation

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    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Moin,

    wenn das so ist, dann bedaure ich den erneuten Vorstoß.

    Gruß
    cpeg
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  4. Moderation

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    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Im anderen Strang ging es explizit um die auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts - hier soll es vermutlich eher um die tatsächlichen Befindlichkeiten gehen und die können durchaus erneut diskutiert werden.

    Wenn man zum gleichen Themenkomplex immer nur einen Strang eröffnen könnte wäre das Forum bald ziemlich verwaist.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Moderation

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    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Guten Morgen,

    vermutlich eher um die tatsächlichen Befindlichkeiten gehen
    Ja, darum geht es mir - und wie auf das "Aufeinanderstoßen von Ansprüchen und Bedürfnissen" reagiert werden kann.
    Ich würde mich freuen, wenn es zu einer Diskussion über den "praktischen Umgang" kommt.

    Gruß
    cpeg
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  6. Moderation

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    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Es beginnt ja schon mit der Frage, wozu Schutzräume dienen und wer soll geschützt werden.
    Aber auch wo endet Schutzraum und wo beginnt Diskriminierung - und auch umgekehrt.

    Bei uns in der Schwimmhalle gibt es jede Menge Sonderzeiten, in denen ich als Frau keinen Zugang zur Halle habe.

    - Vereinssport
    - Schwangerenschwimmen
    - Seniorenschwimmen
    - Behindertenschwimmen

    Für alle diese Sonderzeiten braucht man einen entsprechenden Nachweis - nein dick sein hat nicht gereicht, man wollte den Mutterpass sehen.
    Kommen darf ich zum Frauenschwimmen - da mag ich persönlich allerdings nicht, weil sehr viele Klein- und Kleinstkinder und ansonsten plaudernde Frauengruppen das Becken bevölkern und gerade nicht straigh schwimmende Frauen.


    Sind Herrenclub oder Golfclubs, die keine Frauen als Mitglieder zulassen Schutzräumen oder Diskriminierung?


    Wenn eine Heterofrau in die Frauensauna geht um nicht angemacht oder angeschaut zu werden, dürfen um diese Zeit dann auch lesbische Frauen in die Sauna?
    Stört mich in der Umkleide eine lesbische Frau, die ich anmacht mehr als ein schwuler Mann, der sich nicht körperlich für mich interessiert?
    Und was macht ich als Bi-Frau, darf ich überall hin oder nirgendwo?

    Sollte es grundsätzlich nur noch WC-Kabinen geben und keine offenen Urinale? Fühlt man sich als Mann unter Männern eigentlich am Urinal beobachtet?


    Oder sollte es viel mehr FKK geben um zu merken, dass Nacktheit gar nicht so spannend ist wie gedacht?



    Ich denke die öffentliche Wahrnehmung von Intersexualität wird dazu führen, dass auch die klassischen Geschlechterrollen und Geschlechterwahrnehmungen mehr hinterfragt werden.
    Geändert von Promethea71 (17.01.2018 um 09:58 Uhr)
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


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  7. Inaktiver User

    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    .......
    Geändert von Inaktiver User (17.01.2018 um 11:09 Uhr) Grund: auch egal

  8. Moderation

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    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Guten Abend,

    Grund: auch egal
    Schade

    Ich dachte, es wäre ein Thema, das es wert wäre, darüber (auch kontrovers) zu diskutieren.
    Dabei möchte ich mehr und besser verstehen, wie es zu Ablehnung und Ausgrenzung kommt und was die Gründe für eine Nicht-Akzeptanz sind.

    "Unsere Regenbogenecke" sprudelt ja nicht gerade über vor lauter Themen...

    Gruß
    cpeg
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  9. Inaktiver User

    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Zitat Zitat von cpeg Beitrag anzeigen
    Ich dachte, es wäre ein Thema, das es wert wäre, darüber (auch kontrovers) zu diskutieren.
    Das Thema ist es sicherlich wert, diskutiert zu werden. Mein Edit-Kommentar sollte keine Abwertung deines Themas sein (mein erster Beitrag hier auch nicht). Pardon.

    Zu deiner Frage kann ich nichts Sinnvolles beitragen. Abgesehen von etwaigen Missverständnissen würden mich intersexuelle Menschen in Umkleiden, Duschen, Toiletten nicht stören, wenn ich den Eindruck hätte, dass das stimmt mit der Intersexualität bzw. derjenige harmlos ist und kein falsches Spiel treibt (und Rücksicht nicht als Einbahnstraße gefordert würde). Mich stören so an sich weder biologisch männliche, noch weibliche nackte Körper und auch nichts dazwischen. Mit Geschlechtsstereotypen kann ich auch wenig bis nichts anfangen. Das Problem sehe ich für mich vorwiegend bei dem Punkt mit den Missverständnissen und ggf. einzelnen Subjekten, die das Thema missbrauchen, um sich Zutritt zu Räumlichkeiten zu verschaffen, in denen sie normalerweise nichts verloren hätten. Aber ich denke nicht, dass das so verbreitet ist, dass jemand in Wirklichkeit nicht intersexuell ist und das lediglich behauptet.

    Gründe für Ablehnung könnte ich mir allgemein noch damit erklären (nicht entschuldigen), dass manche Menschen keine Genitalien des anderen Geschlechts in "ihren Räumlichkeiten" sehen möchten bzw. keine Personen, die optisch dem anderen Geschlecht zugeordnet werden oder nicht eindeutig zum "eigenen Geschlecht" gehören. Vielleicht aufgrund von Traumata (z. B. infolge von Vergewaltigungen => Vermeiden von Nacktsein in Gegenwart von (fremden) Männern bzw. Menschen, die wie Männer wahrgenommen werden) oder weil sie das als Grenzverletzung sehen (z. B. Frau in Räumen für Männer) oder weil ihnen die nicht eindeutige Zuordbarkeit des anderen als Frau oder Mann Angst macht unbewusst. Es gibt ja auch Anfeindungen gegen Menschen, die nicht intersexuell sind, aber recht "androgyn" daherkommen. Evtl. liegt es bei dem ein oder anderen auch daran, dass er sich seiner eigenen (sozialen) Geschlechtsidentität unsicher ist und ähnlich wie viele Homophobe deshalb andere attackiert, um sich darüber abzugrenzen, als ausreichend männlich/weiblich zu bestätigen und seine innere Unsicherheit zu kompensieren auf Kosten der Attackierten. Aber das Problem mit Missverständnissen dürfte eher Transexuelle (vor geschlechtsangleichenden OPs) betreffen, denke ich mal.

    Ansonsten denke ich, dass nicht jede irritierte erste Reaktion als Ablehnung gemeint ist, auch wenn sie so ankommen kann. Menschen sind vielfach Gewohnheitstiere und brauchen etwas, um sich umzugewöhnen.

    Hast du vielleicht Beispiele für Ablehnungen speziell von Intersexuellen? Vielleicht wäre dein Thema damit für den ein oder anderen greifbarer statt abstrakt, sodass sich die Chance erhöht, dass sich mehr beteiligen möchten hier?
    Geändert von Inaktiver User (18.01.2018 um 00:45 Uhr)

  10. Moderation

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    AW: "Frauen-Schutzräume" und die Bedürfnisse eines intersexuellen Menschen

    Guten Tag,

    mir wurde die Aufnahme in einem Frauen-Fitness-Studio verwehrt.
    Dabei ging es mir nicht darum, Ärger zu machen und einen "Fall" zu konstruieren, sondern einfach darum,
    gemäß meiner sozialen Rolle als Frau - zusammen mit einer Frau - dieses Studio zu nutzen.

    Es ging mir keinesfalls darum, jemanden zu erschrecken oder mich "unschicklich" zu benehmen.
    Eigentlich weiß ich, wie man (und Frau) sich an solchen Orten aufführt

    Gruß
    cpeg
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