Nur mal so am Rande.
Eine Freundin von mir die mit Frau und Mädchen zusammen lebt, war bei einem befreundeten Schwulenpärchen, die ebenfalls eine Tochter haben.
Auf die Erklärung der beiden Frauen hin, dass sie lebisch seien, meinte die Tochter der beiden Jungs:" Wir sind schwul"!
Geht doch.
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09.07.2007, 19:43
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
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09.07.2007, 21:35
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Zitat von maxima8
*schmunzel*There are a hundred paths through the world that are easier than loving. But, who wants easier?
Mary Oliver
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12.07.2007, 21:23Inaktiver User
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Hi,
ist ja ganz schön und gut. Die Theorie der Lesben, Schwulen und Transen. Aber was wollen wir wirklich?
Die Wirklichkeit ist schlimm. Ich glaube auch nicht, dass wir in naher Zukunft irgend etwas daran verändern können.
Also betrinken wir uns?
Nein!
Mein Weg, so stelle ich mir das vor, in kleinen Schritten Stück für Stück die Normalität erarbeiten, nicht erkämpfen.
Mein Weg wird meine geistige und vielleicht auch körperliche Wandlung von geborenem Mann zur bestimmten Frau sein.
Liebe Grüße
Laura Ganthe
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17.07.2007, 18:20
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Ich in meiner Kinderzeit eher einen verkrampften Umgang mit Homosexualiät erlebt, meine Mutter fand das sehr abartig und warnte mich auch davor, den schwulen Nachbarn ein paar Straßen weiter zu nahe zu kommen. Mein Vater sah das toleranter. Als verstand als Kind nicht, was an den netten Männern denn so schlimm sein sollte?
Zum Glück habe ich mir diese Unvoreingenommenheit auch bewahren können! Soll doch jeder lieben wen er mag - die Liebe geht viele unterschiedliche Wege.
Seltsam finde ich in unserer Gesellschaft, dass von einigen erwartet oder gar gefordert wird, dass homosexuelle sich öffentlich bekennen sollen. Wieso denn das? Ich gehe doch auch nicht zu meinem neuen Arbeitgeber und stelle mich vor "Übrigens, ich bin heterosexuell" - ob der Mensch nun Männlein oder Weiblein liebt oder gar beides, das hat doch nichts damit zu tun, wie gut er/sie seine Arbeit macht, wie zuverlässig oder unzuverlässig jemand ist, ob man ihm/ihr über den Weg trauen darf oder besser auf der Hut ist.
Wen man liebt, das muss man auch nicht unbedingt allen Kollegen oder Freunden erzählen. Ich hüpfe auch nicht bei der Arbeit herum und binde allen auf die Nase, wenn ich frisch verliebt bin und mich interessiert auch nicht unbedingt, wie es in dieser Hinsicht bei meinen Kollegen steht. Ich muss doch nicht mein ganzes Leben vor anderen offen legen! Und gerade Sexualität fällt doch in einen sehr privaten Bereich, den man nur mit ganz wenigen Menschen teilen möchte - wieso ausgerechnet diesen Bereich vor allen offen legen - nur damit die Homosexuellen sich geoutet haben? Wie schon geschrieben, andere outen sich ja auch nicht als im-Stehen-Pinkler, Nicht-Zähneputzer oder sonst was.
Ich finde es in Ordnung, wenn die Menschen zu ihren Neigungen stehen und sie nicht bewusst verstecken - aber auf einem Schild vor sich hertragen muss man auch nicht alle Vorlieben - oder?
Ich denke, es sollte jedem selbst überlassen sein, wieviel er von sich anderen preis geben möchte!
In meinem Bekanntenkreis erlebe ich sehr unterschiedliche Reaktionen:
Ein Mitschüler in meiner Ausbildung damals hatte gleich in der Vorstellungsrunde im ersten Satz gesagt, dass er schwul ist. Er wählte den Weg so offensiv, weil er für sich damit am besten klar kam, es lieber allen direkt zu sagen, die ihn neu kennenlernten, weil dann keine blöden Fragen hinten herum kamen. Bei seiner Arbeitsstelle war das auch jedem bekannt. Die Kollegen hatten damit kein Problem, die alten Menschen, die er betreute manchmal schon - aber die mussten sich dann eben miteinander einen Weg suchen und das gelang meist auch. Seine offenherzige, freundliche Art überzeugte auch skeptische Menschen, dass er kein "böser" Mensch ist, nur weil er schwul ist.
Ein anderer Kollege ist auch schwul, trägt das aber nicht so offen vor sich her. Wir sprachen einfach irgendwann mal drüber, als seinen Liebeskummer von der Seele reden wollte. Es ist ok, dass er es nicht allen erzählt - die Menschen sucht er sich selbst aus, denen er daran teilhaben lassen möchte. Wir blödeln gerne herum im Dienst und flirten auch mal einfach so zum Spaß - eben weil wir genau wissen, dass wir nichts voneinander wollen. Das deute ein Kollege auch schon mal völlig falsch und meinte uns Tipps geben zu müssen, wie wir das besser anstellen, dass aus uns was wird - aber mein Kollege wollte nicht, dass der andere erfährt, dass er schwul ist. Ich fragte nicht nach, akzeptiere einfach seinen wunsch.
Eine Bekannte möchte auch nicht, dass bei der Arbeit jemand erfährt, dass sie lesbisch ist - obwohl das beruflich keine Nachteile bringen würde, denn dort arbeiten noch andere bekennende Homosexuelle. Sie möchte es einfach nicht,aber mir gegenüber geht sie ganz unverkrampft damit um.
Ich finde, jeder darf seinen Weg wählen und andere haben zu akzeptieren, wie man sich entscheidet.
Es gibt noch genügend andere Personengruppen, die in unserer Gesellschaft gemieden und ausgegrenzt wird - das ist traurig. Denn anders sein als andere ist doch kein Fehler!
Ich wünsche mir da insgesamt mehr Toleranz unter den Menschen.LG WhiteTara
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18.07.2007, 10:09Inaktiver User
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Ging mir genauso. Bei mir wars aber mein Dad, der eine sehr schlechte Meinung über die Leute hatte. Irgendwie hielt er das ganze eher für eine ansteckende Krankheit und dachte, manche Schwule würden pubertierende Jungs zur Homosexualität verführen. Absoluter Blödsinn. Man wird doch nicht homosexuell, nur weil man mal Sex mit jemand gleichgeschlechtlichem hat.
Zitat von WhiteTara
(Inzwischen sieht er das zum Glück etwas lockerer.)
Ich konnte damals nicht viel mit Schwulen anfangen, hatte auch keinerlei Kontakte, außer, dass ich ab und zu mal welche an irgendwelchen Ecken habe rumlungern sehen. Was die da eigentlich gemacht haben, davon hatte ich nur eine vage Vorstellung.
Später beschäftigte mich dann die Frage, wie die eigentlich Sex miteinander haben. Bis mich jemand aufklärte.
Die Frage ob es "normal" im Sinne von "natürlich" ist, kann man sich vielleicht beantworten, indem man sich mal im Tierreich umguckt. Da gibt es auch Homosexualität. Also...
Ich auch aber das wird wohl nichts werden. Die verklemmten sterben nie aus.Ich wünsche mir da insgesamt mehr Toleranz unter den Menschen.
D.
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15.08.2007, 20:32
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Dereinst pendelte ich mit einem Bummelzug nach Stuttgart, da dort Endbahnhof war, konnte man gefahrlos pennen. Gut für einen Morgenmuffel wie mich. eines Morgens wachte ich in Stuttgart angekommen auf und gähnte, was ein hübsches Mädchen auch zum gähnen ansteckte. Wir mußten beide lachen. So verliebte ich mich ein bißchen und nach längerem werben verabredeten wir uns auch. Dann kams zu Zärtlichkeiten, ihre "unschuldigen Küsse" schmeckten wunderbar. Irgendwann gestand sie mir: "Du, ich muß Dir was sagen, ich bin nicht normal". Sie war eine Junglesbe vor dem Outcoming. Sie wollte unbedingt "normal" sein und entjungfert werden, was aber partout nicht klappen wollte, weil sie sich verkrampfte. Dann klärte ich sie auf, daß sie ganz normal sei und wir gingen unserer Wege. Ein halbes Jahr später sah ich sie fröhlich zwischen 3 Freundinnen auf einer Veranstaltung.
Witzigerweise bin, bzw. war ich mit drei Lesben befreundet, mit einer habe ich sogar einmal geschlafen, das war witzig, weil ihre Hündin zugeschaut hatte. Grundsätzlich denke ich, daß alle Menschen mehr oder minder bi sind. Ich habe auch eine leichte bi-Ader und habe mit Männern aus Neugierde das volle Programm ausprobiert. Gar nicht ohne, sehr unkompliziert. Nur: Ich verliebe mich ausschließlich in Frauen und Sex ohne Gefühle ist langweilig.
LG
Stiermann
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15.08.2007, 22:56Inaktiver User
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Zitat von Stiermann
Du bist ja echt cool drauf. Kannst Du mich nicht einmal mitnehmen, wenn Du wieder so tolle "Junglesben" triffst?
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16.08.2007, 12:27
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Das ist schon ewig her. Sie ist mir damals doch zufällig begegnet.
Solche Situationen lassen sich nicht künstlich herbeiführen.
Seit ich wieder in meiner Heimatstadt wohne, sehe ich sie alle paar Monate, meistens am Geldautomaten bei meiner Bank. Ich habe ihr auch meinen Sohn gezeigt. Sie ist mit einer sehr dicklichen Lesbe zusammen und offenbar glücklich. Wenn sie sich ein Kind wünschte, wäre ich versucht, ihr eins zu machen.
LG
Stiermann
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18.08.2007, 15:32
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Deine "Story" ist ja durchaus amüsant, aber wenn du sowas "denkst", liegst du garantiert schief bzw. schließt von dir auf andere
Zitat von Stiermann

Bisexualität ist relativ selten, sowohl die meisten Heteros und erst recht Homosexuelle beiden Geschlechts haben damit normalerweise wenig im Sinn ... und Lesben, die es gar nicht abwarten können, mit irgendwelchen Kerlen zu vögeln oder gar von ihnen entjungfert zu werden, existieren wohl eher in deinen Fantasien
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29.08.2007, 13:55
AW: Lesbisch, schwul - alles ganz normal?
Mittlerweile sehe ich das auch so. Mein Sohn ist 14 und hat sich vor ein paar Monaten mir und meiner Tochter geoutet. Mein Mann weiß mittlerweile auch Bescheid. Und mein Sohn hat auch seit kurzem einen Freund. (Den ich übrigens sympathisch finde). Ich hatte einige Probleme mit dem Bekenntnis meines Sohnes. Vor allem, weil ich sehr überrascht war, dass er das jetzt schon mit 14 weiß. Wenn man es ganz genau nimmt, war er sogar erst 13, als er es mir gesagt hat. Am Anfang litt ich sehr darunter. Vor allem, weil mein Mann über dieses Thema nicht mit mir reden wollte, und ich mich alleine fühlte. Doch mittlerweile akzeptiere ich die Homosexualität meines Sohnes, was ich auch dem Brigitte-Forum zum Teil verdanke. Dort haben mir ganz viele Eltern Mut gemacht und mir vermittelt, dass es wichtig ist, dass mein Sohn glücklich ist. Und nicht, was er für sexuelle Neigungen hat.
Zitat von spaetebluete
Allerdings wissen noch nicht alle aus meiner unmittelbaren Verwandtschaft, dass mein Sohn schwul ist. Da hält sich mein Sohn noch ein bisschen zurück, da es einige in der Familie gibt, die warscheinlich nicht sooooo entzückt darauf reagieren werden. Aber eines kann ich schon mal sagen. Wenn unser Sohn sich entscheidet, jetzt bei allen reinen Tisch zu machen, werden wir ihm auf jeden Fall den Rücken stärken.


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