Es gibt eine Farbe, die auf Deutsch "Totenkopf" heisst? - na dann.
gestern war ich im Antikenmuseum Basel, es wurden die Funde vom Wrack von Antikythera ausgestellt:
Aktuelle Sonderausstellung - Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig
viele nackte Männer - ein paar Frauen, aber meist angezogen - und dann drehte ich noch eine Runde durch die ständige Ausstellung, diese griechischen Vasen muss ich unbedingt nochmal anschauen gehen, die sind toll.
Die Antiken waren offenbar quasi besessen vom Menschen und haben Menschen in allen Formen abgebildet... so lebensechte Statuen! Bei manchen, wenn man ein bisschen die Augen zusammenkneift, hat man wirklich das Gefühl, dass sie sich bewegen, und den Künstlern ist es gelungen, die Bewegungsqualität der Portraitierten einzufangen. wundervoll!
gruss, barbara
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22.02.2016, 06:43
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
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22.02.2016, 08:17Inaktiver User
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22.02.2016, 08:31
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
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22.02.2016, 08:35Inaktiver User
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
Wiki sagt zu "caput mortuum"
Beim Bemühen der Alchimisten des 15. Jahrhunderts um die Herstellung von „rauchender“ Schwefelsäure fiel beim Abrösten von Pyrit bei sehr hohen Temperaturen ein in getrocknetem Zustand feines bläulich-violettes Pulver als Nebenprodukt an. Die Alchimisten bezeichneten es dem Sprachgebrauch ihres Berufsstandes folgend als caput mortuum, also „Totenkopf“ im Sinne von „wertloses Zeug“.
In einer anderen Lesart leitet sich der Name direkt vom Totenkopf ab: Angeblich entspricht die Farbe der Verfärbung des geronnenen Blutes an den Schnittstellen der Köpfe Enthaupteter.
Ein zweiter Name dieses Pigments ist Colcothar oder Kolkothar. Man dachte dabei an die biblische Schädelstätte Golgatha, die auf Hebräisch eigentlich golgota heißt, und stellte eine Verbindung zwischen Schädelstätte und „Totenkopf“ her.
Die Herleitung des dritten Namens Morellensalz nimmt sich dagegen simpel aus: Morellen sind die blauroten Sauerkirschen, deren Farbe dem Caput mortuum ähnelt.
Geändert von Inaktiver User (22.02.2016 um 10:16 Uhr)
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22.02.2016, 09:15
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
Ich kannte den Begriff auch nicht (naja, woher auch, bin ja kein Fachmann) und hab mal Dr Google befragt. Da bin ich auf diesen Blogbeitrag gestossen. Interessant.
Christopher Volpe's Art Blog: Caput Mortuum"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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22.02.2016, 09:18
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
@ Visual2, könntest du bitte noch einen Link zu Wiki legen, falls dein Text direkt daraus kopiert ist?
Danke!"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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22.02.2016, 10:16Inaktiver User
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
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22.02.2016, 10:28
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
Danke :)
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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25.02.2016, 16:11Inaktiver User
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
Ich finde - mit Verlaub - den Kommentar ein wenig hochnäsig. Der Holocaust ist ein schwieriges Thema, insbesondere auch für Künstler, denn wie soll der Holocaust dargestellt werden.
Auf die Frage,
antwortete in einem heute in der F.A.Z. im Feuilleton (F.A.Z., vom 25.02.2016, Feuilleton S. 9) abgedruckten Interview Gerhard Richter:Wie ist das Verhältnis von Wissen und Sehen? Ohne den Titel wäre der Bezug nicht herzustellen.
Und was den Farbton Caput Mortuum anbelangt, sollte vielleicht auch in Erwägung gezogen werden, dass die Darstellung bildschirmabhängig ist. Wer in dem Museum Frieder Burda in dem Raum vor dem Bild steht, dann noch die Fotographien und auf der gegenüberliegenden Seite die Fotographie des Bildes auf Alu-Dibond sieht, der hat einen anderen Eindruck. Einen anderen Eindruck auch von der Gesamtwirkung.Der Vorgang ist ähnlich, als hätte ich eine Sonate geschrieben. Wie Mozart, der ein Requiem schreibt, für einen besonderen Anlass. Wenn das Wort nicht drübersteht, „Requiem“, kann der Bezug nicht hergestellt werden. Das beeinflusst die Seh- oder die Hörweise.
Hier findet sich übrigens das gesamte Interview.Geändert von Inaktiver User (25.02.2016 um 17:38 Uhr)
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25.02.2016, 22:06
AW: Ausstellungen, Kunstfundstücke , z.B. das lächerliche leben eines ernsten mannes
Das stimmt so eben nicht in der klassischen Kunst; ein Requiem hat ganz bestimmte Eigenschaften, sodass einer, der diese kennt und die Musik hört, auch ohne Kenntnis des Titels sagen kannn "Aha, das ist ein Requiem"
https://de.wikipedia.org/wiki/Requiem
Erst die moderne Kunst ist so zerbrochen und verloren, dass sie Titel braucht, damit der Betrachter überhaupt eine Ahnung hat, worum es gehen könnte.
gruss, barbara



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