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  1. Inaktiver User

    Unverhofft eine Tochter!

    Liebe Community!

    Ich hoffe hier jemanden zu finden, mit dem ich mich (sehr gerne auch über PN) austauschen kann.

    Erst seit kurzer Zeit weiß ich, dass mein "Sohn" (ü 20) lieber eine Frau wäre.

    Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander, und können sehr offen über sehr viel reden. Leider wohnt "er" sehr weit weg von uns. Ich denke, "seine" Identitätsprobleme waren der Grund, dass "er" so weit weggezogen ist.

    Wenn wir telefonieren habe ich oft das Gefühl, dass es "ihm" nicht gut geht, auch wenn er es sagt.

    Ich versuche mit dieser "Geschichte" natürlich umzugehen, ob es mir immer gelingt, weiß ich nicht.

    Kann es sein, dass "er" bei uns die größten Probleme hat, sich zu öffnen? Fragen, Fragen, Fragen!!!

    Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, jemanden zu finden, der in einer ähnlichen Situation ist.

    Liebe Grüße
    Unina

  2. Moderation

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    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Weißt du denn, ob sie in der neuen Stadt und neuen Umgebung jetzt als Frau lebt?
    Auch dafür kann ein Ortwechsel ja gut sein.

    Ich finde deinen Ansatz sich unabhängig von deinem Kind Informationen zu suchen gut und hoffe, dass dir hier vielleicht sogar Eltern antworten werden und wie sie damit konkret umgegangen sind.
    Ich kenne aus früheren Zeiten einige Transmenschen und habe aktuell in meinem Umfeld zwei Fälle.


    Und ich denke, dass es für die Eltern erst mal auch nicht einfach ist, sein Kind plötzlich ganz anders zu sehen und zu erleben - aber es ist immer noch der gleichen Mensch und immer noch dein Kind.


    Vielleicht gibt es in deiner Stadt auch Beratungsstellen für Transgender und du gehst dort mal hin und baust dabei auch gleich ein paar deiner Berührungsängste ab.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. VIP

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    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Unina, ein erster und ganz wichtiger Schritt wäre schon mal, ab sofort von ihr und nicht von ihm zu schreiben.

    Sag deiner Tochter ruhig, dass du (ihre) Hilfe benötigst, um sie und ihren Weg zu verstehen. Rückhalt in der Familie ist besonders in so einer Situation sehr wichtig.

    Dieses Unterforum wird leider nicht sehr stark frequentiert und noch weniger von "Betroffenen". Vermutlich findest du in Transgender-Foren mehr Hilfe.
    "You should never be a bystander."
    Roman Kent


    Moderation in Allgemeines, Coronavirus, Eifersucht, Erotik, Haarpflege & Frisuren, Hautpflege & Kosmetik,
    Liebe unter dem Regenbogen, Nichtraucher, Pavillon, Rund ums Fahrzeug, Sex & Verhütung, Sportevents

  4. User Info Menu

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    hallo unina,

    ich lese gerade deine zeilen, kann aus eigener erfahrung nichts beitragen, habe aber zufällig dieser tage einen bericht über transsexuelle kinder im tv verfolgt und war sehr beeindruckt über die klarheit der kinder und die stärke und zuwendung der eltern. google doch mal danach und lese dich ein, vielleicht fühlt sich dein sohn schon sehr sehr lange als tochter und braucht dich sehr

    es wird alles gut, herzlichen glückwunsch zur tochter, ihr schafft das!
    So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)

  5. Inaktiver User

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Ihr Lieben!

    Eure einfühlsamen Worte haben mir sehr gut getan.

    Es ist ja nicht so, dass ich jetzt verzweifelt bin oder nicht mehr weiter weiß . Ich finde keinen Ausdruck, der meine Gefühle umschreiben könnte.

    Zumindest hier möchte ich vorerst beim er bleiben. Als ich meinen Sohn mal fragte, ob ich ihn anders ansprechen solle, hat er das abgeblockt. Wie ich schon sagte, sind diese Gespräche (telefonisch) immer sehr harmonisch und er weiß, dass er sich bei uns immer aufgehoben fühlen kann.

    Ja, in der neuen Stadt lebt er als Frau. Ich denke auch, dass er diesen großen Abstand braucht. Berührungsängste mit dem Thema Transsexualität oder gar mit unserem Sohn haben wir Gott sei Dank nicht. Ja, es ist und bleibt unser Kind .

    Mein Problem ist, dass er ein Problem hat.Er erlebt relativ häufig Ablehnung bis Anfeindung im öffentlichen Leben. Eine OP zieht er zur Zeit nicht in Erwägung, aber über eine Hormontherapie hat er sich schon informiert.

    Eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe möchte ich, jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt, nicht besuchen. Mit solchen Institutionen habe ich in einer anderen Sache schlechte Erfahrungen gemacht. Aber nach einem Transgender-Forum werde ich doch mal schauen.

    Vielleicht findet sich ja doch hier der eine oder die andere , die/der aus persönlicher Erfahrung erzählen können. Das wäre schön denn hier fühle ich mich wohl.

    Liebe Grüße
    Unina

  6. Inaktiver User

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    für Dich, liebe Unina

  7. User Info Menu

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Ich glaube bei so einer Sache ist eins der Probleme vermutlich das deine Tochter (dein Sohn) vielleicht noch gar nicht so genau weiß wer sie ist. Es gibt auch Intersexuelle Menschen, die oft den Weg gehen sich erst mal ein Wahlgeschlecht glauben aussuchen zu müssen und irgendwann für sich selbst erkennen sie empfinden sich weder als Mann, noch als Frau.

    Da gibt es ja zig Graustufen bei diesem Geschlechterthema. Vielleicht kannst du das das nächste mal nachfragen ob sie (er) sich als Transgender (im falschen Geschlechtskörper geboren) oder intersexuelle Person (fühlt sich keinem Geschlecht zugeordnet) versteht. Daraus kann für euch beide eine fruchtbare Diskussion entstehen.

    Wenn ich mir vorstelle in so einer Situation zu sein, denke ich, wäre für mich am Wichtigsten zu wissen meine Eltern lieben mich egal welches Geschecht ich habe. Hast du das mal so ausgesprochen?

    Ich finde es auf jeden Fall Klasse wie du damit umgehst!

  8. Inaktiver User

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Aufgrund vieler Kleinigkeiten bin ich mir ziemlich sicher, dass er sich als Frau wahrnimmt. Aber ich werde einmal nachhaken, ob die Verunsicherung, die ich sehr oft heraushöre, auch daran liegen kann, dass er seinen Platz noch nicht gefunden hat.

    Wogegen er sich absolut wehrt, ist die Stigmatisierung als "Kranker". Aber solange selbst die WHO von Störungen und Krankheitsbildern redet, wird sich in der Gesellschaft wohl nicht so viel ändern

    Wenn ich mir vorstelle in so einer Situation zu sein, denke ich, wäre für mich am Wichtigsten zu wissen meine Eltern lieben mich egal welches Geschecht ich habe. Hast du das mal so ausgesprochen?
    Ja, wir konnten ihn Gott sei Dank von Anfang an so annehmen. Das heißt nicht, dass es bei uns keine Schwierigkeiten oder Streitereien gibt. Wir sind halt eine ganz normale Familie

    Ich finde es auf jeden Fall Klasse wie du damit umgehst!

  9. Moderation

    User Info Menu

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Guten Tag,

    ich finde gut, wie Du mit Deinem Kind und dem Thema umgehst!

    Wogegen er sich absolut wehrt, ist die Stigmatisierung als "Kranker". Aber solange selbst die WHO von Störungen und Krankheitsbildern redet, wird sich in der Gesellschaft wohl nicht so viel ändern
    Ich denke, dass die meisten Leute nicht danach gehen, wie die WHO es noch einstuft, sondern es machen immer die selben Vorurteile ihre Runde.
    Gesetzliche Vorgaben sind in einigen Fällen sogar weiter als "die Gesellschaft".
    Daran können wir alle (mit)arbeiten - für ein offenes Miteinander, das auch Menschen zulässt, die nicht die "Norm" Mann oder Frau erfüllen - oder aber sich zu ihrem richtigen Geschlecht entwickeln.
    Manche Menschen sagen dazu, das wäre ein Wechsel des Geschlechtes, aber das ist es nicht.
    "Die Einstufung als Krankheit" sichert im Moment die Leistungen der Krankenkasse, die man vielleicht in Anspruch nehmen möchte (oder muss): psychologische Begleitung und medizinische Maßnahmen wie eine "geschlechtsangleichende OP" (falls angestrebt).
    Sicherlich wird es Neuerungen von Seiten der WHO, aber auch eine Reform des "Transsexuellengesetzes" geben; aber zur Zeit sind die (veralteten) Regelungen noch gültig.

    Es gibt etliche Bücher, die von "Fachleuten" geschrieben wurden; aber diese Bücher sind mit Vorsicht zu genießen; denn "Fachleute" sind in den meisten Fällen BehandlerInnen mit ganz eigenen Interessen.
    Es gibt auch Bücher von "Betroffenen"; aber jeder Weg und jedes Schicksal ist anders. Selbst wenn einem die Schilderungen ganz plausibel erscheinen, kann es bei dem eigenen Kind ganz anders sein.

    "Zeit geben" ist wichtig - und das Bekenntnis: "Ich liebe Dich mein Kind - und meine Liebe ist nicht von Deinem Geschlecht abhängig.

    Sicherlich hat Dein Kind schon Kontakt zu Beratungsstellen hergestellt?
    Wenn es an notwendigen Adressen fehlen sollte, helfe ich gern.

    Herzliche Grüße
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  10. Inaktiver User

    AW: Unverhofft eine Tochter!

    Zitat Zitat von cpeg Beitrag anzeigen
    Daran können wir alle (mit)arbeiten - für ein offenes Miteinander, das auch Menschen zulässt, die nicht die "Norm" Mann oder Frau erfüllen - oder aber sich zu ihrem richtigen Geschlecht entwickeln.
    Das hast du so schön formuliert.

    Liebe Grüße
    Unina

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