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  1. Inaktiver User

    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Osnabrück? Nee,nee, entweder Hamburg oder sie hat eben Pech gehabt

    (Danke für den link )



  2. Avatar von _Beate_
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    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Osnabrück? Nee,nee, entweder Hamburg oder sie hat eben Pech gehabt

    (Danke für den link )



    Da nich für!


  3. Registriert seit
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    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Am Dienstag gabs auf WDR 5 eine ganz interessante Sendung über Frauen mit spätem Coming Out - leider schon vorbei, aber es gibt eine Zusammenfassung: http://www.wdr5.de/service/service_rat/595699.phtml. Stellenweise gab es da schon etwas komische Erkenntnisse über unsereinen , aber im großen und ganzen doch ein interessantes Thema...

  4. Avatar von _Beate_
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    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Am Dienstag gabs auf WDR 5 eine ganz interessante Sendung über Frauen mit spätem Coming Out - leider schon vorbei, aber es gibt eine Zusammenfassung: http://www.wdr5.de/service/service_rat/595699.phtml. Stellenweise gab es da schon etwas komische Erkenntnisse über unsereinen , aber im großen und ganzen doch ein interessantes Thema...
    Hallo Allesanders! :)

    Der link führt zwar auf die Seite des WDR, aber die Seite selbst wird nicht angezeigt ...

    Gruß,

    Beate

  5. Inaktiver User

    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Allesanders, kannst Du bitte noch mal nach Deinem Link gucken? Ich würde den Beitrag auch gerne lesen.

    Danke!

    Med.

  6. Avatar von _Beate_
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    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    OK ... ich hab es gefunden und kopiere es mal rüber:

    Wenn Frauen plötzlich Frauen lieben

    LebensArt vom 25. Oktober 2005, 15.05 Uhr

    Studiogast Carola Berlage, Psychotherapeutin


    Manche Frauen sind völlig überrascht, wenn sie sich nach vielen Ehejahren plötzlich in eine Frau verlieben. Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen "fluktuierende sexuelle Präferenz". Besonders im späteren Jahren neigen Frauen zu homosexuellen Kontakten. Mit dramatischen Folgen: Die Frauen müssen sich von alten Lebensentwürfen verabschieden, müssen Familie, Freundinnen und Kollegen mit ihrer Entscheidung konfrontieren. Trotz aller Schwierigkeiten erleben viele Frauen danach Gefühle, endlich "bei sich angekommen" zu sein.


    Spätes Coming Out: Das zweite Lebenskonzept

    Den Begriff "Spätes Coming Out" ist nicht altersabhängig gemeint sondern bezeichnet das Coming Out aus einer heterosexuellen Lebenssituation heraus. So betrifft das späte Coming Out oft auch Partner und Kinder. Es sind meist 35-50jährige Frauen in der zweiten Familienphase, d.h. mit heranwachsenden Kindern, oder die Kinder sind aus dem Haus. Diese Frauen suchen neue Lebenskonzepte. Sie geben oft an, dass das Bedeutendste in der Beziehung zu ihrem männlichen Partner die Sexualität ist bzw. war. Alles andere könnten sie auch und oft besser mit ihren Freundinnen haben.

    Verschleppte Coming Outs

    Bis 1990 waren es eher verschleppte Coming Outs, d.h. die Frauen hatten sich gezwungen zu heiraten und haben fast ein ganzes Leben gegen ihre Bedürfnisse gelebt. Für die meisten bedeutete es, lange Jahre, vielleicht das ganze Leben hindurch mit massiven Widersprüchen zu leben. Das hat sich verändert:

    Männliche Partner verlieren an Bedeutung

    Frauen, die heutzutage ein spätes Coming Out haben, haben sich meist vorher eine andere Identität erworben, der Lebenslauf hat sich verändert (Trennung, Tod des Partners, Kinder aus dem Haus) und sie orientieren sich um. In der Regel kommen sie nicht direkt aus einer funktionierenden Ehe in lesbische Beziehungen, sondern sie leben erst einmal alleine und werden autonom. Männliche Partner verlieren an Bedeutung, weil die Frauen keine Lust mehr verspüren. Das liegt nicht unbedingt am schlechten Männerbild, die meisten Frauen hatten zuvor oft gute Kontakte zu Männern. Es geht hauptsächlich darum, sich emotional verstanden zu fühlen.

    Der Wechsel des Lebensmodells

    Wie lange sich das späte Coming Out hinzieht hängt davon ab, wie mutig die Frauen sind, sich ihren sexuellen Bedürfnissen gegenüber Frauen zu öffnen. Es ist oft ein jahrelanger Prozess, sich von den Forderungen der internalisierten Geschlechtsrolle, die in der Pubertät angeeignet wurde, zu verabschieden. Schwierig ist auch für viele Frauen, in ihrem gesellschaftlichen Umfeld offen zu ihrer Homosexualität zu stehen.

    Öffentlich lesbisch leben

    In den USA heißen sie: Ellen DeGeneres, Melissa Etheridge oder Martina Navratilova. Sie verschweigen nicht, lesbisch zu sein. In Deutschland sind es Hella von Sinnen, Ulrike Folkerts und Maren Kroymann. So viel steht fest: Es gibt kaum lesbische Frauen, die sich medienwirksam öffentlich outen. Lesbisch zu sein gilt irgendwie als uncool. Heute empfinden sich in der westlichen Welt 90 Prozent der Menschen als hetero- und 10 Prozent homosexuell. Neun von zehn Männern setzen ihre Homosexualität in die Tat um, aber nur vier von zehn Frauen (Emma 10/2004). Auch daran ist abzulesen, dass der Druck auf die weibliche Homosexualität ungleich stärker ist.

    Fluktuierende sexuelle Präferenzen

    Die Frage der sexuellen Identität ist schwierig. Erschwerend kommt hinzu, dass Menschen sich in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedlich sexuell orientieren können. Heterosexuell leben heißt für Frauen nicht mehr unbedingt, in einer Kleinfamilie mit einem Kind zu leben. Heterosexuell sein ist vielfältiger geworden. Bis heute lässt sich nicht umfassend und schlüssig klären, wie und warum Homo-, Bi- und Hetero-Sexualität entstehen. Die moderne (Sexual)Wissenschaft unterscheidet seit der Neuen Frauenbewegung zwischen "Sex" (dem biologischen Geschlecht) und "Gender" (der Geschlechterrolle), und spricht von "fluktuierenden" sexuellen Präferenzen. Fluktuierend auch nach Lebensalter. So beweisen Studien, dass Männer stärker in der Jugend zu homosexuellen Kontakten neigen - und Frauen haben umgekehrt stärker die Tendenz zur Heterosexualität in der Jugend und zur Homosexualität im Alter. Außerdem haben manche Frauen nach Jahrzehnten Heterosexualität einfach die Nase voll oder finden Frauen einfach liebenswerter. Die Motive für die sexuelle Wahl sind weder biologischer, noch eruptiv erotischer sondern vor allem psychosozialer Natur.
    Expertinnen gehen davon aus, dass Frauen weder hetero- noch homo-, noch bisexuell sind, sondern mit multi- erotischen Anlage geboren werden.


    Adressen

    RUBICON Beratungszentrum
    für Lesben und Schwule
    Rubensstr. 8-10 | 50676 Köln
    Beratungs- und Infotelefon: 0221/19446

    Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)
    Tel. 030/ 78 95 47 63

    pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Bundesverband
    Stresemannallee 3
    D-60596 Frankfurt/Main
    Tel.: 069 / 63 90 02
    Fax: 069 / 63 98 52
    E-Mail: info@profamilia.de


    Lesetipps (redaktionelle Auswahl)

    Barbara Gissrau
    Die Sehnsucht der Frau nach der Frau
    Verlag BoD, 2005
    Die Psychoanalytikerin Barbara Gissrau geht der Sozialisation zur Heterosexualität und Homosexualität nach und entdeckt, dass Frauen weder hetero- noch homo- noch bisexuell sind, sondern mit multi- erotischen Anlage geboren werden.

    Wiedemann, Hans-Georg
    Das Buch für homosexuelle Liebende, ihre Angehörigen und Gegner
    Kreuz, 2005
    Verlagstext: Ebenso einfühlsam wie solidarisch und konkret geht dieses Buch auf die existenziellen Probleme von Schwulen und Lesben ein sowie auf die Fragen und Zweifel ihrer Eltern. Es räumt mit dem Vorurteil auf, Homosexualität sei "krankhaft", "pervers", "sündig" oder "heilbar". Sie ist ebenso angeboren wie beispielsweise Linkshändigkeit. Die Kirchen und die Gesellschaft müssen endlich lernen, die Menschenwürde und das Lebensrecht von Schwulen und Lesben zu schützen.

    Sonja Schock
    Und dann kamst du . . . und ich liebte eine Frau
    Krug & Schadenberg, 1999
    Die Autorin hat acht Frauen zu ihren Erfahrungen befragt: Alle haben einst zufrieden heterosexuell gelebt und leben heute lesbisch. Die befragten Frauen haben verschiedene, teilweise interessant zu lesende Wege für sich gefunden.

    Meike Watzlawik, Friederike Wenner
    "....und ich dachte, du bist schwanger. Frauen erzählen ihr Coming Out"
    Gatzanis Verlag, 2002
    Gute Mischung zwischen Hintergrundinformationen und interviewten Frauen, die Einblicke geben in ihr ganz persönliches Coming Out; mit Vorworten von Ulrike Folkerts und Hella von Sinnen.
    Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Aktionstelefon 0800/5678-555


    AutorIn: Maicke Macherodt
    Redaktion: Jürgen Orthaus

  7. Inaktiver User

    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    ...Lesbisch zu sein gilt irgendwie als uncool.
    Das kann ich aufgrund meiner Erfahrungen nicht bestätigen. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Oftmals wird mit dem Lesbisch-sein sogar ziemlich kokettiert. Ich finde das manchmal schon etwas peinlich, wie zB. diesen ganzen Pride-Kram. "Ich bin stolz darauf lesbisch/schwul zu sein". Mal im Ernst, kann jmd stolz auf seine/ihre sexuellen Präferenzen sein? Muss ich ü-ber-all meine Homosexualität raushängen lassen, um zu zeigen, was für ein Exot ich doch bin?

    Das zB. Schauspielerinnen sich nicht outen mag daran liegen, dass sie bestimmte (heterosexuell ausgerichtete) Rollen dann nicht mehr bekommen.

    Bei Sängerinnen sieht das m.E. schon wieder anders aus. Da gilt es sogar eher als schick, lesbisch zu sein.

    Mir persönlich ist es ziemlich schnuppe wie wer mit wem und warum was treibt. Nur weil Melissa Etheridge lesbisch ist, finde ich noch lange ihre Musik nicht gut. Und Ufo würde ich auch süß finden, wenn sie hetero wäre.

    Sonnige Grüße und ein schönes Wochenende

  8. Avatar von Coralie
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    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    V.-Tipp

    Lange Kölner Museumsnacht am 05.11.2005!!!

  9. Inaktiver User

    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Beate,
    danke schön fürs Reinstellen!

    DeMillau,
    erlebe ich ähnlich wie Du. Lesbischsein gilt für manche als schick und sie überidentifizieren sich. Plötzlich tanzen alle wie wild zu Melissa Etheridge, nicht weil die Musik so toll ist, sondern weil deren Lesbischsein publik wurde. Ich finde das affig und dogmatisch. Ich mag auch diese teilweise recht intensiv betriebene Abschottung nicht. Ich bewege mich gern in einer Heterowelt und würde mich selbst in der Vielfalt beschneiden, wenn ich das nicht mehr täte.

    Coralie,
    was gibt´s denn in der Museumsnacht?

  10. Avatar von Coralie
    Registriert seit
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    11

    Re: Kreuz und Queer. Film-, Buch - u. Veranstaltungstipps

    Auf zur langen Nacht der Kölner Museen!

    Ein Kulturevent der Extraklasse! Die Stadt Köln zeigt, wie sich Party, Kunst und Kultur wunderbar und auf höchstem Niveau ergänzen.



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